2. EA SS 2013

#2
Ich suche ebenfalls Mitstreiter für die 2. EA
Zunächst einmal geht es bei der Aufgabenstellung b) darum, den steuerlichen Gewinn zu ermitteln. Bei den Geschäftsvorfällen handelt es sich um normale Betriebsausgaben wie z.B. die Miete für den Lkw. Diese Leistung wird aus dem schuldrechtlichen Vertrag des B mit der A-GmbH geschuldet und damit auch steuerlich ansetzbar. Allerdings müssen sämtlichen Leistungsvergütungen angemessen sein. Dies ist im Falle der Vergütung des B und auch im Falle der Zinszahlung an den C nicht gegeben. Hierbei handelt es sich dann um eine verdeckte Gewinnausschüttung. Nur wie wird das in der steuerlichen Gewinnermittlung berücksichtigt? Wird einfach díe "korrigierte" Betriebsausgabe angesetzt?
 
#3
Das überhöhte Geschäftsführergehalt und der zu hohe Zinssatz sind "verdeckte Gewinnausschüttungen";
die sind in Aufgabe 1b) bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer dem Gewinn gem. 8 Abs.3 KStG hinzuzurechnen.
 
#7
Bei Aufgabe 1b hab ich als Körperschaftsteuerbelastung auch 4.826.000€. (Der Soli sollte laut SV unberücksichtigt bleiben, soweit ich mich entsinne)
Für die Gewerbesteuer hab ich auch 743.204€, wie Du :)
Scheint also net ganz abwegig....

LG
 
#8
OK, da gehe ich mit SolZ soll unberücksichtigt bleiben. Die Aufgabe b) ist dann entsprechend noch mit ein paar Paragraphen und Gesetzestexten zu versehen und fertig wäre sie.

c) hingegen ist da schon etwas aufwändiger... Lkw, Miete und Darlehenszinsen fallen in die jeweiligen SonderGuV der Gesellschafter als Ausgaben/Einnahmen sowie in die Sonderbilanzen. Anschließend muss der gesondert festgestellte Gewinn ermittelt werden. OK. Der bei Kapitalgesellschaften geltende Anteil der verdeckten Gewinnausschüttungen kommt hier nicht zum tragen, da dies schon durch die Sonderbilanzen und den daraus verteilten Gewinn erfolgt ist.
Anschließend muss man dann wohl noch die verteilten Einkünfte versteuern nach dem EStG. Welcher § ?
 
#13
Welche nr. meinst Du denn damit? Die Miete?
in diesem zusammenhang fällt mir noch der GewSt-Freibetrag von 24,5 TEUR für Personengesellschaften ein...
 
#15
Die Hinzurechnungen dürfen nur vorgenommen werden, soweit die Summe aller Hinzurechnungen 100 TEUR übersteigt.
§ 8 GewStG Satz 1 nach f) folgt noch diese Anmerkung.
Das tut es in diesem Fall, deshalb keine Hinzurechnungen, oder?
 
#16
Richtig, grundsätzlich würde eine Hinzurechnung nach 8Nr.1a GewStG für die Darlehenshinsen passen,
Aber wie gesagt, insgesamt übersteigt die Summe der Hinzurechnungen 100.000€ nicht, also bleiben sie unberücksichtigt.
 
#18
Irgendwie hänge ich ein bisschen bei meinen Ausführungen zu c). Mein steuerpflichtiger Gewinn ist um 200 TEUR niedriger as deiner. Sondervergütungen habe ich steuerlich gewinnmindernd als Betriebsausgabe der Gesellschaft berücksichtigt. Allerdings bei der Ermittlung der Gewerbesteuer als Hinzurechnung nach § 9 GewStG wieder draufgeschlagen. Am Ergnis der GewSt ändert sich dadurch allerdings nichts. Oder wie ist das mit den Sondervergütungen anzusetzen?
 
#19
Auf den Steuerpflichtigen Gewinn von 4.975.000€ komme ich wie folgt:

Gesamtgewinn: 5.000.000

- Mietaufwand für LKW: 20.000
- Zinsaufwand: 5.000

= steuerpflichtiger Gewinn: 4.975.000

Das Geschäftsführergehalt von B wird nicht gewinnmindernd abgezogen; bei einer OHG ist das eine Privatentnahme und nur relevant im Eigenkapitalkonto des B (wonach hier nicht gefragt ist)
 
#21
Die Sonderbilanzen weisen zu Jahresbeginn 0 (Null) aus, oder? D.h., die Aufgabenstellung gibt jedenfalls keine Vorträge für Sondervermögen her. Die SonderGuV des B weist einen Verlust von 10 TEUR aus, die von C einen Gewinn von 5 TEUR. Die Sonderbilanz von C weist im Passiva 100 TEUR Kapital aus, im Aktiva 100 TEUR Forderungen. Die Sonderbilanz von B weist im Aktiva BGA von 60 TEUR aus und im Passiva Kapital von 60 TEUR? richtig?