3.4: Erfahrungsbericht

Hi,

ich hatte heute die mündliche Prüfung in 3.4 bei Frau Reutten:

Thema: Dezentralisierung und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sowie Vermarktlichung und Subjektivierung von Arbeit

Die Prüfungsatmosphäre habe ich als sehr angenehm empfunden - ich hatte 2 Prüfer (Fr. Reutten und einen Herrn) - es war mehr
ein Gespräch als eine Prüfung. Ich habe ein Referat von ca. 10 Minuten gehalten und wurde im Anschluss zu dem Referat befragt.

Rückblickend kann ich sagen, dass das Thema nicht gut gewählt war, da die Unterschiede zwischen Vermarktlichung, Subjektivierung, Dezentralisierung
nicht wirklich groß sind (sie sind aber vorhanden!) - dadurch muss man wirklich sehr präzise sein. Also "Wischi-Waschi" geht nicht. Das habe
ich mit meiner 3 auch "schmerzlich" erfahren müssen...

Trotzdem hat sich der Ausflug nach Hagen ausgezahlt. Nachdem ich geflogen bin, konnte ich meiner Frau Schmuck im Duty Free mitnehmen,
habe bei PizzaHut (gibts in österreich nicht) zu Mittag gegessen und mir ein paar Donuts bei "Dunkin Donats" (gibts auch nicht in Österreich) gegönnt :)

Die nächste mündliche werde ich wahrscheinlich per Videokonferenz angehen... :)

lg,

Stefan
 
Ohhh ja, mündliche Modulprüfungen - der größe Grauß aller Prüfungsarten. Du glaubst, du bist prima vorbereitet, ready for "Bestnote" und dann kommt das böse Erwachen und man packt lediglich 'nen 2er. Da heißt es, die Emotion im Zaum zu halten. Apropos Videokonferenzprüfung - auch dort lauern zusätzliche Gefahren. Die Videokonferenzanlage ist "meilenweit" von dir entfernt, Ton- und Bildstörungen lassen dich die Fragen des Profs nur erahnen und die Profs selber stimmen auch nur widerwillig dieser Prüfungsart zu. Dafür spart man sich die Kohle für'n Flieger und die Gefahr, nicht rechtzeitig anzukommen, ist vom Tisch. Das Schlimmstes an den Konferenzprüfungen ist der "Beisitzende", der dich mit Adlersaugen bewacht, damit du ja nicht schummelst. Wie sollte man auch schummeln, wenn 'ne mächtige Kamera auf dich gerichtet ist, vor und zurück zoomt, als würdest du gerade die Tagesschau moderieren. Schweißtreibende 45 Minuten, an die man sich im Nachhinein garnicht mehr richtig erinnern kann, vor lauter Nervosität. Danach kannst du dich noch rechtfertigen, warum du nur nen 2er gepackt hast "Ja was ist denn nur los mit Ihnen?" - Egal was du sagst, es klingt wie 'ne Ausrede. Es ist halt wie beim Fußball - Elfmeter ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.
 
Das ist echt Jammern auf hohem Niveau.
Mir erschliesst sich nicht, wie man die Note "gut" mit bösem Erwachen assoziieren kann.
Ich freu mich in solchen Fällen und lad meine Freundin zum Essen ein.
Im letzten Modul hatte ich innerhalb einer Woche eine 5.0 und eine 1,3 in zwei mündlichen Prüfungen.
Da hätte ich nach der ersten Prüfung ja gar nicht mehr aufwachen dürfen...
 
na besser eine 5 als eine 4, so kannst du wenigstens wiederholen und hast somit einen 2. Versuch dich zu verbessern. :)
In welchem Modul hattest du denn welche Note? Woran lag es deines Erachtens an der schlechten Note? Zu wenig Zeit zur Vorberietung gehabt oder war der Prüfer nicht so deiner Meinung?
 
*lächel* je älter man wird, desto "egaler" wird die Note... Ich bin mit meiner 3 mehr als zufrieden.

Nach 8 Modulen im 5ten Semester liege ich bei einem Schnitt von 3.2 und bin mehr
als zufrieden - dieses Semester bin ich am "Husarenritt" mit 4 Modulen und einem Seminar :)
 
"Woran lag es deines Erachtens an der schlechten Note?"

Das ist eine sehr komplexe Geschichte bei den mündlichen Prüfungen. Ich hatte welche, die liefen hervorragend, andere eher schlecht. Nur Kurse auswendig lernen, da kann es dir sogar passieren, dass du ne 5.0 kassierst z.B. bei jenen Modulen, in denen du eigene Thesen verteidigen musst. Da ist der Stoff der Kurse sowas von egal und du musst nur genügend Argumente für deine Thesen haben. In der Prüfungsordnung steht, dass ein erheblicher Teil der Bearbeitunszeit für ein Modul auf Eigenrecherche verteilt ist. Ich hätte z.B. mal über Ich-AGs reden sollen, na die hättens mich genauso gut nach den Arbeitsbedinungen der argentinischen Bauern fragen können. Es ist wirklich sehr komplex. Der Prof. verlässt sich halt auf seinen Status als Prüfer und seinen Dr.-Titel - und wenn du nicht das bringst, was er oder sie hören will, ja dann hast du halt Pech gehabt. Aber irgendwie gleicht es sich doch wieder aus.
 
Welche Module würdet ihr denn für mündliche Prüfungen eher empfehlen und welche eher für HA? Klar, das ist immer subjektiv, aber eure Meinung würde mich schon interessieren.
 
Hi,

also 3.4 ist grundsätzlich ein gutes Modul für eine mündliche Prüfung. Es gibt keine Thesen die es zu verteidigen gilt, sondern "nur" Themenbereiche. Nachdem ich jedoch ständig zwischen 3 bzw. 4 Sachen (unselbstständiger Beruf, Selbstständigkeit, Kinder, Studium) herum "switche" habe ich die Aufgabenstellung nicht gut genug gelesen und Thesen aufgestellt (und die Verteidigung dieser auch gelernt). Wenn ich das ganze nun "objektiv" betrachte, wäre eine bessere Note sicherlich drin gewesen, wenn ich mich mehr auf das konzentriert hätte, was in der Aufgabe stand. Auf der anderen Seite, ist in meiner Situation ein 3er eine fabelhafte Leistung :)
 
Meiner Erfahrung nach sind die soziologischen Module am einfachsten, sowohl als mündliche Prüfung, als auch als HA. Allerdings liegt mir das soziologische einfach etwas mehr als das politische. Also so Sachen wie Föderalismus, das ist einfach nicht meine Welt, schon garnicht, wenn es auch noch mit zu formulierenden Thesen zu tun hat. Das Modul 3.1 bei der Töller soll angeblich auch eine nette mündliche Prüfung sein.
 
Hallo!

Meine Empfehlung für die Auswahl von Modulen und der Prüfungsart ist eher die Orientierung am eigenen Interesse. Damit fährt man bestimmt besser, als mit dem Schielen auf potentielle Noten schon bei der Modulbelegung...

Gruß aus Mainz,

Joe

... der gerade versucht, fleissig Statistik zu lernen...
 
Das ist wohl richtig, denn eine vermeintlich "einfaches" Modul kann auch zur Qual werden, wenn man nicht am Thema interessiert ist, dann wird es mit der guten Note dann meistens auch nichts. Mal anders gefragt, wenn euch ein Thema besonders interessiert, entscheidet ihr euch dann eher für eine mündl. Prüfung oder eine HA? Eines meiner Kriterin wäre z.B. auch, dass ich in dem Modul, in welchem ich meine B.A.-Arbeit schreiben möchte, auch eine HA schreibe.
 
Die HAs laufen übrigends tatsächlich durch ein Plagiatsoftwareprogramm. Das mit dem Einsenden der Arbeit als pdf-Datei ist also nicht nur so eine leere Abschreckungsdrohung, sondern dient der vollständigen Überprüfung der Arbeit. Ob das erst seit jüngerem der Fall ist (Stichwort: Guttenberg) oder schon seit Beginn der Notwendigkeit der Einsendung als Datei weiß ich nicht. Diese Prozedur kann jedoch auch fehlerhaft sein, mir wurde nämlich mal angekreidet, dass ich einen Satz in meiner HA (lediglich ein Satz) unzitiert dem Gedenken nach übernommen hätte. Mir wurde auch mitgeteilt, wo genau ich den Satz herhätte. Der Witz daran ist nur, dass da nur jemand zu einer bestimmten Thematik einen ähnlich formulierten Satz schrieb und, wenn man so will, auf die selbe Schlussfolgerung kam. Ich hab mich da nicht aufgeregt, musste nur ein wenig schmunzeln, aber das kann natürlich auch in größerem Umfange in die Hose gehen. Jedenfalls finde ich es prima, dass kontrolliert wird.
 
na besser eine 5 als eine 4, so kannst du wenigstens wiederholen und hast somit einen 2. Versuch dich zu verbessern. :)
In welchem Modul hattest du denn welche Note? Woran lag es deines Erachtens an der schlechten Note? Zu wenig Zeit zur Vorberietung gehabt oder war der Prüfer nicht so deiner Meinung?
Die 5,0 hatte ich in Modul 3.2, die 1,3 in Modul 2.7
Ehrlich gesagt, wäre mir eine 4,0 ohne Wiederholmöglichkeit bei Modul 3.2 lieber gewesen.
Mein Expose war ein Schnellschuss, bei dem ich schließlich Mühe bei der Begründung hatte und die Prüferin hat mir halt nichts geschenkt.
Außerdem ist 3.2 meiner Meinung nach das umfangreichste Modul, das man nicht mal so eben macht.
Mein Fazit ist, dass ich mir nun mehr Zeit lasse, zumal ich das Studium mehr aus Interesse als aus beruflicher Notwendigkeit betreibe.
Die Strategie, die Sache schnell durchzuziehen, damit das mit der Zulassung zum Master klappt, bevor womöglich wieder Zugangsbeschränkungen eingeführt werden, hat sich nun erledigt. Nun muss es eben gegebenenfalls auch über die Note klappen. Dafür würde ich notfalls auch vor der Bachelorarbeit noch ein zusätzliches bisher nicht belegtes Modul bearbeiten um den Notendurchschnitt zu verbessern.
 
Eventuell habe ich Dich nicht richtig verstanden, aber es besteht grundsätzlich keine Möglichkeit, mehr Module als gefordert abzuschließen, um die besseren Noten für den Durchschnitt auszuwählen. Ich bin noch nicht einmal sicher, ob Du Dich überhaupt zu einer zusätzlichen Prüfung anmelden könntest oder ob das System das a priori ausschließt. Nachträgliches Optimieren geht also leider nicht....
 
@Chris: Meinst Du, dass die Zulassungsvorraussetzungen für das MA Studium wieder eingeführt werden? Wenn ja, dann wirds bei mir wohl beim BA bleiben :)
 
Hallo!

Wenn ich mich nicht irre, kann man sehr wohl mehr als die 11 geforderten Module absolvieren, wenn man nicht weiss wo man mit seiner Zeit hin soll ...;)
Allerdings kommen die "Bonus-Module" in ein sog. "Diploma-Supplement" und zählen nicht für die "Endabrechnung".
Was ich nicht weiss: welche Module die "zusätzlichen" sind. Wenn z.B. jemand 5 Module der 2.X Reihe absolviert, welche zählen dann? Die ersten vier? Und was ist wenn alle 5 in einem Semester absolviert werden? Alles theoretisch möglich....:rolleyes:
Das könnte sicherlich durch eine Nachfrage beim Prüfungsamt geklärt werden. Ich mach mal lieber weiter mit Statistik...

Gruß aus Mainz,

Joe

... der garantiert "nur" 11 Module machen wird...
 
Nach meiner Information - die Frage wurde ja schon mehrfach dem Prüfungsamt vorgetragen - geht es schlicht nach dem zeitlichen Eingang der Prüfungsergebnisse.

Bzgl. des Diploma-Supplements muss ich Dir widersprechen: Ich habe gerade meines herausgekramt, da gibt es keinerlei Möglichkeiten, zusätzliche Modulprüfungen aufzuführen. Auf dem Zusatzbogen gibt es überhaupt keine differenzierten Angaben zu Studieninhalten oder absolvierten Prüfungsleistungen und auch keinen Platz dafür. Das ist lediglich eine stark komprimierte Darstellung persönlicher Daten (Zugangsvoraussetzungen, erreichter Abschluss, Abschlussnote) und Daten zur ausbildenden Institution (ergo: der FernUni).
Der B.A.-Urkunde selbst liegt ein Anhang mit der Auflistung der zur Prüfungsanmeldung eingereichten Studienleistungen bei.

Aber wie gesagt: Ich habe starke Zweifel, dass das Registrierungssystem des Prüfungsamts Dich überhaupt zusätzliche Prüfungen anmelden lässt. Meines Wissens ist es ja noch nicht einmal möglich, nach einer nicht bestandenen Prüfung das Modul zu wechseln, sondern Du musst beim einmal gewählten Modul bleiben. Aber auch das wurde schonmal beim Prüfungsamt nachgefragt, entsprechende Info müsste entweder hier oder in der Bapo-Lounge nachzulesen sein.

Die Befürchtung, es könnten sich wieder schärfere Zulassungsvoraussetzungen beim M.A. einstellen, teile ich übrigens nicht. Die Öffnung hat letztlich das erreicht, was hochschulpolitisch gewollt war, an den Rahmenbedingungen hat sich nicht viel geändert. Allerdings würde ich im Auge behalten, wohin der Master überhaupt steuert. Wenn der neue B.A. als Kombination aus Politikwissenschaft und Soziologie eingeführt ist, fragt sich ja, ob der Master ggf. nicht auch eine neue Ausrichtung bekommt.
 
Hallo!

Den rot gefärbten Teil des Beitrags bitte nicht mehr beachten. Ich ziehe ihn hiermit zurück, da meine Interpretation der Prüfungsordung FALSCH war und ich dieses durch das Prüfungsamt bestätigt bekommen habe.

Es gilt statt dessen:
Hat man sich einmal in einem Modul zur Prüfung angemeldet und tritt zur Prüfung an, so muss das Modul bestanden werden.
Zwei Wiederholungen einer Modulprüfung sind möglich, danach -> Exitus, da die 11 Module für die Anmeldung zur BA nicht mehr erbracht werden können.
Die Abschlussarbeit darf einmal wiederholt werden, danach - Exitus

Gruß aus Mainz,

Joe


Gelöscht!
 
Ich kann dem zustimmen, die Prüfungsatmosphäre war wesentlich angenehmer als ich mir das ausgemalt hatte. Ich muss jedoch sagen, dass wenn man sich gut vorbereitet, man auch eine gute Note erhält. Hilfreich war es für mich, das Seminar zu besuchen. Dort kam das von mir gewählte Thema auch im Referat dran und ich konnte, was ich vorher falsch verstanden hatte, vor der Prüfung noch korrigieren und habe so nicht bei der mündlichen die Fehler gemacht.

mit den mündlichen prüfungen ist das so ein fall... dem einen fällts leichter als dem anderen. ich dachte zuerst auch, dass mündliche prüfungen der absolute horror sind, aber es hat auch klare vorteile... es ist nach einer halben stunde vorbei und man erhält sofort die note und macht sich nicht wochenlang noch gedanken (wie ich). man kann im gespräch auch erkennen, ob das was man sagt richtig oder falsch ist...wenn es falsch ist, kann man es auch noch korrigieren... ich finde hausarbeiten mittlerweile wesentlich schlimmer.....
 
Hallo sunshine85 - darf ich fragen, hast du den B.Sc Wirtschaftswissenschaft abgeschlossen, abgebrochen oder bearbeitest du ihn parallel zum B.A. Politik??
 
Hi Sunshine!

Ja, dass mit den mündlichen Prüfungen ist echt eine spannende Sache. In 2.6 hat es bir mir sehr gut geklappt, aber die Vorbereitung auf so eine Prüfung braucht halt viiiieeel Zeit. Der Vorteil: es ist schneller vorbei (... hätte nie gedacht wir kurz eine halbe Stunde sein kann...) und es gibt die Note sofort. Man kann das Modul also sofort "abhaken"...
Ob man nun eher mundliche Prüfungen oder Hausarbeitem mag, spielt im Grunde genommen gar keine Rolle: die Prüfungsordnung schreibt ja mindestens 2 mündliche Prüfungen vor.
Gleichzeitig muss aber die Bachelor-Abschlussarbeit in einem 3.er Modul geschrieben werden. Daher bieten sich eigentlich die Wahlpflicht 2.X Module für mündliche Prüfungen an.

Gruß aus Mainz,

Joe
 
Hallo allerseits. Danke für die Infos zu den mündlichen Prüfungen. Meine 2er Module bieten keine mündlichen Prüfungen an, also gibt´s zwei mündliche Prüfungen in den 3er Modulen für mich. Ich habe alle drei 3er für das nächste Semester belegt, und überlege gerade alle 3 als mündliche Prüfungen zu machen, wenn man es sich da besser einteilen kann.
So, jetzt geht´s wieder zurück zur Statistik.
Beste Grüße
Steffen
 
Hi Steffen,

da nimmst Du Dir viel vor :) Nachdem Du (wie Joe bereits erwähnte) in einem der 3er Module auch die BA Arbeit schreiben musst, würde ich Dir empfehlen, in diesem bereits die HA zu schreiben. Ich habe z.B. in 3.1 die HA geschrieben und super Feedback bei der Benotung bekommen, welches ich in die BA Arbeit einfließen lassen möchte. Das hätte bei der mündlichen Prüfung gefehlt. Da bekommt man zwar auch Feedback, aber halt nicht so pointiert (bzw. "nachlesbar") wie bei der HA. Außerdem hast Du bei der Hausarbeit (z.B. in Modul 3.1 & 3.4) auch die Möglichkeit während des Semesters abzugeben - die mündlichen Prüfungen sind doch auf eine Woche zu Beginn des Semesters und eine Woche zu Ende des Semesters festgelegt...

lg,

Stefan
 
Hallo,
ein Zusatz: das mit den Terminen zu den mündlichen Prüfungen stimmt so nicht ganz. Ist je nach Modul verschieden. Also einfach vorher mal reingucken, ob da feste Termine stehen.

Grüße
 
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