Probestudium - wie schnell muss ich die Prüfungen schreiben?

#1
Hallo zusammen,

ich überlege mich zum Sommersemester in Hagen einzuschreiben.
Für mich kommt nur ein Probestudium in Frage, da ich "nur" die Fachhochschulreife habe.

Ich habe einen Sohn, 5 Jahre und bin nun erneut schwanger mit Termin 04.07.2016.
Für mich käme also sowieso nur ein Teilzeitstudium in Frage.

Nun überlege ich eben mich jetzt einzuschreiben. In meiner Schwangerschaft habe ich nun genügend Zeit zum lernen, mein Sohn ist vormittags im Kindergarten und auch so habe ich mal hier und da einen Nachmittag frei.
Anders wird es, wenn das Baby da ist. Ich weiß momentan noch nicht wie das wird und wie sehr mich das in Beschlag nimmt. Was wäre nun, wenn das Baby da ist und ich merke dass ich erstmal 2,3 Monate einen Gang zurückschalten muss, oder die erste Prüfung nicht schaffe, weil die sicher um den Entbindungstermin fallen würde. Kann ich die Prüfung nachholen, verliere ich zu viel Zeit?

Oder wäre es besser noch bis nach der Geburt und somit bis zum wise zu warten und mich dann einzuschreiben?

Mir fällt einfach die Decke auf den Kopf und ich möchte unbedingt etwas für mich und meine Zukunft tun.
 
#2
Du hast 8 Semester Zeit, um das Probestudium (80 ECTS) abzuschließen (siehe hier). Zur Orientierung: Beim Vollzeitstudium werden 30 ECTS pro Semester zugrunde gelegt. Für ein Teilzeitstudium sind es dann entsprechend weniger. Die Prüfungen werden in der Regel einmal in jedem Semester angeboten. Wenn du also im ersten Semester keine Prüfung schafftst, ist das noch relativ unproblematisch.
Ansonsten gibt es je nach Studiengang erhebliche Unterschiede. In Wirtschaftswissenschaften ist es bspw. so, dass im Sommersemester sowohl Anfang Juni als auch Anfang Juli die spätesten Abgabetermine für die Einsendearbeiten sind. Du musst i.d.R. eine von zwei Einsendearbeiten pro Modul bestehen, um die Zulassung zur Modulklausur zu bekommen. Die Grundstudiumsklausuren finden dann in der letzten Septemberwoche statt.
Orientiere dich im ersten Semester ruhig am Belegungsplan für ein Vollzeitstudium. Dann kannst du nämlich ein Modul zurückstellen, wenn es dir am Anfang zu schwer erscheint. Wenn du ein Modul nicht schaffst, kannst du es sieben Semster lang kostenfrei als Wiederholer belegen.
 
#3
Danke für deine Antwort!

Also 2 Module schaffe ich auf keinen Fall, ich will mich auch auf keinen Fall am Anfang "überfordern", da ich sonst bedenken habe, dass mir die Motivation flöten geht.

Also könnte ich mich nun zum Probestudium für das sose anmelden und dann schauen, ob es ich es mir der Prüfung schaffe? Diese wäre Anfang September(habe mal geforscht). Wäre ja von der Zeit her überhaupt kein Thema, nur denke ich, dass es nachher, wenn das Baby da ist nicht möglich ist zu lernen und man erstmal andere Dinge hat, die einen beschäftigen. Somit könnte ich dann also sich sagen, dass ich die Prüfung nicht schaffe und ich sie nachhole im nächsten semster, ja?
 
#4
Hallo,

ich weiß nicht, was du studieren möchtest, deshalb kann ich auch nur für mein Fach WInf antworten.

Beim Probestudium hast Du, wie gesagt, acht Semester Zeit für acht Prüfungen, also eine pro Semester sollte es dann schon sein, andernfalls mußt Du eben mal zwei schreiben. Die schriftlichen Prüfungen finden immer nur einmal pro Semester statt, d.h. falls man einen Termin aus Zeitmangel, Krankheit, etc. verpaßt hat oder man leider mal durchgefallen ist, hat man gleich ein Semester verloren.
Mündliche Prüfungen kann man individuell vereinbaren, hier sieht es dann bei Kooperation des Profs deutlich entspannter aus.
Es empfiehlt sich aber, wenn man dann doch mehrere Klausuren pro Semester scheiben muss, vor der Belegung mal auf die Termine zu achten. Von zwei Klausren an einem Tag bis hin zu mehreren Wochen Abstand dazwischen ist alles möglich.

Das Wichtigste aber ist, dass nicht jede Prüfung/Klausur gleich viel Lernaufwand erfordert. Je nach persönlicher Neigung, beruflichem Vorwissen, Spaß an der Sache, ... wird es doch sicherlich ein Modul geben, dass nicht völlig neu für dich ist oder einen Kurs, den man quasi "mit links" schreibt und der mit weniger Lernaufwand verbunden ist. Der Fernuni ist es weitestgehend egal, ob Du regelmäßig lernst oder fünf Monate lang nichts tust und dir dann in den letzten Wochen vor der Klausur den Stoff eintrichterst. Ein Glücksfall, allerdings auch seltene Ausnahmen, sind die Vorlesungen, bei denen man in Kompaktseminaren den klausurrelevanten Stoff in wenigen Tagen vermittelt bekommt.

Es gibt auch keine vorgeschriebene Reihenfolge der Kursbelegung, man kann sich, wenn man wie hier weiß, dass man mal weniger Zeit, hat auch ein leichteres Modul, das eigentlich erst für später gedacht ist, für den Fall aussuchen.

Viele Grüße
Frank