Berufliche Zukunft MathematikerIn

Hallo alle!

Ich bin neu, ich habe die Einschreibung von WS verpasst und bereite mich autodidaktisch für das SS vor.
Ich werde wahrscheinlich das Nebenfach BWL nehmen,
denn ich mag Mathe. aber ich möchte auch schnell fertig werden und das scheint mir das einfachste Nebenfach zu sein...

Allerdings habe ich ein wenig Bedenken: schafft man mit diesem Nebenfach relativ einfach einen Job zu finden?
Wie sieht die allgemeine berufliche Zukunft von Bachelor of Mathematik aus?
Wieviel Informatikkenntnis muss man zu dem Mathe.Studium packen damit man auch relativ mühlos einen Job finden kann?
(Ich weiss, besser wäre das Nebenfach Informatik, aber ich stehe unter Zeitdruck...)

Ich weiss nicht wo ich dieses Thema reintun soll, da ich sehe, hier ist leer, dann...;)

Grüsse

theta
 
Hallo,

Ich werde wahrscheinlich das Nebenfach BWL nehmen, denn ich mag Mathe. aber ich möchte auch schnell fertig werden und das scheint mir das einfachste Nebenfach zu sein...

Warum? Ich bin mir sicher mir würde das Nebenfach Informatik leichter fallen. Es ist nach meiner Einschätzung eher eine Frage was einem besser liegt und welche Vorkenntnisse man mitbringt.

Allerdings habe ich ein wenig Bedenken: schafft man mit diesem Nebenfach relativ einfach einen Job zu finden?

In welchen Bereich willst Du denn arbeiten? Ich kann mir vorstellen, dass im Bereich Versicherungen/Finanzwirtschaft betreibswirtschaftliche Kenntnisse sehr gern gesehen werden.

Wie sieht die allgemeine berufliche Zukunft von Bachelor of Mathematik aus? Wieviel Informatikkenntnis muss man zu dem Mathe.Studium packen damit man auch relativ mühlos einen Job finden kann? (Ich weiss, besser wäre das Nebenfach Informatik, aber ich stehe unter Zeitdruck...)

Ob das Nebenfach Informatik wirklich pauschal besser ist wage ich zu bezweifeln. Es ist wohl eher eine Frage wo man arbeiten will. Auch ob man Informatikkenntnisse ins Studium packen muss, also formal nachweisen, ist meiner Meinung nach fraglich. Vermutlich wird man aber Programmierkenntnisse schlicht erwarten bzw. voraussetzen. Eine schlechte Wahl ist Mathematik sicher nicht und ich würde Dir immer empfehlen etwas zu studieren, dass Dich reizt. (Das gilt auch fürs Nebenfach.) Die Wahl nach der letzten Arbeitsmarktstatistik zu treffen halte ich für bedenklich. Gut und schnell bist Du wahrscheinlich nur wenn es Dich interessiert und begeistert und Du weißt nicht wie die Situation in ein paar Jahren ist.

Grüße
Stefan
 
Naja, ich möchte nicht pauschalisieren, aber ich schätze, die meisten Leute würden so denken, wenn man schon Mathe. studiert, schafft man das ein bisschen interne und externe Rechnerei doch mit links;)

In welchen Bereich willst Du denn arbeiten?
Mal ganz ehrlich, möchte ich gar nicht arbeiten:D
Aber wenn man arbeiten MUSS, gut, Verdienst ist mir nicht allzu wichtig.
Viel wichtiger ist ein angenehmes Betriebsklima, Sozialkompetenz ist sicher nicht meine Stärke und ich habe so mein Problem mit Leuten die langsamer als ich denken(nach einem Test bei Mensa ist das aber der überwiegende Teil der Menschheit), und vorallem solchen, die trotzdem noch von sich sehr eingenommen sind. Ich zanke mit niemandem, aber mir fehlt die Geduld, und ich werde in solcher Umgebung schnell deprimiert. Die Arbeit darf nicht zu "bürgerlich" sein, das ein bisschen abstrakte und philosophische Denken muss schon sein.
Hm, was soll ich denn machen?:confused:

Vermutlich wird man aber Programmierkenntnisse schlicht erwarten bzw. voraussetzen.
Ich kann noch nicht programmieren, reichen die 2 Kurse "01613 Einführung in die imperative Programmierung" und "01618 Einführung in die objektorientierte Programmierung" an der FU schon?
und was ist "01087 Praktikum unter Benutzung mathematischer Softwarepakete"? So ein Einwendungsprogramm für Mathematiker(vergleichbar mit Word für eine Sekretärin)?

Grüße!

theta
 

krid

Moderator
Sozialkompetenz ist sicher nicht meine Stärke und ich habe so mein Problem mit Leuten die langsamer als ich denken(nach einem Test bei Mensa ist das aber der überwiegende Teil der Menschheit), und vorallem solchen, die trotzdem noch von sich sehr eingenommen sind. Ich zanke mit niemandem, aber mir fehlt die Geduld, und ich werde in solcher Umgebung schnell deprimiert.

Klingt, als wärst Du ein 1a-Manager... ;)

Du solltest das Nebenfach danach wählen, was Dir Spaß macht oder wenigstens, was Du interessant findest. Wenn Du Dich dabei zu Tode langweilst, ist das auch suboptimal.
 
Hallo,

Für mich klingt das ganze ein bischen nach: Ich weiss nicht was ich tun soll, ich studiere jetzt einfach mal irgendwas.

Warum gehst Du nicht zur einer Berufs- und/oder Studienberatung? Dort hat man auch eine bessere Vorstellung was und wo man mit wecher Ausbildung arbeiten kann.

... reichen die 2 Kurse "01613 Einführung in die imperative Programmierung" und "01618 Einführung in die objektorientierte Programmierung" an der FU schon?

Mit diesen Kursen (und vielleicht noch Datenstrukturen) hast Du auf jeden Fall solide Grundlagen. Dir fehlt dann vor allem Praxis.

Als Hinweis: Wenn Du noch ein paar Sachen dazubelegst um das ganze abzurunden hast Du das Nebenfach Informatik schon beisammen.

...und was ist "01087 Praktikum unter Benutzung mathematischer Softwarepakete"? So ein Einwendungsprogramm für Mathematiker(vergleichbar mit Word für eine Sekretärin)?

Da geht es meines Wissens um sog. Algebrasysteme wie Mathematika, Mapel usw. die Dich beim formalen Rechnen unterstützen.

Das ist für Mathematiker wohl das was Word für die Sekretärin ist. :D

Grüße
Stefan
 
Nö, da bin ich ganz anderer Meinung: bei einem Manager ist eher Sozialkompetenz ein Muss als das schnelle Denken;)

Für mich klingt das ganze ein bischen nach: Ich weiss nicht was ich tun soll, ich studiere jetzt einfach mal irgendwas
So ziellos wie dieser Satz klingt bin auch nicht, Mathe. möchte ich studieren, bin bloß ein wenig unsicher mit den Nebenfächern, habe keine besondere Vorliebe oder Abneigung für eins von den drei. In welche Branche ich danach landen möchte, das weiss ich nicht, ist mir irgendwie auch nicht so wichtig.

Wenn Du noch ein paar Sachen dazubelegst um das ganze abzurunden hast Du das Nebenfach Informatik schon beisammen.
Ich bin mir sicher mir würde das Nebenfach Informatik leichter fallen
Da hast du sogar in gewisser Hinsicht recht. Da:
1. Ein Kurs, der 2+1 SWS beansprucht, wie die vielen vom Nebenfach Informaik, kann nicht so tiefgehend sein.
2. Ausser "01613 Einführung in die imperative Programmierung"(das eh Pflichtfach ist) und "01618 Einführung in die objektorientierte Programmierung" braucht man nicht mal (gezwungener Weise)eine Aufgabe zu machen oder eine Klausur zu schreiben:D
 
Hast du sogar teilweise Recht...
Gut, einigen wir uns darauf, dass ein Manager muss vorallem den Wunsch und Ambition haben, ein Manager zu sein. Diesen habe ich aber nicht.

Noch eine Frage, muss ich das Modul bezahlen wenn ich die Skipt und Aufgaben+Lösungen von Ebay oder woanders auftreibe? Denn ich habe das WS verpasst aber möchte trotzdem Analysis 1 am Ende von SS schreiben.

Grüße

theta
 

krid

Moderator
Das ist eine gute Frage. Bei den Wiwis muss man die Module offiziell belegen, weil man die Einsendearbeiten bearbeiten muss, die mit dem Material kommen – die sind in Mathe aber freiwillig. Ich weiß nicht, ob die prüfen, dass man ein Modul auch offiziell belegt hat. :ka:
 
Hi,

ich meine um die Klausur schreiben zu können, musst Du den Kurs belegt haben. Ruf doch mal im Studierendensekretariat an. Im Moment bist Du ja auch nicht immatrikuliert? Das Problem hatte ich vor einem Jahr auch und da hat mir nur Warten aufs Sommersemester mit einer doofen Belegung ohne Mathe) geholfen. Aber wenn Du Dir die alleinige Vorbereitung ja anscheinend zutraust, melde Dich zum SoSe an und schreib dann im SoSe LA II und Ana II und im WS LA i und Ana I.

lg, Katharina

Hast du sogar teilweise Recht...
Gut, einigen wir uns darauf, dass ein Manager muss vorallem den Wunsch und Ambition haben, ein Manager zu sein. Diesen habe ich aber nicht.

Noch eine Frage, muss ich das Modul bezahlen wenn ich die Skipt und Aufgaben+Lösungen von Ebay oder woanders auftreibe? Denn ich habe das WS verpasst aber möchte trotzdem Analysis 1 am Ende von SS schreiben.

Grüße

theta
 

krid

Moderator
Du kannst ja im WS auch erstmal mit einem BWL-Modul beginnen – die werden immer angeboten und sollten für einen angehenden Mathestudenten ohne vertiefte Vorkenntnisse in Linearer Algebra und Analysis machbar sein... :rolleyes:
 
Ich habe vom Prüfungsamt MathInfo folgende Email-Antwort bekommen:

"Wenn Sie sich den Kurs auf anderen Wegen besorgen können - gut. Für uns ist es nur wichtig, dass Sie den Inhalt kennen, um geprüft zu werden. Bestellungen/Bezahlungen gehen nicht über das Prüfungsamt, sondern ist beim Studierendensekretariat anzumelden."

Klingt so, wenn man richtig autodidaktisch ist und selber umfangreich vorbereitet, braucht man theoretisch bis auf die paar Seminare/Praktiken gar nix zu bezahlen...:p
 
Ja, schon richtig. Aber Du zahlst ja mit dem Kurs die Betreuung bei den Einsendearbeiten, Studientagen und sonstige Sachen mit. Oder brauchst Du die auch nicht? :confused:

lg, Katharina
 
Studientage findest Du hier: Infomaterial zum Download - Studienangebot - Studium - FernUniversitt in Hagen

Broschüre 6 Mathematik Seite 6. Sie sind freiwillig, aber auch sinnvoll. ;)

"Wenn Sie sich den Kurs auf anderen Wegen besorgen können - gut. Für uns ist es nur wichtig, dass Sie den Inhalt kennen, um geprüft zu werden. Bestellungen/Bezahlungen gehen nicht über das Prüfungsamt, sondern ist beim Studierendensekretariat anzumelden."

Was meinst Du, wer die Prüfer bezahlt?

Lieben Gruß
Katharina
 
Naja,
wer bezahlt die Prüfer an z.B. TUBerlin?
Die bekommt auch kein Geld von den Studenten.
Abgesehen davon,
geht das an der FU nur bei den Fächern ohne Aufgabepflicht,
und das ist vielleicht nur Mathe.
Und wieviele Studierende sind insgesamt hier bei Mathe. eingeschrieben?
Und wieviele davon trauen sich sowas noch zu?
Ich meine, Mathestudenten gibt es eh zu wenig
und muss ohnehin gefördert werden nicht?
Ich denke, das Geld für dieses WS
und die 2 Wahlkurse(ist eh mündliche Prüfung)
möchte ich schon sparen
;)
 
Mathe studieren trauen sich leider nur die wenigsten, weils eben sehr aufwändig ist. Und davon springen die meisten eben wieder ab. Diejenigen, die übrig bleiben kann man anhand der Belegungslisten sehen, sofern sie ihre Daten freigeben. Und das sind nicht viele.

Und wieviele davon trauen sich sowas noch zu?
Ich meine, Mathestudenten gibt es eh zu wenig
und muss ohnehin gefördert werden nicht?
Ich denke, das Geld für dieses WS
und die 2 Wahlkurse(ist eh mündliche Prüfung)
möchte ich schon sparen
Ich weiß jetzt nicht welches NF Du nimmst, aber Du musst vor der Prüfung LNs erbringen. Auch im Nebenfach.

Warum hast Du es eigentlich so eilig? Wahrscheinlich nicht nur weil Du schnell fertig werden möchtest? :p
 
Naja,
wer bezahlt die Prüfer an z.B. TUBerlin?
Die bekommt auch kein Geld von den Studenten.

Ich glaube die Personallage ist in der Tat nicht nur an der FeU prekär, sondern z.B. auch an der TU Berlin. Mehr Geld kann da nicht schaden, nur ob das über Studiengebühren, Landeshaushalt, Kursgebühren passieren sollte ist eine ganz andere Frage (und ich will diese Diskussion hier nicht führen...)


Abgesehen davon,
geht das an der FU nur bei den Fächern ohne Aufgabepflicht,
und das ist vielleicht nur Mathe.

Und für Fachprüfungen, für LN Klausuren in Mathe muss man die Fächer belegen (gibt's das überhaupt noch beim BSc?)

Und wieviele Studierende sind insgesamt hier bei Mathe. eingeschrieben?

Habe mich mal durch die Statistiken gewühlt und kam schätzungsweise auf 2000. Hat mich sehr erstaunt, denn bei Studientagen, Klausuren, in den NGs ist es immer recht leer. Vielleicht lernen die ja doch auch alle ganz allein und selbstständig??

Und wieviele davon trauen sich sowas noch zu?
Ich meine, Mathestudenten gibt es eh zu wenig
und muss ohnehin gefördert werden nicht?

Na, ja. Die Möglichkeit Mathematik zu studieren (auch an der FeU) sollte m.E. schon gefördert werden, aber die MathestudentInnen muss man glaube ich nicht extra fördern. Ich glaube die schaffen das auch so ;)

Ich denke, das Geld für dieses WS
und die 2 Wahlkurse(ist eh mündliche Prüfung)
möchte ich schon sparen
;)

Das ist ja auch ok und legitim ;) Darauf hinweisen was man so zurück bekommt an Lehre ist hoffentlich auch ok ;)

Grüsse und wünsche dir Erfolg im Studium!
doppelpi
 
Da geht es meines Wissens um sog. Algebrasysteme wie Mathematika, Mapel usw. die Dich beim formalen Rechnen unterstützen.

Es geht um eine Programmieraufgabe in Matlab. Dabei handelt es sich um ein System, das vorrangig für numerische Matrizenmanipulation gedacht ist. Matlab kann zwar auch symbolisch Rechnen (wobei ich mir nicht sicher bin, ob man dazu eine zusätzliche Toolbox kaufen muss), aber zumindest im Kurs 1087 geht es ausschließlich um die Numerik.

Dass Matlab eine Art Word für Mathematiker ist kann ich mir nicht vorstellen. Für Numeriker vielleicht. Ansonsten ist Matlab bei allen Arten von Ingenieuren sehr verbreitet.
 
Naja,
Mathematiker, Numeriker, Sekretärin, Rechtsanwaltsfachangestellte......
ein mal habe ich in der Zeitung gelesen,
es zankten in einem 5 Sterne Hotel die Tellerspüler und Gläserspüler darüber, dass sie nicht die gleichen sind, klingt zwar wie ein Witz, in der Branche soll aber kein Witz sein: Gläserspüler haben einen höheren Rang und sind besser bezahlt!;)
Jedoch ist mir bewusst, dass die Unterschiede zwischen den Teilgebieten von Mathe. ziemlich groß sind, wie der Unterschied zwischen Algebra und Analysis.

Was sind das?
LN=Leistungsnachweis?
NG?:confused:
So wie ich vom Infoheft informiert bin,
beim Bachelor muss man gar keine Aufgaben abgeben.
Man meldet sich für die Klausur an,
trinkt vor der Klausur eine Flasche Wodka und los geht's...:D

schätzungsweise auf 2000. Hat mich sehr erstaunt, denn bei Studientagen, Klausuren, in den NGs ist es immer recht leer
Ich denke, viel interessanter ist die Zahl der Absolventen pro Semester.
Die kann man besser mit der Zahl der Klausurteilnehmer vergleichen...

LG

theta
 
Man muss natürlich nicht an den Einsendearbeiten teilnehmen. Die meisten hier tun es aber und verzichten dafür auf den Wodka, bzw. trinken den nach der Klausur...

NG = Newsgroup
 
So zum Thema Berufsaussichten für Mathematiker:

Eine ganz typischer Werdegang ist:
Versicherung - dort z.b. Kalkulation von Versicherungstarifen, danach
Spezialisierung auf Bewertung (d.h. Versicherungsmathematik plus Bilanzierung, grob gesprochen) oder Rückversicherungen - im Prinzip ganz ähnlich.

Ein anderes Arbeitsfeld ist mehr Richtung IT, z.B. Schnittstellenfunktion zwischen Matheleuten und IT, z.B. statistik - Abteilungen, Vorgaben für Programmierer, die für matherelevante Datenbanken, Versicherungskalkulation etc. programmieren usw.

In beiden Bereichen wäre es jeweils von RIESENVORTEIL, entweder und/oder wirklich viel Ahnung von BWL (Rechnungswesen, Bilanzierung auf hohem Niveau, z.B. Konzernbilanzierung etc.) oder von IT im Bereich Datenanalyse, OO-Design, und vielem mehr zu haben.

Geld verdienen Mathematiker normalerweise einfach durch Erduldung von Schmerzen (Lebensversicherungskalkulation für 30 Jahre lebensarbeitszeit), viel Geld verdienen Mathematiker, die dann fachlich sehr viel weiter kommen (Aktuarsausbildung, Bilanzierung mit VIEL Ahnung (mehr als so ein normaler BWLer ;-) ) oder viel IT)

Nach meinem Gefühl ist vielleicht die Jura- und Bilanzierungsschiene gewinnbringender, da hier das Geld für die Unternehmen steckt. Programmierer gibt es heutzutage schon mehr oder weniger wie Sand am Meer, voraussgesetzt man gibt beim Gehalt eine kleine Schippe drauf, was Versicherungen im allgemeinen können.

Gruesse Armin, Dipl.Math.
 
Das freut mich sehr, zur Zeit habe gar keine große Ambition, möchte nur mit Mathe. mein Leben verdienen.
Programmierei ist auch nicht so mein Ding, und ich finde auch, es muss auch nicht jeder Mathematiker Programmierer sein.
 
Also dann zieh Dir mal http://www.math.ethz.ch/finance/Skripte/LV12_v060_151003.pdf rein und schaue, dass Du möglichst während des Bachelor - Studiums Richtung Finanzmathe gehst.
Eventuell (bitte auf Deutsche Aktuarvereinigung e.V. schauen oder nachfragen) kannst Du im Studium schon etwas für einen späteren Aktuar machen, allerdings glaube ich, dass Du da um einen Master nicht herumkommst, aber auch das dort erfragen, zwecks guter Planung.
Falls das noch geht, z.B. Lebensversicherungsmathematik an einer Präsenzuni als Fach zu machen wäre das nämlich wesentlich billiger als später bei den DAV -Kursen, erkundige Dich halt mal.
Praktikum bei einer Versicherung käme SEHR GUT für die Jobchancen. Bisschen Programmierung und BWL gehört einfach dazu, schließlich soll der Kram angewandt werden. Don't worry

Armin

PS: Wenn Du weitere Infos zu Mathematiker in der Versicherung haben willst, schicke mir ruhige eine private Mail / Email
 
Oh, sehr viel Information zu verdauen. Danke sehr!
Und wie sieht die Berufschance für einen Bachelor Mathematik aus?
Findet man auch (mit grosser Sicherheit) was?
 
Oh, sehr viel Information zu verdauen. Danke sehr!
Und wie sieht die Berufschance für einen Bachelor Mathematik aus?

Als halbwegs guter Diplom-Mathematiker musste man quasi nie eine Bewerbung schreiben. Egal mit welchem Nebenfach, man hat den Job sicher.

Aber beim Bachelor? Die Erfahrung zeigt, dass viele MINT-Studenten direkt nach dem Bachelor-Abschluss von der Wirtschaft "abgeworben" werden. Da lockt einfach das schnelle Geld. Man muss da schon ein gewisses Maß an Disziplin haben um ein "zweites Studium" daran anzuschließen. Die Wirtschaft nimmt die Bachelor aber auch gern, weil sie (zumindest an einer Uni) eine sehr gute Grundlagenausbildung hinter sich haben und sie wissen auch, wie man akademisch arbeitet. Das reicht vielen Unternehmen schon aus, da braucht man gar keinen Master zu haben für einen guten Job. Außerdem glauben viele Unternehmen, dass sie Bachelor-Absolventen billiger bekommen können. Ich glaube deshalb nicht, dass man sich als Mathematik-Bachelor einen Kopf über den Job machen muss.

Die Fernuni Hagen, an der man dann noch nebenbei einen Master machen kann, bietet da eigentlich das Optimum an. Da kann man schon als Mathematiker arbeiten und nach 3 Jahren gibt man sich mit einem Mathe-Master dann noch das i-Tüpfelchen.

BTW: Denk mal über folgende Vorgehensweise nach: Mathematk-Bachelor machen, danach im Master Mathematik Methoden und Modelle (Master-M³) einschreiben, sich alles notwendige aus dem Bachelor anerkennen lassen, und den M³ einach so kostenlos mitnehmen. Dann hast du zumindest auf dem Papier schon mal einen Master. Anschließend den richtigen Master in Mathematik machen.
 
Ich stimme mit meinem Vorredner überein, zumindest was die Wirtschaft angeht. Außerdem was soll es: Wenn man keinen Job bekommen sollte, kann man halt einen Master anstreben!

Etwas anders sieht es beim Staat aus: Dort war auch immer schon mit der Unterscheidung FH und Uni- Abschluss eine komplette Laufbahn unterschiedlich, was sich sehr hinderlich auf die Erreichung weiterer möglicher Jobs auswirken kann (realistisch kaum Laufbahnwechsler vom gehobenen zum höheren Dienst beim Staat).

Es gibt auch Unternehmen, wenn man denn möchte, die unheimlich auf einen Dr. stehen oder bei denen es unbedingt ein MBA etc sein muss.
Ist aber doch eigentlich für Dich egal:

Basis all dieser Dinge ist es, dass Du Deinen Bachelor durchbringst.
Lass Dich möglichst nicht auf die so "ultimativ geile Algebraischen Topologischen Räume" oder sonstigen Unsinn als Studienschwerpunkt ein, da man das einfach nicht
bei den Jobs gebrauchen kann. Ausnahmen sind da Professurstellen, aber auch dort wird eher mehr als weniger in Zukunft nach einer gewissen praktischen Einsetzbarkeit
gefragt.

Wenn ich z.B. daran denke, dass die damals (ist schon was her ;-) ) in Wuppertal Parallelrechner - Algorithmen als Studienschwerpunkt und Diplom-Arbeitsthema ermöglicht hätten, welche beruflichen Aussichten wären damit möglich!!! (Vom wissenschaftlichen Mitarbeiter bei den Wetterfröschen bis ...)

Vielleicht wäre es am sinnvollsten Du fragst Dich schlicht und einfach welche Art von
Tätigkeit Du später ausüben möchtest, oder wo Deine Hauptmotivation liegt.
Dann plane an den Stellen, an denen das im Bachelor wirklich möglich ist, Deine Fächer und Praktikum, ja: Ist eine wirklich gute Idee, um herauszufinden, was man möchte und was man nicht möchte.

Also am besten: Keep of www.studienservice.de und lerne in Ruhe und mit Geduld
dem Stoff und Dir gegenüber, dass Du die Prüfungen packst.

Viel Spaß und durch die Anfängervorlesungen muss man einfach durch - gibt kaum jemanden, der das auf Anhieb verstanden hat!

Grüße

Armin
 
Beruf Mathematiker/~in - interessantes Thema. Was mir hier allerdings etwas bitter aufstoesst ist der sehr einseitige Fokus auf Finanzmathematik bzw. Versicherungsmathematik. Mein Interesse fuer Mathematik ist z.B. physikalisch motiviert. Und in der Tat sind Mathematiker auch in der Grundlagenforschung taetig (theoretische(!) Physik oder sogar reine Mathematik). Oder aber konkurrieren mit Ingenieuren in den verschiedensten Bereichen. Wiederum andere werden Lehrer ihres Faches, die zumindest in unseren Breitengraden in absehbarer Zeit Mangelware werden.

Ich faende es sehr schade, wenn sich das Bild des Mathematikers im kollektiven Bewusstsein im allgemeinen und an der FernUni im speziellen mehr und mehr zum Quasi-BWLer wandeln wuerde. Daher bin ich sehr froh, dass der neue Bachelorstudiengang der FernUni, fuer den ich mich auch eingeschrieben habe, nicht zu einem quasi wirtschaftsmathematischen Studiengang geworden ist, sondern nach wie vor eine gute Basis fuer eine Laufbahn in den verschiedensten Bereichen dieses so faszinierenden Faches bietet. Vor allem bin ich erleichtert, dass die Analysis nicht so gelitten hat, wie zunaechst laut verschiedenster Geruchte zu befuerchten war.

Gruss,
Nussknacker
 
Hallo Armin,
Lass Dich möglichst nicht auf die so "ultimativ geile Algebraischen Topologischen Räume" oder sonstigen Unsinn als Studienschwerpunkt ein, da man das einfach nicht
bei den Jobs gebrauchen kann.
Gerade solche sinnfreien Tips sollten nicht unwidersprochen bleiben. Wieso bezeichnest Du solche Studiensschwerpunkte pauschal als Unsinn? Wer als Mathematiker lieber in die Grundlagenforschung will, vertieft sich eben in andere Richtungen als ein eher praxisorientierter Mathematikanwender in der Wirtschaft.

Viele, die solche "unsinnigen" Studienschwerpunkte gewaehlt haben, sind heute uebrigens von manchem Arbeitgeber in der Wirtschaft (z.B. bei den Unternehmensberatern) sehr geschaetzt. Wichtige Faehigkeiten wie die Faehigkeit zum abstrakten Denken bringen diese Leute ganz sicher mit.

Gruss,
einer, der mit grosser Wahrscheinlichkeit einen solchen "Unsinn-" Studienschwerpunkt waehlt. :mad:
 
Ich sehe das ähnlich wie Nussknacker, meine Interessen sind so gar nicht wirtschaftlicher bzw. wirtschaftsmathematischer Natur. Von mir aus könnte es auch Physik als Nebenfach geben, das wär dann mein Favorit...

lg, Katharina
 
Naja, Armin hat nur seinen Rat gegeben. Ob man ihn befolgt bleibt seine eigene Entscheidung. Ab gesehen davon, war meine ursprüngliche Frage auch, wie man mit Mathe. schnell ans Brot kommen kann.

Geistige und moralische Unterstützung bekommt ihr von mir. Habe mir schon das Buch von Herrn Jänich zum ultimativ geilen unsinnigen unbrauchbaren Thema besorgt, beim Durchblättern gefällt mir das Buch schon sehr, leider will ich erst ca. 5 andere Bücher lesen bevor ich damit anfangen werde.
 
Da habe ich ja ein Fass aufgemacht ;-) .....

Natürlich sind diese Themen zuweilen nett und sehr interessant im Sinne eines sehr tiefen Verständnisses. Selber schätze ich sehr Chaostheorie, zumal sich dort auch Querverbindungen in die Philosophie, Erkenntnisse über generelle Grenzen unserer Wissenschaften und vieles mehr auftun.

Sollte jemand von Ihnen beabsichtigen, nur den Bachelor, aber nicht den Master zu machen, so bleibe ich allerdings bei meiner Meinung. Gerade im Falle "nur" Bachelor wäre es sehr sinnvoll dafür zu sorgen, einen zukünftigen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass man "doch" als Mitarbeiter gebraucht und wertvoll wäre.

In diesem Fall sind nebenstudentische Aktivitäten und Nebenfächer u.U. von lebensentscheidender Bedeutung, da sich hier für den eigenen Beruf neue Welten erschliessen lassen.

Ich beharre auch deshalb darauf, da in der Grundlagenforschung teilweise Leute belächtelt werden, weil sie "nur" ein Universitätsdiplom ohne Doktor haben!

Natürlich sollen sie ihren Interessen folgen, vor allem wenn ihr Studium dadurch interessanter für Sie wird.

Widersprüchlich? Klar - aber damit können Mathematiker ja leben ;-)

Grüße!

Armin Saage
 
Wenn ihr dann wirklich einmal bei einem Teilchenbeschleuniger am PC herumprogrammiert wird es tatsächlich nicht mehr ausschlaggebend sein, ob ihr Mathe, Informatik oder Physik studiert habt. Ob ihr das aber wollt mit tag- und nacht-Forschung und ob ihr Euch das niedrigere Gehalt als "Nur Bachelorer" gegenüber einem "richtigen" Doktor reinzieht...

Also meine Meinung: Wenn Forschung, dann Master, Auslandsstudium, Doktor usw., sonst macht das langfristig keine Freude! Ihr könnt dazu gerne Profs befragen, bin gespannt auf deren Meinung

Armin

PS: Wer hat schon Interesse an Wirtschaft...
 
Klar, ist auch ein ganz schönes Pensum so. Solltest Du mal "haken" im Studium zögere nicht, mich zu kontaktieren. Ich weiß zwar nicht mehr (und nie ;-) ) alles, aber Überblick über das Mathemstudium habe ich schon.
Informatik finde ich in jedem Fall sinnvoll, denn damit lassen sich wirklich recht gut Möglichkeiten zum Jobben finden, zumal Dortmund auch Versicherungszentralen hat - falls das mit dem jobben Dein Ziel sein sollte.

Grüße

Armin
 
Ach Leute, lernen macht Spass, aber wieviel Prozent von allem, was man gelernt hat, wird man wieder in Arbeit einsetzen? Wenn man z.B. Aktuar wird, wird er jemals noch an sowas wie Ring, W-Raum, Messbarkeit, Abzählbarkeit denken?:rolleyes:
 
Hat hier überhaut schon jemand "nur" einen Bachelor Mathematik geschafft?

Ist der Bachelor Mathematik von der Fernuni ein richtiger Bachelor sodass man auch ein Master studium woanders eventuell im Ausland dranhängen kann? Und man dann dort auch zugelassen wird?

Stichwort: gefaktes Diplom von einer Diploma mill, das will ja niemand.
 

krid

Moderator
Hat hier überhaut schon jemand "nur" einen Bachelor Mathematik geschafft?

Ja, es gibt sogar schon Master-Absolvent(inn)en nach einem Bakkalaureat. Über die erste hat vergangenes Jahr die FernUni-Perspektive berichtet. Auf den Seiten der Pressestellen kannst Du die herunterladen.

Ist der Bachelor Mathematik von der Fernuni ein richtiger Bachelor sodass man auch ein Master studium woanders eventuell im Ausland dranhängen kann? Und man dann dort auch zugelassen wird?

Das sollte eigentlich kein Thema sein. Die FeU ist eine richtige, echte Uni, die Abschlüsse sind anspruchsvoll und der ganze Bakkaraureats-Studiengang ist akkreditiert - also offenbar auch kein kompletter Unsinn... ;)
 
Top