Betreuung Seminararbeit

#1
Hallo zusammen,
... ich weiß, es lässt sich nicht pauschalisieren und hängt auch von Lehrstuhl zu Lehrstuhl und auch wohl von Betreuer zu Betreuer ab... aber was sind denn so die eigentlichen "Aufgaben" des Betreuers an der FernUni Hagen? Oder ist das auch unterschiedlich ob man den Master/Bachelor macht? Also es gibt eine Besprechung zum Exposé und dann...?

Schreibe meine Seminararbeit und war ehrlich gesagt erstaunt, dass keine Auszüge/Kapitel etc. vorher gelesen werden, sondern nur konkrete Fragen beantwortet werden. Ich hatte aber nur eine Frage nach dem "roten Faden".

Bei meinen bisherigen zwei Bachelorarbeiten (FH), konnte man schon den Betreuer fragen ob das "ok" ist oder man völlig daneben liegt - also ob etwas Wichtiges zum Thema zu kurz/ oder zu ausführlich ist. Vielleicht bin ich aber auch einfach "zu verwöhnt" weil es eine FH war. Und es gab auch keinen Unterschied zw. internem und externem Betreuer. Mhm.

Wäre schön, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen könntet :)
 
#2
Der grundsätzliche rote Faden ergibt sich ja durch das Exposé, zu dem ja in der Regel auch ein Entwurf eines Inhaltsverzeichnisses gehört.
Dass Textausschnitte schon vorab gelesen werden, fände ich nicht "Uni-würdig".
 
#3
Ja klar, das Exposé enthält ein Inhaltsverzeichnis. Aber das kann ja auch vorläufig sein wie du schon erwähnt hast... vielleicht liegt es einfach dann daran, das ich in dem Zusammenhang keine konkrete Fragen stelle. Wie soll denn ne Frge zur Änderung des Inhaltsverzeichnis zB beantwortet werden wenn man den Rest nicht kennt!?
Fragen zur Formatierung kann man sich ja sparen, denn das ist jedes Mal aufs neue der größte Mist vorallem mit verschiedenen Word-Versionen :(
Und auch zur Literatur ist im Prinzip alles klar, was man verwenden soll/darf oder eher muss ...
 
#4
Na ja... vermutlich habt ihr doch schon mal die Gliederung durchgesprochen bzw. das kann man doch auch ohne die Kenntnis der konkreten Textstellen fragen, oder? Ich meine... du kannst ja kurz beschreiben, wie es bisher ungefähr aussieht und was du warum ändern möchtest.

Und inwiefern musst du denn zwischen verschiedenen Word-Versionen wechseln? Du schreibst die Seminararbeit doch nur mit einer, oder wie ist das?
 
#5
Ja klar, das Exposé enthält ein Inhaltsverzeichnis. Aber das kann ja auch vorläufig sein wie du schon erwähnt hast... vielleicht liegt es einfach dann daran, das ich in dem Zusammenhang keine konkrete Fragen stelle. Wie soll denn ne Frge zur Änderung des Inhaltsverzeichnis zB beantwortet werden wenn man den Rest nicht kennt!?
Das Inhaltsverzeichnis spiegelt ja den groben Aufbau und damit auch den roten Faden deiner Arbeit wieder.
Wenn du daran nach der ersten Rücksprache etwas ändert, kannst du das neue Inhaltsverzeichnis inkl. Begründung für die Änderungen deinem Betreuer schicken. Dafür musst du keine konkreten Textauszüge mit senden.
 
#6
Mhm...werd ich mir dann wohl für die Masterthese merken. Vielleicht liegt es auch "einfach nur" an der Gesamtsituation, dass ich unzufrieden bin. Naja.

Und nein, hab mit Office Version 2010 angefangen und mit 2013 aufgehört (wg neuem Laptop). Selten dämlich, hab definitiv draus gelernt!
 
#7
Also ich muss sagen, dass ich bei meiner Seminar- und Bachelorarbeit ähnlich ernüchternde Erfahrungen an der FernUni gemacht habe. Ein Exposé wurde bei meinem Lehrstuhl nicht gefordert. Nur eine Gliederung, wo mir dann der Betreuer gesagt hat, ob die einigermaßen logisch ist. Fragen wurden nur bei allgemeinen Verständnisproblemen beantwortet, also wenn mir mal die Bedeutung eines Fachworts oder einer Übersetzung nicht klar war. Inhaltliche Fragen wurden nicht beantwortet. Ich hätte schon gerne zwischendurch gewusst, ob ich meine inhaltlichen Schwerpunkte richtig gesetzt habe, denn alleine aus der Gliederung kann man das nicht unbedingt ersehen. Ich hätte auch gerne gewusst, was der Lehrstuhl so ungefähr erwartet. Leider Fehlanzeige.
Bei meiner Diplomarbeit an einer Präsenzhochschule war die Betreuung wesentlich enger und ergiebiger. Mein Betreuer dort hatte immer mal wieder Leseproben gefordert und so wusste ich, ob ich "auf dem richtigen Weg" war und nicht am Thema bzw. an den Erwartungen die an das Thema gestellt wurden vorbei schreibe. An der FernUni war es die ganze Zeit schwammig. Nach der Bachelorarbeit konnte ich noch nicht einmal aus dem Gutachten schließen, was nun gut und was schlecht an meiner Arbeit war. Ziemlich ernüchternd :-(
 
#8
Bei meiner Diplomarbeit an einer Präsenzhochschule war die Betreuung wesentlich enger und ergiebiger. Mein Betreuer dort hatte immer mal wieder Leseproben gefordert und so wusste ich, ob ich "auf dem richtigen Weg" war und nicht am Thema bzw. an den Erwartungen die an das Thema gestellt wurden vorbei schreibe.
Darf ich fragen, ob es eine Uni oder eine FH war?
 
#9
An meinen beiden anderen Unis (Präsenz) lief das auch nicht anders. Bei der Bachelorarbeit hat meine Betreuerin am Anfang ein Gespräch mit mir geführt. Sie hat mir gleich von vornherein gesagt, dass sie keine Gliederung und nichts Inhaltliches lesen wird und auch nicht über mein methodisches Vorgehen redet... ganz nach dem Motto: "Das ist eigentlich IHRE Aufgabe, nicht meine." Zwar war das Ergebnis dann sehr gut, aber ich hätte theoretisch vollkommen am Thema vorbeischreiben können. Ich habe aber ehrlich gesagt auch nicht mehr von einer Betreuung erwartet und gehe da auch mit keiner anderen Erwartung in Hagen ran.
 
#11
Also wenn die Gliederung und eventuell Problemstellung / Zielsetzung abgesprochen wurde, dann ist zumindest sichergestellt, dass man nicht komplett am Thema vorbei geht.

Ansonsten sehe ich das so, dass das Ergebnis einer wissenschaftlichen Arbeit im vorhinein natürlich offen ist, und somit der Betreuer somit auch nicht zu allem einen Kommentar abgeben kann.

Wichtig ist, dass man seine Schritte und Schlussfolgerungen richtig dokumentiert und begründen kann warum man dieses oder jenes Ergebnis letztendlich erreicht hat. Welchen Weg man dazu geht bleibt einem aber selber überlassen, hier gibt es kein richtig oder falsch.
 
#12
#13
Jeder versteht unter Betreuung etwas anderes. Deshalb hatte ich eingangs ja nach den Aufgaben eines Betreuers gefragt.... ne einheitliche "Definition" ;-)

Ich ziehe das jetzt durch, aber nochmals würde ich mich nicht für Hagen entscheiden.
 
#14
Dieser Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich habe meine Seminararbeit bei Lehrstuhl von Prof. Hering geschrieben. Und die Betreuung war dort auch schlecht. Ich meine, als Bachelorstudent bin ich Laie. Vor allem in der Seminararbeit. Wenn einem der Beteuer dann am Telefon sagt: "Über was sie schreiben ist ihre Sache" kann ich dieses Angebot beim besten Willen nicht als Betreuung bezeichnen.
Wenn man Geld hat kann man einen Lektor bezahlen der das dann macht. Aber wenn das ok ist, dann sollte jeder das Recht auf einen Lektor haben.
 
#16
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen an der FernUni gemacht - meine Seminararbeit habe ich am Lehrstuhl Strecker geschrieben und meine Masterarbeit mache ich gerade am Lehrstuhl Schmerer. Vor allem von meiner jetzigen Betreuung für die Masterarbeit bin ich total begeistert, meine Betreuerin motiviert mich sehr und hilft wo sie kann - hätte nicht gedacht, dass das überhaupt möglich ist an einer FernUni, auch wenn der Lehrstuhl ja sehr neu ist. Also ich kann keinen Nachteil sehen verglichen mit der Betreuung bei meiner Bachelorarbeit an einer PräsenzUni, die auch super war. Hatte bisher wohl sehr viel Glück :)