EA 1 WS 2013/14

#1
Ich mache mir langsam Gedanken um die EA 1 von diesem Semester. Zunächst denke ich ist hier wohl die wichtige Frage im objektiven Tatbestand , ob Werfen der Flasche durch D überhaupt eine Verknüpfung mit dem Todeserfolg darstellt (Aquivalenztheorie). Was meint ihr? Hätte D nicht geworfen, wäre B nicht gestolpert und nicht auf den Tisch gefallen. Oder sollte man lieber die andere Theorie, Relevanztheorie anwenden? B könnte ja auch einfach so stolpern, dann wäre das Werfen der Flasche überhaupt nicht kausal?
Irgendwie kann ich im Moment noch nicht viel mit dem Fall anfangen, es ist doch ein Unterschied zu dem, was man con BGB-Fällen kennt, es sind so viele Meinungsstreite und dazu noch so viel Theorien.:)))
 
Zuletzt bearbeitet:
#3
Danke euch beiden, dass ihr die Diskussion anfangt!
Habe erst gestern mitbekommen, dass die EA schon bekannt und der Abgatermin auch bald ist. (Übler Fehlstart in das Modul...).
Da ebenfalls seit gestern, wie geplant, meine Hausarbeit in BGB II ansteht, geht dafür jetzt einige Zeit drauf.
Dennoch werde ich versuchen, noch den Anschluss in Strafrecht zu finden.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, müssen ja zwei von drei EAs bestanden werden(?)
Viele Grüße und viel Erfolg!
 
#5
Was mir übrigens einfällt, müssen wir ALLE möglichen Straftaten des D prüfen? Auch Einbruch und Anstiftung des B ? Irgendwie war ich in den letzten Tagen nur auf den Tod des B fixiert und jetzt fiel mir das plötzlich ein, dass es allgemein gefragt worden ist, " Wie hat sich D strafbar gemacht?". Was denkt ihr?
 
#8
Was mir übrigens einfällt, müssen wir ALLE möglichen Straftaten des D prüfen? Auch Einbruch und Anstiftung des B ? Irgendwie war ich in den letzten Tagen nur auf den Tod des B fixiert und jetzt fiel mir das plötzlich ein, dass es allgemein gefragt worden ist, " Wie hat sich D strafbar gemacht?". Was denkt ihr?
Hallo ellochka, auf jeden Fall musst Du auch den oberen Teil des Falles mit betrachten (s. auch Hinweis, dass nur § 222 nicht zu prüfen ist). Hier geht es dann auch um die Einordnung "Täterschaft - Teilnahme".
 
#10
Ich verstehe leider nur wenig.
Mit meinem gerade erlangten BGB AT Wissen stehe ich auch nicht besonders gut da.

Leider bin ich in Rahmen von Kommentaren zum § 277 noch nicht auf ein "passendes" BGH-Urteil gestoßen.

In der Literatur begegnete mir, dass die Äquivalenz-Theorie für den § 277 wg. des beachtliches Strafrahmens alleine nicht geeignet ist, die Verbindung zwischen Körperverletzung und Tot herzustellen. Man habe den § 277 immer im Vergleich zum § 222 zu sehen (!).

Also: Das, was es nicht zu prüfen gilt hätte auf das Strafmaß möglicherweise entscheidenden Einfluss.

Da nun die Fallfrage lediglich die Strafbarmachung des D hinterfragt, habe ich mich jedoch hinsichtlich des Strafmaßes gar nicht zu äußern.

Ich hoffe das richtig zu sehen, denn mittlerweile verstehe ich noch weniger :-(

Schönen Abend noch!
 
#11
Hallo, ich wollte mal rumfragen:
Habt ihr schon Eure Korrekturen zur EA1 zurückerhalten? Einsendeschluss ist ja schon eine Weile her, und interessieren würde mich das Ergebnis schon. Oder die Post ist einfach verloren gegangen.

Schönen Vierten Advent
 
#12
Hallo Coda,
nein, noch nichts.
Zum Glück waren die beiden Lotse-Arbeiten bestanden, sonst begänne das Warten.
Ich gab meine EA am 5.11. beim SZ Bonn ab.
Wünsche allen schöne Weihnachtstage und guten Rutsch!
 
Zustimmungen: Coda
#13
Hallo Mapobo,
danke für die Rückmeldung, ich habe meine EA auch im SZ abgegeben, nur in Berlin. Daher gehe ich davon aus, dass es am Transport nicht lag.
Mit den Lotse-EAs gehts mir genauso, nur wünsche ich mir etwas Feedback zu meinem ersten strafrechtlichen Gutachten - würde jetzt, wo viel Zeit für die Vorbereitung zur Verfügung steht, ganz hilfreich sein.

Auch von mir schöne Festtage in die Runde und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2014
 
#14
Habt Ihr Eure EAs inzwischen zurück ?
Meine kam Heiligabend, sowohl Erst- als auch Nachkorrektur kamen auf 30 Punkte. Die kaum leserlichen Kommentierungen, aus denen auch keine Punkte abzulesen waren, wirkten nach dem Entziffern eigentlich nur wie Vorwürfe.

Wenn man die Lösungshinweise (wenn man die so nennen kann) anschaut, dann habe ich sicher einiges nicht geprüft, und z.B. beim versuchten Diebstahl die Regelbeispiele für schweren Diebstahl an der falschen Stelle (wie ich nun, 2 Monate später weiß) eingeführt. Auch bin ich im zweiten Tatkomplex nicht darauf gekommen, dass hier ein Versuch vorliegen könnte, was ja erst durch die Kausalitätsprüfung (die ich bejaht habe und als das eigentliche Problem des Falles betrachtet habe) entschieden wird.

Dass dann nicht einmal ein Drittel der Punkte drin waren zeigt mir, dass durch falschen Aufbau durchgeführte Prüfschritte komplett ignoriert werden, genauso wie alles, was ich zum vollendeten §227 geschrieben habe.

Nebenbei bemerkt sind die Ausführungen des Lehrstuhls zum Gutachtenstil z.B. in Bezug auf die angeblich überflüssige Vorprüfung bei Versuchstatbeständen in den Lösungshinweisen (und soweit erkennbar auch in der Korrektur) auch mal eben ignoriert worden.

Insgesamt werden sehr hohe Anforderungen an den Strafrechtsanfänger gestellt. Das kann in der Klausur ja lustig werden.
Fazit: Lerneffekt - wenig über null, Demotivationseffekt - maximal. Dann mal ran an die Arbeit ...
 
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