EA 2 ZivilR

Liebe Mitstreiter,

welche Anspruchsgrundlagen habt ihr in der EA 2 ?
Bei Frage 1 liegt der Schwerpunkt meines Erachtens bei der Pflichtverletzung iVm dem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter.
Was habt ihr bei Frage 2 und 3 ?

beste Grüße
 
Liebe Kommilitonen,

Da die Einsendearbeiten im Mastermodul Zivilrecht schwer zu bestehen sind, wäre ein Austausch empfehlenswert.
Worin sieht ihr die Pflichtverletzung des V bei der Frage 2?

Lg
 
Hallo,

ich denke, dass alle drei Fragen als Anspruchsgrundlage den Mietvertrag iVm Vertrag zugunsten Dritter haben. Dabei ist dann jeweils der Schwerpunkt ein anderer..
 
Hey Leute,

ich habe mir die 2. EA auch mal zu Gemüte geführt und komme zu diesen (vorläufigen) Überlegungen:

Frage 1:

Hier gibt es meiner bisherigen Ansicht 2 Hauptprobleme:

a) Kann T eigene Ansprüche gegen V geltend machen, oder muss das ihre Mutter machen?
Also wie BrittaD schon sagt wird als Anspruchgrundlage für Schadenseratzansprüche der Mietvertrag i.V.m. einem Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter sein

b) Muss sich V die Pflichtverletzung seiner Putzfrau zurechnen lassen?

Frage 2:

Die Frage finde ich etwas schwieriger. Ich denke, dass hier die Pflichtverletzung darin bestehen könnte, dass der Tumult ja nur aufgrund der Verletzung der T passiert und die Gäste des G deshalb in Panik geraten. Also dass V im Verhältnis mit G sich auch diesen Unfall zurechnen lassen muss. Könnte aber auch ein Kausalitätsproblem sein, denn V kann ja nicht ahnen, dass wegen der T die Gäste in Panik verfallen.

Frage 3:

Bei dieser Frage könnte ich mir vorstellen, dass es darum geht, ob ein Mietvertrag zwischen 2 Parteien automatisch eine Schutzwirkung für einen Dritten begründet. Denke aber eher nicht, da ja der K gegen denjenigen der die Installation kaputt gemacht hat eigene Ansprüche hat.

Das sind meine ersten Gedanken. Würde mich über einen regen Austausch freuen!

Gruß Matze
 
Wenn man die Pflichtverletzung des V sauber herausarbeiten kann, dann könnte man auch noch eine Drittschadensliquidation in Frage 3 bearbeiten. Wenn man aber die Verkehrssicherungspflicht eines Vermieters betrachtet, sind da keine Gäste miteinbezogen. G muss eine vertragsgemäße Nutzung der Mietsache möglich sein. Ihm ist unmittelbar kein Schaden entstanden, auch nicht an seiner Mietsache und Gäste sind auch nicht von den Schutzpflichten des Vermieters umfasst. Was nun?
Hilfsgutachten??
 
Ich komme bei Frage 2 nur auf einen möglichen Anspruch aus §§823,831 also unerlaubte Handlung. Vertragliche Ansprüche kann ich nicht erkennen...
 
Bei Frage 1 liegt meines Erachtens ein weiterer Schwerpunkt auf dem Mitverschulden der M. Bei Frage 2 sehe ich derzeit auch noch ein Kausalitätsproblem, weswegen ich im Moment nur von einem deliktischen Anspruch ausgehe. Bei Frage 3 habe ich auch an die Drittschadensliqudation gedacht.
 
Bei Frage 2 hab ich ja geschrieben, dass ich keine vertraglichen Ansprüche sehe. habe nochmals darüber nachgedacht und bin jetzt der Meinung, dass man eine Schadensersatzpflicht nach §§280 I, 535 I 1 BGB machen könnte. Wobei das Problem der Pflichtverletztung schon bei Frage 1 geklärt wurde.

Aber wie enlico und ich schon vorher :prichtig sagen, könnte es noch ein Kausalitätsprobelm geben, also ob man das in Panik geraten der Gäste des G noch dem V zurechnen kann.
 
Nach meinen aktuellen Überlegungen gibt es bei Frage 2 (vertraglicher Anspruch aus §§ 280 I, 241 II i.V.m. 535 BGB) kein Kausalitätsproblem, sondern die Frage scheitert schon am Vorhandensein eines Schadens (unfreiwillige Vermögenseinbuße -> hier aber Aufwendung = freiwillige Vermögenseinbuße) - damit gibts auch keinen deliktischen Anspruch. Bei Frage 3 überlege ich gerade ob es sich doch um einen Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte handeln könnte, somit tritt die Drittschadensliqudation als subsidär zurück. Das hab ich aber noch nicht durchgeprüft - kann sich also auch nochmal ändern.
 
so, nachdem ich nun auch Frage 3 durchdacht habe und ein Skizze erstellt habe bin ich zu folgendem Schluss gekommen: K gegen V VSD (-) weil nicht Schutzbedürftig (K kann seinen Schaden gegenüber G aus dem Galerievertrag geltend machen); K gegen V aus § 823 scheitert an der Entlastung der Verrichtungsgehilfin H nach § 831 S.2; G (nicht K!) gegen V im Wege der Drittschadensliquidation (+)
 
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