EA WS 16/17

Hallo zusammen,

hier schon einmal meine Lösungsvorschläge für die MCs:

Aufgabe 1:
a) C
b) A
c) ?
d) B

Aufgabe 2:
a) r
b) f
c) f
d) r
e) r
f) f
g) f
h) r
i) r
j) f

Was meint ihr? :)
 
Aufgabe 2
a)
Abbildung 11 KE 1

Die zentralen Kernprozesse sind:

● Architektur

● Entwicklung

● Betrieb

Das Architekturmanagement verfolgt das Ziel eine Struktur für die Interaktionen von Applikationen und Infrastruktur zu entwickeln, um das Unternehmensziel effektiv und effizient zu unterstützen. Die Aufgabe des Architekturmanagement besteht darin, die Architektur und ihre Komponenten zu planen, überwachen und zu steuern sowie die bestehende Architektur weiter zu entwickeln.

Im Kernprozess Entwicklung wird das Ziel verfolgt, unternehmenszielorientierte Applikationen und Infrastrukturkomponenten effektiv und effizient bereitzustellen. Dabei wird zwischen eigenerstellten und fremdbezogenen Applikationen unterschieden.

Der Kernprozess Betrieb zielt auf die Einführung einer neuen und weiterentwickelten Applikation aus. Des Weiteren wird hier die vereinbarte Verfügbarkeit im täglichen Betrieb gewährleistet. Zur Aufgabe des Betriebs gehört hier die Definition der Infrastrukturplattform, die Planung und Steuerung der Rechenzentren, die Planung von Wiederherstellungsroutinen und die Festlegung der Wartungs- und Einführungszyklen

b)

Strategie
Im ersten Schritt werden die Ziele sowie die messbaren Erfolgsfaktoren klar definiert. Dabei werden Qualitätskriterien festgelegt, die fortlaufend zu überwachen sind. Des Weiteren werden in dieser Dimension die Mittel zur Zielerreichung festgelegt.

Typische Fragestellung:

● Welche Vorgaben aus der Unternehmens- und Informationsstrategie sind für die Kernprozesse relevant?

● Welche Ziele + Erfolgsfaktoren ergeben sich aus der strategischen Stoßrichtung?

● Welche Mittel stehen für die Umsetzung zur Verfügung und wie lassen sie sich effektiv und effizient einsetzen?

Prozesse

Prozesse definieren die Abläufe für die Umsetzung. Hierbei wird zwischen Prozesse unterschieden die den Kernprozess direkt und indirekt betreffen. Prozessführung fällt auch unter die Dimension Prozesse.

Typische Fragestellung:

● Welche Prozessgrundsätze und –konventionen existieren im Unternehmen und müssen eingehalten werden?

● Welche Führungsgrößen müssen definiert werden und eignen sich für die Steuerung der Prozesse aus Effektivitäts- und Effizienzgesichtspunkten

● Welche Prozesse sind zur Umsetzung der Governance für die jeweiligen Kernprozesse erforderlich und in welchen Schritten lassen sich die Prozesse bis auf die Aktivitätsebene verfeinern.

Organisation, Rollenprofile und Kommunikation

Zunächst werden erst Rollen und die dazugehörigen Aufgaben festgelegt. Danach werden die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen für die Rollen festgelegt. Anschließend wird die Entlohnung für die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Rollen präzisiert.

Typische Fragestellungen:

● Welche Gremien in welcher Besetzung sind erforderlich um den Kernprozess zu führen?

● Welche Weisungsbefugnisse müssen dem Gremium zugewiesen werden?

● Welche Bandbreite für die Entlohnung und welche Funktionsstufen sollen gewählt werden?

Im nächsten Schritt werden die Menschen gemäß ihrer Fähigkeiten auf die richtige Position gebracht.

Typische Fragestellungen:

● Wie hoch ist die Akzeptanz der Governance für diesen Kernprozess?

● Welche Fähigkeitsprofile sind für den Kernprozess erforderlich und welcher Schulungsbedarf liegt für die Mitarbeiter entsprechend vor?

● Welche Form der Leistungsbewertung soll, in Abstimmung mit dem unternehmensweit eingesetztem System vorgenommen werden?

Als weiteren Schritt umfasst die Kommunikation neben der Festlegung der Informationsverteilung auch die Frage der Interaktion zwischen den mit der Umsetzung der IT-Governance befassten Mitarbeiter.

Typische Fragestellungen:

● Welche Informationskanäle sollen genutzt werden?

● Werden die Mitarbeiter rechtzeitig und aktuell über Vorgaben und Maßnahmen informiert?

● Wie und mit welcher Qualität laufen die Kommunikation Prozesse in einem Bereich?

Steuerung

Zur Steuerung gehören folgende Aufgaben:

- Festlegung der Steuerungsphilosophie

- Festlegung der Compliance Grundsätze

- Festlegung der Managementrichtlinie

Die Controllingkonzeption setzt den Steuerungsansatz um.

Typische Fragestellungen:

● Welche Steuerungsphilosophie herrscht im Unternehmen vor und welche Grundsätze sollen übernommen werden?

● Welche Compliance-Grundsätze sollen für den Steuerungsansatz zur Anwendung kommen?

● Welche Managementrichtlinien sind für den Steuerungsansatz relevant und wie sollen sie umgesetzt werden?

c) ????

Aufgabe 3

a) Ein ganzheitlicher Ansatz der IT Governance deckt die Themenbereiche

- Strategieentwicklung

- Wertschöpfung

- Ressourcenmanagement

- Risikomanagement

- und Controlling ab.

Der Bezugsrahmen von Rüter, Schröder und Göldner zeigt die Einbettung in die Corporate Governance, die Einflussfaktoren auf die Konzeptentwicklung und die relevanten Themenbereiche. Dabei wird jedoch die prozessorientierte Betrachtung der IT-Governance vernachlässigt. Es werden nur die wesentlichen Bereiche betrachtet, um die Komplexität zu reduzieren.

Die Corporate Governance sowie die Unternehmens- und Technologie-Strategie oder auch die spezifische U-Kultur beeinflussen die IT-Governance von außen. Von innen bestimmt die IT die Ausgestaltung der IT-Governance über die IT-Strategie, IT-Bebauungsplan, Positionierung und Rolle der IT oder vorhandenen IT-Fähigkeiten.

b) Nach Weill und Ross steht die Funktion der IT-Governance zur Setzung von Rahmenbedingungen und Schaffung von Strukturen im Mittelpunkt. Dabei gibt es fünf Governance Archetypes, d. h. Entscheidungsstrukturen für die Umsetzung der IT-Governance.

1. Business Monarchy: Entscheidungen werden durch die U-Führung getroffen. Entscheidungen werden aus einer fachlichen Sicht mit einem Fokus auf die Abstimmung von Geschäftsstrategie und IT-Potenziale getroffen

2. Federal: Entscheidungen werden in einer „förderalen“ Strukutur getroffen

3. IT-Monarchy: Analog Business Monarchy und Aggregation aus Sicht der Informatik. Entscheidungen konzentrieren sich auf die Informatik und schlagen sich organisatorisch in IT Management Teams und Architekturkomitees nieder

4. IT Duopoly: Kombination von Business Monarchy und IT Monarchy

5. Feudal: Investitionsentscheidungen

Die Matrix reflektiert die Ergebnisse und zeigt auf, welche Entscheidungsbereiche typischerweise durch welche IT-Governance-Typen abgedeckt werden.

Die Ergebnisse geben ein verhältnismäßiges repräsentatives Bild der Zusammenhänge von Entscheidungsbereiche und Entscheidungsstrukturen wieder.

c) ???
 
Hat jemand eine Idee für die Teilaufgabe c) bei Aufgabe 2 und 3? Dazu gibt es nicht zufälligerweise schon eine Musterlösung o.ä.? ;-)
Alle anderen Aufgaben lassen sich ja gut mit dem Skript bearbeiten.
 
@Aufgabe 1: kurze Antworten: a@C,b@A, c@B, d@C
a) In der Kurseinheit werden die zwei Zielfelder der Corporate Governance vorgestellt. Diese bestehen aus...

Antwort C ist richtig:
der Einbindung der Stakeholder in Bezug auf ein unternehmenszielkonformes Verhalten sowie der Festlegung genereller Leitlinien für die Unternehmensführung.

Begründung => s. Skript KE 1 Seite 3 (13 v 56)
"Die Corporate Governance hat demnach zwei Zielfelder (vgl. Rüter et al. 2006, Ziele und Aufgaben S. 7-11):
erstens die Einbindung der Stakeholder in Bezug auf ein unternehmenszielkonformes Verhalten und zweitens die Festlegung der generellen Leitlinien für die Unternehmensführung."

b) Der Begriff der IT-Governance steht in einem engen Zusammenhang mit dem Informatik Management und der Corporate Governance. Das Verhältnis der Begriffe gestaltet sich folgendermaßen:

Antwort A ist richtig: Die Corporate Governance setzt die Rahmenbedingungen für die IT-Governance, welche Ziele und Aufgaben für das Informatik-Management vorgibt.

Begründung => s. Skript KE 1 Seite 7 (17), Abb. 2

c) Die verschiedenen Modelle der IT-Governance streben an, die verschiedenen Themenbereiche, die durch die IT-Governance geführt werden müssen, integriert abzubilden. Das im Lehrbrief vorgestellte Modell setzt an den Kernprozessen der Informatik an. Welche Vorteile bietet diese Vorgehensweise im Vergleich zu den anderen Modellen?

Antwort B ist wahrscheinlich richtig:
Prozesse definieren die Wertschöpfung im Unternehmen und so auch in der Informatik. Deshalb muss die IT-Governance an den (drei) Kernprozessen (der IT-Governance) ansetzen und sie in
den Mittelpunkt (zentraler Hebel) der Entwicklung eines Rahmen- und Regelwerks stellen.

ausführliche Begründung =>
Zunächst ist die allgemein bekannt, daß Prozesse, ob sie nun gut bzw. schlecht im Unternehmen verankert sind, einen wesentlichen Einfluss auf die Wertsteigerung im Unternehmen haben. Dann ist es für jeden Teilbereich im Unternehmen, hier der Informatik, sicher nicht anders zu bewerten. Daß im vorgestellten Modell des Lehrbriefes (zur IT-Governance) bei den drei Kernprozessen der Informatik angesetzt wird, kann man sowohl der Aufgabenstellung entnehmen als auch auf S. 26 (36) nachlesen.

@Begriffsdefinition für den Lehrbrief wird IT-Governance definiert als:

Die IT-Governance ist das Regelwerk für die proaktive Abstimmung von Fachanforderungen und Informatik-Potenzial,
im Sinne eines Business/IT-Alignments, um die Wertsteigerung [=Wertschöpfung] zu unterstützen.
Sie umfasst dabei sowohl Vorgaben für Strukturen (Ablauf- und Aufbauorganisation) und Steuerungsgrößen als auch die
gewünschten Verhaltensweisen zur Umsetzung dieser Vorgaben. Die Verantwortung ...

d) Antwort C ist wahrscheinlich richtig:
Auf Seite 12 (22) des Skriptes unten steht, daß
die IT-Governance die folgenden Bereiche abdeck[t]:
• Informatik-Strategie [somit scheidet Antwortmöglichkeit A aus]
• Steuerungsprozesse der Informatik: z. B. Sicherheitsmanagement, Controlling, Personalmanagement [Antwortmöglichkeit B aus], Risikomanagement[ Antwortmöglichkeit D aus]
• Kernprozesse der Informatik: Architektur, Entwicklung, Betrieb

Nach dem Ausschlußprinzip bleibt dann nur noch Antwort C übrig!

Würde mich freuen, wenn jmd. meinen Beitrag positiv bewertet, Danke!
 
Hallo zusammen,

hier schon einmal meine Lösungsvorschläge für die MCs:

Aufgabe 1:
a) C
b) A
c) ?
d) B

Was meint ihr? :)
Ich glaube bei 1d ist die Antwort NICHT B, sondern C.
A und D sind in jedem Fall Themenbereiche der IT-Governance s. Seite 12 (22) im Skript unten.

B könnte/sollte recht präzise dem Themenbereich Personalmanagement zuzuordnen sein und nach dem Aussschlußprinzip muß demnach C falsch sein.

Was meinst Du?
 
Hey,

Also ich habe bei Aufgabe 1: a) C, b) A, c) D, d) C

Bei Aufgabe 4 habe ich
a) R (S.21)
b) F (S. 22)
c) F (S. 16)
d) R (S. 17)
e) R (S. 17)
f) F (S. 26)
g) F (S. 28)
h) F (S. 14/15 - es geht um die Steuerung nicht die Begrenzung, oder?)
i) R (S. 18)
j) F (S. 24)


Zu Aufgabe 2
a) S. 28
b) S. 29 ff.
c) S. 26

Aufgabe 3
a) S. 15/16
b) S. 16 ff.
c) S. 8, 32
 
Erste EA heute erhalten. Erkenntnis: Es wird verlangt sehr detailliert und genau zu antworten, was mich bei der Menge an Stoff ein wenig erschreckt.....
 
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