Einsendearbeit 1 WS 2017/18

#11
Was möchten die bei Aufgabe 2.3 hören?
Nehmen Sie kritisch zu folgender These Stellung. Nennen Sie dazu Pro- und Contra-Argumente, und formulieren Sie abschließend Ihre eigene Meinung zu der These: "Der ganzheitliche Ansatz der IT-Governance, der die Potenziale der IT vollumfänglich ausschöpft, schließt Limitationen und Grenzen in der Umsetzung vollständig aus."
Heißt das letztendlich IT-Gov muss vollständig umgesetzt//eingeführt sein um zu funktionieren?
 
#15
Hier mal meine Vorschläge bzw. so habe ich vor die Punkte halbwegs zu bekommen. Ziel ist ja erstmal das bestehen. In der Korrektur kannst du dann häufig erkennen, was du falsch verstanden hast.

Aufgabe 2.3
Nehmen Sie kritisch zu folgender These Stellung. Nennen Sie dazu Pro- und Contra-Argumente, und formulieren Sie abschließend Ihre eigene Meinung zu der These: "Der ganzheitliche Ansatz der IT-Governance, der die Potenziale der IT vollumfänglich ausschöpft, schließt Limitationen und Grenzen in der Umsetzung vollständig aus.”
(10 P, max. 350 Wörter)
Es existieren verschiedene Referenzmodelle die sich in Unternehmen als effektiv u. effizient erwiesen haben. Der Einsatz erlaubt best-practises zu adaptieren u. Lerneffekte für das eigene IT-Governance Konzept zunutze machen. Diese dienen dann als Basis für mögliche Anpassungen im Unternehmen, z.B. Standards zu erfüllen. Die verschiedensten Bereiche (Prozesse, Abteilungen, Qualität) durchlaufen verschiedenste Reifegrade. Durch den Reifegrad wird dann ausgedrückt, wie gut bzw. wie die Durchdringung in einem bestimmten Bereich ist. Ein weiterer Teilbereich der Umsetzung finden muss ist das Projektmanagement. Dieser ist eine weitere notwendige Voraussetzung für die IT-Governance.
Die umgebenden Steuerungsprozesse IT-Sicherheitsmanagement, IT-Risikomanagement, IT-Ressourcenmanagement, IT-Controlling müssen nicht den gleichen Reifegrad haben. Es können bestimmte Themen stärker fokussiert werden.
Meiner Meinung nach stützen die Argumente Reifegrade u. die versch. Steuerungsprozesse die o.g. These nicht, denn es müssen nicht alle Bereiche in maximaler Ausbaustufe vorliegen. Diese können sich über die Zeit entwickeln u. bieten somit ein Grundgerüst. Dieses kann nach u. nach weiter vervollständigt bzw. verbessert werden.

Aufgabe 3.1
Stellen Sie das ganzheitliche Modell in Form einer Abbildung dar. Gehen Sie anschließend auf die zentralen Kernprozesse ein und erläutern Sie deren Funktion innerhalb des Modells! (10 P, maximal 400 Wörter)
(GRAFIK VON SEITE 28, ABBILDUNG 11)
Die drei zentralen Kernprozesse sind Architektur(management), Entwicklung und Betrieb.
Das Architekturmanagement sorgt für Struktur im Zusammenspiel von Applikationen und Infrastruktur. Dazu notwendige Aufgaben sind die Planung u. Überwachung/Steuerung der Architektur und ihrer Komponenten sowie deren Weiterentwicklung.
Der Kernprozess Entwicklung sorgt für die effektive u. effiziente Bereitstellung von unternehmenszielorientierten Applikationen u. Infrastrukturkomponenten. Es wird hierbei zwischen selbsterstellten Applikationen und Fremdsoftware unterschieden. Für selbsterstelle sind hier die Planung, Entwurf, Implementierung, Testen u. Integration in bestehende Architektur bzw. Integrationstests notwendig.
Der Kernprozess Betrieb sorgt für die Einführung neuer oder weiterentwickelter Software sowie der Gewährleistung von Verfügbarkeit. Aufgaben sind u.a. Planung u. Steuerung der Rechenzentren, Benutzerunterstützung sowie Wiederherstellungsroutinen.
 
#17
Super Danke! Ich habe eine spezielle Frage zur 3.2. "...,erläutern Sie jeweils drei typische Fragestellungen,"! Was wird gemeint? Die Fragen dazu beantworten oder Weshalb so eine Frage gestellt wurde? Ich weiss garnicht was verlangt wird! @ML86
Frank das ist der Inhalt ab S. 29 m.M. nach.

Aufgabe 3.2
Strategie: Darin werden die strategische Stoßrichtung, Ziele, Erfolgsfaktoren und einzusetzende Mittel definiert. Die Kriterien müssen klar definiert und messbar sein, d.h. tlw. müssen Messwerte festgelegt werden u. fortlaufend überwacht werden. Mittel zur Zielerreichung können anschließend definiert werden, z.B. für den Kernprozess Architektur eine “architecture roadmap“.
Typische Fragestellungen die sich dabei ergeben, sind z.B. „Welche Vorgaben aus der Unternehmens- und Informatikstrategie sind für den Kernprozess relevant?“ Hier muss festgelegt werden, welche Themen Einfluss haben und umzusetzen sind u. welche Themen keine Rolle spielen, nicht bedient oder nur teilweise unterstützt werden können (z.B. „Marktführer werden“). Eine weitere Frage betrifft die Ziele u. Erfolgsfaktoren, nämlich wie können diese überwacht, d.h. messbar gemacht werden. Letztendlich stellt sich auch noch die Frage, welche Mittel zur Verfügung stehen und wie diese zielgerichtet, d.h. effektiv u. effizient eingesetzt werden können.
Prozesse: Dient der Überprüfung der Verfügbarkeit und Anwendbarkeit der unternehmensweiten Prozessgrundsätze, sowie Festlegung von Prozessarchitektur u. Prozessführungsgrößen.
Typische Fragestellungen: Welche Prozessgrundsätze/-konventionen existieren im Unternehmen und müssen eingehalten werden? Was sind die Kernprozesse bzw. welche Prozesse wirken indirekt darauf ein? Welche Führungsgrößen müssen definiert sein u. eignen sich für die Steuerung der Prozesse aus Effektivitäts- und Effizienzgesichtspunkten?
Organisation, Rollenprofile, Kommunikation: Dient der Festlegung der erforderlichen Gremien u. Verantwortlichkeiten dieser Gremien. Weiterhin beinhaltet diese Dimension die Definition von Rollenprofilen zur Erfüllung der Aufgaben in dem jeweiligen Kernprozess. Die Ausarbeitung von Funktionsstufen und Lohnbandbreiten dient der transparenten Entlohnung der Mitarbeiter. Mitarbeiter müssen gezielt fortgebildet werden und der Informationsfluss muss effektiv u. effizient gesteuert/definiert werden.
Typische Fragestellungen: Welche Weisungsbefugnisse müssen dem Gremium zugewiesen werden? Welche Bandbreite für Entlohnung und welche Funktionsstufen sollen gewählt werden? Welche Rollen mit welchen konkreten Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten sind für die Aufgabenerfüllung erforderlich?
Steuerung: Dient der Analyse der im Unternehmen vorherrschenden Steuerungsphilosophie und der bestehenden Compliance-Grundsätzen sowie Managementrichtlinien. Darauf aufbauend ist die Controllingkonzeption als Steuerungsgrundlage definiert. Wichtig hierfür sind die Festlegung von Kennzahlen u. Berichten für die Dokumentation u. Kommunikation der Ergebnisse.
Typische Fragestellungen: Welche Steuerungsphilosophie herrscht im Unternehmen vor u. welche Grundsätze sollen übernommen werden? Welche Managementrichtlinien sind für den Steuerungsansatz relevant und wie sollen sie umgesetzt werden? Wie soll die Controllingkonzeption umgesetzt werden, d.h. welche Kennzahlen/Berichte sind zu definieren u. in welcher Frequenz müssen sie erzeugt werden?