Einsendearbeit 2 WS 2017/2018

Aufgabe 2
a)
Technokratische Steuerungsinstrumente
Technokratische Steuerungsinstrumente sind institutional verselbstständigte und unpersönliche Regelungen und Feststellungen zur Steuerung von Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft.
Beispiel: Berichte und Kennzahlen
Strukturelle Steuerungsinstrumente
Strukturelle Steuerungsinstrumente dienen zur Institutionalisierung der wahrgenommenen Koordinationsaufgaben. Diese beziehen sich auf den Grad der in den Tochtergesellschaften vollzogenen Aktivitäten in die formale Organisationsstruktur, wobei im Mittelpunkt der Betrachtung die Strukturierung der laufenden Informationsprozesse sowie die Frage in wessen Verantwortungsbereich die Informationslieferung und –nachfrage fällt.
Personelle Steuerungsinstrumente
Dieses Steuerungsinstrument zielt auf die personellen Verflechtungen und deren Ausgestaltung zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft ab. Sie dienen vorrangig der Flankierung von Maßnahmen des strategischen Controllings.
Beispiel: Entlohnung der personellen Controller
b)
Die hierarchische Einbindung des lokalen Controlling kann grundsätzlich in vierfacher Weise erfolgen:
1) Der lokale Controller untersteht fachlich und disziplinarisch dem Leiter der lokalen Einheit. Dadurch besitzt der lokale Controller ein Höchstmaß an Unabhängigkeit vom zentralen Konzerncontrolling.
2) Der lokale Controller untersteht fachlich und disziplinarisch dem zentralen Konzerncontroller. In dieser Unterstellungsvariante wird das Konzerncontrolling weitgehend zentralisiert durchgeführt.
3) Der lokale Controller untersteh fachlich dem zentralen Konzerncontroller und disziplinarisch dem Leiter der lokalen Einheit. Dieses Prinzip wird auch als „Dotted-Line-Prinzip“ bezeichnet.
In diesem Fall legt der zentrale Controller insbesondere die Rahmenbedingungen für die Planungs- und Kontrollsysteme sowie die Ausgestaltung der Controlling-Systeme fest. Der lokale Controller ist stark in die Entscheidungsprozesse des Tochterunternehmens eingebunden.
4) Der lokale Controller untersteht fachlich dem Leiter der lokalen Einheit und disziplinarisch dem zentralen Konzerncontroller. Bei dieser Organisationsalternative entscheidet der zentrale Konzerncontroller primär über die personelle Besetzung der lokalen Controllerstellen.
 
Aufgabe 1a)
EE-Steuern 2500 (+90,84%)
Zinsaufwand 640 (+0%)
Ausschüttung 4170 (+108,50%)
Änderung EK 1000 (+100%)

Erfolg (bin ich mir noch nicht sicher wie berechnen)

Ord. BE 7050 (+95,83%)
Leistungen 26800 (+20,72%)​
Umsatz 22000 (+10,00%)​
übrige Leistungen 4800 (+118,19%)​
Aufwand 19750 (+6,18%)​
Materialaufwand 6700 (+42,55%)​
Personalaufwand 11200 (-4,27%)​
ordtl. Abschreibungen 500 (-50,00%)​
restl. Aufwand 1350 (-12,50%)​
Finanzerfolg 60 (+20,00%)
n.o. Ertrag 1200 (+50,00%)
n.o. Aufwand 0 (0%)


zu Aufgabe b) und c) ist mir noch kein springender Gedanke gekommen. Könnte mir vorstellen dass es hier sinnvoll wäre die Kennzahlen von S.49ff (KE2) zu berechnen. Oder? Bin für Anregungen jederzeit offen :)
 
Hallo Mia,

ich habe gerade versucht deine Rechnungen nachzuvollziehen und kann deinen Berechnungen nicht ganz folgen. Ich komme auf ähnliche Werte, allerdings z.B. für t0 in der Berechnung des Aufwands auf 19.740 (du: 19.750), laut meiner Rechnung wie folgt: 6700+8500+2700+500+700+640=19.740.
Ähnlich verhält es sich bei der Berechnung der betrieblichen Leistung. Dort fehlen mir, im Gegensatz zu deiner Rechnung, etwa 4k.
Ich bitte um Auflösung! :)
 
Hallo @DBR_95

klar kein Thema :)
versuche mal meine Rechnungen von meinem Schmierzettel hier verständlich aufzuschreiben:
Materialaufwand: 6700
Personalaufwand: 11200 (Löhne/Gehälter 8500 + soziale Abgaben 2700)
ordentliche Abschreibungen: 500
restl. Aufwand: 1350 (sonst.betriebl.Aufwand 700 + sonstige Steuern 650)
Aufwand (gesamt): 19750

du hast glaub die "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" 640 zu dem restl.Aufwand anstatt der "sonstigen Steuern" 650 genommen. Das was du genommen hast kommt zum Zinsaufwand.

Bei den Leistungen hab ich:
Umsatz: 22000
übrige Leistungen 4800 (Bestandsänderungen 4700 + andere aktivierte Eigenleistungen 100)
Gesamt: 26800

Hast du die Bestandsänderungen da mit rein gepackt?

Hoffe du kannst meine Erklärung nachvollziehen :)

Liebe Grüße, Mia
 
Hallo Mia,

habe nun auch endlich die Aufgabe 1a) fertig. Habe es in tabellarischer Form gemacht, wie auf Seite 55 Abb. 15 im Skript KE 2. Muss dir bei fast allem zustimmen. Du hast nur glaub ich einen VZ-Fehler bei den 12,5% (es sollten +12,5% beim restl. Aufwand sein) und das Ergebnis GuV ist glaube ich das "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" aus der Bilanz. Denn man hat ja die Steuern und Verwendung des JÜ alles schon berücksichtigt. Oder was meinst du? Habe also Ergebnis GuV (8.320, +88,67%). Bin mir aber selbst nicht ganz sicher...Außerdem habe ich noch bei der Änderung EK/Erfolg die Infos aus der Aufgabe genommen, wo das Eigenkapital von 5.000 für das Jahr t-1 angegeben steht. Daher habe ich als Änderung +1000 und damit für t0 6.000 angegeben, also: 6.000, +20%. Sonst komme ich zu den gleichen Ergebnissen.

Für 1b werde ich mich auch mal mit Kennzahlen herangehen, da diese ja etwas über "die wirtschaftliche Lage" sagen
 
Hallo Sebastian,

Danke für deinen Hinweis mit dem Vorzeichen-Fehler. Habe das falsch von meinem Schmierzettel übernommen auf das Lösungsblatt.

Bei dem Ergebnis der GuV habe ich mich an die PDF gehalten, die ich vorher gepostet hab. Dort wird auf Seite 22 der Jahresüberschuss als Grundlage hergenommen.

Für die Änderung EK habe ich die "Einstellung in die Gewinnrücklagen" verwendet. In der PDF auf Seite 23 wurde es von Prod. Littkemann genauso gemacht. Die zusätzlichen Angaben habe ich nicht weiter beachtet, weil ich nicht weiss wie man die in mein Schema noch einfügen könnte. Vermute aber auch dass sie nur der Verwirrung dienen sollen.

Falls man sich heute nicht mehr "spricht", wünsche ich allen einen Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Liebe Grüße,
Mia
 
Hallo Mia,
frohes neues Jahr!
Die Änderung EK habe ich jetzt auch so gemacht, es steht sogar im Skript so... Die Aufgabe 1b) habe ich mittlerweile auch gemacht.
Hier meine Interpretation:
Im Rahmen der in a) vorgenommenen Erfolgsanalyse im Zeitvergleich wurde mittels des Konzepts der Erfolgsspaltung versucht, die Quellen für Erfolg oder Misserfolg der Tochter „A-GmbH“ offenzulegen. Hier die Interpretation der Ergebnisse und Kennzahlen: Der Erfolg ist mit 8.310 positiv und hat um 86,74% zugenommen. Der ordentliche Betriebserfolg beträgt 84,84% des Jahresüberschusses vor EE-Steuern und Zinsen und ist um ca. 4% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anteil des Finanzerfolgs liegt unter 1%, der Zinsaufwand ist um ca. 7% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies deutet bereits auf eine positive operative Entwicklung hin. Weiters ist der Anteil der nicht ordentlichen Erträge um ca. 3,5% zurückgegangen, sodass gefolgert werden kann, dass die Tochter durch ordentliche Erträge seine Kosten deckt und Cash flows generiert. Auch die Ausschüttung und Einstellung in die Gewinnrücklagen nehmen im Vergleich zum Vorjahr bedeutend zu (108% und 100%). Auch die Renditekennzahlen (ROS, ROE, ROI und ROA) steigen alle gegenüber dem Vorjahr an. Die durchaus positive Entwicklung geht jedoch neben dem Umsatzzuwachs größtenteils auch auf gestiegene Bestände zurück. Hier gibt es ein Anzeichen für eine sich möglicherweise abzeichnende Absatzkrise oder evtl. eine kurzfristige Nichtabnahme eines größeren Kunden, etc.. Es kann mehrere Gründe für das Anwachsen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse geben. Zusätzlich ist dies ersichtlich an den steigenden Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr, die nur zum Teil durch Verkaufserlöse gedeckt werden, da vergleichsweise mehr auf Lager produziert wird. Allerdings müssen steigende Lagerbestände auch finanziert werden und bewirken daher möglicherweise einen Anstieg der ausgewiesenen Verschuldung in Zukunft.

Bei 1c) stocke ich gerade nochmal, weil ich keine "Controllingmaßnahmen" sehe, außer die Gründe für die nicht abgesetzten Erzeugnisse zu eruieren und die Erfolgsquellenanalyse weiterhin kritisch zu beobachten, ob sich Misserfolge einstellen oder man nicht sogar Misserfolgskaschierungen durch bilanzpolitische Maßnahmen festgestellt werden können
 
Hier noch meine tabellarische Analyse
 

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