Einsendearbeit Bilanzpolitik und Bilanzanalyse

#1
Hallo zusammen,

ich möchte schonmal einen neuen Thread für die zweite EA - Bilanzpolitik und Bilanzanalyse eröffnen.

Wenn jemand schon angefangen hat, würde ich mich über Diskussion freuen.

Ich fange gerade damit an und werde meine Ergebnisse veröffentlichen, sobald ich soweit bin

Liebe Grüße
 
#3
Aufgabe 1: Kurzfragen
1.
Wovon ist die Zielsetzung der Bilanzanalyse (im Rahmen der Zieldefinition) abzuleiten?

Interessenlage der Adressaten


2. Wie wird eine unter betriebswirtschaftlichen Aspekten aufbereitete Gegenüberstellung des Vermögens sowie des Eigen- und Fremdkapitals genannt?

Strukturbilanz

3. Welcher Schritt im Rahmen einer Bilanzanalyse zielt auf die notwendige Ausgewogenheit zwischen der Güte der Informationen und dem Informationsbedarf der Analysemethode?

Methoden-Informationsvergleich (Schritt C der Methodik zur Durchführung der Bilanzanalyse)

4. Welcher Bestandteil des Anhangs dient insbesondere als Informationsquelle zur Analyse der Investitionspolitik?

Anlagespiegel bzw. Anlagegitter


Zur Abbildung langfristiger Fertigungsaufträge im Jahresabschluss:

5. Nach welchem Grundprinzip werden langfristige Fertigungsaufträge im HGB bilanziert?

Realisationsprinzip i. S. d. Completed-Contract-Methode
 
#4
6. Was sagt dieses Prinzip konkret aus?

Der Erfolg aus kundenspezifischen langfristigen Aufträgen darf erst nach endgültiger Fertigstellung und Abnahme durch den Auftraggeber ausgewiesen werden.
 
#5
Aufgabe 2: Wissenstransfer
a) Ordnen Sie Rückstellungen und Vermögensgegenstände der jeweiligen Bilanzseite zu
Passivseite: Rückstellungen
Aktivseite: Vermögensgegenstände


b) Nehmen Sie kritisch zu dem im Zeitungsartikel hergestellten Zusammenhang zwischen Rückstellungen und Vermögensgenständen Stellung!
Der tatsächliche Wert der Vermögensgegenstände kann aufgrund der Bewertungsspielräume nach HGB und IFRS variabel ausfallen, d.h. die Beträge können höher oder niedriger sein. Infolgedessen besteht für einen Dritten die Schwierigkeit darin, präzise Aussagen über die korrekte Höhe der Rückstellungen zu treffen.


c) Nehmen Sie kritisch zu der im Artikel gemachten Aussage Stellung, dass die Rückstellungen nicht sicher sind!
Rückstellungen werden durch Vermögensgegenstände gedeckt. Aufgrund der jährlichen Abschreibung, sinkt der Wert der Vermögensgegenstände kontinuierlich. Deshalb sind Rückstellungen nach Änderungen im Anlagevermögen neu in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags zu bewerten und ggf. zu korrigieren.
Außerdem besteht ein weiteres Problem darin, dass die genannten Vermögensgegenstände (Netze, Kraftwerke, etc.) schwer liquidierbar sind, d.h. das ein Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnte, da die Umwandlung einer Vermögensanlage in Bargeld kurzfristige schwer durchzuführen ist.

Weiter bin ich noch nicht :D
 
#7
Hi Zusammen,

Lösungsvorschlag für Aufgabe 4b)

Diskussion zur Lösung gerne gewünscht!

00 01 Mittelverw. kurzfr. Mittelverw. langfr. Mittelher. kurzfr. Mittelher. langfr.
langfr. Vermögen 275 220 -55
kurzfr. Vermögen 190 260 70

bilanzanalyt. EK 120 120
gepl. Ausschüttung 0 30 30
übr. Bilanzgewinn 20 0 -20
lang.- mittelfr. FK 165 155 -10
kurzfr. bilanzanal. FK 160 175 15

Summe 70 -55 45 -30

Macht im Endeffekt 15 15

Zustimmung zur Lösung?
 
#8
Da man es nicht so gut lesen kann nochmal

langfr. Vermögen 275 220 = Mittelverw. langfr. -55
kurfr. Vermögen 190 260 = Mittelverw. kurfr. 70
bilanzanaly. EK 120 120
gepl. Ausschüttung 0 30 = Mittelherkunft kurzfr. 30
übr. Bilanzgewinn 20 0 = Mittelherkunft langfr. -20
lang- mittelfr. FK 165 155 = Mittelherkunft langfr. -10
kurzfr. FK 160 175 = Mittelherkunft kurzfr. 15
 
#9
Moin zusammen,
Bin gerade auch bei der Bearbeitung der EA und habe mal eine Verständnisfrage zu Aufgabe 3b: Es geht um die Forschungsleistungen, die mit 5.000€ auls Aufwand erfasst wurden. Diese werden ja rückwirkend an ein Tochterunternehmen ausgelagert (Erstattung in bar) und zum gleichen Betrag bar zurück gekauft. Heben sich diese beiden Vorgänge in der Bilanz dann nicht auf und ich bleibe bei meinen 20.000€ liquiden Mitteln?
Gruß
 
#10
Hallo zusammen !

Zu Aufgabe 1:
Zielsetzung Bilanzanalyse: KE 1 ab Seite 19 ff
Gegenüberstellung: KE 1 Seite 85 Strukturbilanz
Ausgewogenheit: KE 1 Seite 18 Methoden-Informationsvergleich
Bestandteil des Anhangs: KE 2 Seite 128 Anlagespiegel bzw. Anlagegitter
Grundprinzip langfristige Fertigungsaufträge: KE 1 Seite 54: Realisationsprinzip

Die restlichen Lösung sind noch nicht vollständig ... also später mehr
 
#11
Dann mache ich mal weiter und freue mich über Diskussion bzw. eure Meinung zu den Ergebnissen:

2d) Sinkende Strompreise bedeuten nicht zwangsläufig eine Nachfrageerhöhung. Es könnte auch durch größeren Wettbewerb zur Verminderung des Gewinns kommen. Dies könnte dazu führen, dass der Wert des Anlagevermögens sinkt. Somit müssten die Rücklagen neu dotiert werden. Damit wäre die Aussage korrekt, dass die Rückstellungen nicht sicher sind.

2e) Die Höhe der Rückstellungen sind nicht tatsächlich "zurück gelegt", da diese in Vermögensgegenstände gebunden sind und weiterhin genutzt werden. Wie vorher bereits erläutert unterliegen diese Rückstellungen Schwankungen aufgrund von Preisänderungen und Abschreibungen
 
#12
Hallo zusammen,
poste mal meine Ergebnisse - teilweise auch Bestätigung für das bisher gepostete:

- Zielsetzung Bilanzanalayse -> Von Interessenlage ihrer Adressaten. Diese Adressaten müssen definiert werden.
- Ggü-Stellung Vermögen und Eigen- & Fremdkapital -> Bilanz bzw. Strukturbilanz.
- Analysemethode -> Methoden-Informationsvergleich
- Bestandteil Anhang -> Anlagenspiegel.
- Grundprinzipg langfr. Fertigungsaufträge -> Realisationsprinzip
- Was sagt das Prinzip aus -> Erfolg, welcher aus langfr. Fertigungsaufträgen resultiert, darf erst nach Fertigstellung und Abnahme durch den Auftraggeber ausgewiesen werden.
 
#13
Hallo Zusammen,
das sind meine Lösungen zur Aufgabe 2. Feedback wäre super, da ich total unsicher bin, ob das überhaupt richtig ist was ich da schreibe...

a) Rückstellungen Passiva, Vermögensgegenstände Aktiva

b) Bei dem hergestellten Zusammenhang zw. Rückstellungen und Vermögensgegenständen wird deutlich, dass der Begriff "Rückstellungen" in dem Artikel falsch verwendet wird. Rückstellungen können nicht in Vermögensgegenständen gebunden sein und sie dienen auch nicht der Finanzierung.
Rückstellungen sind Verbindlichkeiten die hinsichtlich ihres Bestehens oder Höhe ungewiss sind aber mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit erwartet werden.

c) Es liegt in der Natur der Sache, dass Rückstellungen in ihrem Bestehen und in ihrer Höhe unsicher sind. Gemäß dem Imparitätsprinzip müssen Verluste/Verbindlichkeiten schon beim wahrscheinlichen Eintreten berücksichtigt werden. Darüber hinasu sind Rückstellungen mögliche Verbindlichkeiten und können somit sowieso nicht zur Finanzierung von etwas dienen.

d) Wenn die Kraftwerke aufgrund von sinkenden Strompreisen an Wert verlieren, dann impliziert das nicht, dass sich der Wert der Rückstellungen verändert. Das bedeutet auch, dass die Rückstellungen nicht neu dotiert werden müssen. Die höhe der Rückstellungen und die daraus rmöglichen Verbindlichkeiten müssen ja in keinem Zusammenhang mit den Strompreisen hägen.

e) Bei Rückstellungen wird kein Eurobetrag zurückgelegt und es kann sich bei Rückstellungen auch nicht um materielle oder imaterielle Vermögensgegenstände handeln. Sie sind wie zuvor erwähnt möglich Verbindlichkeiten, die in ihrem bestehen sowie in der Höhe unsicher sind.
 
#17
Da man es nicht so gut lesen kann nochmal

langfr. Vermögen 275 220 = Mittelverw. langfr. -55
kurfr. Vermögen 190 260 = Mittelverw. kurfr. 70
bilanzanaly. EK 120 120
gepl. Ausschüttung 0 30 = Mittelherkunft kurzfr. 30
übr. Bilanzgewinn 20 0 = Mittelherkunft langfr. -20
lang- mittelfr. FK 165 155 = Mittelherkunft langfr. -10
kurzfr. FK 160 175 = Mittelherkunft kurzfr. 15[/QUOTE


langfristiges Vermögen=Mittelherkunft Langfristig= 55
kurzfristiges Vermögen= kuzfristige Mittelverwendung=70
Bilananalytisches EK= langfristige Mittelherkunft= 30
geplante Ausschüttung= dazu haben wir keine Angaben
übriger Bilanzgewinn=kurzfristig Mittelverwendung= 20
lang und mittel FK = langfristig Mittelwendung =10
kurzfristig bilanzanal FK= kurzfrist Mittelverwendung= 15

Somit 100 =100


Wäre meine Lösung, bin für Verbesserungsvorschläge offen :)
 
#19
e) Bei Rückstellungen wird kein Eurobetrag zurückgelegt und es kann sich bei Rückstellungen auch nicht um materielle oder imaterielle Vermögensgegenstände handeln. Sie sind wie zuvor erwähnt möglich Verbindlichkeiten, die in ihrem bestehen sowie in der Höhe unsicher sind.
Ich denke, bei 2e sollte man eher schreiben, dass Rückstellungen nicht mit Rücklagen verwechselt werden dürfen. Danke für Deine restlichen Antworten, waren sehr hilfreich.
 
#20
ich wuerde das genauso machen wie Anastasia. Ich hatte erst noch die geplanten Ausschuettungen von30 T aus dem Text eingefuehrt. Da diese aber per 31.12.01 ausgeschuettet werden, wuerden die erst im naechsten Jahr der Strukturbilanz aufgefuehrt? Ist das richtig?

langfristiges Vermögen=Mittelherkunft Langfristig= 55
kurzfristiges Vermögen= kuzfristige Mittelverwendung=70
Bilananalytisches EK= langfristige Mittelherkunft= 30
geplante Ausschüttung= dazu haben wir keine Angaben
übriger Bilanzgewinn=kurzfristig Mittelverwendung= 20
lang und mittel FK = langfristig Mittelwendung =10
kurzfristig bilanzanal FK= kurzfrist Mittelverwendung= 15

Somit 100 =100
 
#22
Hallo Leute,
ich hätte zu der 4 b) ne Frage.
Müssten nicht die Gewinnrücklagen im kurzfristigen Fremdkapital berücksichtigt werden?
In der Aufg. 48 im Skript wurde das so gemacht. Aber bei mir stimmt die Bilanzsumme vorne und hinten nicht :/

Und wieso liegt der übrige Bilanzgewinn bei 20?

Vielen Dank für eure Hilfe :)
 
#23
Hallo zusammen, ich sitze auch gerade an den Aufgaben u hänge ziemlich bei der dritten Aufgabe.
Bei 3a) kenne die Kriterien, aber bei den dazugehörigen Schwierigkeiten finde ich leider nichts. Zudem habe ich auch bei 3b) meine Schwierigkeiten.

Kann mir jemand zufällig helfen?
Würde mich riesig freuen!!!


Hier schon mal die Kriterien zu 3a:
Kriterien effektiver Bilanzpolitik nach Baegte/Ballwieser:
1. Operationale Zielkriterien der Unternehmensleitung für die Bilanzpolitik sollen vorliegen.

2. Bilanzpolitische Instrumentarium und deren Auswirkungen auf den aktuellen Abschluss sowie die Zukunft müssen bekannt sein.

3. Prognosetaugliche Hypothesen über die Reaktionen der Adressaten müssen vorliegen.

4. Bilanzpolitische Maßnahmen dürfen sich möglichst nicht identifizieren lassen.
 
#24
Habe da auch nicht viel zu gefunden, außer dass die Zielkriterien der Unternehmensführung nicht leicht externen Quellen zu entehmen sind. Es sei denn es gibt Angaben im Anhang darüber.

Meine neue Bilanz zu 3 b) sieht so aus:

Aktiva

AV 100.000 €
UV 1 30.000 €
UV 2 30.000 - 5.000 = 25.000 €

Summe 155.000

Passiva

EK 60.000
JÜ 10.000 + 5.000 = 15.000€
langfr. FK 50.000 + 20.000 = 70.000€
kurzfr. FK 30.000 - 20.000 = 10.000€

Summe 155.000

Die Angaben sind wie immer ohne Gewähr ;)
 
#25
Für 3a habe ich folgende Antworten aufgeschrieben. Sind aber alle frei dahingeschrieben. Gerade beim ersten Kriterium hatte ich keine Ahnung...

a) Kriterien der effektiven Bilanzpolitik sind:

a. Operationale Zielkriterien der Unternehmensleitung für die Bilanzpolitik liegen vor.

Zu streng formulierte Zielkriterien können eventuell selbst durch bilanzpolitische Maßnahmen nicht erreicht werden.

b. Das bilanzpolitische Instrumentarium und deren Auswirkungen auf den aktuellen Abschluss sowie die Zukunft müssen bekannt sein.

Die Auswirkungen der gewählten bilanzpolitischen Instrumente auf die Zukunft können nur geschätzt werden, da nicht ausreichend Informationen zur zukünftigen Geschäftstätigkeit vorliegen.

c. Es müssen im Hinblick auf die möglichen Instrumente prognosetaugliche Hypothesen über die Reaktionen der Abschlussadressaten vorliegen.

Sowie beim ersten als auch bei späteren Anwendungen einer bilanzpolitischen Methode sind die Reaktionen der Abschlussadressaten ungewiss und können nur geschätzt werden.

d. Die bilanzpolitischen Maßnahmen dürfen sich möglichst nicht identifizieren lassen.

Bilanzpolitische Instrumente müssen vorsichtig ausgewählt werden. Einige Instrumente der Bilanzpolitik lassen sich durch einen erfahrenen Bilanzanalysten erkennen.
 
#26
Meine Antwort auf 3b ist:
AV 100.000 + 5.000 = 105.000
UV1 30.000
UV2 20.000
Bilanzsumme = 155.000

EK 60.000
JÜ 10.000 + 5.000 = 15.000
Lfr. FK 50.000 + 20.000 = 70.000
Kfr. FK 30.000 - 20.000 = 10.000
Bilanzsumme = 155.000

Durch Änderung von kurzfr. Verbindlichkeiten in langfr. Darlehen gibt es keine Auswirkungen auf Gewinn und Bilanzsumme.
Durch Auslagerung der Forschungskosten gibt es eine Erhöhung des Gewinns und der Bilanzsumme.
 
#27
Eure bisherigen Antworten zu 4b verstehe ich nicht ganz.
Wir haben doch Angaben zur geplanten Ausschüttung: nämlich 30.000€.
Ich verstehe aber nicht, wie ich mit dem thesaurierten Gewinn umgehen und den übrigen Bilanzgewinn ermitteln soll.
Außerdem müsste das kurzfr. Fremdkapital doch kurzfr. Mittelherkunft sein, da es eine Passivmehrung ist.
 
#32
Und für Forschungskosten besteht ein Aktivierungsverbot (§255 HGB), also waren sie vorher definitiv nicht aktiviert.

Kann jemand bei 4b helfen? Wie wird der übrige Bilanzgewinn ermittelt? Wieso schreibt ihr, dass es keine Angaben zur geplanten Ausschüttung gibt?
 
#33
Dann mache ich mal weiter und freue mich über Diskussion bzw. eure Meinung zu den Ergebnissen:

2d) Sinkende Strompreise bedeuten nicht zwangsläufig eine Nachfrageerhöhung. Es könnte auch durch größeren Wettbewerb zur Verminderung des Gewinns kommen. Dies könnte dazu führen, dass der Wert des Anlagevermögens sinkt. Somit müssten die Rücklagen neu dotiert werden. Damit wäre die Aussage korrekt, dass die Rückstellungen nicht sicher sind.

2e) Die Höhe der Rückstellungen sind nicht tatsächlich "zurück gelegt", da diese in Vermögensgegenstände gebunden sind und weiterhin genutzt werden. Wie vorher bereits erläutert unterliegen diese Rückstellungen Schwankungen aufgrund von Preisänderungen und Abschreibungen
Ich hoffe du hast dir die Antworten nochmals überlegt
 
#34
Hallo zusammen,

hat jemand nochmal eine Hilfe für uns zur Aufgabe 3B??

Wir verstehen die Umbuchung vom Kurzfristigen ins Langfristige FK.
Aber warum wird das AV um 5 T erhöht und gleichzeitig der JÜ?

AV macht ja noch Sinn, da wir die Forschungsleistungen nicht mehr als AV im Unternehmen haben.
Aber warum steigt dadurch der JÜ?

Vielen Dank schonmal
 
#35
Vor der Bilanzpolitik hat das Unternehmen geforscht. Die Forschung ist als Aufwand in der GuV erfasst. Aufwand senkt den JÜ (Gewinn). Das kann so ausgesehen haben: Personalaufwand an Liquide Mittel 5000.

Das wird jetzt wieder rückgängig gemacht: Liquide Mittel an Personalaufwand 5000.
Der JÜ steigt um 5000. Die Liquiden Mittel steigen um 5000.

Die Forschung wird auf ein Tochterunternehmen ausgelagert. Die Mitarbeiter die forschen werden z. B. ausgeliehen. Das Tochterunternehmen trägt jetzt den Personalaufwand.

Das Forschungsergebnis wird eingekauft: AV an Liquide Mittel 5000.
Somit hat sich der Kassenbestand nicht geändert (+5000 - 5000 = 0)

Der JÜ ist gestiegen. Das AV ist gestiegen.

Der JÜ steigt weil der Aufwand in der GuV entfällt und das AV nimmt zu weil das Forschungsergebnis dem Tochterunternehmen abgekauft wird und somit eine Aktivierung möglich ist.

Das ist wichtig: § 255 Abs. 2a: Entwicklungskosten dürfen aktiviert werden, Forschungskosten nicht. Die Forschung auszulagern und „zurückzukaufen“ ist „ein Trick, um sich reicher zu rechnen“.

Ein sehr kompliziertes Bsp. zu genau diesem Sachverhalt ist in der Hagen Schlau Fallstudie.
 
#37
Hallo zusammen,
Ich wollte gerade nochmal die Aufgabe 4b durchrechnen, dachte auch ich habe es jetzt verstanden, aber dann....
Kann jemand der bei der EA die Lösung für 4b richtig hat bitte nochmal die Ergebnisse veröffentlichen und erklären, wie er darauf gekommen ist?
Das Problem habe ich bei der geplanten Ausschüttung und dem übrigen Bilanzgewinn.
Das wäre wirklich spitze!
Vielen Dank
 
#38
Hallo zusammen,

ich habe mir die Zahlen so hergeleitet, ohne Gewähr. Wenn es noch andere Meinungen gibt wäre es toll:

Die geplante Ausschüttung ist in der Aufgabenerklärung genannt. im Jahr 00 haben wir einen Gewinn von 20T der komplett thesauriert wird, also keine Ausschüttung = 0
Im Jahr 01 haben wir einen Gewinn von 30T der komplett ausgeschüttet wird = 30T

Das Bilanzanalytische EK (ohne Bilanzgewinn) errechnet sich wie folgt: Bilanzkapital gesamt - Bilanzanalytisches Fremdkapital - Bilanzgewinn

Den übrigen Bilanzgewinn hab ich jetzt so verstanden: im Jahr 00 haben wir die 20T im Unternehmen behalten, also Gewinn 20
Im Jahr 01 werden die kompletten 30 T ausgeschüttet, also übriger Bilanzgewinn 0


Was ich nicht verstehe: im Skript steht das man Aktivminderungen und Passivmehrungen auf der Passivseite bucht. Das wäre dann in unserem Fall also die Mittelherkunft Seite. Das hat bislang aber keiner bei seinen Lösungen genutzt, sondern Aktivbuchungen (ob Mehrungen oder Minderungen) wurden auf der Mittelverwendung Seite gebucht nur mit anderem Vorzeichen.
Dazu finde ich leider keine Erklärung im Skript oder im Internet. Hat hier jemand noch Informationen oder vielleicht die korrigierte EA zurück erhalten???
 
#39
Eben ist der Groschen gefallen: Ich habe jetzt folgende Werte gebucht

Mittelverwendung kurzfristig
  • kurzfr. Vermögen 70 (A+)
  • übriger Bilanzgewinn 20 (P-)
Mittelverwendung langfristig
  • lang- und mittelfristiges FK 10 (P-)
Das ergibt insgesamt eine Summe von 100 auf der Seite der Mittelverwendung

Mittelherkunft kurzfristig
  • geplante Ausschüttung 30 (P+)
  • kurzfristiges bilanzanal. FK (ohne Ausschüttung) 15 (P+)
Mittelherkunft langfristig
  • langfristiges Vermögen 55 (A-)
Das ergibt ebenfalls insgesamt eine Summe von 100 auf der Seite der Mittelherkunft

Schön, wie man es irgendwann versteht, wenn man nur lange genug darübr brütet ;o)
 
#40
Hallo Jennifer Pfahl,

vielleicht solltest du doch noch einmal einen Blick in die Musterlösung der Einsendearbeit werfen. Du findest sie dort, wo du auch die Einsendearbeit heruntergeladen hast.

Viel Erfolg,

uniline
 
#41
Vielen Dank, ich hatte ganz vergessen, dass man sich die Lösung auch runterladen kann. Jetzt habe ich es dann auch endgültig verstanden!
 
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