Erarbeitung einer Hausarbeit im SS 2014

Liebe Mitstreiter/innen?

Wer ist so freundlich und teilt uns seine/ihre Erfahrungen bei der Erarbeitung einer Hausarbeit zu folgenden Punkten mit?

* Themenstellung / Fragestellung
* Gutachten / Gutachtenstil
* Literaturumfang
* Gesetzeslage
 
Hallo alle zusammen,
ich schreibe auch die HA mit...
Kleiner Austausch?
Zu Frage 1:
Auf welche Maßnahmen geht ihr aus den letzten 10 Jahren genauer ein?
Ich habe mir mal das AGG, Frauenbeauftragte, Gender Mainstreaming und das Chancengleichheitsgesetz rausgesucht... und würde daran dann die aktuellen Ergebnisse festhalten...

Zu Frage 2:
gesetzl. Maßnahmen:
- Abschaffung Minijobs
- ausreichende Schaffung von KITA-Plätzen etc.
Rahmenbedingungen:
- Arbeitssektor von Frauen (Dienstleistung, Gesundheitsberufe) anpassen bzw. Löhne anheben
- Thema "unbezahlte Arbeit der Frauen"

Zu Frage 3:
Welche Regelungen stellt ihr einander gegenüber? 2013/2014 oder 2014/2015?
Welche Maßnahmen habt ihr euch für den Struktur- und Kulturwandel überlegt?
Hier bin ich mir noch nicht wirklich sicher, wie ich das ganze angehen soll... außerdem finde ich das Thema "Elterngeld plus" ziemlich kompliziert...

Woher kriegt ihr gute Quellenangaben?

Hoffe das ist nicht nur ein Monolog meinerseits.... ;-)

LG
 
Hallo MUC12,

ich bin natürlich an einem Austausch interessiert.
Am Mittwoch werde ich mal den Tag in der Bibliothek verbringen. Da kann ich dann hoffentlich etwas beitragen.

Bei den Quellen werd ich zunächst auf GG Kommentare zurückgreifen und hoffen, dass diese im Art. 3 GG etwas hergeben.

Heute habe ich mal versucht allgemein nach Büchern zu suchen. Aber wirkliche Rechtsliteratur hab ich da kaum gefunden. Daher hoffe ich mal, dass die GG Kommentare etwas ergiebiger sind.
Hast du schon Literatur gefunden?
 
Mal eine wahrscheinlich blöde Frage:
In Aufgabe 2 soll man ja u.a. gesetzliche Maßnahmen "erfinden", die notwendig wären, damit Frauen dauerhaft mehr Lohngerechtigkeit haben.
Bezieht sich die Frage nur auf den Mindestlohn oder generell?
Also...soll man quasi die Schwachstellen des Mindeslohngesetzes finden oder eigene Möglichkeiten erarbeiten, unabhängig vom Mindestlohn?
 
Als Quellen kommen m.E. neben dem Verfassungsrecht und diversen Aufsätzen, Studien und sonstige Dokumente in Betracht, die zum Beispiel auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und auf denen von Interessensverbänden veröffentlicht sind...

Es ist nur so unwahrscheinlich viel Stoff... ich habe noch keine Struktur für mich entwickelt....
 
Als Quellen kommen m.E. neben dem Verfassungsrecht und diversen Aufsätzen, Studien und sonstige Dokumente in Betracht, die zum Beispiel auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und auf denen von Interessensverbänden veröffentlicht sind...

Es ist nur so unwahrscheinlich viel Stoff... ich habe noch keine Struktur für mich entwickelt....

Sehe ich ebenfalls so. Wobei diese Materialien eben auch wenig rechtliches her geben. Es dient eher der Argumentation.

Eine wirkliche Struktur habe ich auch noch nicht. Ich habe mit Aufgabe 2 angefangen, da ich zu Aufgabe 1 nicht auf Anhieb Literatur gefunden habe.
Hast du da eine gute Darstellung gefunden?

Ich denke, dass ich auch ein Platzproblem bekommen werde. Man kann wirklich viel schreiben bzw. ich finde man muss viel schreiben. Da bekomm ich mit 20 Seiten sicher schnell ein Problem...
 
Der Lehrstuhl legt ja verdammt viel Wert auf die Auswahl der Literatur - zumindest laut dem Formblatt zur Anfertigung einer Hausarbeit. Die zur Aufgabe stehenden Themen sind so aktuell (Aufg. 2 und 3), dass ich keinerlei juristische/rechtliche Literatur finde und mich nur verschiedenen Internetseiten bedienen - wie sieht das bei euch aus?
 
Der Lehrstuhl legt ja verdammt viel Wert auf die Auswahl der Literatur - zumindest laut dem Formblatt zur Anfertigung einer Hausarbeit. Die zur Aufgabe stehenden Themen sind so aktuell (Aufg. 2 und 3), dass ich keinerlei juristische/rechtliche Literatur finde und mich nur verschiedenen Internetseiten bedienen - wie sieht das bei euch aus?

Es ist doch normal, dass aktuelle Literatur genommen werden muss. Aktuell bedeutet doch aber nicht, dass es zwingend Literatur aus diesem Jahr sein muss. Damit ist doch gemeint, dass man von Fachbüchern immer die aktuelle Auflage nehmen muss.
Wenn es vom Kommentar xy die 13. Auflage gibt, muss man die 13. nehmen und nicht aus der 12. zitieren.
So kenne ich das jedenfalls aus der Bachelor-Arbeit.
Klassische rechtswissenschaftliche Literatur habe ich bislang allerdings auch kaum gefunden.
 
Welche Aufsätze habt ihr denn gefunden?
Komme gerade total gefrustet aus der Bib... Die Kommentare zu GG geben finde ich nix wirklich brauchbares her..... Ich verwende primär Internetquellen... Zeitschriftenartikel, Ministerienseiten etc.... Mag nicht mal jemand paar Literaturangaben nennen?

LG
 
Darüber wäre ich auch sehr dankbar... Mir geht es genauso wie MUC12 - und jetzt ist schon eine Woche rum und man steht im Endeffekt immer noch da wie am Anfang!
 
Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen!

Mit folgendem Gliederungsentwurf 'gehe ich in's Rennen':

Gliederung
A. ... Zur beruflichen Gleichstellung der Geschlechter

I.... Grund und Gegenstand der Untersuchung
II... Absicht und Ablauf der Untersuchung
B..... Berufsrechtliche Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter
I.... Die Maßnahmen seit 1949 im Überblick
II... Die Maßnahmen der Jahre 2000 bis 2014
III.Wirkungsanalyse
IV. Ergebnis
C..... Der gesetzliche Mindestlohn als Maßnahme zu beruflicher Gleichstellung
I..... Zielsetzung und Inhalt der gesetzlichen Regelung
II... Wirksamkeit für Lohngerechtigkeit für Frauen
........ III. Gesetzliche Zusatzmaßnahmen für Lohngerechtigkeit für Frauen
........ IV. Rahmenbedingungen für die praktische Umsetzung
........ V. Ergebnis
D..... Das ElterngeldPlus als Maßnahme zu beruflicher Gleichstellung
I.... Das ElterngeldPlus im Vergleich zum bisherigen Elterngeld
II.... Zielsetzung und Inhalt der neuen gesetzlichen Regelung
........ III. Das geänderte Rollenverständnis für die Arbeitszeitregelung
........ IV. Zusatzmaßnahmen für einen dauerhaften Struktur- und Kulturwandel
........ V. Ergebnis
E...... Der weitere Weg zu beruflicher Gleichstellung der Geschlechter

Kommentare sind herzlich willkommen!

Gruß
W.
 
Hallo Wolle,

finde Deinen Ansatz ok!

Ich selber habe eher daran gedacht, alle Aufgaben einzeln mit Einleitung und Zusammenfassung abzuhandeln.

Bei Aufgabe 2 solltest Du thematisieren, was Du als Lohngerechtigkeit ansiehst.

Bei Aufgabe 3 überlege ich die ursprüngliche Idee des Elterngeldes ebenfalls mit zu betrachten. Es ging beim Elterngeld nämlich mal um "mehr Kinder", jetzt geht es nur noch um "schneller Arbeiten". Gibt zwar jetzt viele wirre Möglichkeiten, aber von Flexibilität sehe ich da wenig, wenn ich nun gezwungen bin eine komplette Familienplanung auf Jahre in die Zukunft durchzuführen, weil ich mich ansonsten dank der neuen "Flexibilität" bei Geschwisterkindern um ne ganze Menge Geld bringen kann. Der Bonusmonatekram ist ja ohnehin sowas von verkorkst und praxisfern... Bei guten Zielen ist diese Gesetzesidee mal ein ganz schlechtes Handwerk. Da wird einfach auf Teufel komm raus umverteilt, könnte ja zufällig beim Richtigen ankommen.

Immerhin ist´s dann einfach bei den zusätzlichen Maßnahmen: Da ist ja eine Änderung der Elterngeld plus Regelung ganz oben auf der Agenda...
 
Beim nochmaligen Lesen Deiner Gliederung ist mir noch aufgefallen: Bei Aufgabe 2 ist das Thema m.E. nicht der Mindestlohn sondern Lohngerechtigkeit die Betrachtung des Mindestlohns ist da m.E. nur ein Aspekt, der Aufgrund der Aufgabenstellung Schwerpunktmäßig zu thematisieren ist. Bei Aufgabe 3 ist das Thema m.E. nicht Elterngeld sondern verändertes Rollenverständnis (weg von der Hausfrauenehe/ Zusatzverdienermodell hin zu gleicher Teilung von Familien und Erwerbsarbeit), Schwerpunkt hier die Ideen zum Elterngeld plus. Die Überschriften zu C und D müssten damit anders ausfallen.
 
Die geänderten Überschriften lauten:
C. Lohngerechtigkeit als Parameter beruflicher Gleichstellung
D. Zur Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Bewußtseinswandels

Anmerkung:
Für C. und D. wird unter B IV. "der Boden bereitet".
C. = Beitrag des Mindestlohns + Zusatzmaßnahmen + Rahmenbedingungen = Lohngerechtigkeit = Beitrag zur beruflichen Gleichstellung
D. = Kultur- und Strukturwandel als Ausprägungsformen des Bewußtseinswandels

Nochmals herzlichen Dank für den Hinweis.
Gruß
W.
 
Für Aufgabe 2 liefert Jordan, Anna Maria - Entgeltdiskriminierung einen guten Einstieg...finde ich.
Hat jemand einen Literaturtipp für Aufgabe 1? Irgendwie finde ich dazu nichts gescheites...
 
Hallo Wolle27,

eine Frage: Wieso hast du einen Punkt A. in deiner Arbeit? Ich hätte diesen Punkt ehrlich gesagt weggelassen... ist ja "nur" eine Hausarbeit und keine Bachelor- oder Masterarbeit, in der man vorab kurz sein Vorgehen darstellt.... oder habe ich in den Angaben des Lehrstuhls was wichtiges übersehen?

LG
 
Auch wenn es "nur" eine Hausarbeit ist, halte ich eine Einleitung, in der die persönliche Aufgabenanalyse des Verfassers in großen Zügen abgebildet wird und eine Zusammenfassung, in der ein Blick in die Zukunft geworfen wird, für angemessen und auch erforderlich, weil damit die Lesefreundlichkeit und das Gesamtverständnis für die durchaus nicht einfache Themenstellung erhöht werden.
Außerdem übt das für weitere Projekte - aber letztlich ist es persönliche Geschmacksache und "kostet darüber hinaus zwei Seiten", die an anderer Stelle gewonnen werden müssen.

Beste Grüße
W.
 
Ich finde die Aufgabenstellungen zu 1. sehr unverständlich, ja geradezu kryptisch. Soll man nur das Berufs r e c h t betrachten? Dann scheiden "Maßnahmen" - als (unterhalb) von verbindlichem Recht angeordnet - aus der Betrachtung aus. Im letzten Satz der Aufgabenstellung ist jedoch von Wirksamkeit von Maßnahmen die Rede, also doch eine Betrachtung der Ebene unterhalb verbindlichem Recht ?
 
So, nun möchte ich auch mal was ergänzen:

Zu Aufgabe 1 findet man ja im Internet einige Seiten, die die verschiedenen Gesetze seit 1949 auflisten. Mein Problem ist allerdings, dass ich im Zeitraum der besonders zu betrachtenden letzten 10 Jahre eigentlich nur das AGG finden konnte. Das BEEG kann man zwar auch dazu zählen, es wird ja aber in Aufgabe 3 thematisiert, sodass ich es bei Aufgabe 1 nur kurz als Nachfolger des Bundeserziehungsgeldgesetzes erwähnt habe.

Sowohl das Gender Mainstreaming als auch die Gleichstellungsgesetze von Bund und Ländern sind älter als 10 Jahre!
Das Chancengleichheitsgesetz, das oben erwähnt wurde, ist ein Landesgesetz in BW und insofern nur begrenzt wirksam... entsprechende Regelungen als Bundesgesetz konnte ich nicht finden.

Welche Gesetze / Maßnahmen der letzten 10 Jahre habt ihr denn konkret noch gefunden?
 
So, nun möchte ich auch mal was ergänzen:

Zu Aufgabe 1 findet man ja im Internet einige Seiten, die die verschiedenen Gesetze seit 1949 auflisten. Mein Problem ist allerdings, dass ich im Zeitraum der besonders zu betrachtenden letzten 10 Jahre eigentlich nur das AGG finden konnte. Das BEEG kann man zwar auch dazu zählen, es wird ja aber in Aufgabe 3 thematisiert, sodass ich es bei Aufgabe 1 nur kurz als Nachfolger des Bundeserziehungsgeldgesetzes erwähnt habe.

Sowohl das Gender Mainstreaming als auch die Gleichstellungsgesetze von Bund und Ländern sind älter als 10 Jahre!
Das Chancengleichheitsgesetz, das oben erwähnt wurde, ist ein Landesgesetz in BW und insofern nur begrenzt wirksam... entsprechende Regelungen als Bundesgesetz konnte ich nicht finden.

Welche Gesetze / Maßnahmen der letzten 10 Jahre habt ihr denn konkret noch gefunden?

Geht mir ähnlich. Ich hab das AGG, Elterngeld, Betreuungsgeld. Diese hab ich ausführlich behandelt, die Maßnahmen davor quasi nur aufgezählt. Damit bin ich vom Umfang her so, dass es zu den veranschlagten Punkten passen sollte.
 
Aufgabe 1 ist für mich weiterhin unverständlich..

@ Killa: Betreuungsgeld passt meines Erachtens nicht. Es soll ja laut Aufgabenstellung die Entwicklung in berfufsrechtlicher Hinsicht dargestellt und diskutiert werden. Mit Berufsrecht hat das Betreuungsgeld ja nix zu tun (aber natürlich negative Auswirkungen auf die Erwerbsbeteiligung von Frauen, was aber m.E. nicht von der Fragestellung umfasst ist) Vielleicht könnte man das eher unter Frage 2 oder 3 einordnen..
 
Eine andere Frage noch: Verstehe ich den Lehrstuhl richtig und das Literaturverzeichnis soll keine Seitenzahlen aufweisen? Oder doch arabische Ziffern?

Ich hab arabische Ziffern genommen.
Bei den Formvorschriften sind denk ich mal keine, da der Punkt B. Nicht weiter angegeben wurde sondern dort nur etc. steht.
Die meiste Literatur die ich in den Händen hatte, hatte dort ebenfalls arabische Ziffern.
 
Ich hatte ursprünglich fast 7 Seiten und hab nun auf knapp 6 Seiten gekürzt. Wenn man sich an den Punkten orientiert, käme man auf etwa 5 Seiten (25 Punkte = 1/4 der Arbeit = 5 Seiten von insgesamt 20).
Nun habe ich aber das Problem, dass ich - wie erwähnt - zum Zeitraum der letzten 10 Jahre, auf die ja insbesondere "das Augenmerk zu richten" ist, den geringeren Anteil geschrieben habe und auch keine Ahnung habe, was ich da noch dazu schreiben soll.
 
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