Erk/Priese Theoretische Informatik

Dieses Buch überzeugt in erster Linie durch seinen sehr eingängigen Schreibstil, der die Leser mit auf die Reise in die Tiefen der theoretischen Informatik nimmt. Der erste Teil über "formale Sprachen" beschäftigt sich intensiv mit den Sprachklassen und durch die ausführliche Beweisführung kann man, anders als z.B. in Uwe Schönings Kompakt-Version, die dahinterstehenden Ideen intuitiv nachvollziehen und erlebt so manchen Aha-Effekt. Der zweite Teil stellt vor allem weitere Berechnungsmodelle vor, mit Fokus auf Registermaschinen und µ-rekursive Funktionen. Diese werden ebenfalls detailgenau erklärt und sind durch die angesprochene ausführliche Beweisführung ebenfalls sehr gut nachvollziehbar - einzige Bedinungen, das ganze Buch betreffend, ist, dass man sich dementsprechend viel Zeit nimmt und es konsequent durcharbeitet.
Dazu sei noch erwähnt, dass das Buch gut strukturiert ist. Es ist in viele Abschnitte und Etappen eingeteilt, die man sich als Lernziele setzen kann und durch Rückgriffe in fortgeschrittenen Kapiteln auf vorher erlerntes wird man auch stets zum Reflektieren des eigenen Lernfortschritts animiert.
Allerdings ist meiner Meinung nach kein Buch zum kurz mal drüberlesen, da es durchaus umfassend ist und das Buch darauf ausgelegt ist, dass man es Schritt für Schritt durcharbeitet (wenn man Neuling auf dem Gebiet ist).
Daher: Doppeldaumen in Gold für dieses Buch von mir!
 
S

snuernberg

Hallo,
dem kann ich mich nur anschließen, habe mit das Buch erst vor zwei Tagen zugelegt und habe jetzt schon einiges mehr an Durchblick :)
Gruß, Stefan.
 
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