Feedback Klausur WS 08/09

Feedback Klausur März 2009

Hallo,
ich habe gestern in Düsseldorf die Klausur geschrieben; Witz war, dass die Richtlinie nicht als Anlage beigefügt war; wurde als nicht besonders gut zu lesendes Fax gegen 11.30 Uhr nachgereicht.
Irgendwie hat mich die Klausur erstaunt. Ich hatte mit einer wie auch immer gearteten Beteiligung eines Dritten an einem Schuldverhältnis gerechnet. In der Klausur habe ich den Stoff des Moduls nicht so recht wiedergefunden. Ging es euch ähnlich oder habe ich etwas übersehen?
(Der Verbrauchervertarg in Aufgabe 2 war ja eher Beiwerk der Klausur; max. 10 Punkte).

Gruß

Kewie
 
Ich glaube ich bin froh, dass ich dieses Semester nicht mitgeschrieben habe...
Wie war denn der Sachverhalt? Ungefähr zumindest.

P.S.: Das mit der Richtlinie ist ja ein starkes Stück....
 
Ja, das mit der nachgereichten Richtlinie war doch sehr verwirrend.

Ich hatte auch fest mit einer Beteiligung eines Dritten gerechnet, allerdings waren zwei der BGH-Urteile, die in den Online-Veranstaltungen besprochen wurden (also KE 4), thematisch sehr ähnlich. In einer geht es um Parkettstäbe, bei denen sich nach dem Einbau ein Mangel gezeigt hat und der Käufer neben Neu-Lieferung auch Kosten für Entfernung der mangelhaften und den Einbau der neu gelieferten Parkettstäbe haben wollte.

Im anderen Urteil ging es daraum, dass ein Lichtanlagenhersteller (?) ein Krankenhaus verklagt hat, weil es Nacherfüllung verlangt hat, obwohl die Lichtanlage nicht mangelhaft war (und das Krankenhaus hätte erkennen müssen, dass kein Mangel vorlag).

Wenn man die Urteile kurz vor der Klausur noch einmal richtig gründlich durchgearbeitet hätte, hätte man große Teile der Klausur ganz gut lösen können (ich habe die Urteile nur noch einmal durchgelesen, was definitiv nicht gereicht hat.)

Insgesamt fand ich die Klausur schon schwierig, weil einerseits der Aufbau der Gutachten (mir) nicht ganz leicht fiel und andererseits gleich eine ganze Reihe strittiger Punkte zu diskutieren waren. Obwohl die Klausur vierstündig war, hatte ich noch größere Zeitprobleme als bei den Bachelor-Klausuren.
 
HallO zusammen,

die Klausur war schon recht anspruchsvoll. Zeitlich war es aber schon ok.
Das mit der Richtlinie sollte eigentlich nicht passieren, zumal sie erst nachgereicht wurde, als die meisten ihr Konzept schon fertig hatten.

Viel erschreckender fand ich aber, dass man wohl durchfällt, wenn man
die Worte " wie es sich auswirkt, dass " oder ähnliches verwendet.
Das geht mal überhaupt nicht.
Ich habe schon versucht an der Uni jemanden zu erreichen, hat aber bislang nicht geklappt.
 
Hallo,
in irgeneinem Videostreaming (ich glaube bei der Besprechung der letzten Klausur) wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Formulierungen nicht zulässig seien und Abzug von 51 Punkten führen würde. Dass die das dann tatsächlich so durchziehen, hat mich dann aber doch sehr überrascht. Ich Frage mich, ob so eine Verfahrensweise zulässig sein kann.
Ich hoffe nur, dass deswegen keiner durchfallen wird.
 
Hallo,

bei mir ist MMZ erst in einem der nächsten Semester dran, aber klärt mich doch mal bitte auf, was der Hintergrund dieser Formulierung bzw. der harten Folge daraus ist. Mir ist das ein Rätsel!

Gruß

Claudia
 
Hallo,
in irgeneinem Videostreaming (ich glaube bei der Besprechung der letzten Klausur) wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Formulierungen nicht zulässig seien und Abzug von 51 Punkten führen würde. Dass die das dann tatsächlich so durchziehen, hat mich dann aber doch sehr überrascht. Ich Frage mich, ob so eine Verfahrensweise zulässig sein kann.
Ich hoffe nur, dass deswegen keiner durchfallen wird.
Sowas ist nicht zulässig. Es mag eventuell als falsche Formulierung bewertet werden und eventuell zum Punktabzug führen, aber per se
51 Punkte abzuerkennen ist extrem bedenklich. Zudem ist es unwissenschaftlich und passt nicht zum Grundgedanken des Studiums
als undividuelles Lernen.
Zudem Frage ich mich, wie jemand gestrickt sein muss, der sowas in einer
Klausur als Bearbeitervermerk aufnimmt. Wenn ich mir die Statistiken der letzten Kurse ansehe, dann liegt die Antwort sehr nah...
Das wirft kein gutes Licht auf den Lehrstuhl und auch nicht auf die Fakultät.
 
Wie bitte? bei Verwendung dieser Formulierung fällt man definitiv durch? was bitte ist das denn? Da würde mich ja mal interessieren womit das gerechtfertigt wird.

Das ein gewisser Stil notwendig ist für eine gute benotung ist verständlich, aber dies allein darauf zu beschränken, ob man das mindestmaß erreicht und der dazugehörige Inhalt außen vorbleibt scheint doch wirklich merkwürdig.

ich hab zwar nicht Zivilrecht geschrieben sondern MMV, aber die Forulierungen hab ich teilweise selbst in meiner Klausur verwendet...
 
Hallo zusammen,

mich würde interessieren, was genau es sich mit dieser Formulierung auf sich hat. Was genau ist denn verboten worden?

Danke und Gruß
 
Hallo zusammen,

mich würde interessieren, was genau es sich mit dieser Formulierung auf sich hat. Was genau ist denn verboten worden?

Danke und Gruß
Formulierungen der Art "Fraglich ist, wie es sich auswirkt, dass..." oder "Fraglich ist, ob es sich auswirkt, dass..." wurden verboten bzw. mit 51 Punkten Abzug bestraft. Zwar deuten solche Formulierungen in der Tat meistens darauf hin, dass man nicht so genau weiß, warum man etwas gerade prüft. Andererseits hat aber Herr Wackerbarth selbst in einer der Videoaufzeichnungen darauf hingewiesen, dass man bei manchen Problemen (z.B. gestörte Gesamtschuld) mit dem reinen Gutachtenstil nicht mehr weiterkommt und dann ausnahmsweise eine Art "Erzählstil" zulässig ist.

Viele Grüße
 
Ich fand die Klausur sehr anspruchsvoll. Habe selbst im Klausurenkurs Klausuren korrigiert und würde sie vom Schwierigkeitsgrad auf "mittelschwer" einstufen. Sie war sehr umfangreich und zeitlich doch wirklich sehr knapp angesetzt - was möglw. auch dem Umstand geschuldet war, dass KaufR zu prüfen war - was bei Studierenden eher beliebt als unbeliebt ist.
Ich schätze, dass sie alleine mit systematischen Kenntnissen lösbar war. Jedoch für den oberen Notenbereich doch erhebliches Detailwissen nötig sein dürfte. Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Thematik nahe lag. Der BGH hat hierzu wie oben schon erwähnt den Dauerbrenner "Ein- und Ausbau" jüngst mit dem Parkettstabfall entschieden. Auch hinsichtlich des SEA wegen unberechtigten Nacherfüllungsverlangen ist aktuell eine Entscheidung ergangen. Beide wurden auch in der Online-Vorlesung besprochen. Ich schätze, dass der Lehrstuhl damit ein Zeichen setzen wollte, dieses Angebot wahrzunehmen. Im Grunde genommen hätte man nur durch die Teilnahme an diesem die Klausur bestehen können!

Das die Richtlinien gefehlt haben ist natürlich ein gravierender Fopas. Aber letzlich war die Klausur auch ohne lösbar. Lediglich 2-3 Argumente weniger einbringbar. Ich hoffe und denke, dass dieser Umstand bei der Korrektur berücksichtigt werden wird. Alles was bzgl. der Richtlinien mit reingebracht wurde, dürfte positiv gewertet werden. Das man um 11:30 schon sein Konzept längst geschrieben und an der Niederschrift sitzt wissen die auch.
Also, man sollte erstmal abwarten was kommt. Ich selbst bin in arge Zeitnot gekommen und gar nicht so sicher, die Klausur über den Strich gesetzt zu haben, geschweige denn ordentlich bestanden - vier Stunden sind nun mal weniger als fünf... ;-)

Was diesen 51-Punktebazug betrifft, bin ich sehr skeptisch. Ob dieses vor dem VG Bestand halten würde halte ich für sehr fragwürdig.
 
Durchfallquote?

Mich würde mal interessieren, wie denn die Durchfallquote bei dem Mastermodul Zivilrecht oder auch bei den anderen Modulen aussieht? Habe auch noch nie hier an der Fernuni studiert, ist es so schlimm wie an einer Präsenz-Uni?
 
Eine ganz blöde Frage am Rande...

Den Fall der Klausur hat ja nun noch niemand geschildert, außer ein paar vagen Andeutungen.

Könnte mal jemand schreiben, was der/die Fälle waren?

Danke.
 
Ich würde meine Anfrage gerne noch einmal starten:

Kann mich jemand über den Sachverhalt der Klausur aufklären?

Vieln Dank im Voraus.
 
Die Hilfsbereitschaft hat in den Master-Modulen erkennbar abgenommen. Kein Vergleich zu den Foren zu den Bachelor-Modulen.
Ob´s an den neu dazugekommenen externen Studis liegt?
 
@ SamandMax

Wenn hier Kommilitonen schreiben, dass "die Richtlinie" bei der Klausur erst nachgeliefert wurde, dann hört sich Deine Aussage wenig stimmig an.
Wikipedia sagt

"Die Ironie (griechisch εἰρωνεία eironeía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) ist eine Äußerung, welche – meist unausgesprochene – Erwartungen aufdeckt, indem zum Schein das Gegenteil behauptet wird."


Take it easy.
 
Hans,

das mag alles sein. Allerdings wurde durch Deinen Beitrag meiner "sozusagen" verdeckt und war daher - ich bleibe dabei - wenig hilfreich, da er leichter übersehen wird.

Für die Ironie kann ich mir nichts kaufen, auch wenn Du es vielleicht anders sehen magst.
 
SamandMax, ich wollte Deinen Beitrag nicht "sozusagen verdecken", sondern bin ebenso wie Du und AlterMann am Sachverhalt der letzten Klausur interessiert.

Daher nochmals die Bitte an die Klausurschreiber uns den Sachverhalt zu schildern.

Einverstanden SamandMax ?
 
Klausur SV

Hallo zusammen,

ich versuchs mal, ihn hinzubekommen:

A ist Hersteller von Tonwaren und kauft dafür bei B, Hersteller von Brennöfen, zwei Öfen (O 1 und O 2).
B hat die Öfen geliefert, ordnungsgemäß angeschlossen wurden sie von einem von A beauftragten Elektriker.

O 1 wollte A immer benutzen, O 2 nur für den Fall, dass O1 gewartet werden muss oder ausfällt.

Bei dem ersten Brennvorgang stellt sich heraus, dass O 1 nicht die lt. Herstellerangaben gewährlleistete Temperatur von 1000 Grad erreicht.

A fordert B daraufhin auf, O 1 und O 2 ( bei dem er aufgrund der Baugleichheit davon ausging, dass er unter dem gleichen Mangel leide), ihm zwei neue Öfen zu liefern.

B holt die Öfen ab und untersucht sie. Dabei stellt sich heraus, dass O 1 tatsächlich einen Mangel hat, der auch schon bei Gefahrenübergang vorlag. Diesbezüglich ist B auch bereit, dem A einen anderen Ofen (O 3) zur Verfügung zu stellen.
A müsse den Ofen aber selbst abholen und auch anschließen lassen (was A beim Anschluss von O 1 200 € gekostet hat).

Bezüglich O 2 stellt sich heraus, dass das Gerät nicht unter dem gleichen Mangel leidet, wie O 1 und auch sonst einwandfrei funktioniert.

Frage 1:
Kann A von B Lieferung des O 3 und Ersatz der Anschlusskosten i.H.v. 200 € verlangen?

Frage 2:
Kann B von A Schadensersatz für die umsonst durchgeführte Untersuchung an O 2 (kosten 1000 €) verlangen?

Frage 3:
Ist der Fall anders zu beurteilen, wenn A kein Unternehmer ist?

Ich denke so in etwa war das die Aufgabestellung. Falls andere Mitstreiter Verbesserungen oder Ergänzungen haben, nur raus damit! Die aktuellen Beleger werdens euch danken!

Grüße
 
Zitat von dherron zur Klausur am 3.3.09
Formulierungen der Art "Fraglich ist, wie es sich auswirkt, dass..." oder "Fraglich ist, ob es sich auswirkt, dass..." wurden verboten bzw. mit 51 Punkten Abzug bestraft.
Der Kurs 55304 MMV Teil 1 Zivilverfahrensrecht enthält auf den Seiten 79-87 eine ausführliche Musterlösung.

Auf Seite 81 dieser Musterlösung wird ausgeführt: "Fraglich ist allerdings, wie es sich auswirkt, dass E dem Gerichtsvollzieher ........"
Autorin des Kurses: Prof.Dr.Völzmann-Stickelbrock.
 
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