Freeware-Programme zur Informationsverwaltung und zum Lernen Teil 1:

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Freeware-Programme zur Informationsverwaltung und zum Lernen Teil 1:

Freeware-Programme zur Informationsverwaltung und zum Lernen Teil 1:

<o =""></o>Im Studium oder auch später im Beruf stößt man immer wieder auf das Problem Informationsfetzen, z. B. Notizen, Artikel, Zitate, Lerninhalte zu verwalten. Deshalb habe ich mich in diesem (fast verflossenen) Jahr auf die Suche nach dem idealen (Freeware-)Informationsmanager gemacht (ich habe ihn eigentlich noch nicht gefunden, aber das Programm Zettelkasten kommt meinen Wünschen am nächsten). Ich hoffe, dass auch andere Studierende von diesem Artikel profitieren können.

Da das Forum nur eine gewisse Anzahl an Zeichen erlaubt, habe ich den Text in drei Teile geteilt. Hier Teil 1:<o =""></o>

<o =""></o>Wo finde ich die Programme?<o =""></o>

Keynote: http://www.tranglos.com/free/index.html<o =""></o>

Scribble Papers: http://www.scribblepapers.de.vu/<o =""></o>

Zettelkasten: http://www.koolpeople.de/ sowie hier http://zettelkasten.danielluedecke.de/

Am Ende des Artikels findet sich noch eine Anzahl weiterer Programme, die ich aber weniger intensiv getestet habe.

Es handelt sich bei fast allen Programmen um reine Windows-Programme, einige unterstützen zumindest den Export auf PocketPC oder Palm.<o ="">:p></o>:p>

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Was können die einzelnen Programme?<o =""></o>

Bei Keynote und Scribble Papers handelt es sich um hierarchische Informationsmanager. D. h. man hat (meist links) einen Baum, unter dem man Ordner und Dateien anlegen kann und rechts dann die jeweiligen Inhalte zu den Ordnern und Dateien (siehe Screenshots im Anhang).<o ="">:p></o>:p>

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Scribble Papers unterscheidet im Gegensatz zu Keynote Ordner und Dateien, während in Keynote Dateien gleichzeitig Ordner und Datei sein können, d. h. man kann eine Beschreibung auch in einem Ordner unterbringen.<o ="">:p></o>:p>

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Keynote bietet zusätzlich die Möglichkeit an, mehrere Bäume anzulegen und unterstützt auch noch einfache unstrukturierte Seiten.<o ="">:p></o>:p>

Durch die hierarchische Struktur lassen sich beide Programme sehr gut organisieren. Außerdem bieten beide Programme Sortierungsmöglichkeiten der Ordner und Dateien an.<o ="">:p></o>:p>

Die beiden Programmen bieten nur zwei Felder an: Titel und Texteintrag zum Titel.<o =""></o>

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Zettelkasten arbeitet völlig anders: Hier werden die Daten (meist) nach und nach eingegeben und anschließend verschlagwortet (Stichwörter). Alle Einträge in einem Zettelkasten stehen völlig gleichberechtigt nebeneinander. Wenn man nicht den exakten Ort kennt an dem ein Eintrag gespeichert ist, so findet man einen Eintrag nur über die Suche wieder (nach Stichworten, Autor oder im Feld Anmerkung / Text). Eine Sortierung im eigentlich Sinne ist zwar möglich, aber sie muss manuell per Hand erfolgen (wobei die Sortierung bei vielen Anwendungen, z. B. Literatursammlungen, unnötig ist).<o =""></o>

Zettelkasten bietet im Gegensatz zu den vorher genannten Programmen mehrere „Felder“, wo man Eingaben tätigen kann. Dazu zählen zum einen der Texteintrag „Anmerkung/Text“, dann „Autor/Quelle“, „Stichworte/Suchbegriffe“, „sonstige Vermerke“ und Verknüpfungen. Das Feld „Verweise auf andere Einträge“ wird automatisch gefüllt.<o =""></o>

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Zum Textformat<o =""></o>

Keynote und Scribble Papers bauen auf der Riched20.dll von Microsoft auf. Beide unterstützen RTF-Text mit Objekten (z. B. lässt sich bei der Installation von Microsoft Excel eine Excel-Tabelle einfügen) und Bildern sowie Hyperlinks innerhalb der Dateien sowie nach außerhalb (file://, http://, outlook://, ftp://, mailto://) (bei Keynote muss man allerdings vorsichtig sein, siehe Dateigröße). <o =""></o>

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Weil Keynote und Scribble Papers beide das RTF-Format nutzen, ist es sinnvoll, eine Riched20.dll in das jeweilige Programmverzeichnis zu kopieren, die möglichst aktuell ist (jeweils Version der Datei beachten), da neuere Versionen mehr Funktionen bieten und stabiler laufen.<o ="">:p></o>:p>

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Zettelkasten unterstützt nativ nur das Textformat, bietet allerdings einige rudimentäre RTF-Funktionen (Fett, Kursiv, Unterstrichen, Durchgestrichen, Schriftfarbe, Liste). Hyperlinks lassen sich innerhalb der Datei im Feld „sonstige Vermerke“ anlegen und nach außerhalb über das Feld „Verknüpfungen“ (file://, http://, outlook://, ftp://, mailto://).<o ="">:p></o>:p>

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Zur Suche<o ="">:</o>

Keynote und Scribble Papers bieten relativ einfache Suchfunktionen. Beide Programme bieten eine normale Suche in einem Texteintrag (ähnlich wie bei Word) sowie eine Suche über die gesamte Datei oder Teile davon (das Ergebnis ist eine Suchliste, aus der man komfortabel zu den einzelnen Einträgen springen kann): Keynote bietet eine Suche nach mehreren Wörtern über die Datei an, die Suche lässt sich aber auch auf einzelne „Nodes“ (Bäume) einschränken.

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Scribble Papers bietet zusätzlich eine Suche nach Status (dieser ist durch ein Icon gekennzeichnet) sowie nach Anlage der Information (Datum) an. <o =""></o>

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[font=&quot]Zettelkasten bietet sehr ausgetüffelte Suchfunktionen: Es lassen sich auch hier Einträge direkt durchsuchen. Außerdem ist es möglich über den gesamten Zettelkasten zu suchen. Dazu kann man verschiedenste Suchbegriffe über Und oder Oder zusammenführen und die Suche auf die einzelnen Felder einschränken. Im Gegensatz zu den anderen Programmen kann das Programm auch in Verknüpfungen (Doc-Dateien (Word), Rtf-Dateien (RichTextFormat), Txt-Dateien (Text) und Html-Dokumente (Htm/Html) sowie Dateien mit den Endungen .ini, .bat, .bas, .dat, .vbs, .csv, .bak, .xml, .inf und .log. und PDF suchen, sofern man PDFtoText (auch ein Freeware-Programm) installiert hat, d. h. wenn man beispielsweise einen Eintrag hat, der mit einem Worddokument verknüpft ist, so findet das Programm auch Suchbegriffe, die nur im Word-Dokument vorhanden sind). Suchergebnisse können außerdem gespeichert / gemerkt werden, so dass man mehrere Suchen hintereinander ausführen kann.

Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

[font=&quot]Maria
 

Anhänge

#2
Freeware-Programme zur Informationsverwaltung und zum Lernen Teil 2:

Freeware-Programme zur Informationsverwaltung und zum Lernen Teil 2:
Da das Forum nur eine gewisse Anzahl an Zeichen erlaubt, habe ich den Text in mehrere Teile geteilt. Hier Teil 2:

<o =""></o>In welche Formate kann importiert / exportiert werden?<o =""></o> Keynote kann HTML, Text- und RTF sowie Treepadfiles (Shareware-Informationsmanager) importieren. Gleiches gilt für den Export (obwohl HTML oft nicht funktioniert). Bei HTML-, Text- und RTF-Dateien beim Export kann zusätzlich ausgewählt werden, ob alle Einträge in einer durchgehenden Datei hintereinander geschrieben werden sollen, oder ob man die Einträge als einzelne Dateien exportieren will. Außerdem lassen sich in Keynote einzelne Bäume im Keynote eigenen Format exportieren und über eine entsprechende Funktion auch in andere Keynote Dateien einfügen.<o =""></o>

Scribble Papers bietet nur den Export der Einträge nur als einzelne Dateien an. Die möglichen Konverter für den Im- und Export hängen auch davon ab, ob und welche Version von Microsoft Office installiert ist.<o =""></o>

Zettelkasten bietet den Export von Einträge (einzelne, alle, ausgewählte, Suchergebnisse, Lesezeichen) in die Formate Text und RTF an. Dabei kann man auch festlegen, ob alle zu exportierenden Einträge als eine Datei oder als mehrere Dateien exportiert werden sollen. Außerdem kann man auswählen, welche Felder exportiert werden sollen.<o =""></o>

<o =""></o>Zur Dateigröße<o ="">: </o>Keynote speichert alle Informationen in einer Datei mit der Endung .knt. Da alle Einträge beim Laden geladen werden, lässt sich nur mit einer bestimmten Dateigröße sinnvoll arbeiten (bis ca. 10 MB, hängt aber stark von jeweiligen Ressourcen des Rechners ab). Problematisch ist die Dateigröße vor allem dann, wenn man viele Dateien oder Objekte in den Einträgen benutzt, da sie das Programm stark aufblähen.<o =""></o>
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Scribble Papers eignet sich hervorragend um große (riesige) Mengen von Informationseinheiten mit oder ohne Bild oder Objekt zu verwalten. Hier werden alle Einträge in einzelnen RTF-Dateien (mit der Endung .scp) gespeichert, die alle innerhalb eines Verzeichnisses liegen, auf das Scribble Papers zugreift. Da immer nur der aktuelle Eintrag geladen wird, gibt es praktisch keine Größenbeschränkung (weder von der Größe der einzelnen Einträge noch von der Eintragsanzahl - geht in mehrere hunderttausend).<o =""></o>

Zettelkasten arbeitet (im Moment) ähnlich wie Keynote - alle Daten werden am Anfang eingeladen (das soll sich aber ändern). Da Zettelkästen aufgrund der fehlenden Formatierung jedoch grundsätzlich kleiner sind, lassen sich entsprechend mehr Einträge unterbringen.<o =""></o>

Informationen zu den jeweiligen Datenformaten findet man auch auf den Homepages der Programme.<o =""></o>

Welche Besonderheiten haben die Programme sonst noch (+ Vorteil, - Nachteil, +/- neutral - aus meiner Sicht)<o =""></o>

Keynote:<o =""></o>

+ Opensource-Programm: Der Programmcode für das gesamte Programm steht zur Verfügung.<o =""></o>

+ Es gibt ein Hilfeforum zum Programm.<o =""></o>

+ Die Icons für die Einträge lassen sich individuell anpassen.<o =""></o>

+ Es gibt eine Reihe von Add-Ons zur Erweiterung des Programms, so auch um einzelne Einträge nach Palm zu übertragen. Außerdem steht eine Kalendervorlage zur Verfügung.<o =""></o>
+ Es lassen sich Vorlagen und Formatvorlagen definieren.<o =""></o>

+ Datenbestände lassen sich, da sich mehrere Bäume anlegen lassen, übersichtlich darstellen.<o =""></o>
- Die Entwicklung der derzeitigen Version ist quasi eingestellt. Es soll zwar mal eine neue Version kommen, wann steht aber in den Sternen.<o =""></o>

+/- Das Programm bietet nur eine englische Oberfläche.<o =""></o>

+/- Das Programm bietet eine ganze Menge zusätzlicher Features. Dadurch werden viele Aufgaben vereinfacht, das Programm aber auch unübersichtlich.<o =""></o>

Scribble Papers:<o =""></o>

+ Hervorragende Vorlagenunterstützung: Durch die Definition von einzelnen Vorlagen lassen sich recht schnell heterogene Datenbestände aufbauen.<o =""></o>

+ Äußerst stabil. Außerdem kann man immer noch auf die Daten zugreifen, wenn irgendwann mal die „Datenbank“ kaputt ist, da alle Einträge einzelnen auf der Festplatte gespeichert werden (das ist gleichzeitig ein Nachteil, denn so kann man Daten im Ursprungsformat nur austauschen, wenn man das ganze Verzeichnis an eine Person versendet)<o =""></o>

+ Es gibt ein Hilfeforum zum Programm.<o =""></o>

+ Das Menü mit den Programmfunktionen ist sehr übersichtlich.<o =""></o>

+ geringe Einarbeitungszeit erforderlich<o =""></o>

- Die Weiterentwicklung läuft recht langsam und man erhält auch keine Informationen darüber, wie das Programm weiterentwickelt werden soll.<o =""></o>

- Die Baumstruktur wird bei vielen Daten leicht unübersichtlich.<o =""></o>

+/- Im Vergleich zu Keynote relativ weniger Funktionen.<o =""></o>

Zettelkasten<o =""></o>

+ hervorragend als „Brainstorming-Maschine“ oder als Sammler für die Informationen für z. B. die Diplomarbeit geeignet.<o =""></o>

+ bietet auch die Erstellung von Literaturverzeichnissen<o =""></o>

+ übersichtlich Programmoberfläche, viele Hilfen um Inhalte aufzufinden<o =""></o>

+ gute Eingabeunterstützung (Stenolisten, AutoKorrektur, Fremdwörterliste mit Übersetzung)<o =""></o>

+ sehr kleines Programm (< 500 KB), das ohne Installation lauffähig ist<o =""></o>

+ Zugriff auf einzelne Einträge ist auch von außerhalb möglich (seit Version 2.56RC3)<o =""></o>

+ Die Weiterentwicklung läuft recht schnell, man muss sich nur mal die Historie anschauen.<o =""></o>

+ Auch guter Support, allerdings kein Hilfeforum.

+ es gibt eine Roadmap mit Funktionen, die irgendwann einmal verwirklicht werden sollen<o =""></o>

- da es keine Titelleiste gibt und alle Einträge nur über Nummern angesprochen werden, ist es manchmal recht schwierig einen Überblick über alle Einträge zu behalten (sollte aber mit der nächsten Version besser werden, da eine Überarbeitung des Layouts geplant ist)

- nicht völlig intuitiv aufgebaut, man sollte sich auf jeden Fall die Hilfe durchlesen und evt. den Workshop auf der Homepage durcharbeiten, damit man alle Funktionen wirklich richtig erfasst
Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.[font=&quot]
Maria
 
#3
Freeware-Programme zur Informationsverwaltung und zum Lernen, Teil 3:

... nun der letzte Teil
Fazit Ich persönlich arbeite mit allen drei Informationsmanagern mehr oder weniger intensiv:
*** Zettelkasten ist mein persönlicher Favorit, da ich dadurch nicht an eine bestimmte Struktur gebunden bin. Bei Keynote und Scribble Papers muss ich mich immer durch einen Strukturbaum durchhangeln, das ist hiermit nicht nötig. Ich habe allerdings auch fast ein Jahr gebraucht, um mich umzugewöhnen, vorher hatte ich immer Keynote benutzt.***


Den Großteil meiner Informationen halte in Zettelkästen, z. B. Informationen aus E-Mails etc. Bilder und ähnliches werden mit den Einträgen verknüpft auf der Festplatte in Verzeichnissen gespeichert.

Wer sich für Soziologie interessiert, der sollte sich das Programm auf jeden Fall mal angucken, es versucht das Prinzip nachzumachen, wie der Soziologie Niklas Luhmann seine Informationen verwaltete => Luhmannscher Zettelkasten).



Keynote benutze ich in erster Linie als Zwischenablage (dafür ist das Programm hervorragend geeignet): Da das Programm über ein Clipboard Capture verfügt, lassen sich schnell viele Informationen aus verschiedensten Programmen in einer oder mehreren Einträgen zusammenfügen und speichern.

Scribble Papers benutze ich für zwei Dinge: 1. als Bookmark-Manager. Meine Lesezeichen etc. speichere ich in Scribble Papers und navigiere damit durch das Internet. 2. für Informationen, die sich im Textformat nur schwer darstellen lassen (so werde ich demnächst wohl meine Lernkarten für Mikro- und Makroökonomik mit diesem Programm verfassen, da hier immer wieder solche Sachen wie Formeleditor gebraucht werden).

Es gibt noch eine ganze Menge weiterer Freeware-Informationsmanager, die ich auch zum Teil ausprobiert habe, die mir aber oft zu unstabil waren oder zu wenig intuitiv in der Bedienung: http://www.mhst.net/downloads/cue212a.exe (Cuecards - ältere Freeware-Version)

http://tombo.sourceforge.jp/En/index.html (Tombo - scheint ein recht viel versprechender Informationsmanager zu werden)
http://web.hku.hk/~kangsg/freeware/ (Electronic Notes) http://www.aadconsulting.com/einstein.html (Vizual Einstein) http://www.angelicsoftware.com/downloads.html (InfoAngel - davon gibt es auch eine eingeschränkte Freeware-Version)

http://www.freewarehits.de/ (QeepIt)

http://www.ideanotes.de/release.htm (soll ähnlich wie der Zettelkasten arbeiten, aber zusätzlich Bilder etc unterstützen, ist mir aber viel zu kompliziert und unübersichtlich in der Bedienung)

http://www.softviewer.com/treedbnotes (davon gibt es auch eine eingeschränkte Freeware-Version)

http://www.sommestad.com/lm.htm (Literary Machine - vor allem wohl für Schriftsteller irgendwie zwischen Zettelkasten und einem hierarchischen Informationsmanager - davon gibt es auch eine eingeschränkte Freeware-Version)

http://www.systemlord.at/mhta.php?open=3 (verwaltet MHT-Archive)

http://www.treepad.com/ (eigentlich ein Shareware-Produkt, es gibt aber auch eine Freeware-Version, die allerdings nur das Textformat unterstützt)

http://www.waseo.de/en/Products/Freeware1/TextSoftware/TextArranger1/textarranger1.html

Weitere Freewareprogramme (vor allem viele englische) findet man auch auf der Seite

http://www.all4you.dk/FreewareWorld/links.php

Dort unter Suche einfach solche Suchbegriffe wie information, manager, PIM, organizer eingeben.

Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen. Maria
 
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