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FU nicht gleichberechtigt

  • Ersteller waschbär
  • Erstellt am
FU nicht gleichberechtigt!

Hallo FU-Studenten!
Ich erlebe grade am eigenen Leibe, dass ein Studium /Abschluss an der FU nicht als gleichberechtigt zu anderen Unis betrachtet wird.
Z.Z. studiere ich soziale Verhaltenswissenschaften / Soziologie mit der FU und habe vor einiger zeit damit begonnen mich um meine akademische Zukunft zu kümmern: ich würde gerne meinen Master in 'klinischer Psychologie' machen.
Zu diesem Zwecke habe ich in der Zulassungsordnung der Uni-bochum recherchiert und mit anderen Präsenz-studenten disskutiert.
Zu meinem Entsetzen wurde mir von den anderen Studenten erklärt, dass die FU überhaupt nicht als gleichberechtigt betrachtet wird, weder der Umfang der Kurse, noch sein Inhalt. Als Folge zählt das erlernte Wissen und somit der Abschluss nicht gleich. Mir wurde gesagt ich solle meine 'Hoffnung aufgeben' oder den BA an einer Präsensuni nachholen. Ausserdem wurde erwähnt, dass die offiziellen Stellen in den Unis die gleiche Meinung vertreten.

Was wißt Ihr darüber?
Hat jemand von euch konkrete Informationen über die Vergleichbarkeit FU / PU (Infos aus der Praxis, nicht von Papier oder offiziellen Statements der FU)?

Gruss, Waschbär
 
K

Knidda123

Das muss ich ehrlich zugeben finde ich ziemlich entsetzlich! Ich habe manchmal das Gefühl, dass viele Studenten, aber auch Professoren die Fernuniversität irgendwo abstempeln und in eine Ecke stellen, ohne sich genauer darüber zu informieren.
Ich habe persönlich ähnliche Erfahrungen mit dem "Ruf" der Fernuniversität gemacht. Da muss man sich anhören:" Was willst du dann damit? Geh doch lieber an eine normale Uni, dann machst du einen richtigen Abschluss..."
Mich würde mal ernsthaft ein Seminar mit verschiedenen Professoren interessieren, die darber diskutieren inwiefern ein Abschluss bei der Fernuniversität sich qualitativ von einem Abschluss an einer "normalen" Universität unterscheidet.
Was würdet ihr von einem solchen Seminar halten?

Gruß Michael
 
W

waschbär

Es muß ja nicht gleich eine ganze Konferenz sein.
Aber mich beunruhigt es schon, dass die einzigen offiziellen Meldungen über die Vergleichbarkeit von FU Abschlüssen von der FU persönlich kommen. Und sie wäre schließlich doff, wenn sie zugeben würde, dass mit Schwierigkeiten zu rechnen ist.
 
Nicht nett, was man hier liest. Finde es skandalös - entweder es ist eine staatliche Universität mit gleichen Abschlüssen, oder nicht. Das die Privaten Unis und Fernunis einen zweifelhaften Ruf haben, kann ich ja noch verstehen - nur weiß da ja jeder, dass man dort kein "echtes" Staatsdiplom bekommt. An der FU Hagen denkt man sowas nicht.
Und ich habe hier auch oft gelesen, dass Firmen bei Einstellungen auch keinen großen Unterschied machen zwischen Präsenzunis und der FU (vielleicht können dazu Absolventen der FU mal genaueres über Ihre Erfahrungen berichten). Warum also ausgerechnet andere staatliche Unis? Habe selber einige Dialoge mit anderen Präsenzunis geführt, und diese sahen die FU gleichwertig zu ihrer Stellung an, daher wundert es mich. Spielt vielleicht hierbei der Fachbereich ein Unterschied?
Klar, ein Fernstudium hat in der großen Masse der Bevölkerung einen zweifelhaften Ruf, aber dort liegt es meist an Uninformiertheit. Viele wissen gar nicht, dass es eine staatliche Fernuni gibt, und dass der Stoff, der dort gelehrt wird, dem Stoff einer Präsenzuni in vollem Umfang entspricht - aber dass Stellen, die dies eigentlich wissen sollten, das ähnlich sehen, ist mir wirklich unerklärlich!
 
J

JuttaB

Also ich kann anderes berichten. Wer neben seinem Beruf sich in der FU durchbeißt hat bei Arbeitgebern echt mehr Chancen. Wir hatten auch jemanden zur Auswahl neulich kurz vor dem Vordiplom, die hätte den Job gehabt, wenn ihre Kündigungsfrist nicht 9 Monate !!! betragen hätte. So lange kann nun in heutiger Zeit wirklich kein Arbeitgeber warten.
Aber die Tatsache, FH-Diplom, Berufserfahrung und Hagen hatte sie sofort in die Kategorie "wird zum Gespräch eingeladen" gebracht.
 
Probleme mit der Leistungsanerkennung kommen leider bei jeder Uni vor. Es spielt dabei gar keine Rolle, ob man nun eine Fern- oder Präsenzuni, privat oder staatlich, besucht hat.
Schuld sind die Lehrpläne. Leider gibt es keinen Standardlehrplan, jede Uni hat einen eigenen. Der Lernstoff an sich ist zwar überall derselbe, nur die Schwerpunkte sind je nach Prof anders ausgerichtet. Und genau das macht es auch so schwierig, Leistungsscheine und Abschlüsse anerkannt zu bekommen. :rolleyes:

Mein Tipp: lasst euch nicht durch sowas verunsichern. Kein Prüfungsamt wird null komma nichts anerkennen, etwas geht da immer.
 
K

Knidda123

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Abschlüsse gleichwertig sind. Ich meine gerade jetzt mit dem Bachelor und Master System. Wenn ich einen Bachelor habe, dann ist das ein Abschluss der überall den gleichen Wert hat.
Ich mache mir diesbezüglich keine großen Sorgen, allerdings muss ich sagen ich bin etwas enttäuscht von Professoren, die die Fernuniversität so lapidar als "minderwertig" bezeichnen...
Gerade von Professoren sollte man doch mehr Professionalität erwarten können...
 
Klar sind die Abschlüsse gleichwertig (theoretisch). Ich glaube, es ging ja dabei auch mehr um den "Ruf" der FU, und dem Ruf von Fernstudiengängen generell. Ich gebe auch für mich zu, dass ich früher als "normaler" Studi auch etwas Zweifel hatte an Fernstudiengängen. Man fühlt sich eben auch nicht so richtig als Student, weil einem die Vorlesungsräume und die Professoren ja schon fehlen. Aber ich hatte persönlich nie Zweifel an der Professionalität der FU, eben weil sie eine staatliche Hochschule ist.
Man sollte eben vielen Leuten (darunter wohl auch einigen Professoren an Präsenzunis) mal klar machen, dass die FU-Studenten vom Stoff her das selbe drauf haben müssen, um durch das Studium zu kommen. Der Lohn, das FU-Diplom, hat sich jeder FUler hart erkämpft, meist mit Doppelbelastung. Daher möchte man auch die selben akademischen Ehren auch schon während des Studiums mit sich tragen - ich denke, es sollte von der FU passieren, dass in der Aussenwirkung noch mehr Professionalität entsteht, und eine klare Abgrenzung zu "Berufsfortbildungs"-Unis wie die meisten Privaten herausgearbeitet wird. Dort verstehe ich die generelle Abneigung der Bevölkerung schon etwas - dort wird einem zumeist mit Kuschelnoten und Stoffoberflächlichkeit der Abschluss mitgegeben, solange das Konto der Träger stimmt.
 
Passt nicht unbedingt zum Thema; aber trotzdem:

ein Kumpel von mir hat das Grundstudium an der FU gemacht und möchte jetzt gerne an eine Präsenzuni. Er hat an der Uni in Augsburg mal mit nem Dozenten telefoniert und sich nach möglichen Schwerpunktfächern im Hauptstudium erkundigt(derjenige hatte sogar nen Doktortitel). Daraufhin konnte ihm der Herr Dr. leider KEINE Auskunft geben.......! Seeeehr kompetent wie ich finde. Es kommt aber noch schlimmer. Mein Freund hat ihm erzählt dass er bislang an der FU studiert hat. Da war der Mann gleich Feuer und Flamme und hat ihm tausend Fragen gestellt - und dass sein Sohn da vielleicht auch anfangen will etc etc..!
Find ich schon lustig. Rufst an der Uni mit ein paar Fragen an und musst dann noch selbst Auskunft geben.

An der Fernuni ist MIR sowas bislang noch nie passiert.
 
Waschbär!

Ausserdem wurde erwähnt, dass die offiziellen Stellen in den Unis die gleiche Meinung vertreten.
Wenn du die Uni Bochum ins Auge gefasst hast, dann informiere dich doch dort telefonisch oder besser noch per E-Mail - dann hast du´s schriftlich - wie es dort konkret aussieht. Könnte mir vorstellen, dass entweder die allgemeine Studienberatung oder das Prüfungsamt da detaillierte Infos geben kann.
Was andere so denken oder "wissen" ist manchmal leider von niederen Motiven durchwachsen...

Gruß, Steffi
 
waschbär schrieb:
Hallo FU-Studenten!
Zu meinem Entsetzen wurde mir von den anderen Studenten erklärt, dass die FU überhaupt nicht als gleichberechtigt betrachtet wird, weder der Umfang der Kurse, noch sein Inhalt. Als Folge zählt das erlernte Wissen und somit der Abschluss nicht gleich.
Was wißt Ihr darüber?
Hat jemand von euch konkrete Informationen über die Vergleichbarkeit FU / PU (Infos aus der Praxis, nicht von Papier oder offiziellen Statements der FU)?

Gruss, Waschbär
Hi Waschbär,
die FernUni Hagen ist eine Universität. Universitäre Leistungsscheine werden von anderen Unis anerkannt, wenn sie inhaltlich im wesentlichen übereinstimmen. Entscheiden darüber tun die jeweiligen Prüfungsämter. Die Kriterien sind festgelegt und nachlesbar.
Ich hab' auch schon von der Uni Bremen gehört, dass im Fachbereich Psychologie derartige Informationen gegeben werden. Der ASTA hat sich jedoch dahintergeklemmt, weil es rechtlich nicht i.O. ist. Im Streitfäll gäbe es da gute Chancen für die Studies.
 
JuttaB schrieb:
Also ich kann anderes berichten. Wer neben seinem Beruf sich in der FU durchbeißt hat bei Arbeitgebern echt mehr Chancen. Wir hatten auch jemanden zur Auswahl neulich kurz vor dem Vordiplom, die hätte den Job gehabt, wenn ihre Kündigungsfrist nicht 9 Monate !!! betragen hätte. So lange kann nun in heutiger Zeit wirklich kein Arbeitgeber warten.
Aber die Tatsache, FH-Diplom, Berufserfahrung und Hagen hatte sie sofort in die Kategorie "wird zum Gespräch eingeladen" gebracht.

Ähnliche Erfahrungen kann ich nur bestätigen. Ich bin des öfteren in Einstellungs-Auswahlkommissionen. Die Bewerbungen von FernUni-Absolventen werden immer als "hochinteressant" besonders betrachtet und - wenn möglich - in die engere Wahl genommen.
 
Ich denke, nur weil das ein paar popelige studenten in ein forum schreiben, ist das doch nicht die meinung der freien wirtschaft.

wer einen überzeugenden lebenslauf hat und sein fernstudium neben dem beruf gut verkauft (eben als bereitschaft zur hochleistung), wird mit sicherheit nicht schlechter dastehen als jemand anders.

ich studiere bwl an der Fernuni und ein kumpel von mir an der uni bochum. wir lernen manchmal zusammen (mathe, mikro usw) und bisher hab ich nicht den eindruck gewinnen können, das bei uns irgendwas weniger anspruchsvoll wäre.
 
Picahulu schrieb:
wer einen überzeugenden lebenslauf hat und sein fernstudium neben dem beruf gut verkauft (eben als bereitschaft zur hochleistung), wird mit sicherheit nicht schlechter dastehen als jemand anders.

Ich denke sogar, dass jemand, der "so ganz nebenbei" nebenberuflich, evtl. sogar mit Familie dazu ein Studium an der FU schafft, hat allen Grund auf sich stolz zu sein. Ich habe mit Studienabbrechern gesprochen, denen die Doppel- bis Dreifachbelastung zu viel wurde.
Und allein deswegen werden einige Chefs diese Leistung zu würdigen wissen.
 
S

spezialleuchte

mathemuffel schrieb:
Ich denke sogar, dass jemand, der "so ganz nebenbei" nebenberuflich, evtl. sogar mit Familie dazu ein Studium an der FU schafft, hat allen Grund auf sich stolz zu sein. Ich habe mit Studienabbrechern gesprochen, denen die Doppel- bis Dreifachbelastung zu viel wurde.
Und allein deswegen werden einige Chefs diese Leistung zu würdigen wissen.

Dem kann ich nur zustimmen. Bisher habe ich nur positive Reaktionen am Arbeitsplatz erhalten.
 
Mich würde da halt viel eher interessieren, wie der Abschluss an der FeU mal ganz ohne die Sicht der Doppelbelastung und soweiter angesehen ist. Man studiert ja eigentlich auch nicht, um danach im gleichen Berufsumfeld einen neuen Job zu bekommen, sondern sich mit dem Diplom völlig neu zu orientieren. Natürlich kann man die persönliche Vita bei einer Bewerbung nie ausklinken, aber zunächst sollte ja das Hauptaugenmerk auf die erworbene Qualifikation gerichtet sein. Es soll ja auch welche geben, die das Studium an der FeU ohne Vollzeitjob in einem straffen Zeitplan abschließen wollen. Also sollte hier mal das Wichtigste diskutiert werden - nämlich nach dem Qualifizierungsniveau der FeU, den Inhalten, also dem, weswegen man nachher auch eingestellt wird. Finde es zwar absolut toll, wieviele hier die Doppelbelastung meistern, und dies ist natürlich ein persönlicher Vorteil in der Vita. Aber diese Art der Diskussion lenkt, wie ich finde, zu sehr vom eigentlichen Thema ab - das generelle Ansehen des FeU-Diploms gegenüber einer Präsenzuni oder FH.
Es gibt ja eh immer Dinge, die man sich zurecht legen kann. Ich denke, es ist eben auch eine Form von Zielstrebigkeit, wenn man nachweisen kann, dass man sich in einer recht flotten Zeit, unter Einschränkungen in der persönlichen Lebensweise, durch ein angesehenes Studium durchgeboxt hat. Und dann stellt sich die Frage nach dem Qualifizierungslevels der FeU zu anderen Hochschulen, mit dessen Abgängern man sich dann messen muß. Und dann sollte eben nur zählen, was man weiß, was man kann, was man gelernt hat und was nicht. Also, meint ihr das FeU-Diplom ist auch als Qualifizierung als volles Diplom angesehen? Natürlich ist das so, aber man weiß ja nie was so manche Personalchefs denken...
 
K

Knidda123

Hey vielen Dank für den Link, war sehr aufschlussreich...

Gruß Michael
 
Eins ist in diesem Thread auch noch lustig: Dort wird der exzellente Ruf der Privatuni Witten/Herdecke gepriesen. Ist das nicht jene Hochschule, welche Gefahr läuft, ihren Studiengang Humanmedizin schließen zu müssen? Laut einem Spiegelbericht findet dort überhaupt keine Forschung statt, und die Lehre ist unterdurchschnittlich, was für eine Privatuni mit hohen Studiengebühren doch sicher peinlich ist.
In diesem Spiegelbericht wird auch geschrieben, dass es zumindest im Fach Medizin dort alles andere als eine Kuschelpraxis gibt - und dass die Durchfallquote extrem hoch ist, was ja auch mit dem Inhalt des Threads nicht konvergent wäre.
Ich halte diesen Zwang hin zu Privatunis absolut schädlich, um dass mal hier zu sagen. Die Qualität ist meist schlechter, und nur weil dort irgendwelche Unternehmersnobs tätig sind, und man so wohl leichter eine "Fahrkarte" direkt in den Beruf bekommt, rechtfertigt das noch lange nicht die sehr hohen Gebühren. Wir sollten aufhören, ständig nur in die USA zu schauen. Dort funktioniert es wohl oder minder mit solchen Privatunis, aber wir in Deutschland haben eine andere Tradition, und sollten bemüht sein, unsere immer noch recht ordentlichen Staatsunis wieder auf Vordermann zu bringen.
 
K

Knidda123

Da kann ich dir nur zustimmen. Man könnte jetzt wieder das universal Argument von wegen "jede Tradition muss irgendwann etwas neuem weichen..." aber wozu teure Unis einführen wenn die Universitäten an sich doch alle gute Studenten mit guten Abschlüssen haben. Das die Benotung nicht überall in den Bundesländern nach dem gleichen Schema oder Niveau verläuft ist nur menschlich, was aber bei genauer Bearbeitung durch Personalleiter in Firmen kein Problem darstellen sollte. Ich finde es wird leider in unserem Land etwas zu viel genörgelt. Der ständige Vergleich mit den USA nervt mich persönlich auf Dauer auch ziemlich. Ich finde z.B. die Studiengebühren die an Universitäten erhoben werden noch relativ human. Ein Freund von mir studiert an einer Präsenzuni in Lüneburg und er zahlt 230,- pro Semester. Das ist meines Erachtens kein großer finanzieller Schaden, wenn man noch einen Nebenjob hat, sollte das absolut machbar sein!

Gruß Michael
 
D

Dezisionismus

Uni in Deutschland?

Hallo,

Medizin stellt einen Sonderfall dar, da dort eine bundesweit einheitliche Abschlussprüfung geschrieben wird, was deutlich den Schluss zulässt, dass in Witten/Herdecke wohl einiges im Argen ist.
Die hier oft vertretene Ansicht von "Kuschelpraxis" an amerikanischen Universitäten wie Yale, Princeton, Berkeley oder Harvard wegen "Kuschelnoten" ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Diese Universitäten treffen eine Vorauswahl ihrer Studenten durch die wahrscheinlich ein Großteil der Einserabsolventen aus Deutschland fallen würde.
Die negative Meinung zu den meisten deutschen Privatunis teile ich auch, doch kann man die nicht im entferntesten mit den amerikanischen Gleichsetzen. Mit ordentlich Stiftungskapital, einer harten Auswahl an fähigen Studenten (Fähigen nicht Reichen um dieser Kritik schon im vorraus zu begegnen) und der konsequenten Förderung von Forschung wäre meines Erachtens nach auch bei uns viel mehr möglich. Doch die sicher berechtigte Kritik an den Privatunis in Deutschland sollte nicht den Blick auf die eklatanten Schwächen unserer staatlichen Unis verdecken. Ich studiere noch parallel an einer Präsenzuni und kann, obwohl in unserem Fachbereich im bundesweiten Vergleich recht gut Mittel verfügbar sind, nur feststellen: Massenuni, von Qualität keine Spur, von intensiver persönlicher Betreuung noch weniger (wie auch bei unüberschaubar vielen Studenten) und von Forschung hat man mal entfernt was gehört. Eine Besinnung auf Humboldtsche Bildungsideale wäre meiner Ansicht nach der richtige Weg. (im übrigen sind die amerikanischen Universitäten in der Lehre nach diesem Vorbild ausgerichtet wurden)

Btw.: Noch eine Anmerkung zu einem in diesen Tagen gern bemühten Zusammenhang. Es ist richtig, dass soziale Herkunft und Bildungschancen in Deutschland sehr stark korrelieren, doch wie man am Anfang jeder Einführung in wissenschaftliche Methoden lernt gilt auch hier: Interpretiere nie die Korrelation kausal. --> Ist auch in genug sozialwissenschaftlichen Arbeiten dargestellt wurden, dass eine finanzielle Verbesserung ärmerer sozialer Schichten keinerlei Auswirkung auf die Bildungschancen hat (außer man zieht sich methodisch sehr fragwürdige Studien einiger Häkelpullover tragenden Professoren rein, die aber zumeist auf ihre Ergebnisse eher mit Heilsteinen, Kaffeesatz und Wünschelruten kommen). Die Gründe der Unterschiede liegen tendenziell eher in schichtspezifischen Sozialisationsfaktoren. (natürlich nicht ausschließlich)

PS: Übertreibungen dienen der Verdeutlichung der Stoßrichtung der Argumentation :D

Mit freundlichen Grüßen

Michael
 
Dezisionismus schrieb:
Btw.: Noch eine Anmerkung zu einem in diesen Tagen gern bemühten Zusammenhang. Es ist richtig, dass soziale Herkunft und Bildungschancen in Deutschland sehr stark korrelieren, doch wie man am Anfang jeder Einführung in wissenschaftliche Methoden lernt gilt auch hier: Interpretiere nie die Korrelation kausal. --> Ist auch in genug sozialwissenschaftlichen Arbeiten dargestellt wurden, dass eine finanzielle Verbesserung ärmerer sozialer Schichten keinerlei Auswirkung auf die Bildungschancen hat (außer man zieht sich methodisch sehr fragwürdige Studien einiger Häkelpullover tragenden Professoren rein, die aber zumeist auf ihre Ergebnisse eher mit Heilsteinen, Kaffeesatz und Wünschelruten kommen). Die Gründe der Unterschiede liegen tendenziell eher in schichtspezifischen Sozialisationsfaktoren. (natürlich nicht ausschließlich)
Da stimme ich zu 100 % zu und freue mich, daß jemand endlich die Realität zur Kenntnis nimmt!!!
Das zeigt exemplarisch , wie Statistiken von bestimmten (hier meist weltanschaulich-politischen) Gruppierungen mißbraucht werden, um Propaganda zu betreiben, ihre eigentümlich-moralisch angehauchten Weltverbesserer-ewig-unterprivilegiert-und-unterdrückt-qua-Geburtsstand-Phantasien durchzusetzen......solche Menschen finden sich auch noch toll, wenn sie aus der willkürlichen Korrelation aus Verbreitung von Kontaktlinsen und dem Aussterben von Elefanten ein Verbot von Sehhilfen aller Art fordern.....
 
Ähm, alles schön und gut und wegen mir auch teilweise richtig - aber was hat das mit diesem Thread zu tun? Die Spannweite von der Einstufung der FeU im universitären Kosmos zur Diskussion über Privatunis bis nun hin zur Diskussion über die kausalen Zusammenhänge der sozialen Herkunft und deren Bildungschancen bedarfen nun echt einem neuen Thread.
Ach, und noch einen kleinen Tipp an Dich, lieber Gerry: Aus vielen Beiträgen von Dir habe ich bisher viel Kompetenz und ein echtes Stehvermögen deiner Diskussionslinie erkannt, und das ist löblich. Allerdings solltest auch Du mal begreifen, dass Du EINE nämlich DEINE Meinung hast, aber dass andere auch differenzierende Meinungen haben dürfen, und die sind nicht umgehend obsolet oder gar von Idiotie getränkt. Nicht alle, die das Wort Sozial führen, sind umgehend weltfremd oder unterprivilegiert, sondern die meisten haben eben nur eine persönliche Vita, die wahrscheinlich anders als Deine aussah, und können meist eben so viel besser über soziale Härtefälle reden als solche, die im goldenen Glashaus sitzen.
 
D

Dezisionismus

Ok, hast ja Recht, der letzte Abschnitt passt nicht mehr 100% ;) zum Ausgangsthema. Ich wollte eigentlich bloß anmerken, dass in Medizin ein Quervergleich der Universitäten in gewissem Umfang möglich ist (wegen der bundesweit einheitlichen Prüfung), in anderen Fächern jedoch Noten keinerlei Aufschluss über die Qualität einer Uni geben und deswegen auch hohe Durchfallquoten nichts über das Leistungsniveau aussagen (da dieser Zusammenhang weiter vorn konstruiert wurde).
Noch mal direkt zum Thema. Ich denke, dass einem bei einem Fernstudium von Arbeitgeberseite auf jeden Fall der persönliche Einsatz sehr positiv angerechnet wird. Negativ fallen sicher die fehlenden Praktika (zumindest soweit ich weiß in den Wirtschaftswissenschaften, die anderen kenne ich nicht) und die größtenteils fehlenden Aufenthalte an ausländischen Universitäten ins Gewicht.

Gruß

Michael
 
winnie1178 schrieb:
Ähm, alles schön und gut und wegen mir auch teilweise richtig - aber was hat das mit diesem Thread zu tun? Die Spannweite von der Einstufung der FeU im universitären Kosmos zur Diskussion über Privatunis bis nun hin zur Diskussion über die kausalen Zusammenhänge der sozialen Herkunft und deren Bildungschancen bedarfen nun echt einem neuen Thread.
Ach, und noch einen kleinen Tipp an Dich, lieber Gerry: Aus vielen Beiträgen von Dir habe ich bisher viel Kompetenz und ein echtes Stehvermögen deiner Diskussionslinie erkannt, und das ist löblich. Allerdings solltest auch Du mal begreifen, dass Du EINE nämlich DEINE Meinung hast, aber dass andere auch differenzierende Meinungen haben dürfen, und die sind nicht umgehend obsolet oder gar von Idiotie getränkt. Nicht alle, die das Wort Sozial führen, sind umgehend weltfremd oder unterprivilegiert, sondern die meisten haben eben nur eine persönliche Vita, die wahrscheinlich anders als Deine aussah, und können meist eben so viel besser über soziale Härtefälle reden als solche, die im goldenen Glashaus sitzen.
Mein lieber Winnie!!!

Sicherlich gehöre ich zu den Menschen, die ihre Ansichten mitunter recht robust vertreten, nicht ohne ihnen auch immer eine Begründung beizufügen oder es zumindest begründen zu können. Das heißt aber nicht, daß ich andere Meinungen per se nicht respektiere, ganz im Gegenteil, Menschen ohne Meinung und Rückgrat sind mir zuwider, wobei ich an eine Meinung allerdings auch gewisse Ansprüche stelle, sie mehr sein muß, als eine in den Verkehr entäußerte Sprechblase. Deswegen akzeptiere ich auch deine Ansichten, obwohl ich sie nicht unbedingt teile. Und deswegen setze ich mich überhaupt damit auseinander. Allerdings, wie gesagt, ich vertrete meine Anschauungen doch vehement, weil ich eben auch dahinter stehe, was nicht heißen soll, daß ich sie wenn nötig nicht revidieren könnte. Darin sehe ich keine Makel, man kann irren, man kann die Perspektive ändern......

Was dein Wort "sozial" anbetrifft bin ich allerdings sehr sensibilisiert, denn in der Regel wird dieses nämlich nur mißbraucht, um die Verantwortung für sein Leben abzuschieben oder seinen Minderwertigkeitskomplexen Luft zu verschaffen. Und wenn ich in meinem "goldenen Glashaus des Lebens" an deine sozialen Härtefälle denke, fällt mir nur eines ein: Durch bloßes lamentieren über die ungerechte Verteilung von Wohlstand und Glück hat sich noch niemand aus dem Dreck gezogen, die Verantwortung für sein Leben liegt, welche Startbedingungen auch immer vorliegen, in der eigenen Hand!
Übrigens: Wäre mal wirklich interessant, ob du mir mein "goldenes Glashaus" weiterhin neiden würdest, wenn wir tauschen könnten.....:rolleyes
 
Gerry, keine Angst, ich wollte Dich nicht persönlich angreifen! Ich wollte Dir damit nur sagen, dass ich durch einige Kommentare von Dir den Eindruck gewonnen habe, dass Du zumeist eine sehr einseitige Meinung hast, und Du scheinst absolut beratungsresisdent zu sein. Natürlich ist das auch gut, wenn man klare Standpunkte vertritt, aber es wirkt natürlich auch immer etwas dickköpfig, wenn man sich andere nicht ohne Vorbehalt anhört.
Aber wie gesagt, es wirkt nur so, ich denke nicht, dass Du auch im richtigen Leben so bist. Ja, und ich weiß nicht, wie weit wir zwei in unseren grundsätzlichen Meinungen entfernt sind - denke nicht, ich sei einer derer, die Du für Lamentierer oder Weltverbesserer hältst ;). Aber ich möchte eben gerne auch Menschen ernst nehmen, die es einfach auch durch Schicksal nicht so gut erwischt haben. Natürlich sind da viele dabei, die selbst verschuldet in die Lage gekommen sind, und denen kann man nur Mut machen, aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Aber zum Teil klingen für mich solche Empfehlungen auch zynisch, wenn man sich Fälle ansieht, die belegen, dass eben nicht alle gerne in dieser Situation sind.
Ich mache als Kommunalpolitiker eben immer wieder solche Erfahrungen, und denke mir, wow, diese Person hat eine solche Ausstrahlung und ein tolles Engagement, und dennoch klappt es nicht. Und was soll man der dann sagen? Streng dich mehr an? Sitz nicht so faul auf deinem Hintern?
Die Wahrheit liegt eben meist in der Mitte zwischen zwei extremen Positionen, aber das hat nun echt nichts mehr mit dem Ursprungsthema zu tun ;).
 
M

Merlin

winnie1178 schrieb:
Gerry, keine Angst, ich wollte Dich nicht persönlich angreifen! Ich wollte Dir damit nur sagen, dass ich durch einige Kommentare von Dir den Eindruck gewonnen habe, dass Du zumeist eine sehr einseitige Meinung hast, und Du scheinst absolut beratungsresisdent zu sein. Natürlich ist das auch gut, wenn man klare Standpunkte vertritt, aber es wirkt natürlich auch immer etwas dickköpfig, wenn man sich andere nicht ohne Vorbehalt anhört.
;).

Hey winnie, nichts für ungut, aber gib mir doch mal eine zweiseitige oder mehrseitige Meinung von dir (als Beispiel ) zu einem Thema. Mir geht es wie gerry, ich kann Opportunisten die ihr Fähnchen nach dem Wind drehen nicht ausstehen. Lieber einer der nicht meiner Meinung ist und sie auch mit guten Argumenten vertritt, als einer der mir in Arsch kriecht. Das als beratungsresistent zu bezeichnen, finde ich maßlos arrogant.
 
Ist es denn nicht so, daß es -wie schon bereits angeklungen- DIE Präsenzuni nicht existiert ? Jede Uni hat doch Ihren speziellen Ruf, weil sie durch den lehrenden Professor eine bestimmte (Forschungs-)Ausrichtung und Qualität hat. Unterscheidet ein Personalchef nicht auch schon die Bewerber durch die Auswahl der Uni ? Es wäre interessant, wenn jemand aus der Personalrekrutierung von seinen Erfahrungen berichten könnte.
Ich habe persönlich schon Uni-Absolventen (BWL) erlebt, die sich in der Praxis nur schwer zurechtgefunden haben. Insofern haben die Bewerber mit Berufserfahrung doch wirklich eindeutig die besseren Karten ;) .

Gruß Kerstin.

PS: ich finde dieses Forum nicht geeignet zur Diskussion über persönliche Differenzen
 
Zu PS von Kerstin: Ja, finde ich auch nicht, habe ja schon angeregt, dass das hier off-topic ist. Nur noch ein Wort zu Merlin: Keine Sorge, ich habe sehr wohl meine eigene Meinungen, und auch schon sehr oft und in aller Ausführlichkeit zu diesen Stellung genommen, so dass ich nicht glaube, es nötig ist, hier diesen Kindergarten weiterzuspielen. Aber vielleicht hast Du uns ja eine mehrseitige Ausarbeitung zu bieten? Nun, wie auch immer.

So, nun aber wieder zurück zum eigentlichen Thema. Ich weiß nicht, ob wir das nicht nur unter dem Aspekt der Berufsrekrutierung diskutieren sollten, mich interessiert einfach zunächst einmal, welchen Ruf die FeU im Bildungs- und Forschungsbereich einnimmt. An den Präsenzunis kann man das ja doch leichter aus den Rankings ableiten, auch wenn diese zum Teil wenig aussagekräftig sind. Ich glaube, die FeU lebt ganz gerne ohne solche Rankings, und verweist gerne auf ihre Eigenartigkeit. Ich Frage mich dabei aber nur, warum es nicht möglich ist, die Lehrinhalte und -ziele mit anderen Unis zu vergleichen. Kenne das von meiner Präsenzhochschule zuvor, die haben an solchen Rankings auch nie teilgenommen, und das hatte wohl auch einen Grund.
 
winnie1178 schrieb:
Gerry, keine Angst, ich wollte Dich nicht persönlich angreifen! Ich wollte Dir damit nur sagen, dass ich durch einige Kommentare von Dir den Eindruck gewonnen habe, dass Du zumeist eine sehr einseitige Meinung hast, und Du scheinst absolut beratungsresisdent zu sein. Natürlich ist das auch gut, wenn man klare Standpunkte vertritt, aber es wirkt natürlich auch immer etwas dickköpfig, wenn man sich andere nicht ohne Vorbehalt anhört.
Die Wahrheit liegt eben meist in der Mitte zwischen zwei extremen Positionen, aber das hat nun echt nichts mehr mit dem Ursprungsthema zu tun ;).

Winnie, was ist denn wohl dagegen zu sagen, dass jemand standhaft seine Meinung mit guten Argumenten vertritt, über das jeweilige Thema Bescheid weiß, und nicht irgendwelche nachgeplapperten, auswendig-gelernten politisch korrekten Weisheiten kund tut? Was hat das mit beratungsresistent zu tun, wenn man einfach bei seiner Meinung bleibt, weil die anderen Argumente nicht überzeugen? Diesen Vorwurf, zumal er auf Gerry nun sowas von überhaupt nicht zutrifft, finde ich auch an Arroganz und Ignoranz kaum zu überbieten. Diskussionen sind doch per se schon viel lebhafter, wenn man unterschiedlicher Meinung ist, und mir persönlich ist es auch lieber, da schließe ich mich voll und ganz Merlin an, wenn jemand geradlinig, wenn vielleicht auch unbequem, seine Meinung, die sich nicht mit meiner deckt, vertritt, als rumzuschleimen, um angesagt zu sein.
Auch wenn das Ursprungsthema hier ein ganz anderes war, Diskussionen können sich in der Tat weiter entwickeln, andere Bereiche berühren, Bezug nehmen, und den Bogen zurück finden, oder in wieder eine andere Richtung gehen, das macht doch Leben und Lebendigkeit aus? Da muß doch keiner zwanghaft Grenzen setzen?
Aber wie du auch richtig schreibst, Winnie, du hast nur einen Eindruck gewonnen, der sich nicht zwangsläufig auf das richtige Leben beziehen läßt. Das ist auch wirklich schwierig in dieser zweidimensionalen Welt, aber genau deswegen finde ich, sollte man mit persönlichen Einschätzungen sehr sehr vorsichtig sein.
 
Bevor ich mit meinem fernuni-studium begann, habe ich auch zweifel aus allen ecken gehört, von freunden bzw. bekannten, die selber studieren an einer "RICHTIGEN" uni. Vor zwei jahren war ich mal auf einer bildungsmesse, dort wurde ein vortrag über hochschulkompass und studium allgemein gehalten und ich fand das alles sehr interessant und wurde dort auch in meinen überlegungen nur gestärkt. auch in einem persönlichem gespräch mit dieser dozentin erfuhr ich nichts anderes, sie ermunterte mich voller elan, dass ich bloß nicht meinen job aufgeben solle. ich solle ein fernstudium machen und mich da durchbeißen und wenn ich es dann geschafft habe, dann würde man mich mit kusshand nehmen - so ihre äußerung. Inzwischen studiere ich hier und bekomme von arbeitskollegen und bekannten älteren semesters;) nur positives über hagen zu hören. und ... ich habe auch schon einige bewerbungsunterlagen vorliegen gehabt, in denen ich die Fernuni hagen gesehen habe ... ich bin auch der meinung, war ich schon immer... die, die abi machen und direkt studieren, haben so gut wie keine erfahrung nach dem studium und denken sowie sie mit dem studium abgeschlossen haben, müssten sie direkt nen job bekommen ... hab ich alles schon mitbekommen in den letzten monaten (z.b. im eigenem freundeskreis) - bin auch an einer uni angestellt und bekomme schon deswegen seeehr viel mit von dem teilweisen naiven gerede *nerv* was ich allerdings noch nicht weiß, ob ich nach dem grundstudium hier in hagen, mein hauptstudium an einer präsenzuni bzw. fh machen kann. eine kollegin aus dem studierendensekretariat hier (an der uni, an der ich arbeite) meinte, das es wohl damit eher schlecht aussehen würde, weil der prof da nicht mit macht. bleibt abzuwarten ob der knacker dann noch da ist! Ups, war das jetzt böse?:p
 
Rebekka P. schrieb:
bevor ich mit meinem fernuni-studium begann, habe ich auch zweifel aus allen ecken gehört, von freunden bzw. bekannten, die selber studieren an einer "RICHTIGEN" uni.?:p

Das ist immer wieder lustig, gefragt zu werden, ob die Fernuni Hagen denn auch eine "richtige Uni" sei...und man denn da auch einen "richtigen" Abschluss bekäme....Ich arbeite auch an einer Uni, aber im medizinischen Bereich, da glaubt sowieso jeder er sei der Nabel der Welt...und studieren ohne zu Vorlesungen zu gehen, kann ja gar nicht "richtig" sein. Ich denke-hoffe-dass das im wirtschaftlichen Bereich anders ist, kann das aber gar nicht beurteilen. Wenn es darum geht, in Bewerbungen konkurrenzfähig zu sein, ist man sicherlich schlecht beraten, ab einem gewissen Alter aufzuhören zu arbeiten, zu studieren, um dann komplett ohne Erfahrung einen Job zu finden, wenn man fertig ist. Aber ist man nicht sowieso abhängig davon, wer die eigene Bewerbung ansieht? Ich habe gerade einen großen Stapel Bewerbungen vor mir liegen und wähle aus, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, und ich setze sicherlich andere Prioritäten, als jemand, der bequemer und unflexibler ist als ich....
 
K

Knidda123

Also Leute was ist denn hier los?

Zitat von Kirsten
[Auch wenn das Ursprungsthema hier ein ganz anderes war, Diskussionen können sich in der Tat weiter entwickeln, andere Bereiche berühren, Bezug nehmen, und den Bogen zurück finden, oder in wieder eine andere Richtung gehen, das macht doch Leben und Lebendigkeit aus? Da muß doch keiner zwanghaft Grenzen setzen

Diskussion würde ich das nicht nennen, zumindest keine sachliche. Wenn ihr euch gegenseitig vorwerft nicht von eurer Meinung abzuweichen und euch beleidigt mit arrogant und ignorant usw. dann ist das nicht nur völlig unsachlich, sondern auch noch deutlich off topic. Wenn ihr so weitermacht passt das eher in eine Talkshow und auf dieses Niveau sollte man sich eigentlich nicht begeben.

Aber jetzt zum Thema:
Was mich interessiert ist wie geht eigentlich der Arbeitgeber (bei dem man während des Studiums tätig ist) mit der Tatsache um das man sich einer Doppelbelastung aussetzt. Ich meine das man dann auch vielleicht etwas gestresster und evtl müder ist kann schnell passieren vor allem in Prüfungszeiten oder während der Bearbeitungszeit einer Hausarbeit... Zudem wird wohl jemand der sein Studium positiv abschließt nicht mehr in seinem alten Beruf tätig sein, denn wozu hat man sonst studiert??? Es ist wohl in wenigen Fällen so, dass sich das Studium mit dem eigenen Arbeitsplatz vereinbaren lässt, so dass es zu einer Beförderung innerhalb des Betriebes kommen könnte.
Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten was diesen Standpunkt von Arbeitgebern angeht?? Wäre super

Gruß Michael
 
Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten was diesen Standpunkt von Arbeitgebern angeht??


... also ich habe zwei halbtagsstellen und meine beiden vorgesetzten wissen inzwischen von meinem fernstudium und beide finden es super, dass ich mich da ran getraut habe. meine arbeitskollegen der einen stelle, allesamt männlicher natur, finden oder sagen wir, hatten lange das gefühl, dass ich hier nicht glücklich bin und in gesprächen, die ja so unter kollgen mal aufkommen, gefragt, ob ich mir nicht was anderes suchen möchte - ich wäre doch viel zu intelligent, um nur im büro zu versauern. ob ich so intelligent bin, möcht ich jetzt nicht behaupten aber sie hatten recht, ich war unglücklich und kam mir irgendwie nicht wirklich gefordert vor. mein anderer chef, fragt öfter mal so zwischendurch wie es läuft und wie es mir dabei geht ...und das find ich gut. aber das sind eben auch nur meine erfahrunge...
 
Knidda123 schrieb:
Was mich interessiert ist wie geht eigentlich der Arbeitgeber (bei dem man während des Studiums tätig ist) mit der Tatsache um das man sich einer Doppelbelastung aussetzt. Ich meine das man dann auch vielleicht etwas gestresster und evtl müder ist kann schnell passieren vor allem in Prüfungszeiten oder während der Bearbeitungszeit einer Hausarbeit... Zudem wird wohl jemand der sein Studium positiv abschließt nicht mehr in seinem alten Beruf tätig sein, denn wozu hat man sonst studiert??? Es ist wohl in wenigen Fällen so, dass sich das Studium mit dem eigenen Arbeitsplatz vereinbaren lässt, so dass es zu einer Beförderung innerhalb des Betriebes kommen könnte.
Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten was diesen Standpunkt von Arbeitgebern angeht?? Wäre super

Gruß Michael

das kommt ganz auf den Arbeitgeber an. Bei mir war es der allergrößte Fehler überhaupt, davon zu erzählen, dass ich angefangen habe zu studieren, habe hier aber schon von anderen gehört, wo der Arbeitgeber das unterstützt, selbstverständlich Bildungsurlaub akzeptiert etc. Mein Chef fühlt sich absolut persönlich beleidigt, dass ich nicht mehr wie selbstverständlich immer Überstunden mache und zu bestimmten Zeiten, nämlich für die Klausuren frei brauche. Und darüberhinaus droht er mir mit Urlaubssperre zu den Klausurzeiten, wenn ich nicht so lange bleibe, wie er sich das vorstellt. Wenn ich mal wirklich müde oder kaputt bin, was vielleicht eine ganz andere Ursache hat, wie krankes Kind zu Hause oder so, wird alles auf das Studium bezogen, und er hat auch schon prüfen wollen, ob das nicht auch sowas wie eine Nebentätigkeit sei, die man im öffentlichen Dienst verbieten könne.....Wie schätzt du deinen Arbeitgeber ein?
 
Aber ist man nicht sowieso abhängig davon, wer die eigene Bewerbung ansieht? Ich habe gerade einen großen Stapel Bewerbungen vor mir liegen und wähle aus, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, und ich setze sicherlich andere Prioritäten....

sicherlich ist man im grunde davon abhängig, welche prioritäten der auswählende setzt (schließlich muss er oder sie mit der person gemeinsam arbeiten), aber sind ja auch immer noch die richtlinien da und eben die aspekte der ausgeschriebenen stelle.... aber mal ne kleine zwischenfrage, wie bekommt ihr das hin, dass ihr den text den ihr zitiert in so'nem rahmen reinbekommt???
 
Kirsten schrieb:
das kommt ganz auf den Arbeitgeber an. Bei mir war es der allergrößte Fehler überhaupt, davon zu erzählen, dass ich angefangen habe zu studieren, habe hier aber schon von anderen gehört, wo der Arbeitgeber das unterstützt, selbstverständlich Bildungsurlaub akzeptiert etc. Mein Chef fühlt sich absolut persönlich beleidigt, dass ich nicht mehr wie selbstverständlich immer Überstunden mache und zu bestimmten Zeiten, nämlich für die Klausuren frei brauche. Und darüberhinaus droht er mir mit Urlaubssperre zu den Klausurzeiten, wenn ich nicht so lange bleibe, wie er sich das vorstellt. Wenn ich mal wirklich müde oder kaputt bin, was vielleicht eine ganz andere Ursache hat, wie krankes Kind zu Hause oder so, wird alles auf das Studium bezogen, und er hat auch schon prüfen wollen, ob das nicht auch sowas wie eine Nebentätigkeit sei, die man im öffentlichen Dienst verbieten könne.....Wie schätzt du deinen Arbeitgeber ein?

oh man, was ist das denn für einer. erstens kann er dir keine urlaubssperre verpassen, wenn dann kann das nur die diensstelle und nicht dein direkter chef und zweitens ne nebentätigkeit ist es nicht, du verdienst ja im moment damit kein geld!!!.... es ist ne fortbildung. außerdem letzte instanz ist dann wohl der personal- bzw. betriebsrat....
 
Und welche Begründung gibt es, weshalb die FeU nie in einem Ranking auftaucht? Ich habe ein wenig das Gefühl, dass die FeU auch z.T. selber schuld ist, dass sie oft ein zweifelhaftes Echo in der Allgemeinheit genießt. Ich finde, sie ist einfach nicht präsent genug, und eine solche Präsenz könnte man gerade durch die Öffnung in Richtung Rankings verbessern. Natürlich kann man nicht solche Dinge wie Qualität der Vorlesung beurteilen, aber sehr wohl andere Bereiche wie Qualität der Lehre und Forschung sowie die Qualität der Präsenzveranstaltungen.
Ich denke, die meisten, die inzwischen an der FeU studieren, warum zuvor eher skeptisch. In meinem Verwandtenkreis mußte ich erstmal diese Vorstellung herausbekommen, dass es sich bei der FeU um eine zweifelhafte Privatschule handelt, die gar keine echten Diplome ausstellt. Habe hier auch gelesen, dass viele in Ihren Lebensläufen den Zusatz staatliche Uni angeben. Also ist es wohl so, dass im Bewusstsein der Bevölkerung die FeU nicht wirklich existiert.
Kann man nur hoffen, dass die Entscheidungsträger es in der Mehrzahl wissen, weil eines ist doch wirklich eindeutig: Minderwertig ist die Lehre der FeU gegenüber anderen Unis wirklich nicht. Und es wäre schade, wenn man mit der gleichen Leistung nachher schlechter gestellt wird.
 
Rebekka P. schrieb:
oh man, was ist das denn für einer. erstens kann er dir keine urlaubssperre verpassen, wenn dann kann das nur die diensstelle und nicht dein direkter chef und zweitens ne nebentätigkeit ist es nicht, du verdienst ja im moment damit kein geld!!!.... es ist ne fortbildung. außerdem letzte instanz ist dann wohl der personal- bzw. betriebsrat....

keine ahnung, wie ich das jetzt gemacht habe:ka: hab lediglich den kompletten text von kirsten stehen lassen- naja...
 
Rebekka P. schrieb:
sicherlich ist man im grunde davon abhängig, welche prioritäten der auswählende setzt (schließlich muss er oder sie mit der person gemeinsam arbeiten), aber sind ja auch immer noch die richtlinien da und eben die aspekte der ausgeschriebenen stelle.... aber mal ne kleine zwischenfrage, wie bekommt ihr das hin, dass ihr den text den ihr zitiert in so'nem rahmen reinbekommt???

unten rechts auf "zitieren" gehen, und der Text der zwischen
steht ist dann in dem Rahmen.

Ich muß nicht mit der Person arbeiten, und sicherlich gibt es einen gewissen Rahmen, der der ausgeschriebenen Stelle entspricht. Aber das mal vorrausgesetzt, in diesem Fall ist excellentes englisch Vorraussetzung und sehr gute Computerkenntnisse, medizinisches Wissen nützlich aber nicht Bedingung. Das deckt also ein breites Feld ab. Da kommt es also auf die Zusatzqualifikationen an, und ich persönlich würde eher jemanden einstellen, der ne Zeit arbeitslos war, in der Zeit aber einen Haufen Fortbildungen gemacht hat, und sagt: ich war arbeitslos, aber habe die Zeit genutzt, als jemand der seit 100 Jahren das gleiche macht, und sich nicht weiter entwickelt. Läßt sich schwer genau formulieren, aber ich würde auch jemanden vorziehen, der komplett was anderes gemacht hat, aber einen Haufen Energie und Motivation mitbringt, als jemand, der eigentlich schon genau die Vorraussetzungen erfüllt, aber als Trantüte vor mir sitzt
 
winnie1178 schrieb:
Ich finde, sie ist einfach nicht präsent genug, und eine solche Präsenz könnte man gerade durch die Öffnung in Richtung Rankings verbessern. Natürlich kann man nicht solche Dinge wie Qualität der Vorlesung beurteilen, aber sehr wohl andere Bereiche wie Qualität der Lehre und Forschung sowie die Qualität der Präsenzveranstaltungen.

Aber das war genau die Begründung für fehlendes Ranking, die mangelnde Vergleichbarkeit in einigen Bereichen.

Ich denke, die meisten, die inzwischen an der FeU studieren, warum zuvor eher skeptisch. In meinem Verwandtenkreis mußte ich erstmal diese Vorstellung herausbekommen, dass es sich bei der FeU um eine zweifelhafte Privatschule handelt, die gar keine echten Diplome ausstellt. Genau! Ich auch!!!

Kann man nur hoffen, dass die Entscheidungsträger es in der Mehrzahl wissen, weil eines ist doch wirklich eindeutig: Minderwertig ist die Lehre der FeU gegenüber anderen Unis wirklich nicht. Und es wäre schade, wenn man mit der gleichen Leistung nachher schlechter gestellt wird.
Allerdings!

Ich finde aber, bzw. würde es mir von der FerUni wünschen, trotz mangelnder Vergleichbarkeit in bestimmten Breichen, sich dafür einzusetzen, trotzdem eben in den anderen Bereichen mit aufzutauchen in den Rankings. Müßte doch möglich sein?
 
[Ich muß nicht mit der Person arbeiten, und sicherlich gibt es einen gewissen Rahmen, der der ausgeschriebenen Stelle entspricht. Aber das mal vorrausgesetzt, in diesem Fall ist excellentes englisch Vorraussetzung und sehr gute Computerkenntnisse, medizinisches Wissen nützlich aber nicht Bedingung. Das deckt also ein breites Feld ab. Da kommt es also auf die Zusatzqualifikationen an, und ich persönlich würde eher jemanden einstellen, der ne Zeit arbeitslos war, in der Zeit aber einen Haufen Fortbildungen gemacht hat, und sagt: ich war arbeitslos, aber habe die Zeit genutzt, als jemand der seit 100 Jahren das gleiche macht, und sich nicht weiter entwickelt. Läßt sich schwer genau formulieren, aber ich würde auch jemanden vorziehen, der komplett was anderes gemacht hat, aber einen Haufen Energie und Motivation mitbringt, als jemand, der eigentlich schon genau die Vorraussetzungen erfüllt, aber als Trantüte vor mir sitzt]

na da stimme ich dir mal zu aber es ist doch so, dass sich das bild eines bewerbers doch erst im persönlichen gespräch so richtig abrundet - ich würde auch jemanden bevorzugen der nicht seit 20 jahren auf einer stelle sietzt und voll der routine verfallen ist ... aber leider ist das wohl die realität, ich hab auch absagen bekommen, von wegen gute zeugnisse und sehr gute vorstellung im gespräch aber leider, leider haben sie ja keine erfahrung ...
 
ich denke wir werden hier sicherlich nicht DEN Stein der Weisen finden, denn ich fürchte, es gibt nicht das eine Bild, dass alle Personaler etc. von der FernUni haben.

Allerdings möchte ich auch meine Erfahrungen zu diesem Thema beisteuern: In meinem Arbeitsalltag habe ich zumindestens 2 Dinge erfahren:

- Allein, dass ich das Studium begonnen habe, wurde von meinem Vorgesetzten äußerst positiv gesehen - er macht selbst gerade seinen Master und hat mir bereits jetzt angeboten, seine Nachfolge zu übernehmen...) :cool:

- Im gesamten Leitungskreis hat die FernUni einen sehr guten Ruf. Auch die harte Notenvergabe ist bekannt und wird eher positiv bewertet. Eine gute Note ist dadurch sozusagen mehr "wert" als eine sehr gute Note anderer Fakultäten wie beispielsweise privaten Instituten.

Wie gesagt, ich denke nicht, dass alle Personaler und Chefs so denken. Ich weiß aber selbst aus meiner Berufspraxis (Personalsauswahl), dass eine überzeugende Bewerbung und ein überzeugendes Auftreten im AC und/oder im Bewerbungsgespräch viel wichtiger sind als die Reputation der Uni. Ja sogar die Noten selbst können durchaus eine untergeordnete Rolle spielen.
 
winnie1178 schrieb:
Und welche Begründung gibt es, weshalb die FeU nie in einem Ranking auftaucht? Ich habe ein wenig das Gefühl, dass die FeU auch z.T. selber schuld ist, dass sie oft ein zweifelhaftes Echo in der Allgemeinheit genießt.
Ob sie in Rankings auftaucht oder nicht, liegt nicht allein in der Entscheidung der Uni selbst, viele Rankings betreiben die Bewertung ohne die Einflußnahme der betreffenden Uni selbst. Vielmehr ist die FU nicht mit Präsenzunis vergeleichbar, weil die zu bewertenden Punkte nicht gegeben oder in anderer Form vorhanden sind, z.B. die Betreuung der Studenten, das Mensaessen (allen Ernstes, manchmal Kriterium!), die Ausstattung.....Geprüft werden dabei nie, wie du vorher andeutetest, Lehrinhalte, sondern deren Vermittlung! Die Lehrinhalte sind weitestgehend identisch, das sagt aber nicht viel über die Uni aus. I.d.R. ist auch der durchschnittliche FUzzy nicht mit dem typischen Präsenzstudenten vergleichbar. Und bevor die Initiatoren von Rankings Äpfel mit Birnen vergleichen, lassen sie die FU weg!
Also ist es wohl so, dass im Bewusstsein der Bevölkerung die FeU nicht wirklich existiert.
Im Bewußtsein deiner Bevölkerung gibt es vieles nicht, weil deine Bevölkerung oftmals nicht über die üblichen gesell. Standartvorstellungen und ihren eigenen mickrigen Horizont hinausdenken kann. Das würde sich sicherlich ändern, wenn Verona Feldbusch Hallihallohallöchen im Unterschichtenfernsehen neben Bohlenbashing noch über ihren Wunsch, an der FU zu studieren, berichten würde oder Christina Aguileira ein Lied davon singt....Sollte der FU mal den Vorschlag machen, sich Westerwelle SpaßUni zu nennen, dann wäre das mit der Bekanntheit kein Problem mehr.....
 
dann will ich hier auch mal meine persönlichen Erfahrungen beisteuern:

Mein Chef droht mir nicht mit Urlaubssperre in Klausurzeiten, aber ich darf mir alle Nase anhören, dass ich ja schon um 17 Uhr nach Hause gehen würde (er bleibt immer bis halb acht oder so). Haha. Dafür fang ich ja auch schon um 7 an (während er meist erst kurz nach 9 hier aufschlägt). Dafür haben wir aber auch Gleitzeit. Er bezieht das gern aufs Studium. Leider ist ihm dabei entgangen, dass ich das auch schon früher so gemacht habe. Ist eben mein Tagesrhythmus.
Insgesamt weiß er, glaube ich, selbst nicht, ob er das gut oder schlecht finden soll. Und bis auf die Zeitbemerkungen hält er sich da zurück. Was ganz angenehm ist, aber Unterstützung bekomme ich keine.
Das ist mein direkter Chef.

Mein Dienstherr sieht das ganz anders. Noten haben im Diplom die absolute Priorität und es muss mindestens ein gut dabei rauskommen. Zudem wird es von unserem Präsidenten überhaupt nicht gern gesehen, dass die unteren Chargen (gehobener Dienst) versuchen in den Kreis der Elite (höherer Dienst) aufzusteigen. Wenn es nach ihm ginge und machbar wäre, gäbe es hier keinerlei Fußvolk. So sieht's aus. Dabei ist auf einmal auch völlig irrelevant, ob ich ein Uni-Diplom in der Hand habe und damit die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen erfülle oder nicht. Ich bin ja dann keine Ersteinstellung sondern ein "Schmarotzer".
So viel zu meinem Arbeitsumfeld, in dem leider einige höDis diese Arroganz übernommen haben.

Von anderen Kollegen bekomme ich aber auch Bewunderung für das, was ich leiste. Und das ist mir viel wert.

Fazit ist: Ich würde nach dem Abschluss gern in meinem Beruf bleiben, denn theoretisch kann ich hier aufsteigen, und ich mache meinen Job verdammt gerne. Würde ihn also schon deshalb gern weiter machen. Ich bin jedoch flexibel genug, um hier nicht mit meiner "höheren" Qualifizierung zu versauern. Ich seh das realistisch, wenn hier nichts geht, dann woanders. Punkt. Und da müssen die Leute hier dann durch, denn die verlieren einen fähigen Mitarbeiter. Ich nur einen unfähigen Dienstherrn.
 
Oh je, ich finde ja die Diskussion total interessant. Mich schrecken allerdings die sooooo... langen Beiträge ab und ermüden meine Augen. Könnt Ihr Euch kürzer fassen? -
 
J

juikellner

meines erachtens können die beiträge gar nicht zu lang sein, da inhaltlich ja was rüberkommen soll und wenn über erfahrungswerte berichtet werden soll, ist jedes wort wertvoll...

ich finde die diskussion auch äußerst wichtig und informativ, da es hier um den kern der sache geht. für uns studis soll ja auch nach "vollbrachter arbeit" etwas dabei herausspringen, denn umsonst studiert wohl keiner. dies beziehe ich auf alle studenten und deshalb hoffe ich, dass die fu'ler auch genauso behandelt werden, wie jeder andere student einer präsenz-uni auch.

was die bewertbarkeit der fu angeht, denke ich, müsste es doch möglich sein, qualität der skripte, professoren, fachbereichsforschung,...als ausreichende merkmale einer uni, in vergleiche mit anderen (präsenz-) unis, einfliessen zu lassen.

ansonsten kommt das fernstudium (wiwi) in meinem umfeld weder besser, noch schlechter weg als ein "normales" studium. insofern kann ich von mir sagen, als gleichberechtigter student angesehen zu werden...
 
juikellner schrieb:
was die bewertbarkeit der fu angeht, denke ich, müsste es doch möglich sein, qualität der skripte, professoren, fachbereichsforschung,...als ausreichende merkmale einer uni, in vergleiche mit anderen (präsenz-) unis, einfliessen zu lassen.
In Präsenzunis hast du aber selten Skripte (Stuttgart und Hohenheim z.B.), stattdessen Vorlesungen, was auch den Professorenvergleich schwierig gestaltet, und gute Fachbereichsforschung kann auch auf Kosten der Lehre gehen, was sich nachteilig auf Studenten auswirkt.......

1000 Rankings, 1000 unterschiedliche Bewertungen, 5000 verschiedene Kriterien und Bewertungsmaßstäbe, ein Ergebnis: Mülleimer!!!!!!

Konzentriert euch auf euch selbst und begeistert mit eurer Art und eurem Können/Wissen, nicht mit Reputationen anderer....
Mit eurem Auto, eurer Yacht und eurem Sommerhaus auf Mallorca kann man nicht reden, ihr seid das, worauf es ankommt, eure Persönlichkeit und eure Fähigkeiten!!!!
 
D

Dezisionismus

Vergleich

Ich denke auch, dass Qualität von Skripten etc. keine valide Vergleichskategorie darstellt. Auch sind die oft erwähnten Rankings im Spiegel oder vor Kurzem in der Zeit recht aussagelos (von den Kategorien und insbesondere von der Erhebungsmethode), so dass es der FernUni eigentlich egal sein kann ob sie dort auftaucht. Kein Chef der nach wirklich guten Leuten sucht interessiert sich für solche Listen. Wenn man Unis vergleichen will, bieten sich meiner Ansicht nach eher Kategorien an wie: 1. in welchen Jobs arbeiten die Studenten in den Jahren nach ihrem Abschluss, 2. wie sieht deren Gehaltsentwicklung aus, 3. welchen Stellenwert haben die Publikationen der Professoren in den Fachzeitschriften/ im Ausland >> wird zumeist über die Daten vom ESI (Essential Science Indicators) gemessen. Auch erscheint mir der Begriff gleichberechtigt sehr vage: in rechtlicher Hinsicht ist sie gleichberechtigt, im allgemeinen Verständniss sind auch die Präsenzunis untereinander nicht gleichberechtigt. In BWL steht in der Wahrnehmung nunmal zum Beispiel Mannheim deutlich besser da als fast alle Anderen. Ich vermute, dass die FernUni im allgemeinen Verständniss im Mittelfeld wiederzufinden ist, da die fehlenden Praktika und Auslandssemester durch den höheren Einsatz und einen gewissen Exotenbonus (was denn dass für einer, klingt ja interessant) aufgewogen werden. --> Seinen persönlichen Wert steigert man allgemein aber insbesondere daurch, dass man viele "Soft Skills" und ungewöhnliche Zusatzqualifikationen (Chinesisch,...) mitbringt, dagegen verblasst der Ruf der Uni (zumindest bei deutschen Hochschulen) doch deutlich. Mit freundlichen Grüßen Michael
 
Ich denke auch, dass die Abschlüsse gleichwertig sind. Besteht eigentlich die Möglichkeit mit dem Bachelor Abschluß die Studienzeit zu verkürzen??
 
little student schrieb:
Ich denke auch, dass die Abschlüsse gleichwertig sind. Besteht eigentlich die Möglichkeit mit dem Bachelor Abschluß die Studienzeit zu verkürzen??

Die Studienzeit des deutschen Bachelors beträgt i.d.R. 6 Semester. Umsatteln kannst du immer zum nächsten Semester.
Bedenke aber, dass du mit dem akademischen Gesellenbrief nicht soviel anfangen kannst wie mit einem Diplom.
 
Die Universität Witten/Herdecke kämpft ums Überleben

"Absturz vom Mediziner-Olymp"

https://www.zeit.de//30/Glosse30

aus "DIE ZEIT" von heute.

Schönen Abend wünscht
Astrid
 
K

Knidda123

Ich denke auch dass ein Vergleich unter den bisherigen Kriterien der Rankings schwierig ist. Ich würde mir aber dennoch eine höhere Präsenz der FU in der Öffentlichkeit wünschen.
Um bei einem Ranking auzutauchen müssten dann eben die Fähigkeiten der Diplombesitzer (tolles Wort :) ) getestet werden. Das wäre sicherlich mal eine interessante Studie. Was den Vorschlag mit der Gehaltsentwicklung angeht, halte ich das für eher fragwürdig, denn z.B. bei Politik & Organisation streuen die Jobs die die fertigen Studenten annehmen unheimlich, so dass auch die Gehälter sehr unterschiedlich sind. Des weiteren ist nicht gesagt ob jemand sofort nach abgeschlossenem Studium der FU auch einen Beruf entsprechend seiner neuen Qualifikation ergreift...

Ich merke selber es scheint wohl enorm schwierig zu sein, die FU mit anderen Unis unter sinnvollen Kriterien zu vergleichen :(

Gruß Michael
 
ich denke es kommt auf die Sichtweise an. Normale Abiturienten die direkt an die FU gehen haben vielleihct bei dem ein oder anderen Studienkollegen einer Präsenzuni einen "schlechteren Ruf". Beruftätige die neben der Arbeit noch ein Stdium absolvieren erleben wohl eher das Gegenteil. Aber wen kümmert das alles- Diplom ist Diplom. Schliesslich sind wir nicht an irgendeiner Privatschule sondern an einer Universität. Aber ihr kennt das doch auch noch vom Abitur her. Die in Bayern und Baden Würtenberg gelten als die Besten- die in Hamburg und Hessen doch eher als die schlechtesten. Ich würde mich von solchen Diskussionen nicht kirre machen lassen.
 
S

SPMan

Wenn dies so sein sollte ist das schon sehr traurig.
Hier wurde ja schon öfters erwähnt, dass es darauf ankommt, ob die Kurse zu einem gewissen Prozentsatz übereinstimmen.
Mein Cousin hat zum Beispiel in Zuge seiner Ausbildung sein Dipl.-Verwaltungswirt an der FH gemacht. Jetzt studiert er nebenberuflich an der FU und macht dort sein Master in Governance. Hier war es also kein Problem von der FU-Seite aus. Selbst ein FH-Diplom wurde anerkannt. Aber wie ich das sehe ist dies dann also "nur" gleichberechtigt zum Bachelor Politik & Organisation, der ja vor dem o.g. Master steht.
Ich habe in meinem Freundeskreis nur postive Resonanz über die FU bekommen.
Fast alle von denen waren an Präsenzunis.
Das Niveau ist mindestens genausohoch, wenn nicht teilweise noch härter.
Und jemand der einen Hochschulabschluss neben den Beruf und ggf. Familie macht, sollte doch beim Arbeitgeber erst recht ankommen. So jemanden kann man belasten und er/sie ergreift Initiative und bleibt nicht auf seinen/ihre Loorbeeren sitzen.
 
Auch an den besten Unis gibt es Absolventen die einen Top Job bekommen, und Absolventen die einen Durchschnittsjob erhalten. Genauso ist es auch bei den Fernuni - Absolventen.
 
Zurück zum Thema

Hallo,

dies ist eine interessante Diskussion, allerdings habe ich das Gefühl, daß ziemlich unterschiedliche Dinge in einen Topf geworfen werden.

Zum Ausgangsposting von waschbär: Ich habe mal die Diskussion in dem von Dir genannten Forum angeschaut. Dort wird doch gar nicht behauptet, daß die Fernuni grundsätzlich schlechter sei! Es wird halt nur gesagt, daß der von Dir gewählte (Fernuni-)Studiengang die Voraussetzungen nicht erfüllt, da er andere Schwerpunkte setzt. Das ist doch völlig normal und kann Dir genauso mit einem Studiengang von einer Präsenzuni passieren. Die Fernuni an sich wird meines Erachtens nicht schlechtgemacht.

Allgemein: Es wird hier viel verglichen zwischen Fern- und Präsenzstudium. Oft wird die Arbeitgeberhaltung beschrieben, daß das Aushalten der Doppelbelastung geschätzt werde, etc. Aber geht es in dieser Diskussion darum? Ich habe das so verstanden, daß es um die Gleichwertigkeit der Studiengänge an Fern- und Präsenzuni geht, d.h. zuallererst die akademische Gleichwertigkeit, Qualität der Kurse, Lerninhalte, Niveau der Prüfungen und Abschlußarbeiten. Dabei ist irrelevant, was die Studenten sonst noch so machen. Hier möchte ja auch keiner einen Schmalspurabschluß geschenkt bekommen (nach dem Motto:weil sie ja auch noch arbeiten, machen wir es Ihnen etwas leichter).

Und was die akademische Qualität angeht, so befindet sich die Fernuni im Mittelfeld. Nicht herausragend aber eben auch nicht schlecht. In der Notenvergabe eher hart, und so durchwinden geht auch nicht. Eben solide. Sollte ausreichen, um an anderen Unis (wenn das Fach paßt) weiterstudierenzukönnen.

Grüße,
Olli
 
ich konnte bis jetzt auch nicht feststellen, dass ein FU - Abschluss nicht als gleichwertig anerkannt wird. Wollte nach dem Vordiplom ursprünglich nach Frankfurt an die Präsenzuni wechseln und mir wäre jeder Schein bzw. das Vordiplom komplett anerkannt worden. Das Prüfungsamt hatte wohl sehr viel Erfahrung mit FU - Studenten...generell denke ich aber dass Unis sich generell manchmal etwas "dumm" anstellen, was die Anerkennung von Scheinen angeht - egal ob man von einer Präsenzuni kommt oder von Hagen....
 
Verena,
das hab ich an sich auch vor: an der FU bis zum Vordiplom und dann nach FFM an die Präsenzuni. Machst Du an der FU weiter ?
Lag das an der Uni in Frankfurt, daß du nicht dorthin gegangen bist ? Vielleicht aufgrund überfüllter Hörsäle oder fehlende Seminare ?
Gruß Kerstin.
 
Kerstin,

ich möchte auf jeden Fall das Diplom in BWL machen, d.h. keinen Bachelor.
Da auch in FFM alles gerade auf den Bachelor umgestellt wird, nehmen sie dort - wenn man das normale Diplom machen möchte - nur noch Leute auf, die ihr Vordiplom in der Tasche haben, d.h. es gibt keine vorläufige Zulassung unter der Voraussetzung, dass man das Vordiplom im nächsten Semester hat, o.ä.
Da ich das Vordiplom aber erst im September (hoffentlich) habe, d.h. dem Prüfungsamt in FFM frühestens im November vorlegen könnte, wäre auch erst ein Einstieg im April 06 möglich. Eventuelle Scheine aus dem Hauptstudium Hagen (z.B. ABWL) würden dann allerdings nachträglich anerkannt werden, d.h. man verliert kein Semester.
In den Bachelor Studiengang kann man laut Prüfungsamt sowieso nicht einsteigen, da er komplett anders aufgebaut ist, als das Diplom, d.h. man müsste dann nochmal von vorne anfangen :mad:

Insgesamt macht die Uni in FFM auf mich keinen sonderlich guten Eindruck (überfüllte Hörsäle, völlige Planlosigkeit bzgl. der Umstellung auf den Bachelor und dessen Inhalte, wenig Spezialisierungsmöglichkeiten im Hauptstudium (außer FINANZEN, das hat glaube ich einen guten Ruf), daher überlege ich mir auf jeden Fall nochmal, ob ich denn tatsächlich wechsele...................
LG
Verena
 
Ich habe auch nur die Erfahrung gemacht, daß die Fernuni gleichwertig angesehen wird, was die Inhalte betrifft.
Ich habe mich für das Hauptstudium VWL in Mannheim beworben und warte nun auf die Zulassung, das Vordiplom oder auch Einzelprüfungen werden mir aber alle anerkannt, die Zusage habe ich schon. Dafür wollten die nur meine Noten und die SWS der einzelnen Fächer haben.
Falls ich keine Zulassung bekomme, werde ich wohl in Bonn VWL studieren, auch hier wurde mir bereits gesagt, daß das Vordiplom angerechnet wird.

Es sollte also auch an anderen Universitäten kein Problem sein.

Allerdings spielt es wohl sicher eine Rolle für die beruflichen Chancen an welcher Uni man studiert hat.
Auf jeden Fall hat die Fernuni für Stipendien an einer Präsenzuni im Ausland keinen so einfachen Stand.
Von der Fernuni wurde mir gesagt, daß sie für ein Fulbright-Stipendium noch nie jemanden durchbringen konnten und das obwohl es dort Stipendiaten gibt die von Universitäten kommen, die ich sicher niedriger einstufen würde oder von denen ich noch nie gehört habe.
Es sind also nicht nur ein paar große, bekannte Unis vertreten.

Inhaltlich gleichwertig ist die Fernuni also schon, aber in den Köpfen vieler wird das nicht so gesehen.

Gruß,
Christiane
 
StefanK schrieb:
Passt nicht unbedingt zum Thema; aber trotzdem:

ein Kumpel von mir hat das Grundstudium an der FU gemacht und möchte jetzt gerne an eine Präsenzuni. Er hat an der Uni in Augsburg mal mit nem Dozenten telefoniert und sich nach möglichen Schwerpunktfächern im Hauptstudium erkundigt(derjenige hatte sogar nen Doktortitel). Daraufhin konnte ihm der Herr Dr. leider KEINE Auskunft geben.......! Seeeehr kompetent wie ich finde. Es kommt aber noch schlimmer. Mein Freund hat ihm erzählt dass er bislang an der FU studiert hat. Da war der Mann gleich Feuer und Flamme und hat ihm tausend Fragen gestellt - und dass sein Sohn da vielleicht auch anfangen will etc etc..!
Find ich schon lustig. Rufst an der Uni mit ein paar Fragen an und musst dann noch selbst Auskunft geben.

An der Fernuni ist MIR sowas bislang noch nie passiert.

Zum ersten Teil: Das hab ich bei mir an der Präsenzuni auch gelernt: Frag nie die Professoren, wenn es nicht eine absolute Fachfrage ist. Selbst wenn es um Anerkennungsfragen des eigenen Faches geht, verweisen die einen schon immer, wissen aber nicht mal genau, wer dann die Frage beantworten kann.
Und den zweiten Teil kann ich auch sofort bestätigen: ich hab noch nie so hilfsbereite Menschen kennen gelernt, die sofort Fragen beantworten, wie an der FU. Schade, dass es das nicht an jeder normalen Uni auch gibt, wie es ja schließlich sein sollte. Allein das sollten die Leute mal wissen, damit sie kapieren, dass die FU teilweise weit voran ist!
 
aus meiner Erfahrung kann ich berichten, daß jeder der die FU kannte auch Gutes dazu gesagt hat. Leider kennen viele Leute im Bekanntenkreis die FU garnicht.
Mehr Öffentlichkeitsarbeit wäre hier also gut.

Ich mache den Bachelor Jura und habe ich vorher mit Präsenz-Juristen unterhalten, die alle sagten die FU hätte hier einen guten Ruf was Lehre und Fórschung angeht---ist aber vielleicht auch eine Frage des Fachbereichs!

Mein Arbeitgeber unterstützt mich beim Studium, meine Abteilungsleiterin hat sogar selbst gesagt, daß sie sich für mich dann andere Positionen im Hause vorstellen könnte...

...und zur Uni Frankfurt: ich war da zu Mentorenveranstaltungen und Klausuren und Sie macht soweit wirklich einen chaotischen Eindruck. Ich kann allerdings nicht sagen, ob so nicht eine 'normale' Uni in Deutschland immer aussieht:D

Grüße dann erstmal
Tanja
 
StefanK schrieb:
Passt nicht unbedingt zum Thema; aber trotzdem:

ein Kumpel von mir hat das Grundstudium an der FU gemacht und möchte jetzt gerne an eine Präsenzuni. Er hat an der Uni in Augsburg mal mit nem Dozenten telefoniert und sich nach möglichen Schwerpunktfächern im Hauptstudium erkundigt(derjenige hatte sogar nen Doktortitel). Daraufhin konnte ihm der Herr Dr. leider KEINE Auskunft geben.......! Seeeehr kompetent wie ich finde. Es kommt aber noch schlimmer. Mein Freund hat ihm erzählt dass er bislang an der FU studiert hat. Da war der Mann gleich Feuer und Flamme und hat ihm tausend Fragen gestellt - und dass sein Sohn da vielleicht auch anfangen will etc etc..!
Find ich schon lustig. Rufst an der Uni mit ein paar Fragen an und musst dann noch selbst Auskunft geben.

An der Fernuni ist MIR sowas bislang noch nie passiert.

Vielleicht hätte der Freund ja auch in der Studienberatung anrufen sollen und nicht an nem Lehrstuhl - Du gehst ja auch nicht zum Frisör und fragst den Guten, ob er Dir ne Brille anpassen kann...!
Aber ich gebe Dir Recht: das mit der FU ist noch nicht überall bekannt, selbst an Unis erntet man immer wieder solche Blicke: :eek: und :confused:

Der Service an der FU ist jedoch einmalig - also damit meine ich die Infrastruktur, die Beratung, die Hilfe, die man rund ums Studium kriegt. Die Lehrstühle an sich sind sehr unterschiedlich zu beurteilen - aber das gibts an "normalen" Unis genauso!
Einzig der Internetauftritt dürfte noch ein wenig stringenter werden - Stichwort: Corporate Identity --> wenn ich so ne Rauhfastertapete als Hintergrund schon sehe, wird mir ganz übel und benutzerfreundlich sind die 5 Milliarden verschiedenen Unterseiten auch nicht!
 
Morgen!

Also ich muss sagen, dass ich echt überrascht war, als ich im Forum dieses Thema entdeckt habe! Um nicht zu sagen - frustriert! Ich hätte nicht gedacht, dass tatsächlich so gedacht wird!

Ich kannte die FU Hagen an sich vor meinem Studienbeginn zwar nicht, aber mittlerweile (nachdem man ja dann doch darüber spricht) fällt mir auf, dass gerade Hagen immer wieder im Gespräch ist!
Zur Anerkennung von Seiten der Universitäten kann ich nichts sagen, aber denifinitiv zum Berufsleben:
Jeder, und damit meine ich wirklich jeder, der Fernuniversitäten kennt, spricht in höchsten Tönen von diesen! Schon allein aufgrund der Selbstdisziplin die ein jeder aufbringen muss. Viel mehr: ich habe die Erfahrung gemacht (sowohl bei grossen Konzernen, als auch bei mittleren Firmen), dass junge Fernunistudenten gegenüber eines jungen Präsenzunistudents bevorzugt ausgewählt werden - was natürlich auch an der Berufserfahrung liegt, die ja viele Fernunistudenten sammeln, während Präsenzunistudenten meist "nur" Nebenjobs haben.

Sogar hier im Ausland werden Fernunis immer renommierter und die UNED (staatl. span. FU) erhält den grossen Zuwachs an Studenten (die Internet-Seite ist auch besser).

Der Service und die Infrastruktur, gut, über das lässt sich streiten. Ich denke, dass ich da in Spanien einfach schlechtere Karten habe nur um den Versand und die Kosten zu erwähnen (Studienbriefe kommen 4 Wochen zu spät und seit neuestem muss man pro Klausurtermin 70 Euro berappen!!!)... Aber andererseits - ohne die Fernuni könnte ich hier gar nicht studieren...

Fazit also: ich denke man sollte nicht soviel auf die Meinungen der oft noch konservativ eingestellten Präsenzunis geben, sondern vielmehr sich mal im Umfeld umhören - da wo die Wirtschaft dann tatsächlich passiert (oder das Recht, Informatik, was auch immer)..!
Ich jedenfalls bin guter Dinge und werde mit stolzgeschwellter Brust durch die Landen ziehen, sollte ich das Studium irgendwann tatsächlich schaffen!

die besten Grüsse und ein schönes Wochenende!
Gabi
 
FU Dr. was auch immer...

zum einen haben promovierte menschen auch nicht mehr ahnung aus normalsterbliche :) woher soll der herr dr. das wissen? ;)

zum anderen ist vielen die FU durchaus ein begriff und wird auch durchaus anerkannt und hoch angerechnet, solange es nebenbei erfolgt, als zusatzausbildung. wenn man sich lehrstühl an präsenzunis ansieht, v.a. im technisch / naturwissenschaftlichen bereich, findet man doch oft den ein oder anderen der einen zusätzlichen Dipl. kfm. hinter seinem Dipl. ing. oder was auch immer stehen hat.

da ich beides kenne (präsenz und fu) würde ich jedoch sagen, dass das problem gar nicht mal in der anerkennung liegt. es würde für mich eigentlich überhaupt nicht in Frage kommen nach dem abi an die fu zu gehen um dort ganz normal zu studieren. man kann das alles so hindrehen, wie man es gerne hat, aber ich finde schon, dass ein fu studium in bestimmten fällen sehr nachteilig ist und darum auch nicht wirklich anerkannt wird.

optimal ist es für leute, die sich weiterbilden wollen, sei es neben dem studium oder im beruf.

wenn man jedoch einfach nur studieren will sollte man aus verschiedenen gründen eine präsenz uni wählen (mind. 100km vom elternhaus entfernt).

zum einen hat man an einer präsenz uni mehr soziale kontakte, wird gezwungen sich in ein neues umfeld einzuleben und erlangt dadurch persönliche reife. dann ist es meiner meinung nach an einer fu nicht in dem maße möglich sich ein netzwerk aufzubauen, wie an einer präsenz uni.
ich finde auch, dass man nicht an eine präsenzuni der vorlesungen wegen geht, die kann man auch getrost skippen. kontakte zu lehrstühlen, industrie usw. sind viel einfach herzustellen. die zahllosen studentenparties nicht zu vergessen :)

ich will mit folgender aussage niemand persönlich angreifen, aber ich finde einfach, dass einem fu studenten im gegensatz zu einem präsenzunistudenten etliches an lebensqualität fehlt.

zum thema berufliche erfahrung, man hat meiner meinung nach während eines fernstudiums genauso wenig/viel zeit zu arbeiten, wie während eines normalen studiums (wenn man es ernst nimmt)

fast während meines kompletten studiums an einer präsenzuni habe ich nebenher gearbeitet und damit mein ich nicht irgendwo eis verkaufen oder kellern, kaffee kochen, sondern fachbezogen auf durchaus akzeptablem niveau.

man sollte im übrigen die nötige disziplin für so ein fernstudium nicht überbewerten, mein erststudium war sozusagen auch 3-4 semester ein fernstudium. anfang des ersten semesters war ich noch motiviert, der tiefpunkt war dann im 3. semester erreicht (ich war nur noch weg und genau 1 stunde pro woche an der uni, obwohl ich wohl 20-25 hätte sein müssen) ende 4. anfang 5. musste ich es dann wieder rausreißen.

generell gibts immer 2 möglichkeiten, entweder man setzt sich in die vorlesung und hört sich das zeugs an und wiederholt es vielleicht kurz vor der prüfung oder man lernt vor der prüfung gezielt dinge, die man vorher noch nie gesehen hat. zu beidem gehört genausoviel / wenig disziplin, wie für sich ein Skript aus hagen reinzuziehen (was man meiner meinung nach nicht braucht, ich hab noch nie ein Skript komplett durchgelesen)

aber bevor ich jetzt weiter wirres zeugs schreibe hör ich lieber auf damit.

abschließend möchte ich vielleicht noch zusammfassend sagen .. :)

wer nur an der fu studiert, um dort zu studieren (sprich noch keine qualifikation hat) der wird sich wohl noch längere zeit ziemlich schwer tun anerkennung zu finden (mal abgesehen davon, dass der/die jenige bei dem er/sie sich bewerbt nicht auch an der fu studiert hat)

wer sich weiterbilden willen, sei es neben studium oder beruf, der erntet meiner meinung nach durchaus anerkennung

ich selbst bin froh, noch einen anderen abschluß zu haben, wobei das nicht unbedingt an der Fernuni liegt :) sondern eher am studiengang :rolleyes
 
J

Joerger

cand.inf. schrieb:
aber bevor ich jetzt weiter wirres zeugs schreibe hör ich lieber auf damit.

Dein bester Satz.:genau:

Ich habe an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie studiert und kann nur sagen, dass 99% deiner Ausführungen - ohne dir zu nahe treten zu wollen - kompletter Schwachsinn sind.
 
Austin Millbarge schrieb:
Dein bester Satz.:genau:

Ich habe an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie studiert und kann nur sagen, dass 99% deiner Ausführungen - ohne dir zu nahe treten zu wollen - kompletter Schwachsinn sind. :D

sic!!!!!!!!!
 
M

Merlin

Austin Millbarge schrieb:
Dein bester Satz.:genau:

Ich habe an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie studiert und kann nur sagen, dass 99% deiner Ausführungen - ohne dir zu nahe treten zu wollen - kompletter Schwachsinn sind. :D

Ja . Austin, stimme dir vollkommen zu , nach cand inf.'s Meinung kann ich mein Studium eigentlich gleich vergessen, sollte also besser wieder aufhören. Wenn du aber noch mehr von dem Schwachsinn lesen willst ," empfehle" ich dir
cand inf.'s Tagebuch im Forum Tagebücher.
 
Dein bester Satz.

Ich habe an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie studiert und kann nur sagen, dass 99% deiner Ausführungen - ohne dir zu nahe treten zu wollen - kompletter Schwachsinn sind.


:D :D :D :D ! Schließe mich ebenfalls an!
 
StefanK schrieb:
Dein bester Satz.

Ich habe an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie studiert und kann nur sagen, dass 99% deiner Ausführungen - ohne dir zu nahe treten zu wollen - kompletter Schwachsinn sind.

:D :D :D :D ! Schließe mich ebenfalls an!

Wie? Hast Du auch an der Ruhr-Uni Bochum Psychologie studiert???:D

alex, heute nur Dummfug schreibend
 
J

Joerger

sunshine06 schrieb:
Wie? Hast Du auch an der Ruhr-Uni Bochum Psychologie studiert???:D

Ganz genau, vielleicht kennen wir uns ja? ;) Obwohl mir die Bonner Uni natürlich viel besser gefällt. :) Bochum sollte wohl eher ein Schlachthaus werden.
 
Austin Millbarge schrieb:
Ganz genau, vielleicht kennen wir uns ja? ;) Obwohl mir die Bonner Uni natürlich viel besser gefällt. :) Bochum sollte wohl eher ein Schlachthaus werden.

Dass Du da studiert hast, weiß ich. Ich nicht. Dachte evtl. Stefan, weil der sich Dir so schön anschloss.:D

Ich hab weder in Bochum noch in Bonn studiert. Sondern im schönen Hachenburg im Westerwald. So und jetzt bitte alle mal ganz laut lachen, auf der Karte den Ort suchen und kopfschüttelnd fragen, was es da für ne Hochschule geben soll. Das wäre jedenfalls die übliche Reaktion...
 
Natürlich nicht! Wollte mich nur der Meinung von Austin Powers :D ;)
anschließen!

War übrigens gerade auf dem Tagebuch von Cand.....irgendwie!

:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

Es ist wirklich beängstigend!
 
StefanK schrieb:
Es ist wirklich beängstigend!

Ja, beängstigend, wie blöde wir doch alle sind - sowas von unfähig, unintelligent und unterqualifiziert - mit anderen Worten: nicht studierfähig! Schämt Euch mit mir und stellt Euch alle in eine Ecke: JETZT *schonmalindieEcketrab*
 
J

Joerger

Antje schrieb:
Ja, beängstigend, wie blöde wir doch alle sind - sowas von unfähig, unintelligent und unterqualifiziert - mit anderen Worten: nicht studierfähig! Schämt Euch mit mir und stellt Euch alle in eine Ecke: JETZT *schonmalindieEcketrab*


Mein Haupt verneig und in die Ecke stell. Aber noch lieber knie ich mich 3 Stunden auf harte Erbsen.
 
Lasst mir halt meine meinung haben :p

ausserdem hab ich nirgends gesagt, dass das niveau hier schlechter ist als an präsenzunis, teilweis würd ich sogar sagen es ist anspruchsvoller.

ich weiß gar nicht was ihr immer habt. wenn ihr irgendwo studiert habt oder eine ausbildung habt oder sonst was und dann jetzt hier das macht, sagt doch keiner was.

und an den nette psychologie studenten von vorhin :)

freu dich doch, dass ich hier soviel mist von mir geb, bin doch ein gefundenes fressen für einen psychologen/in. oder etwa nicht? :D

aber mich würde jetzt schonmal interessieren was an meinen ausführungen kompletter schwachsinn ist.
 
J

Joerger

cand.inf. schrieb:
und an den nette psychologie studenten von vorhin :)

a) freu dich doch, dass ich hier soviel mist von mir geb, bin doch ein gefundenes fressen für einen psychologen/in. oder etwa nicht? :D

b) aber mich würde jetzt schonmal interessieren was an meinen ausführungen kompletter schwachsinn ist.


a) Profilneurotiker sind nicht mein Fachgebiet.
b) 99%.
 
Wenn es dir zu aufwendig ist, die 99% aufzuzählen, dann laß mich wenigstens wissen was unter das 1% fällt :)

du wirst es zwar nicht glauben, aber wir beide haben was gemeinsam ..
 
J

Joerger

cand.inf. schrieb:
du wirst es zwar nicht glauben, aber wir beide haben was gemeinsam .. :)

Stimmt, ich glaube es nicht. ;)

Wenn du jetzt sagst, dass du auch Röcke trägst, muss ich meine leider alle abgeben. :eek
 
aber bevor ich jetzt weiter wirres zeugs schreibe hör ich lieber auf damit.

Dieser Satz fiel unter das 1%!
 
viel schlimmer, du musst was anderes studieren.

mein schwerpunkt ist auch medizinische informatik, im detail medizinische bildverarbeitung und so weiter und so fort. :eek:

wenn du deine röcke mal nicht mehr haben willst, dann sags mir, dann trag ich auch welche, damit du sie abgeben musst.. :)

ok StefanK, wenn das deine meinung ist, dann sag mir bitte, wo die sozialen (realen) kontakte bei einem fernstudium sind, wo man sich ein netzwerk an bekanntschaften, beziehungen aufbauen kann und wodurch die tolle nötige disziplin von der jeder immer spricht so von nöten ist und warum man diese an einer präsenzuni nicht benötigt.


mir würd ja schon allein die mensa fehlen .. :) das reichliche gute essen... mmmmmmmm
 
HIER sind die sozialen Kontakte bei einem Fernstudium! Vielleicht sind sie in einem derartigen Forum sogar noch intensiver als bei einer Präsensuni!

In der Regel müssen Fernstudenten mehr Disziplin mitbringen! 80% der an der FU eingeschriebenen Studenten sind nebenbei noch Berufstätig. Haben also ne 40-50h Woche, müssen ihr Studium und Familie etc. unter einen Hut bekommen!
Bei einem Vollzeitstudenten ist das "normalerweise" nicht so! Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel!
 
J

Joerger

cand.inf. schrieb:
:) viel schlimmer, du musst was anderes studieren.

------------->

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Und ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige, die Vollzeit an einer Uni studieren. Überarbeitet sehen die nicht gerade aus ;) !

Das heißt aber nicht, dass "normale" Studenten keine Disziplin haben bzw. brauchen!
 
M

Merlin

cand.inf. schrieb:
:)


mir würd ja schon allein die mensa fehlen .. :) das reichliche gute essen... mmmmmmmm :)

Fraß! (habe eine zeitlang in der Heidelberger Uni-Mensa gegessen, weiß also wovon ich rede!
 
Hab doch gesagt, dass es vollkommen ok ist, wenn man neben dem beruf sich weiterbildet.

ich hab lediglich die leute bemängelt, die grad mal 20 sind, abi gemacht haben und sich dann sagen, ich mach jetzt mal ein fernstudium und sonst nix.

wer redet von den anderen? und das hier sind keine wirklichen sozialen kontakte (ausnahmen bestätigen die regel) oder willst du mir erzählen, dass alle leute hier im forum, incl. mir deine besten kumpel sind?


aber warum haben wir uns nicht einfach alle wieder lieb :)

ich habs schon öfters gesagt, aber ich sags auch gern nochmal.

arbeit (vollzeit) (darunter fällt auch kindeserziehung) + studium wäre nichts für mich und ich habe höchsten respekt vor all diesen leuten

ich wollte doch lediglich feststellen, warum ein fernstudium evtl. weniger anerkennung hat (um mal wieder zum thema zurückzukehren)

aber ich geh jetzt in die mensa, da ist pasta woche und das ist alles andere als frass
 
cand.inf. schrieb:
wer redet von den anderen? und das hier sind keine wirklichen sozialen kontakte (ausnahmen bestätigen die regel) oder willst du mir erzählen, dass alle leute hier im forum, incl. mir deine besten kumpel sind?

Nein, nicht alle...aber Du kommst ja auch nicht mit ALLEN an Deiner Präsenzuni klar, oder?!
Jedoch hab ich hier schon nette Bekannte getroffen und mindestens 2 ernsthafte Freundschaften geschlossen!!!!!! Und bei mir heisst Freundschaft wirklich Freundschaft...
 
man sollte im übrigen die nötige disziplin für so ein fernstudium nicht überbewerten

kann ja sein, dass ich mit meinen 23 schon leseschwäche habe.......!

Und ich wollte nur deutlich machen, dass der "normale" Fernstudent deutlich mehr Disziplin mitbringen muss um sein Studium zu beenden. Soziale Kontakte habe ich z.B. auch in meiner Arbeit!

Außerdem studiert einer meiner besten Kumpels ebenfalls an der FU!
Aber lassen wir das!

Guten Appetit!
 
also wenn die FU nicht gleichberechtigt ist, dann werd ich nach meinem Abschluss wohl ein ziemliches Problem haben... Ich mache das Studium nämlich nicht nebenbei und als eine Art Weiterbildung, sondern als "ganz normales Studium" nach dem Abi ( an ner normalen Uni hätte ich ne Weile Wartezeit gehabt).

Na ja, schau mer mal...

LG
Nadine
 
J

Joerger

NW2808 schrieb:
also wenn die FU nicht gleichberechtigt ist, dann werd ich nach meinem Abschluss wohl ein ziemliches Problem haben... Ich mache das Studium nämlich nicht nebenbei und als eine Art Weiterbildung, sondern als "ganz normales Studium" nach dem Abi ( an ner normalen Uni hätte ich ne Weile Wartezeit gehabt).


Nadine, mach dir keine Sorgen. Es ist egal, was du machst und wo du es machst. Es kommt immer darauf an, wie du es machst. (Nein, nein, keine zweideutigen Witzchen jetzt).

Betrachte die FU als Vorteil, so musst du Menschen wie candy nicht real kennenlernen, sondern kannst sie sogar auf deine Ignore-Liste setzen.
 
Allmählich Frage ich mich schon, warum wir eigentlich jedesmal auf dieses unqualifizierte Gequake gewisser einschlägiger Leute reagieren, einfach wieder den Stein drauf, unter dem er hervorgekrochen ist und fertig.
Als ob er beurteilen könnte, wie die FU in Personalabteilungen beurteilt wird. Vielleicht solte er mal seinen Gluteus maximus aus der Mensa erheben und arbeiten gehen, kommt man auch nicht mehr auf dumme Gedanken....
 
Jetzt bin ich sowieso einmal dabei und dann zieh ich das auch durch - sehen wir ja dann wer mich danach will und wer nicht :))
 
cand.inf. schrieb:
hab doch gesagt, dass es vollkommen ok ist, wenn man neben dem beruf sich weiterbildet.

ich hab lediglich die leute bemängelt, die grad mal 20 sind, abi gemacht haben und sich dann sagen, ich mach jetzt mal ein fernstudium und sonst nix.

wer redet von den anderen? und das hier sind keine wirklichen sozialen kontakte (ausnahmen bestätigen die regel) oder willst du mir erzählen, dass alle leute hier im forum, incl. mir deine besten kumpel sind?

...

Also, Cand.inf, wenn ich das richtig verstanden habe, findest du es in Ordnung sich weiterzubilden neben den Beruf. Beruf ist für mich, wenn man morgens aufsteht, zur Arbeit geht und Nachmittags wieder heimkommt. Was machst du dann??? Wenn ich das in diesem Forum bisher richtig mitbekommen habe bist du Student und dann noch Fernstudent. Was ist dann bei dir für dich Beruf?

Egal, meiner Meinung nach ist es vollkommener Schwachsinn zu sagen das jemand der nach dem Abi auf eine FU geht keine sozialen Kontakte knüpfen kann, nur weil er deiner Meinung nach keine Partys oder so besucht. Sorry, aber ich kann dir da überhaupt nicht zustimmen. Ich bin selber vor kurzem erst umgezogen und habe sehr wohl über die FU sehr nette Leute hier in München kennengelernt (ohne eine Party!!!).

@NW2808:
Also meiner Erfahrung nach brauchst du dir keine Sorgen machen. Man lernt ja an der FU das gleiche wie an einer Präsenzuni und hat vielleicht sogar noch den Vorteil, daß man neben dem Studium noch ganz gut Praktika oder Nebenjobs unterbringt. Und sowas wird bei den Personalchefs ganz gerne gesehen. Leute die nur Studieren und nach dem Studium überhaupt nicht nachweisen können, daß Sie währen ihres BWL Studiums zumindest 1x in einem Betrieb gearbeitet haben werden nicht so gerne gesehen. Habe mich da schon mit ein paar Leuten aus der Personalabteilung drüber unterhalten und die finden es gut, wenn man berufliche Praxis mitbringt. Da bringt es einem überhaupt nix wenn man ein 2. Studium macht oder noch so tolle Noten mitbringt.

Und daher finde ich, daß die FU durchaus ein Vorteil sein kann später.
 
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