Hat der Bachelor Psychologie eine hohe Abbrecherquote?

Liebe Psychologie-Studierende!

Ich beobachte in diesem Forum, dass es relativ viele Beiträge zu den Anfangsmodulen M1 und M2 gibt, aber je weiter man in fortgeschrittene Modulbereiche blickt, es sich immer weiter verdünnisiert. Eine andere Beobachtung ist, dass relativ viele, völlig unbenutzte Studienbriefe für Psychologie in der "BIETE"-Rubrik auftauchen. Dies könnte man ja durchaus als Hinweis darauf deuten, dass die Abbrecherquote in diesem Fach recht hoch ist. Oder täusche ich mich? (Es könnte ja natürlich auch daran liegen, dass der Studiengang noch ziemlich neu ist und daher noch nicht so viele STudis in den höheren Modulen angekommen sind.)
Falls meine obigen Vermutungen nicht ganz unfalsch sein sollten: Wieso brechen hier so viele ihr Studien wieder ab? Sind es die üblichen "Verdächtigen", die Psychologie zur Selbsttherapie oder zur Ausweitung ihrer Menschenkenntnis studieren und/ oder die Matheverzweifler, die dann aufgrund falscher Erwartungen und falscher Selbsteinschätzung abbrechen?

Ich studiere übrigens noch nicht. Bin von Hause aus Geisteswissenschaftlerin und der Psychologie-Studiengang würde mich reizen, weil seine Herangehensweise eher sachlich-naturwissenschaftlich ist. Außerdem bin ich biologistisch-sozial interessiert. Für mich wäre es z.B. schon recht klar, dass ich mich in Richtung Sozialpsychologie orientieren möchte.

Würde mich über ein paar Kommentare zu der obigen Frage sehr freuen.

Mit lieben Grüßen

fräulein ungeduld
 
Naja, vermutlich bekomme ich gleich wieder Haue. Also die Abbruchquote dürfte schon hoch sein, aber die ist auch bei Wiwi gerade in den ersten Semestern nicht so niedrig. Stand hier auch irgendwo, aber bis zum Examen 10% von denen die sich einschreiben dürfte nicht zu sehr daneben liegen.

Zu den Fakten: der B.Sc. aus Hagen bietet allen ohne Abi und NC die Möglichkeit das Studium der Psychologie zu beginnen. D.h. es sind viele dabei, die ein schlechtes oder gar kein Abi haben, und/oder mit im gereiften Alter auf die Idee kommen, daß sie mit 50 +15 Jahren Psychotherapeutin werden wollen und doch in ihrem Beruf als Krankenschwester (vorgestellt wird sich mit "ich bin Ärztin" ;) ), Kindergärtnerin etc, doch schon immer mit Menschen und so gelernt haben.

Diejenigen mit Abi können sich wenigstens Zeit lassen und M1 und M2 getrennt belegen und bestehen, die ohne müssen beide Klausuren in einem Semester bestehen, vorher geht es nicht weiter. --> so schön ist das neben einer VZ-Arbeit bestimmt nicht.
Zusätzlich müssen viele überhaupt erstmal studieren lernen. Auch ist Psychologie nicht das, was sich viele darunter vorstellen, zu viel quantitativ, zu wenig qualitativ, zu viel Wissenschaftlichkeit, zu wenig Couch und verdrängter Kastrationskomplex.

Das alles führt dazu, daß sicher einige überfordert und enttäuscht abbrechen und ihre KE dann zum vollen Preis hier wieder verkaufen wollen. (die zu dem Preis zu kaufen ist völliger Unsinn, aber das ist eine andere Geschichte)

Alles in Allem, das Studium macht Spaß und ist gut zu schaffen. M1 ist vielleicht etwas zu viel Blabla, aber im Nachhinein hat auch das, bis auf Bib-Kurs und Englisch-CD durchaus seinen Sinn.

Wir haben je x-tausend Erstsemesterinnen in Psychologie, es ist klar, das davon nicht jede geeignet ist. In Wiwi sind durchfallquoten von 30-40% normal, in Psycho ist M1 die fiese Rausprüfveranstaltung mit ~30% Durchfallquote, nunja.

Was die Diskussion hier im Forum betrifft, bei Psychologie läuft viel in Moodle ab, ich vermute die meisten wissen gar nicht, daß es noch ein Forum neben dem der Uni gibt.

Entscheide Dich für Psychologie, es wird auch Dir viel Freude machen - und nun immer feste auf mich druff, weil ich kein Problem damit habe, daß nicht jeder jedes Fach erfolgreich studieren kann und meine Vorurteile kenne.

lG
 
:)

mein lieblingswort: "... und verdrängter Kastrationskomplex ..."

und: genau! diese seite hier ist den fernunistudierenden gänzlich unbekannt ...
 
Ich wundere mich ehrlich gesagt auch, mit was für Vorstellungen und Voraussetzungen hier in Einzelfällen Leute ihr Studium beginnen, mit wie viel Uninformiertheit vor allem. Da bin ich ein absolut anderer Typ, gehe z.B. vorab los mit einer Liste der Einführungs- und Grundlagenliteratur und suche mir die in einer Uni-Bib heraus, um mir erst mal ein Bild von dem Studium zu machen. So war das schon in meinem ersten Studium.
Ich glaub ehrlich gesagt, dass das Wort "Fernstudium" bei einigen immer noch eher mit luschigem "mal eben nebenbei studieren" verbunden wird, was sicherlich auch durch die viele Werbung für Pseudo-Studiengänge an Privatinstituten zu tun hat (ich sag nur "Psychologischer Berater", "Ernährungsberater", "Geistheiler" nach Institut Sowieso), wo man für geistigen Dünnschiss und jede Menge Asche ebensolche Pseudo-Abschlüsse erwirbt, die absolut wertlos sind, da die Berufsbezeichungen, die man damit angeblich erwirbt, allesamt ungeschützt sind.
 
@Blockhaun
Du meinst, das 10% von denen die ein Studium begonnen haben, am Ende noch dabei sind ?!
Das hatte ich ich so auch mal gelesen.

Also, ich hatte mich Ende letzten Jahres auf den letzten Drücker angemeldet und habe Ende November die Unterlagen bekommen.Ich hatte also drei Monate Zeit.
Ich habe die Klausur (3,3) bestanden.Allerdings habe ich auch viel gelernt.

Mein Resume bisher:

Es ist zu schaffen,keine Frage.Eine gewisse Grundintelligenz sollte vorhanden sein, die aber nicht wirklich hoch sein muss.Mein Abi kam mir schwieriger vor.
Entscheiden ist die nötige Zeit (10-15 Std. die Woche) und natürlich Ehrgeiz.

Wichtig !
Man sollte sich genau damit beschäftigen, was in den Klausuren auf einen zukommt und was erwartet wird.Und die Infos kann man auch ohne Probleme bekommen.
Das hatte ich nicht gemacht und das wäre mir in M1 beinahe zum Verhängnis geworden...
So wußte ich z.B. nicht, das in allen drei Teilbereichen jeweils 50% erreicht werden müssen.

Jetzt beginne ich gerade mit Statistik.Wenn ich mir die alten Klausuren angucken, dann ist auch das machbar.Vieleicht 5-7 (von 26) Fragen, die etwas kniffliger sind.Aber alles machbar.Man wird mit dem Studienmaterial sehr gut "an die Hand genommen".
 
Moin!

Ja, aber nicht in diesem Studiengang, sondern bei Wiwi. Psychologie ist für sinnvolle Zahlen noch zu jung. Es gibt jetzt erst die ersten Abgänger und das sind die VZ-Studenten, da muß man noch ein paar Jahre Zahlen sammeln.

Ich vermute aber, daß die Quote in Psychologie höher liegt. Nur ist selbst die 10% Quote auch nicht so grausam wie sie klingt, ein Großteil bricht in den ersten Semestern ab, Teils ohne eine Prüfung geschrieben zu haben. Sobald erstmal ein wenig Zeit ins Land gestrichen ist, normalisiert sich das. Wieder bezogen auf Wiwi und da auch noch aufs alte Diplom, wer sein Vordiplom geschafft hat, der schafft idR auch sein Diplom.

@Andreas immer vorher schön die aktuellen Informationen zur Klausur durchlesen. :)
 
Ich habe ein paar Blicke in die Studienbriefe von M1 geworfen. Ich find die Texte sind gut zu lesen, aber natürlich von der Masse sehr umfangreich (und nicht alles spannend und für das zukünftige Psychologie-Studium noch brauchbar im Gegensatz zur Statistik). Mit ordentlichem Durcharbeiten ist das Modul sicher gut zu bestehen.

Die M2-Unterlagen kenne ich nicht, bis auf die Auszüge auf der offiziellen Seite des Studiengangs. In eine der Klausuren habe ich auch schon reingeguckt. Die ersten MC-Fragen hätte ich sogar (bis auf diejenigen, die Fachbegriffe enthalten, mit denen ich nichts anfangen kann) noch so beantworten können. Irgendwann gehts aber richtig los mit Formeln. Teilweise kommt mir das noch bekannt vor, da ich schon ein ganzes Halbjahr Stochastik in der Schule hatte. Binominalverteilung, Grenzwerte Blabla.. kommt mir alles bekannt vor, auch die Struktur der Formeln, aber ich beherrsche nichts mehr davon. Außerdem hatte ich damals in der Schule die zweite der Mathematikklausuren im Stochastik-Halbjahr versaut (das weiß ich heute noch), obwohl ich anfangs sehr gut in Stochastik rein kam.

Momentan bin ich noch am Überlegen, ob und wann ich mich für Psychologie einschreibe. Wahrscheinlich wird es für mich eher noch auf die Frage nach dem "Wann?" hinauslaufen (Vereinbarung mit dem Beruflichen), denn nachdem die Einstellung meines eigentlichen Wunsch-Studienfaches Soziologie an der FU Hagen beschlossene Sache ist, bleibt für mich als die letzte interessante Alternative im Fernstudium. Hier könnte ich mich ja zumindest noch auf Sozialpsychologie konzentrieren.
 
Ich werde nächstes Semester mit dem Studiengang fertig und kann ein paar Zahlen nennen: In M8 tummeln sich zur Zeit noch 365 Teilnehmer (inklusive Betreuern und Tutoren), in M9 246 und das Nebenfach das ich gerade belege scheint mir auch nicht gerade von Psychologen überflutet (kann da leider keine konkreten Zahlen nennen, da es ein BiWi Fach ist und die BiWi-Studenten mitzählen). Als ich im SoSe 09 angefangen habe, hieß es noch etwas von 10k Psychologieeinsteigern (M1 und M2 zusammen). Insofern ist sicherlich großer Schwund vorhanden, andererseits werden viele Teilzeitstudenten auch noch nicht so weit sein, so dass die Durchkommensquote wohl doch etwas höher als bei ~3% liegt. ;)

Ich stimme aber definitiv der Beobachtung zu, dass viele sich komplett verschätzt haben, was den Studiengang angeht. Damit meine ich nicht (nur) die eigene Leistungsfähigkeit, sondern vor allem eben auch die Thematik. Viele haben sich im Laufe der Jahre stark beschwert, dass Statistik ja unnütz sei, das, was wir machen ja gar keine "richtige" Psychologie (ergo: die Küchenpsychologie fehlt) und überhaupt seien die Klausuren ja nur zum Rausprüfen da, weil <Verschwörungstheoriexyz>. Viele legen auch eine gewisse Heilserwartung in klinische Psychologie, die es hier ja nicht gibt, aber dafür an anderen Unis, die insofern "richtige" Psychologie machen. Zumindest nach Meinung der "eigentlich will ich doch nur helfen"-Fraktion.
Hinzu kommen eben tatsächlich universitäre Ansprüche an Mathe- und Englischkenntnisse, die viele vermutlich unteschätzen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass in den Grundlagenfächern teilweise nach Übersetzungen und deutschen Zusammenfassungen von Englischer Pflichtlektüre gefragt wurde und es nach den Klausuren ein großes kollektives Lamentieren gab, da die Englischtexte in der M1 Klausur "nicht zumutbar" seien.

Man muss aber auch dazu sagen, dass viele sicherlich auch aus privaten Gründen oder einfach der nicht mehr tragbaren Doppelbelastung aufhören - Fernstudium neben dem Beruf ist immer nochmal ne Ecke anstrengender und die Abbrecherquoten ziehen sich insofern durch jedes Studienfach der FU.

@fräuleinungeduld: Wenn Du Dich auf Sozialpsychologie spezialisieren möchtest bzw dort Dein Hauptinteresse liegt, ist die FU eine sehr gute Wahl, da wir anteilsmässig viel Sozialpsychologie machen (mehr als die Präsenzuni an der ich 1 Semester war). Ich fand das Modul auch sehr gut, da wir hauptsächlich mit Papern gearbeitet haben, aber dennoch zu (fast) jedem davon eine eigene Vorlesung erhielten. Wirklich ein schönes Modul! :)
 
Ich stimme aber definitiv der Beobachtung zu, dass viele sich komplett verschätzt haben, was den Studiengang angeht. Damit meine ich nicht (nur) die eigene Leistungsfähigkeit, sondern vor allem eben auch die Thematik. Viele haben sich im Laufe der Jahre stark beschwert, dass Statistik ja unnütz sei, das, was wir machen ja gar keine "richtige" Psychologie (ergo: die Küchenpsychologie fehlt) und überhaupt seien die Klausuren ja nur zum Rausprüfen da, weil <Verschwörungstheoriexyz>. Viele legen auch eine gewisse Heilserwartung in klinische Psychologie, die es hier ja nicht gibt, aber dafür an anderen Unis, die insofern "richtige" Psychologie machen. Zumindest nach Meinung der "eigentlich will ich doch nur helfen"-Fraktion.
Hinzu kommen eben tatsächlich universitäre Ansprüche an Mathe- und Englischkenntnisse, die viele vermutlich unteschätzen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass in den Grundlagenfächern teilweise nach Übersetzungen und deutschen Zusammenfassungen von Englischer Pflichtlektüre gefragt wurde und es nach den Klausuren ein großes kollektives Lamentieren gab, da die Englischtexte in der M1 Klausur "nicht zumutbar" seien.

Man muss aber auch dazu sagen, dass viele sicherlich auch aus privaten Gründen oder einfach der nicht mehr tragbaren Doppelbelastung aufhören - Fernstudium neben dem Beruf ist immer nochmal ne Ecke anstrengender und die Abbrecherquoten ziehen sich insofern durch jedes Studienfach der FU.

Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich völlig begeistert bin. Ich habe immer gedacht, das Psychologie eben jene "Küchentischpsychologie" sei und Psychologen im allgemeinen etwas seltsam... :rolleyes:
Jetzt habe ich dieses Semester Vollzeit mit M1 und M2 angefangen und ziemlich glücklich, dass soviel Methodenlehre mit im Spiel ist. Die Klinische fehlt mir momentan noch gar nicht, ich möchte eh nicht Therapeutin werden.

Ich hatte vorher ein Semester BiWi belegt und fand das arg anstrengend und teilweise schwammig. Mir graut schon vor M11. M1 ist auch nicht immer sauber definiert., aber ist eben auch ein Grundlagenmodul und deswegen recht knapp.

lg, Jina
 
Ich hab mich mit den "vielen" natürlich auch nur auf die bezogen, die abbrechen und versucht, Gründe anzuführen - wollte nicht alle über einen Kamm scheren. :) Aber was die positive Überraschung angeht, das ging mir genau so - ich war im Laufe des Studiums auch sehr überrascht, wie vielfältig das Fach doch eigentlich ist und in welche Bereiche man überall so reinkommen kann.
Zu BiWi - das geht mir ebenfalls ähnlich. Ich habe dieses Semester M11 bei den BiWis und die Skripte empfinde ich auch sehr, hm, "narrativ" geschrieben. Es ist wesentlich schwammiger, das stimmt, aber es ist auch mal angenehm, 20 Seiten auf 2 zusammen fassen zu können und nicht weitere 20 zu brauchen. Teilweise ist sogar ein schöner Lesefluss vorhanden, was man von den Psychoskripten durch die Thematik an sich bedingt nur sehr eingeschränkt behaupten kann. Uuund: Die Betreuung ist wesentlich netter und intensiver. Ich war wirklich überrascht, wie vielfältig die Lehrangebote der BiWis sind! Hat also auch positive Seiten. Falls Du mit M11 gar nicht mehr in diese Richtung gehen willst, kannst Du auch Module anderer Fakultäten wählen, das geht alles.

Viele Grüße! :)
 
Ich glaube, da liegen mir für M11 eher die Soziologie Module, aber bis dahin habe ich ja noch ein wenig Zeit. Ich hab ja gar nichts gegen BiWi (finde ich eigentlich auch wirklich interessant), mit "narrativ" geschriebenem muss ich mich eben arrangieren. Nur hat mir Ballauf den Rest gegeben, den fand ich wirklich anstrengend. Mir war das alles zu "es könnte sein, dass...oder vielleicht auch nicht" :rolleyes: Zur Psychologie bin auch nur gekommen, weil ich mich in BiWi dieses Semester auf das Statitstik-Modul stürzen wollte und dann kam ich mit den Psychologen in Kontakt. Nunja, teures Semester...

Von der Psycho-Betreuung hab ich bislang nur in Moodle für M1 und M2 was mitbekommen, die waren bis auf eine Ausnahme eigentlich immer recht bemüht. Aber ich fang ja erst an...:D

Lieben Gruß
Jina
 
V

vroni0815

Hey, komme auch von den Biwis. 1a hab ich noch geschafft und da ich ein Philosphie - Fan bin, mochte ich den Ballauff. Aber 1B und 1C find ich voll schlimm, habe 1B 3 Semester lang versucht, soviel Politik und Geschichte, das nervt.... habe dann 1D erfolgreich gemacht (Entwicklungspsychologie) und mich dann für Psychologie entschieden. Für Psychologie mus man echt mehr lernen (soviel hab ich noch nie in meinem Leben gelernt), aber es macht Spaß und man kann eben dafür LERNEN. Bei Biwi ist es schwieriger zu lernen, weil sich oft vieles wiederholt und man halt den Lesefluss hat, aber Hausarbeiten sind in Biwi sicher die bessere Wahl. Es kommt mir wirklich strukturierter vor, wobei die Leute in Biwi etwas mehr über den Tellerrand schauen, finde ich. Psychologiegeschichte bzw. da ich Philosophie- Fan bin, finde ich gar nicht schlecht, aber diese Geschichte wie in der Schule mit Politik- das mag ich nicht, da hatte ich mir Biwi pädagogischer vorgestellt..........
wenn man das Psychologie- Studium bis zum Schluss durchziehen will, schafft man es auch, denke ich. Mit viel Arbeit und Willen! Ich glaube z.B. nicht, dass die Abbrecher- Quote daran liegt, dass so viele 3x durch eine Prüfung gefallen sind, sondern eher, weil sie gewechselt haben oder es wurde zu stressig mit Beruf und Familie........... oder es ist irgendwas dazwischen gekommen.
 
Zur Abbruchquote habe ich ein Beispiel: Als ich im SS 09 anfing, haben wir eine M1-Arbeitsgruppe gegründet. Es gab 10 Interessenten, davon haben sich 6 dreimal getroffen. Von den 6 Mitstreitern haben 3 ihre Ausarbeitungen vorgetragen. Von den 3 Vortragenden haben tatsächlich 2 die M1-Klausur mitgeschrieben und schreiben immerhin noch mindestens eine Klausur pro Semester.
Die meisten von den anderen haben sich - meines Wissens - exmatrikuliert -wegen Überforderung zeitlicher oder auch geistiger Art. Das Leib-Seele-Problem hat wohl einen Teil dazu beigetragen. Wie ich später mal gesehen habe, hatten sich zwei aus der Gruppe im Studiengang Politologie eingeschrieben. Damit entfielen wohl die englischsprachigen Texte. Vielleicht ist es ja in Politologie einfacher, auch die deutschen Studientexte zu verstehen.
 
@fräulein ungeduld
Ich kann dir auch nur raten es zu versuchen. Es macht viel Spaß und ist so interessant!
Und die Klausur im M2 ist alle mal machbar.
M1 finde ich schon schwieriger. Es wird viel kurz erklärt und angesprochen, was in den späteren Modulen vertieft wird. Gut wenn man da Vorkenntnisse hat zum Aufbauen.
Ich gehöre zu den noch nicht 50+, aber bin auch spät dran und lange aus der Schule raus. Ich habe nun fast 10 J. Kinderpause und leider noch nicht meine Lernstrategie gefunden. Den Stoff durcharbeiten in dem Semester ist kein Problem. Das Verstehen auch nicht. Bei mir liegt es am Kopf, am speichern.
Dazu ist multiple choice so gar nicht meins. Und ich habe übelste Prüfungsangst.
Aber ich schaff das schon noch!

Ich habe einige Studienbriefe auch von Biwi und die beiden sind sich doch sehr ähnlich. Ich habe festgestellt, wenn ich beide Biwi und Psycho lese, versteh ich viel mehr. Es greift ineinander. Mal ist es bei Biwi leichter zu verstehen, mal bei Psycho. Problem sind nur die Kosten, da kaum einer seine Studienbriefe (PDF) teilen will (darf).

LG Kaltestantchen
 
Lt. Absolventenstatistik haben den Bachelor Psychologie zum 23.8.2012 23 Studenten erfolgreich bestanden. Lt. Aachener Zeitung vom 14.10. studieren gegenwärtig an der FernUniversität Hagen rund 10.000 Studenten Psychologie. Ich schätze mal, dass grob 200-300 Absolventen einer Jahrgangskohorte den Abschluss schafft bzw. 70 Prozent vorher abbrechen. Im FB Wi sind es rund 25000 Studenten und die Absolventenzahl hat sich inzwischen p.a. bei 400 bis 500 eingependelt.
 
Lt. Absolventenstatistik haben den Bachelor Psychologie zum 23.8.2012 23 Studenten erfolgreich bestanden.

Wow, doch nur so wenig? Derzeit soll es doch "übelste" Betreuungsknappheit für die aktuellen Bachelorarbeiten-Schreiber geben, sind es denn in diesem Semester so wahnsinnig viele Schreiber mehr? Bin da gerade doch ziemlich überrascht und vielleicht weiß ja jemand was genaueres!?
 
Bedenkt bitte auch, dass viele die Fernuni nur als "Sprungbrett" nehmen für eine Präsenzuni, indem sie bspw. nur M1-M6 belegen und dann in ein höheres Präsenzsemester wechseln...
 
Ich möchte meine Verwunderung von 2012 auch revidieren. Inzwischen weiß ich, dass die 23 Absolventen von 2011 die ersten waren, die den Studiengang B. Sc. Psychologie abgeschlossen haben - und das sogar in recht zügigem Tempo. Seitdem steigen die Absolventenzahlen ziemlich rapide (2012 waren es bereits über 100).
 
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