Hilfe, ich schwimme mit dem Exposé !!!

Hallo Ihr,

ich brauche Eure Hilfe.

Befinde mich im Modul W4 und möchte eine HA schreiben, das Exposé ist gerade nicht abgesegnet worden und ich muss es umstellen.
:confused:
Ich werde nun Nobert Elias (Studien über die Deutschen) als "Eckpfeiler" einbringen (weiß noch nicht wie), aber verstehe nicht, wie ich "bildungswissenschaftliche Aspekte" auch noch in meine Arbeit einbringen soll... Kann mir jemand ein Beispiel nennen?

Mir rennt die Zeit davon. Ich möchte über den doppelten Antisemitismus in Olaf Blaschkes Dissertation "Katholizismus und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich" schreiben.

Hier ein Teil der Antwort meines Betreuers: "Vielleicht sollten sie versuchen, ihren bislang primär historischen Zugang durch soziologische Perspektiven zu ergänzen. ein geeignter theoretischer Eckpfeiler in diesem Kontext könnte Norbert Elias sein. Lesen sie mitunter die Einleitung des Buches "Etsablierte und Außenseiter" und versuchen sie u. U. die historische Perspektive in einem soziologischen Modell zu verorten.
- Zum Zweiten möchte ich daran erinnern, dass sie ein bildungswissenschaftliches Wahlmodul (mit soziologischem Fokus) belegt haben. Deswegen sollten sie - wenn auch lockere - Bezüge zu bildungswissenschaftlichen Aspekten einbeziehen...."


Vielen Dank!!! Ich schwimme total

Olivia
 
Hallo Ihr,

ich brauche Eure Hilfe.

Befinde mich im Modul W4 und möchte eine HA schreiben, das Exposé ist gerade nicht abgesegnet worden und ich muss es umstellen.
:confused:
Ich werde nun Nobert Elias (Studien über die Deutschen) als "Eckpfeiler" einbringen (weiß noch nicht wie), aber verstehe nicht, wie ich "bildungswissenschaftliche Aspekte" auch noch in meine Arbeit einbringen soll... Kann mir jemand ein Beispiel nennen?

Mir rennt die Zeit davon. Ich möchte über den doppelten Antisemitismus in Olaf Blaschkes Dissertation "Katholizismus und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich" schreiben.

Hier ein Teil der Antwort meines Betreuers: "Vielleicht sollten sie versuchen, ihren bislang primär historischen Zugang durch soziologische Perspektiven zu ergänzen. ein geeignter theoretischer Eckpfeiler in diesem Kontext könnte Norbert Elias sein. Lesen sie mitunter die Einleitung des Buches "Etsablierte und Außenseiter" und versuchen sie u. U. die historische Perspektive in einem soziologischen Modell zu verorten.
- Zum Zweiten möchte ich daran erinnern, dass sie ein bildungswissenschaftliches Wahlmodul (mit soziologischem Fokus) belegt haben. Deswegen sollten sie - wenn auch lockere - Bezüge zu bildungswissenschaftlichen Aspekten einbeziehen...."
Na, dann schauen wir uns das mal genauer an. Du möchtest über Blaschke schreiben - aber was denn genau? Du musst Dir einen Zugang zum Thema suchen, der dem Modul entspricht. Es ist ein BiWi-/Soz-Modul, daran musst Du Dich entlang hangeln. Lass' den Historikerblick dabei mal ein Stückchen außen vor ;-))

Also: Dein Thema hat einen soziologischen Aspekt, wenn man den Antisemitismus als gesellschaftliche Komponente (und nicht als Einzelmeinung) wertet. Hmmm - Elias' "Etablierte und Außenseiter" passt insofern, als er darin über seine Studie berichtet, die er in England gemacht hat. Dabei wird der Zuzug von Arbeitern der gleichen Ethnie in ein alteingesessenes Dorf beleuchtet. Ähnlich verhielt es sich mit den deutschen Juden im Kaiserreich. Sie waren Deutsche, nur ihre Religion war anders und waren deshalb nicht "etabliert", sondern Außenseiter. Insofern passt das.

Der BiWi-Anteil in Deinem Thema erschließt sich mir allerdings nicht wirklich. Eventuell kannst Du auf das Bildungsniveau von Katholiken und Juden und einen sich daraus ergebenden Antisemitismus (Stichwort: Neid) eingehen? das wäre ein zugegebenermaßen SEHR lockerer Zusammenhang. Ich finde es aber eine ziemlich schwierige Aufgabe, das alles auf 15 Seiten unterzubringen.
 
Mit dem Buch von Norbert Elias "Studien über die Deutschen" Machtkämpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert könnte ich weiter arbeiten, denn das habe ich gekauft und bin mit dem Werk einigermaßen vertraut...

Es ist das erste Mal in dem Studium, dass ich total verzweifelt bin und nicht weiterkomme.
 
Okay, das ist also Deine Herangehensweise. Ich kann verstehen, dass Deinem Betreuer der BiWi-Bezug hier fehlt. Das Thema bzw. das, was Du vorhast, hat die Tendenz, dass Du zu deskriptiv werden könntest. Aber Elias passt schon mal. Und nennt Blaschke wirklich guten Antisemitismus versus schlechten Antisemitismus? - ist ja schauderhaft. Und hast Du weitere Literatur außer Blaschke/Pulzer?
 
Mit dem Buch von Norbert Elias "Studien über die Deutschen" Machtkämpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert könnte ich weiter arbeiten, denn das habe ich gekauft und bin mit dem Werk einigermaßen vertraut...

Es ist das erste Mal in dem Studium, dass ich total verzweifelt bin und nicht weiterkomme.
Aber auch das Buch ist beobachtend/beschreibend (ich weiß, dass Ihr Historiker sowas liebt, aber das ist glaube ich hier nicht gewünscht)! Du musst einen anderen Zugang suchen!
 
Ja, ich habe noch weitere Literatur: Handbuch des Antisemitismus (Benz), Katholischer Antisemitismus im 19. Jahrhundert (Blaschke), Frau, Familie und Identität im Kaiserreich (Kaplan), Deutschland, jüdisch Heimatland (Wolffsohn), Deutsch-Jüdische Geschichte 1871-1918, Das ruhelose Reich 1866-1918 (Stürmer).
 
Meine Betreuerin hatte mir das Buch von Elias empfohlen und sagte mir, ich soll Blaschkes Thesen vor dem Hintergrund von Elias verorten....Oh wie ist das alles schrecklich!
 
Hier ist die ganze Mail von meinem Betreuer,,,Ich verstehe es so, dass ich mit dem Thema nicht so ganz verkehrt liege, aber es mit Elias erweitern soll??
Ich denke, er möchte eine soziologische Theorie unterlegt haben (er schlägt ja Elias vor, was ich für sehr geschickt halte), in der Du das Thema katholischer Antisemitismus verortest. Du wendest quasi Dein Thema auf eine gängige Theorie an. Du könntest ja auch die Systemtheorie oder sonst was nehmen und Dein Ding darin unterbringen. Das ist wohl gewünscht. Schwierig wird der BiWi-Bezug. Das ginge vielleicht so wie ich vorgeschlagen habe, ggf, als Exkurs in Deiner HA.
 
Aber verstehe ich es richtig, dass Blaschke mein Hauptthema bleiben kann?? Ich glaube, ich muss mich zum ersten Mal bei einer Prüfung schnell noch abmelden. Ich schaffe das nicht mehr!
 
Alles historisch...Auweia!!! Wie kann ich mich denn noch abmelden bei der Hausarbeit? Dann muss ich es versuchen im nächsten Semester weiterzuschreiben.
 
Aber verstehe ich es richtig, dass Blaschke mein Hauptthema bleiben kann?? Ich glaube, ich muss mich zum ersten Mal bei einer Prüfung schnell noch abmelden. Ich schaffe das nicht mehr!
Ich weiß nicht, was Du mit "Blaschke als Thema" meinst. Es geht Dir doch nicht um die Person Blaschke, sondern um den Inhalt seiner Diss, oder? Der Inhalt (also katholischer Antisemitismus) wird als lohnenswert betrachtet, nur Dein Zugang nicht. Schreibt Dein Betreuer ja auch so: "Generell gilt: Das von ihnen gewählte Themenfeld ist geeignet und ich möchte sie ermuntern, an ihrer Perspektive weiter zu arbeiten..."
 
Alles historisch...Auweia!!! Wie kann ich mich denn noch abmelden bei der Hausarbeit? Dann muss ich es versuchen im nächsten Semester weiterzuschreiben.
Du meldest Dich im LVU genauso ab wie bei einer Klausur oder mündlichen und teilst dem Betreuer mit, dass Du das Thema gerne behalten willst, aber mehr Zeit brauchst, Deine Sichtweise dazu zu ändern. Dann kannst Du in Ruhe suchen (Dich vor allem mal in soziologisches Denken einarbeiten, das erscheint mir hier sehr wichtig) und im nächsten Semester erneut an den Betreuer herantreten. Kein Problem!
 
Kleiner Hinweis noch zur Herangehensweise: Du hast in Deinem Ex ja als ersten Punkt die Def von Antisemitismus. Hier müsstest Du nach der gewünschten Herangehensweise eher zunächst Elias' Theorie erläutern - bitte direkt mit Bezug auf Dein Thema kath Antisemitismus! Du musst völlig anders denken bei dieser HA.
 
Sandra, wie meldet man sich denn wieder ab? Dann mache ich im nächsten Semester die Müdliche in G4 und auch die Hausarbeit in W4 als Wiederholer...Habe im Oktober und Januar viel Urlaub :eek:
 
Ich habe es gefunden und kann mich ja noch abmelden beim Prüfungsamt. Dann belege ich gleich W4 für nächstes Semester als Wiederholer und informiere meinen Betreuer darüber..Zeitlich schaffe ich es nun ganz sicher nicht mehr. Mein Urlaub ist auch bald vorbei und den wollte ich voll nutzen für die Hausarbeit und nicht um das Thema umzustellen!
 
M

Myrmid

Dann schreibst du deine HA eben zu Beginn des nächsten Semesters - dadurch gewinnst du Zeit, dich ins Thema besser einzuarbeiten und hast eigentlich keine Zeit im Studium verloren, da das Semester dann ja noch lang ist und du locker ein weiteres Modul unterbringst. Ich habe das auch schon mal so gemacht und bin damit ganz gut gefahren... jedenfalls besser, als eine unausgegorene HA abzugeben und sich dann über eine schlechte Note zu ärgern. Du packst das schon! :)
Übrigens steht bei mir im nächsten Semester auch W4 am Programm. Mal sehen, wie's mir dann damit geht... Ich möchte allerdings eine mündliche Prüfung ablegen.
 
Ja, zu Beginn des Semesters geht es nicht. Ich habe mich für ein Präsenzseminar im Oktober in München angemeldet und verbindlich für ein Referat (als Vorbereitung für die Mündliche G4).
Da muss ich die ersten Monate viel lernen...Werde schon jetzt an dem Thema dran bleiben und einfach weiterschreiben, in der Hoffnung, dass ich nicht allzu falsch liege. Meinem Betreuer habe ich gerade eine Nachricht geschickt.

Melde mich heute noch beim Prüfungsamt ab..
 
Vielen Dank, Sandra!! Ich werde genauso weiterarbeiten, wie Du es empfohlen hast.. Habe auch nochmal meinem Betreuer Fragen dazu gestellt und werde danach einfach in Ruhe weiter schreiben und W4 als Wiederholer im WS belegen. Dann kann ich etwas entspannter schreiben und weitere Literatur (nicht historisch) hinzuziehen...
 
Vielen Dank, Sandra!! Ich werde genauso weiterarbeiten, wie Du es empfohlen hast.. Habe auch nochmal meinem Betreuer Fragen dazu gestellt und werde danach einfach in Ruhe weiter schreiben und W4 als Wiederholer im WS belegen. Dann kann ich etwas entspannter schreiben und weitere Literatur (nicht historisch) hinzuziehen...
Gerne, Livia - klingt nach der richtigen Entscheidung! "Etablierte und Außenseiter" liest sich übrigens sehr griffig und verständlich - ich bin mir ziemlich sicher, dass Du hier nicht nur das Vorwort lesen wirst. Man will da unbedingt wissen, wie es weiter geht.
 
Ja, Sandra! Ich habe noch einmal mit meinem Betreuer Kontakt gehabt und werde mich weiter in die Thematik einarbeiten. "Etablierte und Außenseiter" ist bestellt und zu den bildungswissenschaftlichen Aspekten kommen mir sicherlich noch Ideen..


Liebe Grüße!!
 
Ich habe die Erleuchtung!

Von der Dissertation von Olaf Blaschke "Antisemitismus und Katholizismus im Deutschen Kaiserreich" und meiner historischen Fragestellung zum doppelten Antisemitismus, setze ich soziologische Eckpfeiler (somit den soziologischen Hintergrund) mit dem Werk "Etablierte und Außenseiter" von Norbert Elias und zum Schluss spanne ich einen Bogen zur Bildungswissenschaft und dem Werk "Strategien der Ausgrenzung" von Norbert Wenning, Martin Spetsmann-Kunkel, Susanne Winnerling.

:)
 
Hallo Balina!

Mein Expose ist soweit fertig. Nun warte ich noch auf ein Buch der Unibibliothek (Strategien der Ausgrenzung) um die bildungswissenschaftlichen Aspekte einzubringen. Die Fragestellung wird schon historisch sein, aber mit soziologischen Eckpfeilern..

Ich werde es erst im August wieder zum Betreuer versenden. Die Prüfung habe ich auf das nächste Semester verlegt..
 
Top