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Jobaussichten Informatik

  • Ersteller Panta
  • Erstellt am
wollte einfach mal wissen wie die Jobaussichten als Informatiker sind. Kennt jemand aktuelle Links mit Prognosen? Wer hat schon selbst Erfahrungen mit diesem Studium auf dem Arbeitsmarkt gemacht? Wie sieht die Akzeptanz der Fernuni aus, auf dem deutschen Arbeitsmarkt?
Ich tendiere zwischen Informatik und WiInformatik...
 
Jobaussichten sind gut, es kommt aber neben dem Abschluss gerade in der Informatik sehr auf Berufserfahrung an. Wenn man also beispielsweise mit 30 ein Informatikstudium beginnt, jedoch keine Berufserfahrung in der IT hat, schätze ich die Jobchancen als relativ schlecht ein, egal ob man von der Fernuniversität oder einer Präsenzuniversität kommt.

Im Allgemeinen ist die Fernuniversität durchaus akzeptiert. Hatte auch schon zwei mal die Situation gegenüber Arbeitgebern, dass die Sache sehr positiv aufgenommen wurde, weil man die Schwierigkeit des berufsbegleitenden Unistudiums kennt.
 
Vielen Dank! Ich bin 41 Jahre jung und habe seit 20 Jahren Erfahrung in der IT und Netzwerken, ich denke das läßt sich später gut vertreten. Wie sehen die Chancen in der Wirtschaftsinformatik aus?
 
Wirtschaftsinformatik und Informatik haben beide gute Jobaussichten, aber bei WI bist du mit der Jobauswahl flexibler. WIs können auch Jobs für Wirtschaftler machen, werden auch gerne mal fürs Produktmanagement oder Unternehmensberatung genommen. Als Informatiker bist du hauptsächlich in der Softwareindustrie zuhause, aber natürlich darf man da nicht pauschalisieren.
 
Jobaussichten sind gut, es kommt aber neben dem Abschluss gerade in der Informatik sehr auf Berufserfahrung an. Wenn man also beispielsweise mit 30 ein Informatikstudium beginnt, jedoch keine Berufserfahrung in der IT hat, schätze ich die Jobchancen als relativ schlecht ein, egal ob man von der Fernuniversität oder einer Präsenzuniversität kommt.

Ich halte das für Schwachsinn. Warum sollte es hier anders sein als in anderen Branchen.
Man wird sicherlich nicht den Top-Job zum Einstieg erhalten, aber viel wichtiger ist meiner Meinung nach, dass man einen vernünftigen Lebenslauf hat bzw. seinen bisherigen Werdegang vernünftig belegen kann.
Wenn man dann noch in der Lage ist seine Entscheidung, ein Studium im "gehobenen" Alter aufzunehmen, mit ein paar guten Argumenten zu untermauern, sehe ich da eher weniger Probleme.
Ich denke, wie so oft im Leben kann man das nicht pauschalisieren.
 
Was zählt ist Erfahrung und Kenntnisse, ich sehe, dass es heute bei den IT-Jobs nicht explizit ein Studiumabschluss gefordert wird, es steht fast immer "Sie sind studiert oder besitzen eine abgeschlossene IT-Ausbildung und X Jahre Berufserfahrung in XY , YX , etc."
Wenn ich als Fachinformatiker studiere,dann eigentlich mehr für mich selbst, ich verspreche mir da nicht unbedingt viel davon. Klar kann man sich als z.B. ein Fisi und BSc. gleichzeitig eventuell ein wenig von den anderen absetzen, aber es kommt auf die Kenntnisse und Berufserfahrung die man hat, wenn man irgendwo eingeladen wird. Und selbst wenn einem ein Abschluss leichter die Tür öffnet, heißt es nicht ,dass der Typ für einen Job X unbedingt in Frage kommt und den Anforderungen stand hält.
Ich denke, bei einer Übernahme einer Führungsposition steht man eventuell mit einem Studiumabschluss besser dar, doch gleichzeitig kann man diese Position von keinem Studi ohne Erfahrung besetzen.
 
Vlad_der_biker,

diese Sichtweise finde ich etwas kurzsichtig, gleichwohl sie auf einen gewissen Typ von Stellen zutrifft.
Es gibt viele Softwarehäuser, die Anwendungen / Systeme mit hohem wissenschaftlichen Gehalt entwickeln. Bei uns um die Ecke ist beispielsweise ein Hersteller von Verkehrssimulationssystemen, welche Straßennetze unter Staulast optimieren. Da kommst du ohne Kenntnisse in Graphentheorie und kombinatorischer Optimierung sowie hoher Affinität zur Algorithmik schlicht nicht weiter, womit im Prinzip nur noch Informatiker in Frage kommen.
Ähnlich sieht es etwa mit Software für propabilistische Modellierung aus. Hier ist Wissen in Stochastik nötig, das liefert leider kein Fachinformatiker. Andere Hersteller beschäftigen sich mit Computervision, also im Wesentlichen Objekterkennung. Das ist ein mathematisch anspruchsvolles Gefielde (an der Fernuni kann man in diesem Bereich mittlerweile schön vertiefen), da du Kenntnisse in höherer Analysis, Optimierung und Stochastik brauchst. Ein Fachinformatiker ist hier schlicht nicht qualifiziert.
Im Bereich Business Intelligence oder medizinischer Software triffst du auf wissensbasierte Systeme, die einen hohen Anspruch an Algorithmik und Prädikatenlogik haben (auch gut vertiefbar an der FeU), ein Fachinformatiker kommt hier nicht mit.

Merke: die Welt hinter den 0815-Datenbank-Anwendungen ist groß. Und wird fast ausschließlich von studierten Informatikern und Ingenieuren dominiert.
 
Hi Vlad_der_biker,

diese Sichtweise finde ich etwas kurzsichtig, gleichwohl sie auf einen gewissen Typ von Stellen zutrifft.
Es gibt viele Softwarehäuser, die Anwendungen / Systeme mit hohem wissenschaftlichen Gehalt entwickeln. Bei uns um die Ecke ist beispielsweise ein Hersteller von Verkehrssimulationssystemen, welche Straßennetze unter Staulast optimieren. Da kommst du ohne Kenntnisse in Graphentheorie und kombinatorischer Optimierung sowie hoher Affinität zur Algorithmik schlicht nicht weiter, womit im Prinzip nur noch Informatiker in Frage kommen.
Ähnlich sieht es etwa mit Software für propabilistische Modellierung aus. Hier ist Wissen in Stochastik nötig, das liefert leider kein Fachinformatiker. Andere Hersteller beschäftigen sich mit Computervision, also im Wesentlichen Objekterkennung. Das ist ein mathematisch anspruchsvolles Gefielde (an der Fernuni kann man in diesem Bereich mittlerweile schön vertiefen), da du Kenntnisse in höherer Analysis, Optimierung und Stochastik brauchst. Ein Fachinformatiker ist hier schlicht nicht qualifiziert.
Im Bereich Business Intelligence oder medizinischer Software triffst du auf wissensbasierte Systeme, die einen hohen Anspruch an Algorithmik und Prädikatenlogik haben (auch gut vertiefbar an der FeU), ein Fachinformatiker kommt hier nicht mit.

Merke: die Welt hinter den 0815-Datenbank-Anwendungen ist groß. Und wird fast ausschließlich von studierten Informatikern und Ingenieuren dominiert.

Solche Softwärehäuser stellen auch dann Doktoren und Mathematiker ein, da können dann aucht teilweise keine Informatiker allein die Projekte erledigen, ich bin selbst in so einem Softwarehaus tätig, ich habe auch schon Studis gesehen , wo ich mich frage , was die dort überhaupt studiert haben, da sie die Basics (Grunkenntnisse, Server, Programmierung, Netzwerke, Betriebssysteme, etc.) überhaupt nicht in dem Kopf hatten.
Schaue dir mal was die Fachinformatiker an Stoff lernen, da findest du auch vieles was du beschrieben hast, speziel Fachinformatiker /Anwendungsentwicklung.
Es kommt auf den Einsattzweck an, wer welche Funktion später als Informatiker efrüllen wird.
 
Solche Softwärehäuser stellen auch dann Doktoren und Mathematiker ein, da können dann aucht teilweise keine Informatiker allein die Projekte erledigen

Zu pauschal. Kenne einige Informatiker, die an Softwaresystemen arbeiten mit wissenschaftlicher Affinität. Dass mathematische Aufgaben nur von Mathematikern erledigt werden können, ist ein bisschen klischeehaft. Gerade in Bereichen wie Logik oder kombinatorische Optimierung ist der Wissensunterschied zwischen Informatikern und Mathematikern nicht selten marginal. In anderen Bereichen, wie der Bilderkennung, geht es nicht nur um die mathematischen Modelle sondern auch um die Algorithmik aus Parallelität oder künstlichen neuronalen Netzen, nicht gerade Gebiete, in denen der Durchschnittsmathematiker die Nase vorn hat.

Aber ich finde deine Denkweise interessant. Interessenfrage: wenn du dich als Informatiker selbst nur auf 0815-Businesssoftware beschränkst, wo siehst du deinen Mehrwert in der Ausbildung gegenüber einem Fachinformatiker? Und warum machst du das?
Oben hast du anklingen lassen, dass du es eher für dich selbst machst. Heißt das, unter den ganzen B-Katalog/M-Katalog-Modulen siehst du keines, das dir karriere-/fachtechnisch einen Vorsprung gibt? Das verstehe ich nicht.

Nachtrag: ich mach z.B. in Hagen Informatik mit Nebenfach Mathematik. Ich glaube schon, solchen Aufgaben gewappnet zu sein (in Bilderkennung bin ich beruflich zeitweise schon tätig...)

Schaue dir mal was die Fachinformatiker an Stoff lernen, da findest du auch vieles was du beschrieben hast, speziel Fachinformatiker /Anwendungsentwicklung.

Sorry, aber das ist ja wohl ein Witz. Verwechselst du das mit Fh-Informatikern? Fachinformatiker haben keine Stunde Mathe in der Ausbildung. Die können von all dem überhaupt nichts. Kann es sein, dass du eine falsche Vorstellung von diesen wissenschaftlichen Disziplinen hast? Wie willst du in Bildverstehen bspw. ohne partielle Differentiale auskommen? Fachinformatiker haben doch überhaupt keine Analysis.

Und wenn du ihnen dieses Wissen dennoch zugestehst, obwohl es definitiv nicht Teil der Ausbildung ist, warum sprichst du dann obige Themen dem studierten Informatiker ab? Deine Argumentation ist nicht schlüssig.
 
Ich verspreche mir nicht von dem Studium, dass ich exorbitant mehr Lohn danach bekomme und mir mehr Türen geöffnet werden als jetzt. Ich kann gut davon leben von dem was ich jetzt mache und wofür ich mich beruflich interessiere. Ich stimme dir zu ,dass wenn man in den Einsatzfällen, die du beschreibst mehr Mathe und Algorithmik Kenntnisse haben muss.
Mein Einsatzgebiet (Netzwerke, Sicherheit, Programmieren) wird sich dadurch auch nicht unbedingt ändern Informatik, war seit meiner Kindheit mein Hobby und deswegen habe ich es zum Beruf gemacht, deswegen auch würde ich es studieren, da es mir Spass macht, aber ich möchte auch meine Berufserfahgung und Fachinformatiker Ausbildung nicht missen, denn sonst wäre ich jetzt wie manche Studis , die frisch nach dem Studium kein Plan von vielen Sachen haben und wissen eigenltich gar nicht warum die Informatik studiert haben und was die nun damit machen wollen.
Bei hochmathematischen Sachen, werden in solche Projekte Mathematiker reingeholt, das habe ich schon mehrmals erlebt. Ich finde jeder IT-Ausbildung hat seine Berechtigung auf Existenz. Man unterschätzt sehr oft die Fachinformatiker oder Leute , die gar keine IT-Ausbildung/Studium hatten und trotzdem viel besser in diesen Bereich passen, da Informatik ihr Hobby und Interesse seit mehreren Jahren ist.
 
Bei hochmathematischen Sachen, werden in solche Projekte Mathematiker reingeholt, das habe ich schon mehrmals erlebt.

Mag ja sein, aber du pauschalisierst wieder. Was ich schon gesehen habe, wurde von Informatikern und Ingenieuren gestemmt. Und jetzt? Wer hat recht? Definiere doch "hochmathematisch" - was verstehst du darunter?
 
Es gibt viele Softwarehäuser, die Anwendungen / Systeme mit hohem wissenschaftlichen Gehalt entwickeln. Bei uns um die Ecke ist beispielsweise ein Hersteller von Verkehrssimulationssystemen, welche Straßennetze unter Staulast optimieren. Da kommst du ohne Kenntnisse in Graphentheorie und kombinatorischer Optimierung sowie hoher Affinität zur Algorithmik schlicht nicht weiter, womit im Prinzip nur noch Informatiker in Frage kommen.
Wo ist denn "bei dir um die Ecke"? Tät mich mal interessieren, sowas findet man ja leider eher selten in den üblichen Stellenanzeigen in Zeitungen oder Jobportalen.
 
Um die Ecke ist Karlsruhe. Derartige Stellenangebote findet man immer mal wieder, etwa bei Xing, wenn man nach "Informatiker" sucht statt nach Database-Boy.

@Vlad_der_biker: was soll das? Von meinen Fragen an dich in meinen letzten beiden Postings sind noch mehrere unbeantwortet. Was ist nun damit? Was ist Tante Louise?
 
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Wir haben in unserer kleinen Softwarefirma einen Mathematiker (Chef), eine Mathematikerin (die nie wirklich programmieren gelernt hat, dafür in BWL besser aufgestellt ist) eine Informatikerin und einen Angelernten, die jetzt seit 10 Jahren bei uns ist. Die Mathematiker sind bei uns zum Denken und Probleme lösen da, das haben die nämlich im Studium gelernt und nur in zweiter Linie zum Programmieren. Dafür ist er kein guter Kaufmann.^^ Die Informatikerin ist unschlagbar und kann anscheinend beides, also Denken und Programmieren. Der Angelernte erhält fest definierte Aufgaben und baut hauptsächlich Masken, zu mehr fehlt es vor allem an Grundlagenwissen.

Fakt ist, wir brauchen jeden einzelnen...
 
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