Kernaussage der Theorie der arbitragefreien Bewertung

S

Sus_Scrofa

#1
Liebe Mitstreiter, das Thema ist aus meiner Sicht recht komplex ---> s. nur die Aufgaben in der Klausur Feb. 2008!

Was ist die qualitative Kernaussage der Theorie der arbitragefreien Bewertung?

Die Verbraucher & Marktteilnehmer dazu, von Arbitrage Gebrauch zu machen ----> d.h. zusätzliche Zahlungsströme sicherzustellen.

Aber wo kommt die Anwendbarkeit der "arbitragefreien Bewertung"? Arbitragefrei heißt doch, dass es (= unter Randbedingungen) keine objektive Möglichkeit gibt, eine Arbitrage auszunutzen, also keine zusätzlichen Zahlungsströme für das UNternehmen sicherzustellen.

Warum gilt auch eine schwache Arbitragebedingung als "schwach"?

Warum soll auch ein Wertpapiermarkt arbitragefrei sein ---> dass ist doch nicht immer Realität...

Sorry für die chaotischen Fragen ---> gerade heute mit dem Thema begonnen...

Gruß, Sus
 
#2
Hallo,

in diesem Kapitel werden (mathematische) Bedingungen dafür geliefert, wann ein Markt arbitragefrei ist.

Die starke Arbitragefreiheitsbedingung lautet: Ein Markt ist dann arbitragfrei, wenn es positive Faktoren gibt, auf deren Basis der Kapitalwert jedes Objektes am Markt null ist. Außerdem dürfen diese Abzinsungsfaktoren im Zeitablauf nicht zunehmen. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, ist der Markt arbitragefrei. Andernfalls ist eine Arbitrage möglich.

Mit der Unternehmensbewertung hängt das insofern zusammen, dass diese Abzinsungsfaktoren auch zur Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme verwendet werden können.

Die schwache Arbitragefreieheitsbedingung lautet: Ein Markt ist dann arbitragfrei, wenn es nichtnegative Faktoren gibt, auf deren Basis der Kapitalwert jedes Objektes am Markt null ist. Diese Bedingung heißt schwach, denn wenn sie erfüllt ist, ist zwar in t=0 keine Arbitrage möglich, aber es könnte immer noch in anderen Zeitpunkten Arbitrage möglich sein.

Ich hoffe, das macht Sinn? Ansonsten reden wir ja heute Abend nochmal.

Bis dann und viele Grüße

Wolfgang
 
S

Sus_Scrofa

#3
Hallo Wolfgang,

hättest Du vielleicht ein Beispiel? Ich verstehe das so, wie der Prof das auf der S. 34, UB II ausführt ----> Bei Arbitragefreiheit ist der Kapitalwert eines jeden Papiers j, berechnet mit den Abzinsungsfaktoren ρ gleich Null.

In Ordnung, aber wo sind weitere Randbedingungen bzw. praktische Anwendbarkeit? ;-)

Zu schwacher Arbitrage ---> ist für mich ebenso sehr schwammig. Was heißt denn genau "...in t=0 ist keine Arbitrage möglich"? Bsp. 17, S.34, UB II ---> die zwei Papiere kosten doch gleich! Heißt es dann - keine Arbitrage möglich, wenn sie gleich kosten?

Außerdem stellt sich für mich folgende Kernfrage ---> wozu das Ganze, wenn aus Sicht von Prof diese Theorie sowieo keinen Realitätsbestand hat... Muss ein Unternehmensbewerter siocherstellen, dass kein "free lunch" möglich ist und deswegen Wert = Preis?

Gruß, Sus
 
#4
Arbitragefreiheit kommt mE nur im vollkommenen Markt unter Sicherheit vor, wenn ich mich nicht irre. Auch wenn dies realitaetsfremd ist, holt Prof. Hering ja immer weit aus, um seine Thesen zu beweisen. Ich kann somit einigermassen nachvollziehen, was wolfgangmeier schreibt, aber das ganze Thema ist etwas sehr theoretisch.

Eng verbunden mit dem Thema Arbitrage ist ja die Ermittlung der Abzinsungsfaktoren bei nicht-flacher Zinsstruktur. Da habe ich momentan noch etwas Probleme mit den Erklaerungen auf S.40 Skript IT1. Es handelt sich hierbei einfach nur um Zero-Bond-Abzinsungsfaktoren, oder? Wurde bei Bitz sehr anschaulich erklaert, diese Ausfuehrungen finde ich relativ verwirrend. Habt Ihr das drauf & koennt es einfacher erklaeren?

Ansonsten habe ich auch noch das gefunden, was spaeter vielleicht hilft, wenn der Kopf wieder frei ist:
http://www.bfw.rwth-aachen.de/kos/WNetz?art=File.download&id=43

Thema Marktzinsmethode war Teil der Klausur letztes Semester. Kann gut sein, dass es wieder drankommt. Und die Abzinsungsfaktoren sind ja sowieso relevant fuer die Bewertungsformeln.
 
#5
Hallo zusammen - zu diesem Thema: kann mir jemand erklaeren, warum zu Tabelle17 S. 34 p1=0 folgt und wie sich die Ergebnisse zu p auf S. 37 oben berechnen?
Waere sehr lieb, stehe sehr auf dem Schlauch...
LG
 
#6
Hallo zusammen - zu diesem Thema: kann mir jemand erklaeren, warum zu Tabelle17 S. 34 p1=0 folgt und wie sich die Ergebnisse zu p auf S. 37 oben berechnen?
Waere sehr lieb, stehe sehr auf dem Schlauch...
LG
Gute Frage Poshi, komme hier auch gerade nicht weiter:) Hat jemand eine Ahnung wie die Ergebnisse auf S. 37 oben zu Stande kommen? Die Formel auf S. 36 unten ist für mich nicht nachvollziehbar.
VG
 
#8
Hallo Biti,
danke Dir VIELMALS - ich war schon kurz vor der Verzweiflung! Weißt Du vielleicht auch, wie sich der Arbitrageplan darunter berechnet?
Schreibst Du auch im März mit?
LG
 
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