Klausur 2015/16 - Aufgabe 1

#4
Aufgabe 1a)
Das optimale, endwertmaximierende Programm ist: I3, I2 und F1 komplett unter voller Ausschöpfung der liquiden Mittel, F2 wird zu 81,25 % bzw. zu 65 GE ausgeführt. Grenzobjekt F2 bildet mit seiner Verzinsung von 13% den endogenen Kalkulationszinsfuß.

Aufgabe 1b)

CI3: -80 + 96/1,13 = 4,96 GE

CI4. -50 + 56/1,13 = -0,44 GE

CF2: 80 – 90,4/1,13 = 0 GE

CF3: 60 – 70,8/1,13 = -2,65 GE

Aufgabe 1c)

Auf dualem Weg ergibt sich der Endwert durch die Addition und Aufzinsung der Kapitalwerte der realisierten Objekte auf den Zeitpunkt t = 1:

CI3: -80 + 96/1,13 = 4,96 GE

CI2: -100 + 115/1,13 = 1,77 GE

CLM: 40 – 40/1,13 = 4,60 GE

CF1: 75 - 81/1,13 = 3,32 GE

CF2: (80 – 90,4/1,13) x 0,8125 = 0 GE

EW = (4,96 + 1,77 +4,60 + 3,32 + 0) x 1,13 = 16,55 GE



Auf primalem Weg kann der Endwert aus den Zahlungen in t = 1 berechnet werden: (115 + 96 - 40 - 81 - 90,4 x 0,8125) = 16,55 GE



Aufgabe 1d)

Das optimale Barwertmaximierende Programm ist: I3, I2 und F1 komplett unter voller Ausschöpfung der liquiden Mittel, F2 wird zu 99,56 % bzw. zu 90 GE ausgeführt. Der Endwert aller Projekte und Finanzierungen beträgt ebenfalls 16,55 GE. Genau dieser Betrag darf nach Diskontierung mit dem Grenzzinsfuß ausgeschüttet werden (16,55 / 1,13= 14,65 GE in t = 0). Damit unterscheidet sich das Programm nur in Hinblick auf den Umfang des Finanzobjekts F2, Grenzobjekt und -zinsfuß bleiben gleich.

Aufgabe 1e)

Der diskontierte Endwert (Barwert) in t = 0 in Höhe von 14,65 GE spiegelt die maximalen Gesamtkosten des Schadensersatzes wider – Beweis:

T=0 T=1


Liquide Mittel +40 -40

F1 +75 -81

F2 +79,65 -90

Schadensersatzzahlung -14,65

I2 -100 +115

I3 -80 +96

Saldo 0 0


Aufgabe 1f)

Da I1 nicht mehr vollständig zu finanzieren ist, muss es dasjenige Investitionsprogramm verdrängen, welches den niedrigeren Barwert hat – im vorliegenden Falle also I2 mit einem internen Zinsfuß von 15%. Daraus ergibt sich: CI1mod = -100 + 115/1,13 = 1,77 GE.
 
#5
Aufgabe 5a)

FCFbr = FCF + i x FK = 130 GE + 5% x 1.000 GE = 180 GE

Tax Shield = s x i x FK = 40% x 5% x 1.000 GE = 20 GE

FCFe = FCFbr – Tax Shield = 180 GE - 20 GE = 160 GE

Ve = 1.600 GE

BW TS = s x FK = 400 GE

V = Ve + BW TS = 2.000 GE

Der Tax Shield ist der durch die positive Effekt des steuerlich abzugsfähigen FK-Aufwandes, der zur Erhöhung des Unternehmenswerts führt. Dieser steigt bei zunehmenden FK-Anteil, Zinshöhe und effektivem Steueraufwand. Deshalb ist es sinnvoll, den Anteil des FKs zu erhöhen, zumindest solange, bis der marginale TS-Effekt kleiner ist als das Ansteigen des FK-Zinssatzes.



Aufgabe 5b)

mit = 13%

= 2.000 GE mit k = 8%.

Das Zirkularitätsproblem besagt, dass sich Unternehmens- bzw. Eigenkapitalwert sowie Eigenkapitalkosten bzw. die Verzinsungsansprüche der Eigenkapitalgeber aus einander ergeben.



Aufgabe 5c)

1.000 GE.
 
#6
Moin,
danke!

Bei 1c) habe ich einen um die Kasse (40) höheren EW* (56,55) sowohl primal als auch dual.
Gefühlt finde ich deine Version logisch, in der KE Seite 42 wird aber die Kasse bei EW* Berechnung nicht als Abgang in t=1 berücksichtigt.
bei der dualen Methode wird die Kasse mit den Kapitalwerten aufsummert und aufgezinst, dann kommt auch das selbe Wert raus wie bei der primalen Methode.
 
Top