Klausur am 11.03.2013

#1
Hallo ihr!

Wollte mal fragen, wie ihr euch auf die Klausur am 11.03. vorbereitet? War jemand am 19.01.2013 bei der Präsenzveranstaltung in Hagen? Falls ja, wär's nett wenn jemand schreiben würde ob's irgendwelche Tipps bezüglich der Klausur gab? :)
Welche Unterlagen habt ihr denn sonst noch, neben dem Skript, zum Lernen?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!!
 
#2
Hey.

Ich war leider nicht bei der Präsenzveranstaltung. Würde mich aber auch über Tipps freuen ;-)

Ich arbeite zusätzlich zum Skript noch mit Hemmer/Wüst, einmal das Theorieband und zum anderen " die 50 wichtigsten Fälle Sachenrecht"

Habe beim Lehrstuhl nachgefragt, wegen Stoffeingrenzung und mir würde gesagt Immobiliarsachenrecht ist ausgeschlossen worden.


Wusstest du das schon?
 
#5
Unter moodle findest du beim Klausurenbereich einen Link zur Besprechung der Klausur. Da sind Videoauzeichnungen der Klausuren vom SS 2007 bis zum SS 2011 zu finden und auch die pdfs zu den Sachverhalten.
Allerdings suche ich auch noch die Klausuren vom WS 2011/2012 und SS 2012. Weiß jemand, wo man die Sachverhalte und Lösungen finden kann? Wäre schon schön zu wissen, was die letzten zwei Semester in der Klausur dran kam.
 
#7
Würde auch gerne wissen, was in den letzten Klausuren dran kam.

Ich habe nur gelesen, dass Immobiliarsachenrecht ausgeschlossen wurde.
Leider bin ich auch im Insolvenzrecht nicht so fit und hoffe daher, dass es nicht dran kommt ;-)

Hat ja leider auch noch keiner was geschrieben, der bei der Präsenzveranstaltung war. Da wurden sicher noch ein paar Tipps gegeben
 
#10
Hey :)
Sicher wissen tu ich's natürlich auch nicht, da ich die Präsenzveranstaltung nicht besuchen musste, aber es steht im Forum BGB III genau 3 Themen unter diesem Thema, nämlich unter " Präsenzverantaltung". Da haben paar Leute geschrieben, die die Präsenzveranstaltung besucht hatten.
 
#12
Hallo Zusammen,

ist hier denn keiner der die Präsenzveranstaltung besucht hat und ein bisschen genaueres sagen kann, was gemacht worden ist?
Welche Fälle z.B.? Sie gibt doch da immer gute Tipps.
Welche Anspruchsgrundlagen hat sie denn in ihrer Vorlesung behandelt?
Das mit dem Anwartschaftsrecht hab ich schon gelesen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles war...

Zum Insolvenzrecht kommt ja meist nur ne kleine Frage dran - ich denke wenn man sich die alten Ea´s dazu gut anschaut reicht das aus.

Lg
Shorty
 
#13
Hallo ihr Lieben!
Ich hab mir mal ein paar alte Klausuren ausgedruckt. Hab aber nicht alle gefunden. Weiß jemand, wo man die Sachverhalte von den Klausuren März 2012, September 2012, März 2010 und September 2010 finden kann?
Gerade die Klausuren der letzten Jahre wären sehr hilfreich.

Liebe Grüße
 
#14
Hey.
Habe gerade eine Email von der virtuellen Mentorin bekommen. Ich habe nach den letzten Klausuren gefragt.
Sie hat wohl beim Lehrstuhl gefragt und die meinten, dass diese nicht in Internet gestellt werden :-(
 
#15
Hi!
Also ich war in der Präsenzveranstaltung.
Insolvenzrecht wird eher in Form einer Zusatzfrage abgehandelt hieß es.
Anwartschaftsrecht ist super wichtig. Genauso wie das genaue Hinterfragen des "abhandenkommens" beim gutgläubigen Erwerb.
Sicherungsübereignung war Thema.
Die Anwedung 929-934 wurde einzeln durchdiskutiert.
Kombination mit Stellvertretung war Thema, das sollte man noch drauf haben vom Grundstoff.
Besitzmittlungsverhältnis sollte beherrscht werden.
Angeblich, aber das habe ich nicht selbst gehört soll sie einen Tipp auf BGH Entscheidung gegeben haben in Bezug auf den bekannten "Fräsmaschinenfall" (hab ich mir jetzt noch nicht angeschaut und kenn den nicht)

Ich hoffe, ich hab nichts falsch verstanden, aber so in etwa dürfte es das gewesen sein. Wird wohl nicht megaschwer die Klausur, weil die letzte so mies ausgefallen ist, es lohnt sich also dabei zu sein ;-)
schönes Wochenende noch allen!
 
#16
Hallo!
Ich wollte mich einfach mal bei all denjenigen bedanken, die hier inhaltlich von der Präsenzveranstaltung im Januar berichtet haben und somit allen anderen, die aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnten, sehr geholfen haben! Also Danke vor allem an diejudith!
Ich kann es einfach nicht verstehen, warum um Klausurinhalte immer so ein Geheimnis gemacht wird und niemand irgendwelche Infos preisgeben möchte! (Aber dies ist bei Jura wahrscheinlich einfach so! Zumindest habe ich das in meinem Studium leider nicht anders kennengelernt.) Ich konnte leider auch nicht an der Präsenzveranstaltung teilnehmen und wenn hier im Forum niemand verraten hätte, dass man sich das AnwR genauer anschauen soll, wäre ich morgen wohl aufgeschmissen! Wir sitzen doch schließlich alle in einem Boot und wollen alle die Klausuren bestehen! Gegenseitige Hilfe ist doch da nur angemessen!
Also ihr Lieben, habt noch einen schönen Sonntag, lernt nicht mehr allzu viel und viel Erfolg für morgen!
 
#17
Ich hab mich jetzt auch endlich mal hingesetzt *seufz* und nochmal die beiden Fälle angeschaut, die sie gemacht hat.
Ich war völlig unvorbereitet im Präsenzseminar und konnte das alles nur mitschreiben aber kaum einsortieren (ich kannte nicht mal "aufschiebend bedingt"). Und was mir gerade auffällt, ist:
Der zweite Fall genauso wie der Fräsmaschinenfall sind sehr nahe am sog. verlängerten Eigentumsvorbehalt als Grobthema.
Vielleicht hilft das noch dem ein oder anderen.
Den Fräsmaschinenfall hab ich jetzt im Fällebuch von Hemmer gefunden.
Zum dabei erforderlichen §934:
Hier ist ganz stark aufs Besitzmittlungsverhältnis zu achten.
Und darauf, ob ein Anwartschaftsrecht übertragen wurde.
Allerdings handeln diese Fälle auch vom Nebenbesitz.
Dazu hatte ich mir in meinen Unterlagen notiert, dass es laut ihrer Aussage so kompliziert nicht wird mit Nebenbesitz und pipapo.

Jetzt werd ich mich weiter hinsetzen.... Allen gutes Schaffen und viel Erfolg!
(@möhrchen: Das versteh ich mal auch nicht. Vielleicht ist es die Hoffnung, dass wenn andere schlechter sind, die Klausur weniger streng bewertet wird, aber wenn alle relativ gut sind, ein härterer Bewertungsmaßstab zum Tragen kommt. Das ist Konkurrenzdenken, gibts wohl überall, leider)
 
#18
Vielen lieben Dank für die weiteren Infos aus der Präsenzveranstaltung! Das hilft wirklich ungemein viel! Zumindest werd ich mir das heute nochmal genauer anschauen!
Ich hätte noch kurz eine Frage zu den Gesetzestexten. Ich habe noch meinen Schönfelder, den ich bei meinem Staatsexamen benutzt habe, da ich regelmäßig die Ergänzungslieferungen bekomme. Im Staatsexamen durfte man allerdings Paragraphen an den Rand schreiben. Wie sieht es denn hier bei der FernUni aus?
Zum einen würd ich es nicht verstehen, wenn man es beim Staatsexamen arf und hier nicht. Zum anderen möchte ich nicht unnötig Geld für Gesetzestexte ausgeben, die ich ja eigtl. habe.
Hat schon mal jemand eine Rechtsklausur mitgeschrieben und kann mir weiterhelfen? Wäre wirklich super lieb!
 
#19
Du darfst keinerlei handschriftlichen Anmerkungen haben.
Also auch keine Paragraphenverweisungen. Hier in Jena darf man das auch beim Staatsex nicht. Das handhabt jede Uni anscheinend unterschiedlich.
Fernuni weiß ich zu 100%: keine Anmerkungen, keine Paragraphenverweisungen.

Du darfst: markieren mit Leuchtstift und unterstreichen sowie Marker reinkleben, die aber dürfen auch nicht beschriftet sein.
Du brauchst auf jeden Fall: InsO und BGB - ich hab zwar Schönefelder, nehm aber beide vom Beck- Verlag mit, find ich angenehmer.
 
#26
So still hier? Keiner sagt was?
Wie fandet ihr die Klausur?

Ich war sehr verwirrt und wusste bei der sicherungsavtretung nicht ob ich aus 930 868 ein besitzkonstitut basteln soll und den Herausgabeamspruch dranhängen oder ob ich aus 931 einfach Anspruch abtrete. Beides natürlich auflösend bedingt nach 158 II.

Und ich weiß es immer noch nicht....

Na jedenfalls hat mich das so viel kraft und Nerven gekostet da hin und her zu schwanken, dass ich von Anfang an im gutachtenstil nur so geschwommen bin obwohl der sonst meine Stärke ist...
Ärgerlich insgesamt. Ich hab nicht sauber durchgeprüft.
Ebenfalls war ich unsicher ob man überhaupt den Eigentumsverlust an den H prüfen darf oder andererseits sogar muss.

Bei der zweiten Frage war ich nicht genau genug - ich hab zwar auch im HGB ein paar Paragraphen rausgesucht, letztlich waren die aber alle so unpassend dass ich es wieder unter den Tisch fallen hab lassen. Ich wusste einfach nicht wo und wie unterbringen.

Die 2. Aufgabe fand ich dagegen zumindest augenscheinlich leicht: 21 inso runterschrauben und Bekanntgabe dranhängen. Ich hoffe das wenigstens die stimmt.

Im Fazit: wär der gabelstapler bloß nicht in der werkstatt gewesen....dann wärs für mich sauber durchzuprüfen gewesen. ich wusste eigentlich fast alles stofflich, könnte es aber nicht ausreichend fundiert wiedergeben und bin unzufrieden mit mir. Ich versuch abzuschalten, morgen hab ich noch zwei Klausuren - da bin ich schlechter vorbereitet als gestern, kann ja nur doof werden :(

Wie ging es euch? Fandet ihr das wirklich leicht?
 
#27
Hi,
ja, das war alles ein bißchen verwirrend.
mir fiel die schwerpunktsetzung nicht so einfach und probleme hat mir der aufbau gemacht.
da bin ich auch total irre geworden.
aufgabe zwei war auch fair. da hieß es system und wenn nicht auswendig gelernt dann §§ finden.

jetzt heißt es abwarten ;)

schönen tag dir noch und viel erfolg bei den anderen klausuren!
 
#28
Also leicht fand ich die Klausur auch nicht. Das Thema der Klausur deckt sich - jedenfalls nicht in allen Punkten - nicht mit den Ankündigungen, die in der Veranstaltung in Hagen gemacht wurden (so jedenfalls mein Eindruck). Nach dem, was wir bei Frau Prof. und auch danach in der Arbeitsgruppe für Fälle bearbeitet haben, hätte ich ein anderes Thema erwartet. Ich war so vollkommen überrumpelt, dass es mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen ist, irgendetwas mit aufschiebender Bedingung zu prüfen. :( Ich hatte aufschiebende Bedingung irgendwie nur in Verbindung mit Eigentumsvorbehalt im Kopf. Eigentlich habe ich mich gut vorbereitet gefühlt. Aber es kommt ja immer anders, als man denkt. Leider! Ich hoffe, das, was ich zusammengeschrieben habe, hat wenigstens zum Bestehen gereicht. Drücke Euch allen die Daumen! Habe am Freitag noch Arbeitsvertragsrecht vor mir. Hoffentlich läuft das besser...
 
#29
Ja, ich war ja auch in Hagen. Genau das hab ich auch empfunden in der Klausur.
Aufschiebend bedingt war auch nichts. Auflösend bedingt. DAs heißt das Eigentum wurde zur Sicherung übertragen, bzw. der Herausgabeanspruch, aber nur für einen gewissen Zeitraum - bis eben das Darlehen zurückgezahlt worden ist, dann wird es laut Vereinbarung nicht rückübereignet nach 292 s.2 sondern wenn es auflösend bedingt ist nach 158 II fällt es wieder an den ursprünglichen Eigentümer zurück.

Und damit entspricht es einem Anwartschaftsrecht des Darlehensnehmers. Zumindest hab ich mir das so zurechtgedacht. Der Darlehensgeber kann den "Rückfall" des Eigentums an den anderen nicht verhindern, wenn der alles zahlt. Und dieses Anwartschaftsrecht kann in dem Fall der B veräußern.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie noch Pfandrechtsgeschichten einbaut, denn das haben wir ja meiner Erinnerung nach in Hagen weder am Vormittag noch am Nachmittag gemacht. Ich war sicher es ist was mit Abhandenkommen, weil sie darauf so rumgeritten ist. Aber bitte, wahrscheinlich hab ich den Punkt einfach noch übersehen in der Klausur, das würde mir noch fehlen zu meinem Glück :(

Viel Glück für Arbeitsrecht am Freitag! :)
 
#30
So ähnlich gings mir auch, plötzliche Verwirrung darüber, wie das jetzt mit 930, 931 ist und schon ging der Gutachtenstil den bach runter...Eigentlich sollte das ja sitzen, die Unsicherheit hat mich Nerven und zeit gekostet. Wohl selbst schuld. Das mit der auflösend bedingten Übereignung mit folgendem Anwartschaftsrecht des B hab ich auch so hingebastelt - gestern abend dachte ich noch, dass das bestimmt völlig daneben war. ich hoffe jetzt einfach mal, dass es gereicht hat mit den Punkten aus Frage 3...
Nun muss schnell der Kopf frei werden, BGB IV steht an.
Viel Glück allen für die nächsten Klausuren!
 
#31
Mal wieder der selbe Schwachsinn. In Hagen fiel der Satz, "wir machen heute hier nichts, dass nicht auch drankommt". Habe ich mir extra notiert und war wieder mal guter Dinge zum Zeitpunkt als die Zettel ausgeteilt wurden gestern.

Warum kommt in Jura nie irgendwas dran, das man beantworten kann mit dem gelernten Wissen. Das macht die Sache total frustrierend. Ich denke ganz klar: Es heisst die Studentenzahlen runterzuschrauben. Wer aufgibt, der macht keine Arbeit mehr und der Studiengang erhält einen guten Ruf iSv "Nur die Harten bestehen da..." Toll, bei 80.000 Studenten.... Ein Kollege von mir studiert Wirtschaftsrecht an ner Privaten, da ist auch nicht alles Gold, doch die Betreuung ist super und die Prüfungen zwar nicht leicht aber wenigstens fairer...
 
#32
Hallo, also ich fand die Klausur nicht schwer, obwohl ich auch Fehler gemacht habe. Allerdings habe ich mich auch nicht anhand der Skripte vorbereitet. Wenn schon fast jede Rechtsklausur eine Falllösung anstrebt, soll man auch mehr an Fällen üben als an Gesetzen. ich habe ziemlich gute Erfahrungen mit Fallsammlungen vom Springer Verlag und Rauda/Zenthöfer gemacht.
 
#33
Meine Lösung.
Frage 1:
H nicht durch Verarbeitung gem. §950 Eigentümer geworden
A Sicherungseigentümer gem. §929 S.1, 931, 158
Verkauf an S? Verfügungen des Verkäufers gem §161 I unwirksam, allerdings kommt §161 III in Betracht (dies habe ich in der Klausur vergessen zu schreiben)
Somit gutgläubiger Erwerb möglich. S hat gem. §934 Var.1 gutgläubig erworben, da eine Sicherungsabtretung stets ein Besitzmittlungsverhältnis begründet.
folglich S Eigentümer
Frage 2:
§985?
S Eigentümer
H Besitzer
Recht auf Besitz? §1000?
Zurückbehaltungsrechte begründen kein Recht auf Besitz, jedoch ist §1000 eine verzögerliche Einrede, keine rechtsvernichtende. H ist nur der Herausgabe Zug um Zug verpflichtet.

Aufgabe 2: §21 InsO

in der Klausur hatte ich Zwischendurch viel Blödsinn geschrieben. Ich hoffe trotzdem dass es gereicht hat.
 
#34
Meine Frage ist ja eigentlich: Wie sieht's mit dem Sicherungseigentum aus? Kann man das nicht nur nach 929,930, sondern auch durh Abtretug der Herausgabeansprüche nach 929, 931 übertragen? Dazu habe ich in den Lehrbüchern nichts gefunden. Daher immer noch verwirrt. Und: Welcher Herausgabeanspruch war es denn dann konkret, den er abgetreten hat???
 
#36
@andyeffe: mir gehts genauso. Ich schwanke zwischen:
1. wäre ja eigentlich egal gewesen, er hätte den Herausgabeanspruch einfach auflösend bedingt übertragen können, solange das beiden als Sicherheit reicht im Rahmen der Privatautonomie kein Problem. also dann 931 i V m 158 II
und
2. Sicherungsübereignung ist ja was spezielles, zeichnet sich immer durch Besitzkonstitut ab, das ja auch bestehen müsste zwischen den beiden, denn gesetzt den Fall er holt (meinetwegen auch erst nach bezahlung der Rechnung, is ja egal) den Stapler aus der Werkstatt hat der Sicherungsgeber nur noch einen bedeutungslosen Herausgabeanspruch gegen den Werkstattinhaber, der gar keinen Stapler mehr hat zum Herausgeben. Hätte aber nach 930, 868 i.v.m. 931 158II immer noch Sicherungseigentum durch Besitzkonstitut.

Ich bin nach wie vor der Meinung 1. ist ein Schmarrn, das macht doch keiner, wo soll da die wirkliche Sicherheit sein?
Aber klausurtechnisch ist wiederum auch der größte Schmarrn machbar, wenns so gewollt ist.

Ein Rätsel :D

Herausgabeanspruch finde ich klarer, wenn auch nicht prickelnd klar wegen eventuellem Unternehmerpfandrecht usw. Aber gemeint war der Herausgabeanspruch des Eigentümers gegenüber dem Werkstattbesitzer, bei dem der Stapler gerade "parkt" quasi. In dem Fall ein belasteter, was die Sache nicht gerade vereinfacht hat. Manche Klausurensteller gehören .... naja, ne sag ich lieber nicht. Ich fand die Klausur reichlich blöd. :-(
 
#37
So einfach ist es aber nicht glaub ich, oxopus. Ich habe mal genau in dem Zusammenhang gelesen, dass der Werkstattinhaber nicht wirklich unmittelbarer Besitzer ist. Sondern durch den Vertrag beauftragt und niemals den tatsächlichen Besitz erlangen kann - es sei denn er erlangt durch irgendeine Zusatzhandlung ein REcht zum Besitz.
Ist ja auch logisch, ich bring nicht meine Uhr irgendwohin, die ich zum Beispiel sicherungsübereignet habe und auf einmal ist der Uhrenreparierer unmittelbarer Besitzer und mein Besitzkonstitut im Eimer. Das kann und darf in einer funktionierenden Wirtschaft nicht sein.
 
#38
gem. §854 I ist unmittelbarer Besitzer der, der die tatsächliche Herrschaft über die Sache ausübt. Die einzige! Alternative wäre, dass er Besitzdiener des Berechtigten wäre. Dazu müsste er in einem Arbeitsverhältnis zu dem Berechtigten stehen. Ein Besitzkonstitut kann auch so bestehen:
H unmittelbarer Besitzer
B mittelbarer Fremdbesitzer
A mittelbarer Eigenbesitzer

So habe ich es im meinen Büchern stehen.
Davon abgesehen ist der Besitz keine rechtliche, sondern eher eine tatsächliche Angelegenheit, was sich auch aus §854 ergibt.
 
#39
Liebe Judith: Nochmal wegen dem konkreten HGA, den er abgetreten hat. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass gerade der 985 ja NICHT abtretbar ist, es müsste sich ja zwingend um einen schuldrechtlichen HGA handeln. Ergibt sich denn so einer aus dem Werkvertrag, den die beiden geschlosssen haben?! Hast Du ne konkludente Verwahrung angenommen? Stimme zu: Klausur war doof! Und ehrlich: den 161 habe ich nicht gesehen, dachte der kommt bei EV ins Spiel über ein Anwartschaftsrecht... Wo war das hier?!
 
#40
Hm. Adnyeffe. Hmhmhm. 985 nicht abtretbar? Könnte gut sein. Ich hab mich ja auf den 930 versteift in der Klausur und den 931 nur dazugeschummelt, weil ich mir nicht besser zu helfen wusste. Ich glaube, ich hab mir da über den 985 keine Gedanken mehr gemacht. Jetzt wo dus sagst, ist das eine gute Frage. Aus dem Vertrag sicherlich nicht. Aber es gibt sicherlich auch eine Möglichkeit ohne Vertrag. Wenn ich Eigentümer bin hab ich ja einen grundsätzlichen Herausgabeanspruch ohne schuldrechtliche Verbindung. Nimm mir was weg, ich darf die Herausgabe verlangen. Ich lass etwas irgendwo liegen, ich kann danach die Herausgabe verlangen. Begründet einfach nur auf das Herrschaftsrecht über mein Eigentum. Ich glaube nicht, dass ich da ein schuldrechtliches Verhältnis brauche.
Konstruiertes Beispiel. Ich besuche dich und lasse mein Buch bei dir liegen, das ich gerade zu einer Freundin bringen wollte um es ihr zu verkaufen. Jetzt bin ich bei der Freundin und - Mist, Buch weg. Ich ruf dich an, ja, das Buch wäre bei dir, ich lass mir von meiner Freundin das Geld geben und sag ihr sie soll das Buch halt bei dir holen, du weißt Bescheid oder ich geb ihr einen Zettel mit da steht drauf: gib ihr das Buch, habs ihr verkauft, gehört nun ihr. Oder so.
Hier hab ich ja auch den Herausgabeanspruch abgetreten quasi. Ohne dass wir beide ein Schuldverhältnis gehabt hätten betreffend das Buch. Also MUSS es irgendwie gehen. Wahrscheinlich ist es dann der 812 wenn der 845 nicht abzutreten geht - da bist du informierter als ich. Ich hätte gegen dich wegen dem Buch 845 und 812. Oder gibt es noch einen in den 1000er Paragraphen bezüglich Eigentum? Kann man mal nachschauen.

Das Anwartschaftsrecht - schau mal weiter oben. Da hab ich geschrieben wo das herkommt. Durch die auflösend bedingte Vereinbarung fällt das Eigentum ja wieder zurück an den ursprünglichen Eigentümer und das ist das Anwartschaftsrecht, das er veräußern kann.

oxopus:
Ich habs nur so gelernt. Besitzkonstitut dann wenn Besitzmittlungsverhältnis vorliegt. DAs ist nur gegeben, wenn der unmittelbare Besitzer das auch bleibt und der andere mittelbarer Besitzer wird. Wichtig ist hier gerade, dass der eine der unmittelbare und der andere der mittelbare ist und nicht zwei mittelbare Besitzer. Das geht nämlich laut meinen Lehrquellen nicht. Und es muss ein Herausgabeanspruch bestehen, sonst funktioniert das ganze auch nicht.
Also Bedingungen:
1.unmittelbarer B
2. mittelbarer B
3. Herausgabeanspruch
Ich wünsch dir ja, dass ich unrecht habe. Ich fand das in der Klausur nicht überblickbar, was nun ansteht - 930 oder 931 - komische Geschichte
 
#41
Die tatsächliche Sachherschaft hat übrigens da nicht viel damit zu tun. Da zählt ja auch der Besitzwille.
Ein Besitzdiener hält auch meine SAchen in der Hand und kann damit bei der Tür rausgehen. Unmittelbarer BEsitzer ist er nicht. Es sei denn, er schwingt sich zum unmittelbaren Besitzer auf durch sogenannten Fremdbesitzerexzess. Aber ansonsten hat er nie die tatsächliche Sachherrschaft, selbst wenn ich ihm als sein Chef erlaube den Laptop zu hause zu nutzen. DA kann ich auch nicht einfach nachts antanzen und sagen, hier gibt mir mein Gerät. Aber unmittelbarer Besitzer wird er nicht. Also daran alleine, auf den tatsächlichen Zugriff auf eine Sache, kann man zwar oft abstellen, immer jedoch nicht.
Klar ist: gebe ich irgendwas in Reparatur, will ich in dem Moment nicht den Besitz abtreten. Auch nicht für die Zeit. Er ist Fremdbesitzer. Und das ist kein unmittelbarer Besitz in meinen Augen. Weil er nicht den Willen zum Besitz hat.

Problematisch wird es an der Stelle, an der er das Auto nicht mehr herausgibt. Da ist er nicht mehr Fremdbesitzer. Deshalb stand da in meinen Augen auch nichts davon in der Klausur was der Werkstattinhaber einfordert. Dann wärs nämlich noch komplizierter geworden.
Man muss sich hier ja auch nur überlegen. Wenn ich mein Auto sicherungsübereignet hätte der Bank, dann wäre jedesmal das Besitzkonstitut weg nur weils Auto in der Werkstatt steht. Ein Ding der Unmöglichkeit! Sowas ist keine Sicherheit. So KANN es sich nicht zutragen.
 
#42
Andyeffe: Das hab ich noch vergessen, dir zu antworten. Ich hab konkludent keine Verwahrung angenommen.
Ich hab so aufgebaut:
Übertragen nach 929 S.1?
Einigung +
Übergabe -
Übertragen nach 929 S.1, 930, 868, 158 II?
Einigung über Sicherungseigentum +
Besitzkonstitut:
Unmittelbarer Besitzer? Fraglich. Dann folgte die ganze Argumentation, unmittelbarer Besitzer könnte der Werkstattinhaber sein, weil dort der Stapler ist. Kann aber nicht sein, dass der Eigentümer in seinen Rechten sein Eigentum sicherungsübereignen zu können derart beeinträchtigt ist, Recht mit dem Eigentum nach Belieben zu verfahren blabla, hier ist nicht von unmittelbarem Besitzverlust des Eigentümers auszugehen, also +
mittelbarer Besitzer ist Sicherungsgeber +
Eigentümer war berechtigt +
Übertragen nach 931 Herausgabeanspruch?
EInigung, (da der Stapler in der Werkstatt befindlich) +
Eigentümer berechtigt? +
Anspruch zusätzlich abgetreten +
Hier hab ich nur argumentiert, dass der Eigentümer einen Herausgabeanspruch nach 985 hat. Und dass hier nicht von Einfluss ist, ob der durchsetzbar ist. Den Anspruch hat er als Eigentümer ja inne. Und den hat er abgetreten. (Ja, Blöd wenn der 845 nicht abzutreten geht, aber nun nicht mehr zu ändern. )

Das war sehr hingedrückt aufs gewollte Ergebnis, aber mir blieb persönlich nichts anderes übrig. Glücklich war ich damit nicht. Bin ich auch immer noch nicht.

Ein anderer Aufbau fällt mir aber immer noch nicht ein, denn:
Dieses Besitzmittlungsverhältnis hab ich später auch gebraucht für die Argumentation mit dem Anwartschaftsrecht. Da musste der ursprüngliche Eigentümer nämlich den Willen zum Besitzmittlungsverhältnis zum Sicherungsgeber aufgeben, damit der Käufer als neuer mittelbarer Besitzer eintreten konnte, zwei mittelbare Besitzer darf es ja nicht geben. Wie man das ohne den 930 vorher gemacht hätte, ist mir noch ein größeres Rätsel. Deshalb hab ich mich mit wackelnden Knien auf diesen Aufbau versteift. Ich brauchte einen mittelbaren Besitzer, der rausgeht später. Sonst wird das ganze Anwartschaftsrechtgedöns nicht mehr argumentativ kräftig. Und bei mir wars letztlich der Käufer, der das Recht hatte auf den Stapler. Ohne Bezahlung der Rechnung, da der Stapler nicht mehr der Stapler des Bestellers ist und der Werkstattfuzzi deshalb kein Pfandrecht mehr hatte. Wackelig das alles, sehr wackelig. Und du warst in Hagen wie ich - und ich bin genauso der Meinung: hat sich nach ihren Aussagen mal ganz anders angehört, ich bin mit einem guten Gefühl in die Klausur rein und echt fertig wieder raus. Hätte ich nie im Leben erwartet sowas!!! Diese Klausur wird einfach. Aha. INteressant. Vielleicht bin ich aber auch einfach unfähig. Und selbst einfaches verkompliziert sich in meinem Hirn. Naja, wir werdens sehen :(
 
#43
Es bleibt spannend. Ich glaube fast jedes RechtsModul außer BGB II und III und VerwaltungsR sind korrigiert. Heute kamen in Strafrecht die Ergebnisse. Es kann nicht mehr allzu lange dauern .... Hope so.
 
#44
Kann ja nicht mehr lang dauern in meinem letzten Post: haha.
Wer mag sich daweil die zeit mit mir und Wettabgaben vertreiben?
:D
Wir könnten ja nicht nur Tag sondern Tag und Uhrzeit Kombinationen laufen lassen :)
 
#50
Ach du Schreck - Ich auch! :eek: Und sogar ziemlich gut. Wie habe ich das denn geschafft? Dabei habe ich mir schon Gedanken gemacht, wann ich die Klausur wiederhole. Unglaublich, aber offensichtlich wahr! :)
 
#51
Auch bestanden, aber nur sehr sehr knapp.... ich glaube ich soll mal Klausureinsicht beantragen um zu sehen was ich falsch gemacht habe... aber... Hauptsache bestanden! Gratuliere an allen die auch bestanden haben xD
 
#52
Auch bestanden, aber nur sehr sehr knapp.... ich glaube ich soll mal Klausureinsicht beantragen um zu sehen was ich falsch gemacht habe... aber... Hauptsache bestanden! Gratuliere an allen die auch bestanden haben xD
Klausureinsicht: auf jeden Fall! In BGB IV kommen Schuldrecht und Sachenrecht als absolute Grundlage dran, das hilft es sicherlich jeden Fehler im bearbeiten nicht zu wiederholen. Ich werd sie auch einsehen... Nur Widerspruch, den können wir uns jetzt sparen :D
 
#53
Hi zusammen,

sorry, dass ich diesen Thread nochmal rauskrame, aber die aktuelle EA scheint bis auf die InsO-Aufgabe identisch mit eurer Klausur zu sein. Und ich bin momentan nicht weniger verwirrt als ihr damals... Ich weiß nicht, ob ich zunächst 930 oder 931 anwenden soll, finde überhaupt keine "richtigen" Probleme, empfinde meine vorübergehende Lösung mit § 934 Alt. 2 irgendwie nicht zufriedenstellend usw. Da es sich hierbei um die EA zur Kurseinheit 1 handelt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das Anwartschaftsrecht von B ne größere Rolle spielt.
Egal, was ich im Netz oder in Büchern bisher durchsucht habe, ich finde nirgends Lösungen auf meine Fragen, noch nicht mal ein ähnlicher Fall. So langsam fange ich an zu verzweifeln :( Vielleicht steh ich auch einfach nur fett auf dem Schlauch, ich weiß es nicht.
Falls noch jemand von euch hier aktiv ist, wäre es supernett, wenn mich jemand in die richtige Richtung lenken könnte (ihr müsstet ja die Lösung nun kennen). Das ist meine erste EA an der Fernuni und ich hab keine Lust, direkt die erste zu verhauen :D
Danke schonmal im Voraus!
 
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