Klausur SS 10 - Aufgabe 2 c und d

#1
Klausur SS 2010 - Aufgabe 2 c und d

Hat sich mal jemand mit dieser Aufgabe befasst?

Auf den ersten Blick scheint sie wirklich okay, aber der Teufel steckt im Detail. Wie verlaufen die Reaktionskurven Eurer Meinung nach?

Ich würde sagen: Steigend, nach oben verschoben, wobei R(Land A) nicht so stark verschoben ist wie R(Land B) und auch nicht ganz so eine starke Steigung aufweist. Beide Reaktionskurven steigen < 1, d.h. der Schnittpunkt liegt nicht auf der Winkelhalbierenden.

Soweit die Mathematik, dies lässt sich ja einfach ausrechnen, wober ich es schon heftig finde, die Strukturparameter unterschiedlich groß vorzugeben. (Gamma A > Gamma B).

Aber was ist das bitte inhaltlich für eine Wettbewerbssitution? Ein Aufwertungswettlauf kann es nicht sein. Ist das ein normaler Abwertungswettlauf von zwei großen, wenn auch asymmetischen, Ländern?

Hat sich da mal jemand Gedanken zu gemacht?

Lieben Gruß!
 
#3
Das ist zweifelsohne so. Aber die Klausuraufgabe ist ein ganz anders gelagerter Fall mit kleinen Fußangeln im Kleingedruckten. Hast Du mal versucht die Klausuraufgabe zu lösen?:)
 
#4
Ja. Wo der Schnittpunkt liegt, ist abhängig von der Größe von beta. Daher würde ich sagen, dass der Schnittpunkt rechts oben von 0 liegt. Ich gehe davon aus, dass er auf das Buch abzielte und der Schnittpunkt liegt lainks unten von null bei entsprechendem beat.
 
#5
Hey,

ich war am Wochenende zur Klausurvorbereitung in Herford und selbst unsere Mentorin hatte damit Probleme...

Hattet ihr im übrigen auch das Gefühl, dass die Klausur SS 2010 die bisher schwerste war?
 
#9
Hey, hätte hier nochmal eine Frage zu 2c):

Geht ihr hier wie in der EA vor und leitet einfach nach m(i) ab? Ich hätte es hier jetzt so verstanden, dass man zuerst nach m(i) und dann nach m(j) ableiten muss und die Ableitung umgestellt nach m(j) dann in m(i)... habe bei diesem Weg aber extreme Werte raus :( und die Zeichnung müsste wie auf S. 383 des Lehrbuches sein oder?
 
#10
Ich habe bei meiner Berechnung die Gleichungen (4) und (5) in (3) eingesetzt so dass folgt:

L=(m_i)^2 + beta (epsilon_i x m_i - epsilon_j x m_j - y*)^2

Diese Gleichung habe ich nach m_i abgeleitet: m_i + (beta x epsilon^2_i x m_i - beta x epsilon^2_j x m_j - beta x epsilon x y*

Als Ergebnis für m_i habe ich raus: (- beta x epsilon^2 + beta x epsilon x y* geteilt durch 1 + beta x epsilon_i^2) x m_j > 0

So dass am Ende m_i stärker wachsen muss, da ein Outputziel hinzukommt. Die Lösung ist nicht pareto-optimal, da höhere Soz. kosten entstehen (geht es m_i gut, geht es m_j eher schlechter)
 
#11
aber da die innere Ableitung (-epsilon i) ist, dürfte es doch nicht epsilon²j sein sondern epsilon j* epsilon i ..weißt du wo ich meine? meine Lösung ist dann: epsilon i(beta x epsilon j x m j + y*) geteilt durch (1+ beta*epsiloni i²)
 
#12
Wenn du aber die Klammer ausmultiplizierst erhalte ich epslion_i^2, da ich vor der klammer auch nochmal beta x epsilon_i habe und in der Klammer als ersten Wert epsilon_i x m_i ... meinst du das?
 
#13
Ahhh warte mal ich habe im zweiten Wert das epsilon_i nochmal mit epsilon_i multiplziert, dass ist hier aber ja epsilon_i x epsilon_j x beta x m_j ... SORRY, aber dann ahben wir die gleiche Lösung raus ... und nach meiner ML aus dem WE-Seminar im Jan. stimmt das so auch
 
#14
supöör danke :))
nochmal eine ganz allgemeine Frage zu den Rechnungen: mir ist gerade eben erst aufgefallen, dass es die Rechnungen bei diskretionärer Politik um ein wesentliches vereinfacht und verkürzt, wenn man direkt nach der Ableitung nicht erst nach pi umformt (wie ich es sonst immer erst gemacht habe), sondern gleich den Erwartungsoperator anwendet..dann kürzt sich das meiste ohne große Umformungsschritte weg und man erhält pi(e) und kann es ganz bequem einsetzen.
Gibt es für diesen Weg volle Punkte oder muss man alles in die Form der Reaktionsfunktion bringen und dann erst E(pi) bilden?
 
#15
Gehst du jetzt von Rechnungen mit Erwartungen aus? Es sind ja nicht alle Rechnungen so. Bzw. wenn man Regelpolitik mit rat. EW vergleicht muss man erst ganz normal ableiten und dann erst pi = pi^e = 0 setzen, da man sonst ja das gleiche Ergebnis hätte wie bei der Regelbindung. Oder was meinst du?
 
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