Klausur

Hallo liebe Mitstreiter,

wie bereitet ihr euch eigentlich auf die Klausur vor? Es sind ja nur Fälle zu lösen, oder? Daher denke ich, dass eine Fallsammlung zum Lernen sehr angebracht wäre. Könnt ihr mir dazu vielleicht was empfehlen? Oder mitteilen wie bzw. mit welcher Zusatzliteratur ihr euch vorbereitet?

Hat vielleicht auch jemand eine Ahnung auf welcher KE der Schwerpunkt liegen könnte? So einfach wie in Verfahrensrecht ist es ja leider hier nicht.

by heinereiner
 
Ehrlich gesagt habe ich vor dieser Klausur ziemlichen Respekt. und das nicht nur wegen der Durchfallquoten der letzten Klausur ...

FamErbrecht wird sicherlich nicht dran kommen (Bauchgefühl), daher schaue ich mir das nicht weiter an. gibt garantiert wieder einen Fall zum 3-Personen-Schuldverhältnis ... also wird dieser Bereich intensiv von mir gelernt

dazu noch die basics zum Schuldrecht nochmal wiederholen ... und dann hilft nur noch hoffen & beten

als Literatur werde ich meine alten Alpmänner bemühen ... und ich hab mir grad noch die im anderen Thread angesprochene Fallsammlung von Hemmer/Wüst zum Bereicherungsrecht bestellt. hoffe dass das ausreichend ist
 
Hat irgendjemand schon was zur KE 1 gefunden? Hauptsächlich damit tue ich mich sehr schwer was zu finden.

Aber eigentlich tippe ich auch eher auf einen Fall zum Dreipersonenverhältnis.

by heinereiner
 
Hi
aus der KE 1 werde ich wohl nur den widerruf und den Aufbau dazu lernen.
Dreipersonenverhältnisse wird wohl der Schwerpunkt.
Bin noch unschlüssig, ob ich Fam Recht auf Lücke lerne. Kommt wohl auf die Zeit an, die mir noch bleibt bis dahin.
habt ihr die Urteile gelesen und euch die Besprechung angehört? Wo liegt denn da der Schwerpunkt?
lg
 
Bei den Besprechungen kann ich keinen richtigen Schwerpunkt erkennen. dort geht es wohl hauptsächlich darum, dass uns zu aktuellen Themen Meinungsstreitigkeiten dargelegt werden sollen
 
Aber nichts desto tortz meinten Sie in den "Präsenzveranstaltungen" bei dem ein oder anderen Thema mit europarechtlichem Bezug, dass es durchaus möglich wäre, dass es in der Klausur drankommt.

Aber nochmal die Frage: Fallsammlungen oder ähnliches hat von euch noch keiner zu KE 1 gefunden?

by heinereiner
 
Meinst du mit "Präsenzveranstaltungen" die Dinger im virtuellen Klassenzimmer?!?

nein, hab keine Fallsammlung gefunden und werde aber auch nicht danach suchen, da ich mir relativ sicher bin, dass es ausreichend ist, wenn man die unmittelbare Anwendung einer Richtlinie sowie die richtlinienkonforme Auslegung einigermaßen beherrscht. das geht sicher auch ohne Fallsammlung

weiß eigentlich jemand, ob es so eine Art Klausurvorbereitungsseminar geben wird?
 
meinst du mit "Präsenzveranstaltungen" die Dinger im virtuellen Klassenzimmer?!?
Ja

nein, hab keine Fallsammlung gefunden und werde aber auch nicht danach suchen, da ich mir relativ sicher bin, dass es ausreichend ist, wenn man die unmittelbare Anwendung einer Richtlinie sowie die richtlinienkonforme Auslegung einigermaßen beherrscht. das geht sicher auch ohne Fallsammlung
Ja, da könntest du recht haben, dass das ausreichend sein müsste. Das war auch das, was im virtuellen Klassenzimmer gesagt wurde.

weiß eigentlich jemand, ob es so eine Art Klausurvorbereitungsseminar geben wird?
Oh, ja! Das wäre interessant zu wissen.


by heinereiner
 
Die Prüfungstermine findest du in den Prüfungsheften der Fernuni (Nr. 2), die dir eigentlich schon längst per Post zugegangen sein müssten

alternativ kannste dir die hefte auch von der Homepage der Fernuni runterladen
 
Vielen Dank, Heinereiner! An dem Tag hab ich leider gar keine Zeit... Blöd gelaufen. Weißt Du, was man in einem solchen Fall macht? Bin irgendwie immer davon ausgegangen, dass die Klausuren am Wochenende stattfinden...
 
Ich denke, dass man da nicht viel machen kann, außer die Klausur im nächsten Semester zu schreiben. Aber ehrlich gesagt bin ich da überfragt.

by heinereiner
 
Ja, es gibt immer nur den einen Termin pro Semester, was auch unter dem Aspek schlecht ist, dass man ja auch mal krank werden kann.

Bleibt also nur, bis zum 31.08.2010 zu warten!

Gruß

Claudia
 
Das ist das blöde. Da kann man nur hoffen nicht krank zu werden. Weil sonst hat man echt verloren - zumindest ein Semester.
Aber immerhin muss man keine verspäteten Rücktrittsgebühren bezahlen, wenn man ein Attest vorlegen kann.

by heinereiner
 
Hallo zusammen,

ich denke eigentlich weniger, dass schon wieder ein Fall zur KE 2 dran kommt. Zumal dieses Mal auch Frau Völzmann-Stickelbrock als Hauptprüfer da steht und bei der Online-Klausuranmeldung nur sie als Prüfer steht. Deswegen vermute ich, dass Europarecht oder Familien-/Erbrecht drankommt. Erbrecht hat ja gerade paar Änderungen erfahren, also tippe ich mehr auf Europrecht und ne kleine Aufgabe zum Familenrecht.

Zur KE 1 habe ich mir das Buch "Zivilrecht unter europäischem Einfluss" besorgt. Das wurde auch in der KE empfohlen. Habe aber noch nicht reingeguckt. Dann hab ich mir noch JuS - Fälle zum Europäischen Privatrecht und Wirtschaftsrecht besorgt. Hemmer-Fälle zum Familien-/Erbrecht. Zur Beteiligung Dritter habe nicht wirklich was Tolles gefunden.

LG
Franzi
 
Hallo Franzi,

ja, Frau Völzmann-Stickelbrock ist als Hauptprüfer angegeben, aber in den Prüfungsinformationen Nr. 2 steht auch, dass Prof. Wackerbarth an der Prüfung beteiligt ist.
Andererseits wurde in KE 4 auch des öftern angesprochen, dass es durchaus eine interessante Klausurfrage sein könnte. In einem Fall wurde besonderen Wert darauf gelegt, dass die Lösung des BGH nicht nur nachvollzogen werden kann, sondern auch dass man sie selbst reproduzieren kann. Da ging es auch um die richtlinienkonforme Auslegung bzw. ggf. die unmittelbare Anwendbarkeit.
Daher könnte ich mir doch durchaus etwas in diesem Bereich als Klausr vorstellen. Dieser Fall würde sich, wenn ich mich recht erinnere, auch problemlos auf ein Mehrpersonenverhältnis übertragen lassen.
Dann hätte man europarechtliche Bezüge des Zivilrechts und die Beteiligung Dritter in einer Klausur.

KE 3 würde ich auch - rein vom Bauchgefühl - eher ausschließen. Weiß auch nicht warum und werde mich deshalb trotzdem ein bischen darauf vorbereiten. Aber einen Schwerpunkt werde ich auf KE 1 und 2 legen. Auch die ein oder andere Argumentation aus KE 4 werde ich einbeziehen.

Sind in dem Buch "Zivilrecht unter europäischem Einfluss" auch Fälle mit Lösungen drin? Wäre nett, wenn du bescheid sagen könntest, wenn du mal reingeschaut hast.

Passen die JuS-Fälle auf das von uns erwartete Wissen?

by heinereiner
 
Hallo Heinereiner,

sorry, dass ich erst jetzt antworte, bin gerade etwas im Stress.

Nein, im "Zivilrecht unter europäischem Einfluss" sind keine Fälle drin. Aber die JuS-Fälle machen einen guten Eindruck - auf den ersten Blick. Diese Woche ist noch Strafrecht Vertiefung bei mir dran. Erst nächste Woche Zivilrecht.

LG
Franzi
 
Hallo zusammen,

ich denke eigentlich weniger, dass schon wieder ein Fall zur KE 2 dran kommt. Zumal dieses Mal auch Frau Völzmann-Stickelbrock als Hauptprüfer da steht und bei der Online-Klausuranmeldung nur sie als Prüfer steht. .

LG
Franzi

Auf die Angabe bei der Onlineanmeldung kann man sich da meiner Ansicht nach nicht verlassen, denn ich habe unten gerade gelesen, dass dies wohl letztes Semester auch so war. Die Nennung der Lehrstühle erfolgt alphabetisch, so dass sie immer vor Wocherbarth steht.

Dennoch hoffe ich, dass Du mit Deiner Prognose Recht behälst!

Gruß

Claudia
 
Also ich habe jetzt endlich meine Bücher-Bestellung erhalten.

Zum Mehrpersonenverhältnis sind in den BerR/GoA Fallbüchern von Alpmann bzw. Hemmer ein Paar Fälle drin. Ich habe sie mir allerdings noch nicht angeschaut, ob sie was taugen.
Ansonsten habe ich nicht wirklich viel an Literatur für dieses Modul. Ich dachte aber, dass ich euch das trotzdem mal mitteilen sollte/könnte/müsste.

Ich hoffe auch, dass kein Fall zur KE 2 drankommt. Wobei es meiner MEinung nach ja das prädestinierteste Klausurthema ist. Da kann man je nach dem auch noch was von KE 1 und 3 miteinbauen.
Eine Klausur zu KE 1 alleine kann ich mir irgendwie nicht wirklich vorstellen. Mal ganz davon abgesehen, dass die EA schon scheiße war.
KE 3 gibt, finde ich, nicht wirklich genug her um darüber eine Klausur zu schreiben. Außerdem kann man da, glaube ich keine Verbindung zu KE 1 herstellen - zu KE 2 schon eher.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich befürchte, dass wieder ein Fall zu KE 2 drankommt. Ggf. geschmückt mit Teilen aus KE 1/3.

by heinereiner
 
Hallo zusammen,

ja, Schweinerei, es stehen wohl tatsächlich immer beide Lehrstühle als Prüfer dar :D Dass einem die Lehrstühle auch alles vermiesen müssen :p

Ich bin gerade dabei, mir die Klausurbesprechungen der letzten Semester anzugucken. Ich denke, dass man daraus auch schon einiges schließen kann, was wahrscheinlich nicht dran kommt. Als ich mir gestern die Aufzeichnungen zu KE 4 in Moodle angeguckt habe, war ich ja erleichtert, als gesagt wurde, dass der "kleine" Fall mit § 128 HGB und der InsO nicht drankommen wird.

Aber trotzdem: das Niveau der Klausuren finde ich echt hoch. Die letzte Klausur und auch die aus dem SS 2008 waren echt heftig (mehr habe ich bisher nicht angeguckt). Sicher, man hat vier Stunden, aber da diese §§-Kette aufzubauen und den ganzen (relevanten) Stoff da unter zu kriegen, finde ich nicht ohne. Ich hoffe, die beiden Lehrstühle haben dieses Semester ein Erbarmen mit uns - auch mit Blick auf die letzte Klausur.

LG
Franzi
 
Ich weiss nicht, ob Profs bei Klausuren wirklich Erbarmen haben. Da hilft nur eins - lernen, lernen, lernen.
Ich denek auch, dass die Zeit in der Klausur weniger das Problem sein wird. Und da hilft nur eins - hoffen, hoffen, hoffen.

:)

by heinereiner
 
Hallo,

gibt es dieses Semester keine Stoffeingrnzung? Vor 1 Jahr gabs eine, letztes Semester weiß ich s nicht...

Gruß

Das ist noch nicht ganz sicher. Schau dir dazu mal das Ende von Termin 8 ber KE 4 an.

Prof Wackerbarth meinte er bespricht sich mit Frau Prof. Völzmann, ob sie eine Klausurvorbereitung machen oder den Stoff eingrenzen wollen. Dann will er es "zeitnah" in Moodle einstellen.
Aber bisher habe ich dort noch nichts gefunden.

by heinereiner
 
Hallo,

ich wiederhole gerade die KE 1 für die Klausur und kann die Lösung zur EA vom SS09 nicht finden (der Fall mit dem Herdset).
Kann mir jemand sagen, wo ich den Fall finden kann (er ist nämlich nicht in moodle) oder mir den Fall per E-Mail schicken (bastianpeindl@web.de)?

Vielen Dank

Basti
 
Hallo Bastian

also da kann ich dir leider nicht helfen. Ich finde den Fall noch nicht einmal. Aber wenn du den Fall und die Lösung hast, wäre es nett von dir, wenn du dich per PN bei mir melden könntest, dann teile ich dir meine Emailadresse mit und wäre froh, wenn du mir den Fall und die Lösung mailen könntest.

by heinereiner
 
Hallo Zusammen,

nachdem ich auf meine erste Anfrage Frau Völzmann-Stickelbrock bzgl. der Musterlösung der EA 1 des SS09 (Herdset-Fall) keine Antwort erhalten habe, habe ich heute erneut nachgefragt. Frau Völzmann-Stickelbrock antwortete daraufhin, dass sie aufgrund der Stoffeingrenzung davon ausging, dass ich kein Interesse mehr an der Musterlösung habe. Daraus schließe ich, dass die Klausur auch keine Berührungspunkt mit der KE 1 haben wird, da ansonsten mein Interesse weiterhin bestehen würde...

Gruß

Basti
 
Danke, Bastian, für den Hinweis.

Ich gehe inzwischen auch nicht mehr davon aus, dass KE 2 großartig relevant wird oder umgekehrt: Ich rechne mit einer Familienrechts-/Erbrechtsklausur. Denn ich denke nicht, dass Her Dr. Kreße so deutlich gesagt hätte, dass der "Schwerpunkt" auf KE 3 läge, wenn größere Probleme aus KE 2 abgefragt würden.

Da ich vor dem Hinweis von Herrn Dr. Kreße persönlich mit einer Klausur zum europäischen Privatrecht gerechnet hatte und dort meinen Schwerpunkt gesetzt hatte, habe ich mit KE 3 auch noch genug zu tun.

Viel Erfolg,

Claudia
 
Da wäre ich mir nicht so ganz sicher, dass KE 2 gar nicht drankommt. Denn er Hat nur von "Schwerpunkt" geredet und nicht von "ausschließlich" oder sowas. Wobei für deine Theorie seine Aussage im Moodle-Forum spricht, dass man auch ohne den hörbaren Teil von Termin 6 der KE 4 die Klausur gut bestehen kann. Das war schließlich der einzige Termin in KE 4, der etwas mit Fam/ErbR und KE 2 zusammen zu tun hatte.
Andererseits könnte er diese Aussage auch nur auf die gestörte Gesamtschuld bezogen haben.

Naja, man weiss es nicht und außer Spekulationen bleibt da nicht viel übrig.


by heinereiner
 
Also ich hab nicht soviel Mut zur Lücke, um KE 1 und KE 2 völlig außen vor zu lassen. FamErbR mit 3 Beteiligten wirds sicher geben ... hoffentlich keinen Bereicherungsausgleich, sondern "nur" ne gestörte Gesamtschuld
 
Mut zur Lücke ist da die falsche Bezeichnung. Ich habe in den letzten Monaten im Wesentlichen KE 1 und KE 2 gelernt, was da eine Woche vor der Klausur nicht sitzt, wird es auch in einer Woche nicht.
Ich muss vielmehr die Lücke in KE 3 schließen.

Gruß

Claudia
 
Mut zur Lücke ist da die falsche Bezeichnung. Ich habe in den letzten Monaten im Wesentlichen KE 1 und KE 2 gelernt, was da eine Woche vor der Klausur nicht sitzt, wird es auch in einer Woche nicht.
Ich muss vielmehr die Lücke in KE 3 schließen.

Gruß

Claudia
Geht mir ähnlich. Da kommen dann kurz vor der Klausur noch die Angstkäufe dazu und es wird massig Geld augegeben.

Mal ganz davon abgesehen schreibe ich noch am Tag danach Verfahrensrecht. Da habe ich jetzt irgenwie festgestellt, dass ich da noch gar keinen Plan habe.
Und im Verfahrensrecht-Forum ist die Aktivität auch nicht so hoch wie hier.

Oh mann, mir wächst grad alles über den Kopf.


by heinereiner
 
Ja, aber bringen tut es einem gar nichts. Es ist reine Gewissensberuhigung.

Das mit dem Glück, das ist sowieso das allerwichtigste.


by heinereiner
 
Also ich denke KE 1 und KE 4 kann man ganz gut beiseite lassen, aber KE 2 würde ich zumindest in den grundzügen wiederholen, gerade weil die letzte Klausur dort so schlecht ausgefallen ist. Ich versuche gerade beim Fam/Erb Reecht durchzusteigen. Steht ja viel im Gesetz. Nur finden muss man es dann in der Klausur :)

Was ich noch fragen wollte, muss ich zur Klausur, außer Gesetzen, Stiften, Papier und Ausweis noch was mitbringen? lg
 
Ja, ich denke auch, dass ErbR/FamR nicht soooo das Problem sein dürfte, aber man weiss ja nie. Und KE 1 und 4 würde ich auch eher ausschließen. KE 2 das ist so eine Sache, die werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.



Wenn du unter Ausweis sowohl Perso als auch Studentenausweis verstehst, dann war das glaube ich alles.

Ich habe deswegen heut bei meinem Studienzentrum angerufen. Die meinten, dass auch Essen und Trinken nichts verkehrtes wäre.
Außerdem nehme ich noch vorsichtshalber die Klausuranmeldungsbestätigung, die ich per Email gekriegt habe mit. Da war sich die gute Frau nicht ganz sicher. Aber eigentlich meinte sie, dass man das nicht braucht.

by heinereiner
 
Papier könnt Ihr zu Hause lassen, denn das dürft Ihr eh`nicht nutzen (wird gestellt). Und die Anmeldebestätigung braucht ihr nur, wenn es Euch beruhigt, konntrolliert und verlangt wird sie nicht.
(Euer Platz wartet mit einer Platzkarte)!

Gruß

Claudia
 
Oh, da kennt sich jemand aus. Das ist ja schön. Das mit dem Papier habe ich mir fast gedacht. Und das mit der Platzkarte ist ja süss.

by heinereiner
 
Die Stoffeingrenzung fand ich schon einen netten Zug von den Lehrstühlen. Was mir nur bissel komisch ist, dass sowohl im Familien- als auch im Erbrecht zum 01.09.2009 teilweise erhebliche Änderungen erfolgt sind, die das Skript noch nicht behandelt. Da bspw. die Leute, die den Schönfelder haben i.d.R. aber schon die Ergänzungslieferungen einsortiert haben, können wir uns nur aufs neue Recht beziehen. Von daher bin ich schon gespannt, welche Ecke aus Familien-/Erbrecht sie sich rausfischen (die keine Änderunge erfahren hat).

LG
Franzi
 
Ich wäre mir da nicht so sicher, dass die sich da was rausfischen, das keinen Änderungen unterlagt. Ein Fall, wie zum Bsp das hier ( http://www.studienservice.de/showthread.php?t=55220 ) diskutierte wäre doch auch durchaus interessant, oder nicht?

Aber da bin ich mal gespannt und darauf würde ich mich nicht verlassen. Ich hoffe es kommt nichts derartiges dran, denn ich habe mir ein neues BGB kaufen müssen und deshalb die "alten §§ nicht mehr.

by heinereiner
 
Aber sind denn die Änderungen wirklich so erheblich? Im FamR sind es doch vor allem prozessuale Neuregelungen und bei den materiellen Änderungen (wie dem negativen Anfangsvermögen) könnte ich mir vorstellen, dass die Arbeit mit dem Gesetz erwartet wird. Falls so ein Fall überhaupt drankommt. Im ErbR halte ich die Regelungen, die unser Skript betreffen, auch noch für uberschaubar. Gerade was die erbrechtlichen Ändrungen angeht scheint der folgende Aufsatz für einen Überblick nicht schlecht zu sein : Mayer, Die Auswirkungen der Erbrechtsreform auf die Kautelarpraxis (ZEV 2010, 2) (zu finden in beckonline)

Insgesamt habe ich aber auch gemerkt, dass sowohl FamR als auch ErbR nicht ohne sind und man da ganz schön fiese Fälle stellen kann. Aber nächste Woche um diese Zeit sind wir schlauer :)

Viel Erfolg noch für die letzten Lerntage

Michael
 
Aber sind denn die Änderungen wirklich so erheblich? Im FamR sind es doch vor allem prozessuale Neuregelungen und bei den materiellen Änderungen (wie dem negativen Anfangsvermögen) könnte ich mir vorstellen, dass die Arbeit mit dem Gesetz erwartet wird. Falls so ein Fall überhaupt drankommt. Im ErbR halte ich die Regelungen, die unser Skript betreffen, auch noch für uberschaubar. Gerade was die erbrechtlichen Ändrungen angeht scheint der folgende Aufsatz für einen Überblick nicht schlecht zu sein : Mayer, Die Auswirkungen der Erbrechtsreform auf die Kautelarpraxis (ZEV 2010, 2) (zu finden in beckonline)

Insgesamt habe ich aber auch gemerkt, dass sowohl FamR als auch ErbR nicht ohne sind und man da ganz schön fiese Fälle stellen kann. Aber nächste Woche um diese Zeit sind wir schlauer :)

Viel Erfolg noch für die letzten Lerntage

Michael

Äh, "negatives Anfangsvermögen" hab ich da was verpasst???
Ist jetzt beim Zugewinnausgleich auch negatives Anfangsvermögen möglich?

Danke für den Tipp mit dem Aufsatz, wenn ich noch Zeit habe, werde ich ihn mir mal zu Gemüte führen.


by heinereiner
 
Oh, ja. Das ist ja interessant und gut zu wissen.

Da gilt dann auch die von dir erwähnte ( http://www.studienservice.de/showthread.php?t=55220 ) Übergangsvorschrift, wenn ich das richtig verstanden habe.

Abgesehen davon, dass ich mir das neue Gesetz gekauft habe, hätte ich mich vielleicht doch ein bischen mehr mit den Änderungen beschäftigen sollen.

Gibt's da vielleicht im FamR sonst noch was potntiell klausurrelevantes, das ich wissen sollte?

by heinereiner


EDIT:
Für das Endvermögen gilt das wohl auch, wenn ich mir § 1375 I 2 BGB so anschaue. Gibt's da auch so eine Übergangsvorschrift? Weil in Art 229 § 20 steht da nichts dazu drin, oder?
 
Hab diesbezüglich grad mal den Aufsatz von Brudermüller (NJW 2010, 401 - verfügbar über beck online) gelesen. die Übergangsvorschrift bezieht sich ausdrücklich nur auf § 1374.
und ein negatives Endvermögen ist neuerdings auch möglich, wie du richtig erkannt hast
 
Also würdet ihr das mit dem Endvermögen so aehen, dass die aktuelle Rechtslage in jedem Fall gültig ist.
Beim Anfangsvermögen hingegen gilt die Übergangsregelung für Sachverhalte vor dem 1.9.09.

Hat jetzt einer eine Idee, wie man das macht, dass man irgendwie die alten Paragraphen in der Klausur verfügbar hat? Ist eine Kopie, die ins Gesetz eingelegt wird zulässig???

by heinereiner
 
Die alte Rechtslage wird dann sicher als Bearbeitungshinweis erscheinen. kann doch keiner verlangen, dass man mit veralteten Gesetzen in die Klausur geht
 
Ja, das stimmt auch wieder, dass das keiner verlangen kann, aber dsa sehen wir Studenten so. Sehen das die Profs. ähnlich?
Ich werde wahrscheinlich den Ausdruck mal vorsichtshalber mitnehmen, wenn mein Drucker bis dahin wieder funktioniert, der ist mir nämlich grad abgekackt!!! *GRR*
Man kann ja dann immernoch mal nachfragen und ggf. dann doch in der Tasche lassen, falls es nicht erlaubt sein sollte. Aber ich denke Gesetzestext ist Gesetzestext, ob ich ihn mir ausgedruckt oder gekauft habe dürfte eigentlich keine Rolle spielen, oder?


Zum Endvermögen hat noch keiner eine Übergangsvorschrift oder einen Verweis auf analoge Anwendung der Übergangsvorschrift zum Anfangsvermögen gefunden. Naja, Kommentare dazu werden wohl auch spärlich gesäht sein.
Im Zweifel werde ich wohl eine Analogie ablehnen.

Sorry, dass ich hier soviel Fragen stelle, aber ich schreibe auch noch MMV am Tag darauf und habe ich bei der Vorbereitung enorme Defizite festgestellt, die ich grad versuche noch auszubügeln. Deshalb komme ich selber nicht wirklich zum Recherchieren.



by heinereiner
 
Ihr könnt davon ausgehen, dass nur eine Gesetzesfassung verlangt wird, die in aktuell auf dem Markt befindlichen Ausgaben zu finden ist. Sollte was anderes benötigt werden, dann ist das abgedruckt.

Zettel mit Gesetzestext sind nicht erlaubt, denn kein Korrektor kann bei jedem einzelnen Studierenden kontrollieren, ob es sich tatsächlich um einen solchen handelt.

Gruß

Claudia
 
Hmm, da könntest du auch wieder recht haben. Also dann kann ich mir das mit dem Zettel sparen.
Gibt's da irgendwo eine verbindliche Aussage dazu?

by heinereiner
 
In den Prüfungsinformationen steht immer, welche Gesetze bzw. Gesetzessammlungen zugelassen sind. Dass diese den aktuellsten Stand haben müssen, liegt schon in der Natur der Sache.

Gruß

Claudia
 
Ja, das stimmt eigentlich.
Allerdings ist finde ich, dass zur richtigen Gesetzesanwendung auch die Übergangsvorschriften angewendet werden müssen. Insbesondere dann, wenn ein Pflichtteilsanspruch berechnet werden muss. Dabei ist ja zumeist ein Datum angegeben. Da das Anfangsvermögen aber schwerlich auf einen Termin nach dem 1.9.09 bezieht wird wohl die Übergangsvorschrift anzuwenden sein. Dazu bräuchte man dann wiederum einen "alten" § 1374 oder sehe ich da was falsch?


by heinereiner
 
Nein, das siehst du richtig. allerdings wird in dem von dir genannten Fall die ältere Fassung als Bearbeitungshinweis vom Klausurersteller zur Verfügung gestellt
 
Mal was anderes: hab mich die letzten Tage mal intensiver mit dem Skript zu KE 3 befasst. meint ihr, dass die Klausuraufgabe vom Schwierigkeitsgrad den Übungsaufgaben im Skript entspricht oder geht ihr davon aus, dass es einen Zacken schwieriger wird?!?

edith meint zu dem zeitgleichen Posting von heinereiner: ja, ich würde es dann nur nach der neuen Rechtslage lösen und einen entsprechenden Hinweis geben
 
Ich denke, dass es schon schwerer als im Skript werden wird. Ich denke mal so ein Vergleich zur EA wäre angebracht. Vielleicht nicht ganz so umfangreich, aber das traue ich mich nicht so ganz zu beurteilen. In meinem LL.B. war eigentlich immer die Zeit und nicht das Wissen das Problem. Wie das hier an der Fernuni ist weiß ich nicht. Bei 4Std Bearbeitungszeit hoffe ich mal nichtm, dass diese knapp bemessen, sondern eher gut ausreichend ist.
Schau dir doch mal in Moodle die Klausuren an. Ich habe sie mir zwar schon ausgedruckt, aber ich kam noch nicht dazu sie mir anzuschauen.

by heinereiner
 
Ich denke auch, dass die Klausur vom Schwierigkeitsgrad (deutlich) höher sein wird als die Übungsaufgaben im Skript. Meine Erfahrung mit Klausuren an der FernUni ist die, dass ich - abgesehen von einer - immer zeitlich knapp dran war, ich hätte gut noch weiterschreiben können. Nur weil die Klausur 4 Stunden geht, glaube ich nicht, dass man hier mit der Zeit mehr als gut auskommt. In einer der Klausurbesprechungen hat Herr Kreße mal gesagt, dass man sich die ersten 1-2 Stunden von den 4 die Lösung suchen muss. Auch wenn ich mir den Umfang der letzten Klausuren angucke, glaube ich nicht, dass ich das ohne Probleme in den 4 Stunden locker geschafft hätte.

Da gebe ich Claudia auch Recht, es wird in der Klausur kein § abgefragt, den es so nicht mehr gibt. Entweder ist er mit abgedruckt als Anlage oder es wird nicht danach gefragt. Auch kann nicht abgefragt werden, warum der Gesetzgeber die Regelung geändert hat.

Habe jetzt noch das Wochenende für Fälle vor mir. Familienrecht klappt ganz gut, mit Erbrecht tue ich mich noch etwas schwer...

LG
Franzi
 
Okay, also doch eher mit der Zeit haushalten. Gut zu wissen. Danke für die Info.

Wie war das bei dir in den letzten Klausuren? Hast du dir wirklich die Zeit genommen/gebraucht (1-2Std) um die Lösung zu finden oder hast du schon früher mit dem runterschreiben der Stichpunkte beginnen können?

by heinereiner
 
Hallo HeinerEiner,

an der Fernuni gab es beim Bachelor auch nur zweistündige Klausuren. Ich habe immer, wie auch bei MMÖ und Bauen und Planen in der Kommune (beides zweistündig) geschrieben so schnell ich konnte und hatte regelmäßig nicht einmal Zeit, es noch durchzulesen. Zum Nachdenken war eigentlich nie richtig Zeit.

Die Aussage des Lehrstuhls, die Franzi zitiert hat (Zeit zum Denken), ist damit auch für "alte Fernunihasen" neu.

Gruß


Claudia
 
Oje, dann hatte ich ja völlig falsch Vorstellungen.

Ich dachte ich habe da erstmal Zeit mir eine Lösungsskizze anzufertigen (1-2 std), um dann diese in der restlichen Zeit "runterzuschreiben". Das ist dann wohl nicht möglich. Man sollte wohl dann doch gleich mit der Ausformulierung anfangen, wenn ich deine Aussage richtig verstehe. Oder hast du dir doch vorher eine Lösungsskizze gemacht?

Das war auch bei meinem LL.B. das Problem. Da waren die Klausuren auch max. 2-stündig. Wer nachdenken musste hatte verloren. Man musste also das Lösungsschema "aus dem FF" können, sonst hatte man keine Chance alles zu lösen. Allerdings wurde dort der Zeitdruck bei der Korrektur berücksichtigt. Ist das dann hier auch so?

by heinereiner
 
Seht euch mal das Klausurvorbereitungsvideo SS 2008 in moodle an, dort gibt der Lehrstuhl den Hinweis, dass man bis zu 2h an der Lösungsskizze basteln kann und dann normalerweise noch ausreichend Zeit zur Fomrulierung hat

mal noch was anderes: wie muss ich mir die "Klausuratmosphäre" vorstellen? schreibt man in einem "vollen" Vorlesungssaal oder eher in einem "kleinen" Klassenzimmer?
sitzen nur wir paar Hanseln des MoL in einem Raum oder schreiben da verschiedene Fachgebiete? gibts da nach 2h eine erste allgemeine Aufbruchsstimmung, weil "die anderen" nur 2h schreiben?!?
 
Das weiss ich nicht genau. Aber ich denke Anbetracht der Tatsache, dass zumindest in Düsseldorf 2 Räume "gemietet" sind, dass doch eher viele in einem Raum sitzen werden.

Aber das sind alles nur Vermutungen. Es wird meine erste Klausur an der Fernuni werden und vermutlich auch nicht die letzte.


Zu der Sache mit dem Hinweis des Lehrstuhls. Ja, den gab es auch bei Termin 2 der KE 4, aber das hat man mir bei meinem LL.B. auch gesagt und trotzdem hatte ich keine Zeit dafür, obwohl ich so schnell geschrieben habe, dass ich Angst hatte, dass der Prof. es nicht lesen kann.
Ich hoffe nur, dass die Zeit nicht allzu knapp bemessen ist.

by heinereiner
 
Zur Klausuratmosphäre: In Frankfurt am Main und Düsseldorf (andere Orte kenne ich nicht) werden die Klausuren n Hörsälen an Klapptischchen bzw. kleinen Arbeitsplatten geschrieben. Ziwschen den Studierenden sind meist zwei Plätze frei und es ist auch nur jede zweite Reihe belegt. Alle im Raum schreiben gleich lange Klausuren, wobei die Aufbruchstimmung in dem Moment aufkommt, woe jemand fertig ist oder aufgibt und geht.

Bei den zweistündigen Klausren werden immer mehrere Fächer aus LL.B und LL.M gleichzeitig geschrieben, was aber unerheblich ist.

Zur Zeiteinteilung: Ich werde mir diesmal eine Lösungsskizze machen, wobei ich sicher nicht den Mut habe, daran zwei Stunden zu haben (habe ziemlich schwache Nerven in der Hinsicht).

Viel Erfolg,

Claudia
 
Danke für die Info zur Klausuratmosphäre.

Zur Zeiteinteilung: Ich denke, dass es auch stark vom SV abhängig ist wielange man dafür braucht. Aber grundsätlich denke ich, dass das runterschreiben, wenn man bei der Skizze ausführlich ist, relativ schnell geht. Außerdem kann man im Zweifelsfall, wenn die Zeit doch nicht reichen sollte am Ende auch noch auf die Skizze verweisen. Dafür müsste man ja sicher auch noch den ein oder anderen Punkt bekommen

by heinereiner
 
ja, das stimmt eigentlich.
Allerdings ist finde ich, dass zur richtigen Gesetzesanwendung auch die Übergangsvorschriften angewendet werden müssen. Insbesondere dann, wenn ein Pflichtteilsanspruch berechnet werden muss. Dabei ist ja zumeist ein Datum angegeben. Da das Anfangsvermögen aber schwerlich auf einen Termin nach dem 1.9.09 bezieht wird wohl die Übergangsvorschrift anzuwenden sein. Dazu bräuchte man dann wiederum einen "alten" § 1374 oder sehe ich da was falsch?


by heinereiner

Bei genauerem Hinsehen muss ich diese Aussage wohl revidieren! Denn nach Art. 229 § 20 II EGBGB fallen nur SV, die vor dem 1.9.2009 ANHÄNGIG werden in den Anwendungsbereich der Übergangsregelung.
Also wird es sehrwohl SV einige SV geben in denen die Übergangsvorschrift nicht anzuwenden ist und es ist in der Klausur auch sehr leicht einen derartigen Fall zu konstruieren.

Also alles Gelaber um die Ausdrucke von alten §§ umsonst. Tja, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Und damit meine ich mich, nicht dass sich jemand angepisst fühlt.

by heinereiner
 
Also ich hatte bisher auch keine Zeit, mir vorher eine Lösungsskizze zu machen. Wie ihr schon sagt, wer nachdenken muss, hat verloren. Ich denke, das wird hier nicht groß anders sein, auch wenn nach Meinung des Lehrstuhls ausreichend Zeit für eine Lösungsskizze ist. Das haben sie im Bachelor auch gesagt...

Vielleicht schreiben wir ja noch mit Wiwi-Leuten zusammen, die auch 4 h schreiben. Wir werden aber bestimmt nicht mit welchen zusammen schreiben, die nur 2 h schreiben. Ich denke nicht, dass wir soooo viele sind, auch wenns nur die paar Klausurorte sind.

LG
 
Was die Zeit angeht macht ihr mir jetzt ganz schön Angst. Ich dachte das würde lockerer werden als bei meinem LL.B. an der Präsenz-Hochschule.

Aber das ist wohl nicht der Fall. Naja, da muss man wohl durch.


by heinereiner
 
Um nochmal auf den Umfang zurückzukommen:
Dass die Klausur deutlich schwerer werden wird als die Übungsaufgaben im Skript ist klar. Vor allem, da in den Übungsaufgaben immer nur einzelne Probleme behandelt werden und in der Klausur wahrscheinlich mehrere dieser Einzelprobleme aufeinander treffen.

Aber wie verhält sich der Klausuraufwand zu den EA. Kann man das miteinander vergleichen oder wird die Klausur nochmal schwerer als die EA?
Kann dazu vielleicht nochmal jemand einen Hinweis geben? Vielleicht einen der mich nochmal ein bischen beruhigt?


by heinereiner
 
Hallo HeinerEiner,

die Klausuren der letzten Semester sind doch in moodle zu finden, so dass sowohl der Schwierigkeitsgrad als auch der Umfang zu erkennen sind. Ich denke danach, dass es umgefähr der Schwierigkeitsgrad einer EA ist. Aber eben mit dem entscheidenden Unterschied, dass für eine EA wochenlang Zeit ist, man nicht auf sich alleine gestellt ist und das Problem in Ruhe durchdenken und "recherchieren" kann.

Gruß

Claudia
 
Es ist auch oft so, dass die EA Klausuren der vorherigen Semester sind...

Das beste und liebste vom Lehrstuhl wären mehrere (kleinere) nicht aufeinander aufbauende Fälle. Dann ist es nicht soooooo schlimm, wenn man einen verhaut, weil man noch die anderen hat. Ja ich weiß, aber träumen darf ich doch mal kurz :p
 
Das beste und liebste vom Lehrstuhl wären mehrere (kleinere) nicht aufeinander aufbauende Fälle. Dann ist es nicht soooooo schlimm, wenn man einen verhaut, weil man noch die anderen hat. Ja ich weiß, aber träumen darf ich doch mal kurz :p
..und es hat den entscheidenen Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit, eine AGL zu vergessen und dadurch viele Punkte zu verlieren, geringer wird.

Na ja, übermorgen sind wir schlauer!

Viel Erfolg,

Claudia
 
Aha. Also Niveau von EA und Klausur ist wohl in etwa gleich. Gut zu wissen. DAs beruhigt mich ein wenig.

Außerdem habt ihr gesehen, dass unsere EA in Fam-/ErbR so ähnlich schonmal dran war? Das ist mir gestern aufgefallen.
Da hätte ich auch schon früher drauf kommen können. Naja ich habe sie auch so bestanden.


by heinereiner
 
War auf jeden Fall machbar.

Mich hat's n bissel gestört, dass soviel Bereicherungsrecht dabei war, aber egal. Wird hoffentlich gepasst haben.

Habt ihr bei Fragen 1 und 3 auch jeweils nur eine AGL gehabt oder habe ich das was übersehen?
An was habt ihr bei Frage 1 das Testament scheitern lassen? Bei mir war zunächst der Formmangel beim Drei-Zeugen-Testament nach Abs. 3 der Grund der Unwirksamkeit. Da mir das aber irgendwie ungerecht vorkam, habe hilfsgutachtentechnisch das Testament noch zusätzlich nach § 138 I wegen Sittenwidrigkeit (Geliebtentestament) scheitern lassen.
Was habt ihr bei Frage 1 mit den 10.000€ gemacht? Ist das in § 2021 eine Rechtsgrund- oder eine Rechtsfolgenverweisung bei euch gewesen? Ich habe mal vorsichtshalber eine Rechtsgrundverweisung angenommen und habe da inzident den § 812 geprüft. Mit dem Ergebnis, dass L entreichert ist und T somit das Geld nicht kriegt.
Bei Frage 2 habe ich im Wesentlichen nur § 985 geprüft. Danach noch n bissel im Bereicherungsrecht, aber bei mir hat sie "ihre" Kette nicht zurück gekriegt. Wie war das bei euch?
Bei Frage 3 bestand das Zurückbehaltungsrecht nach § 2022 (oder so was um den Dreh), oder?

Also dann heißt es Daumen drücken bei manchen (wie mir) für Verfahrensrecht morgen und ansonsten, dass diesmal die Durchfallquote niedriger ist.


Mal noch eine andere Frage an diejenigen, die mit Fernuni-Klausuren schon Erfahrungen haben. Wie komme ich denn an die Ergebnisse? Werden die mir zugeschickt oder kann ich das irgendwo im Internet einsehen?
Außerdem wie läuft das mit der Klausureinsicht ab? Gibt es sowas?

by heinereiner
 
Also:

Frage 1 habe ich bei Abs. III scheitern lassen, aber mit der falschen Begründung. Laut Palandt ist das Nottestament noch zu Lebzeiten des Erblassers niederzuschreiben und unterschreiben zu lassen. Ansonsten ungültig. Ich habe leider angenommen, es reicht, wenn die drei Zeugen es niederschreiben lassen und unterschreiben (naja, würde so ja auch allen Freunden Türen öffnen, über das Vermögen von Fremden zu bestimmen).

Nun gut, dann gesetzliche Erbfolge, alles an T. 2019: Anspruch auf Weltreise fällt in den Nachlass, dieser aber wegen 362 und 407 erloschen durch Leistung. Ergo: L entreichert gem. 818 III, der ist auch nicht bösgläubig.

Zu 2:

M. E. hat J die Kette gutgläubig erworben, also keinen Anspruch. Habe auch nur den 985 geprüft. Hier hätte man glaube ich, aber auch den 2018 prüfen können. Da gibt es (ist es der 2030) eine Norm, dass der Nachlasskäufer als Erbschaftsbesitzer gilt. Hier hätte man dann wohl ablehnen können, da J ja nur eine einzelne Kette, nicht den Nachlass als Ganzes erworben hat.

Zu 3:

Anspruch aus 2018, Aufwendungen nach 2022, eine Verrechnung mit gez. Nutzungen habe ich wegen Weiterzahlung der Miete nach 2021 abgelehnt.


Du erhälst die Ergebnisse, wenn Du online im Prüfungsportal nachschaust. Sobald die kontrolliert ist, bekommst Du Dein Ergebnis aber auch zugesandt. Online weißt Du ungefähr 2-3 Tage vorher Bescheid.

Ich denke, zum Bestehen hat es hoffenltich gereicht.
 
Was hast du bei 1. geprüft? Herausgabe der Erbschaft und Ersatz für die 10 TEUR? oder nur die 10 TEUR?? ich fand die Fragestellung da nicht eindeutig, so dass ich beides geprüft habe

dass das Testament ungültig sein muss, war an Hand der nachfolgenden Fragen klar ... nur den Grund der Unwirksamkeit konnte ich nicht so recht entdecken. Sittenwidrigkeit habe ich geprüft aber verneint ... vor allem deshalb weil der Liebhaber ja bis zum Tod nichts von der Erbschaft wusste. also scheiden ausschließlich sexuelle Motive m. E. aus.
blieb also nur der Formmangel ... aber da fand ich ungerecht, dass die arme Verstorbene die fehlende Niederschrift nach Abs. 3 nicht beeinflussen kann. Seetestament hab ich nur ganz kurz geprüft ... und da mir in dem Zusammenhang die Worte von Prof Wackerbarth einfielen (Masterklausur besteht nicht nur in der reinen Prüfung der Paragrafen, sondern irgendwo wird es mit der reinen Rechtsanwendung nicht mehr weitergehen), habe ich an der Stelle eine Analogie (ausländische Schiffe) eingebaut ... und verneint.

für § 2021 hab ich einen Rechtsfolgenverweis angenommen, die Rückgabe der Bereicherung aber an der Entreicherungseinrede scheitern lassen

bei 2. habe ich nur § 985 geprüft und an der fehlenden Eigentümerstellung der Tochter scheitern lassen. wegen dem Erbschein müsste der Käufer nach §§ 929, 932, 2366 gutgläubig Eigentum vom Nichtberechtigten erworben haben; noch kurz geprüft, wieso die Sache nicht abhandengekommen ist ... und fertig

bei 3. hab ich den Wasserschaden als notwendige Verwendung eingestuft und dem Nichterben daher ein Zurückbehaltungsrecht nach § 2022 zugestanden

edith wegen dem Posting von flops: bei 2. hab ich den 2018 kurz erwähnt aber daran scheitern lassen, dass der Dritte die Kette nicht wegen einer Erbschaft, sondern wegen eines Rechtsgeschäfts erworben hat
 
So oder so ähnlich habe ich das auch gemacht. Wenn das demokratisch entschieden würde, hätten wir wohl bestanden. hoffen wir dass es passt. aber es wird wohl hinhauen.

by heinereiner
 
Genau, und da gibt es dann eine Vorschrift die sagt, dass der Nachlasserwerber als ERbschaftsbesitzer gilt. Wäre, denke ich, kurz anzusprechen gewesen, dann ablehnen, da er ja nur einen einzelnen Gegenstand, die nicht ganze Erbschaft kauft.
 
Ich habe bei 1. beides inzident geprüft, also ob T Alleinerbin und damit auch Erbin der 10.000 € geworden ist. Habs auch am Formmangel scheitern lassen, weil sonst ja die Aufgaben 2 und 3 sinnlos wären, auch wenn ich es auch nicht so ganz "gerecht" finde, dass das Testament der W - sie hat ja keinen Einfluss darauf, wenn ihre Freundinnnen die Niederschrift verschusseln - unwirksam ist. Aber half ja nichts. Deswegen kam ich dann auch gar nicht dazu, einen möglichen Verstoß nach § 138 I zu prüfen. Dann auch wegen Entreicherung scheitern lassen.

Bei 2. hab ich natürlich den § 2366 übersehen :( Deswegen konnte J bei mir nicht gutgläubig erwerben (wegen § 935 I). Na ja, ich hoffe, das ist nicht sooooo wild.

Bei 3. habe ich auch § 2022 bejaht und L ein Zurückbehaltungsrecht zugestanden.

Da bin ich ja mal gespannt.

Heinereiner: Du bekommst die Ergebnisse der Klausuren einmal per Post zugeschickt, kannst sie aber auch unter https://toolbox.fernuni-hagen.de/klausur_auskunft/ Deine Prüfungsergebnisse abfragen.

LG
Franzi
 
Danke für den Link, den hätte ich zwar bestimmt auch selber gefunden, aber so ist es einfacher.

Dann sind wir uns ja bezüglich der Lösung im Großen und Ganzen einig. Dann kann ja nicht mehr viel schief gehen - hoffe ich.

by heinereiner
 
Bearbeitervermerk

Hallo Mitstreiter,

ich stimme den Ausführungen bis hier voll zu. Allerdings habe ich noch immer Bauchschmerzen wegen des Bearbeitervermerks. Stand dort nicht bei allen drei Teilaufgaben explizit, dass nur Anspruchsgrundlagen aus dem fünften Buch des BGB herangezogen werden sollen?

Für den ersten Teil und den dritten Teil der Klausur mochte das ja Sinn machen, aber im zweiten Teil hat sich ein 985er verbunden mit dem gugläubigen Erwerb (Erbschein) ja geradezu audgedrängt.

Habe ich da was falsch gelesen, oder galt der Bearbeitervermerk nur für die Fragen 1 und 3? Das wäre bitter.

Was meint ihr, wie die Punkte verteilt werden? 40 auf Frage 1, 40 auf Frage 2 und 20 Punkte auf Frage 3? Käme diese Gewichtung in euren Augen ungefähr hin?

So long, Bello
 
Also der Bearbeitungsvermerk stand nur bei 1 und 3; und ich denke dass es bei 1 mit Abstand die meisten Punkte gibt. 60 - 25 - 15 würde ich vermuten, evt bei 3 auch noch weniger
 
Ich denke, dass Aufgabe 2 ähnlich viele Punkte gibt wie Aufgabe 1. Denn da konnte man ja so manches anprüfen. Neben der § 985 er Prüfung (§ 929 (-), §§ 929, 932 (-), § 929, 2366 konnte man dort noch was zu § 861, 1007 II und ggfs. sogar § 812 I sagen.
Der Bearbeitervermerk stand ganz sicher nur unter Aufgabe 1 und 3, bei Aufgabe 2 würde er auch absolut keinen Sinn machen, da dann nicht einmal eine § 985 er Prüfung gefragt gewesen wäre.

Aufgabe 1 hatte ich auch keine vernünftige Lösung dafür, dass das Testament unwirksam ist, ich habe es bei der Wirksamkeit belassen, dann aber vor Aufgabe 2 eine "Anmerkung" eingefügt, dass ich im Folgenden unterstelle, dass T wahre Erbin ist. (rumzuvermuten erschien mir nicht besser, so dass ich es gelassen habe). Und eine Sittenwidrigkeit drängt sich da meiner Ansicht nach ebenso wenig auf wie ein Geliebtentestament, denn W war ja verwitwet.

Gruß

Claudia
 
Also erstens denke ich, ebenso wie Björn, dass Aufgabe 1 am meisten und Aufgabe 3 am Wenigsten Punkte gab.

Zweitens stand der Bearbeitervermerk nur bei 1 und 3.

Drittens @ Claudia: Was hast du dann zu den Formvorschriften des § 2250 III gesagt? Also das hat sich mir sofort aufgedrängt, dass die irgendwie einschlägig sind. Das Ergebnis erschien mir zwar unbefriedigent, wenn nicht sogar unfair, aber da konnte man meiner Meinung nach nichts machen.
Das Geliebtentestament habe ich auch nur hilfsgutachterlich geprüft, weil mir das Ergebnis zu ungerecht erschien - so als Notnagel. Außerdem hast du recht. Ich denke nicht, dass die Sittenwidrigkeit im Sachverhalt angelegt war, aber ich denke sie lies sich gut begründen, da eben keine Anhaltspunkt gegen die reine Belohnung der sexuellen Hingabe angegeben waren. Sowas wie Pflege oder dergleichen. Allerdings waren auch keine Argumente dafür verfügbar, sondern lediglich Indizien. Ich habe das auch eher schwammig formuliert.

by heinereiner

PS: Oh mann mir graut vor MMV morgen. Irgendwie krieg ich das einfach nicht in meinen Kopf rein.
 
Also wie gesagt: Laut Palandt ist 2050 III zwingend! Sogar noch vor Ableben des Erblassers, der selbst unterschreiben muss. So ganz verstehe ich dann allerdings nicht den Sinn eines Nottestaments. Dann kann ichs auch gleich selber schreiben.

Ich war natürlich so doof, den 935 abzulehnen und habe den 2366 nur als Rechtsscheintb, also als Argument für die Gutgläubigkeit verwertet.

Besser ist glaube ich, man denkt nicht mehr über die Klausur nach. Ich denke jedenfalls, sie war einfacher, als wenn der Lehrstuhl Wackerbarth sie gestellt hätte.
 
Also laut beck´schen Onlinekommentar (§ 2249 Rz. 16) ist es wirklich so, dass die fehlende Niederschrift die Nichtigkeit des Testaments zur Folge hat. hätte ich nicht gedacht.

eine Sittenwidrigkeit kann man m. E. nicht herleiten; anders wäre es vielleicht, wenn der Liebhaber schon vorher von dem Testament gewusst hätte.

hat eigentlich noch jemand an eine analoge Anwendung des § 2251 auch bei ausländischen Schiffen gedacht?

@heinereiner
viel Erfolg morgen! ich tu mir Verfahrensrecht erst im nächsten Semester an ... wenn überhaupt
 
Hallo

Also ich habe das Testament als nichtig angesehen weil keine Niederschrift gefertigt wurde, eine Heilung nach § 2249 Abs. 6 kam m.E. nicht in Betracht weil es ja gar keine Niederschrift gab.

§ 138 habe ich trotzdem angesprochen, aber es ist ja kein "Geliebtentestament" im klassischen Sinne, da die W Witwe war und das Testament deshalb keinen Ehemann benachteiligen könnte, allein deshalb ist 138 m.E. nach nicht anwendbar, es gab aber auch keine Hinweise dass es für sexuelle Gefälligkeiten gemacht wurde, in diesem Fall müsste das Testament denke ich auch vor den sexuellen Gefälligkeiten gemacht werden um sich diese zu sichern.

Ich denke auch das Aufgabe 1 mehr Punkte wert sein sollte als Aufgabe 2. Aufgabe 3 etwas weniger als Aufgabe 2.

Warum habt ihr ein Abhandenkommen abgelehnt? ich meine ich habe es damals fürs 1. Staatsexamen so gelernt dass Abhandenkommen immer ist, wenn der Besitz ohne den Willen aufgegeben wurde, also beim Betrug zB kein Abhandenkommen, aber beim Verlust hinterm Rücken zB schon... ? Ist bei mir aber auch länger her ;-)

Ich habe vergessen dass der öffentliche Glaube des Erbscheins abstrakt ist und man den Erbschein nicht kennen muss, aber darauf kommt es doch nicht an wenn ein Abhandenkommen vorliegt oder?

Aufgabe 3 habe ich eine notwendige Verwendung angenommen und ein Zurückbehaltungsrecht, wenn man bei Aufgabe 1 oder 2 aber auf einen Anspruch T gegen L gekommen wäre (ich nicht wegen Entreicherung und keine Kenntnis) hätte man die 300 Euro damit verrechnen müssen nach § 2022.

Ich hoffe die Durchfallquote ist diesmal niedriger als die letzten Male :-(

Ich wünsche Euch einen schönen Abend und viel Erfolg bei Euren anderen Klausuren!
 
Ich habe auch mit § 2249 Abs. 6 argumentiert, dass das Testament dann unwirksam ist...

Ich habe geschrieben, dass § 935 I zutrifft, da T die Perlenkette sonst abhanden gekommen ist.

Habe den § 2251 abgelehnt, weil es hier gerade kein dt. Schiff war. Ich denke nicht, dass eine Analogie hier möglich ist. Wieso?

Was man hier so liest, scheinen ja alle den groben Weg gefunden zu haben (wenn wir nicht alle daneben liegen :D). Von daher denke ich schon, dass die Klausur besser ausfällt als die im letzten Semester.

LG
Franzi
 
@sabrina:

ich denke schon, dass Du Recht hast: 935 greift. Allerdings greift dann eben der 2366, 2365: dieser steht als selbständige Norm neben 932, insofern also dann doch J Eigentümer.
 
@Flops: Danke für die Info, dann hilft § 2366 also über ein Abhandenkommen hinweg? Hab mir den 2366 seit ca 3 Jahren nicht mehr angeschaut :) ohoh aber mir reichts ja wenn ich bestanden hab, ich will nie wieder nach Düsseldorf fahren müssen, so ein Streß...
 
ich will nie wieder nach Düsseldorf fahren müssen, so ein Streß...
:mad::mad::mad::mad::mad:
Ich bin noch hier!!! LEIDER!!! Aber morgen ist es zum Glück vorbei. :):):)

Ich hoffe ihr verzeit mir, wenn ich jetzt nicht mehr auf eure Fragen weiter eingeh. Ich bereite mich lieber noch ein bissel auf morgen (MMV) vor und hoffe, dass das irgendwann noch in meinen Kopf reingeht.
Die Fragen wurden ja auch im Großen und Ganzen beantwortet, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben muss.
Im Groben sind wir uns ja einig.


by heinereiner
 
@sabrina:

Ja. Die Klausur fing schon scheiße an. Ich habe für 60 km Anfahrt fast 3 Stunden gebraucht. In der Zeit bin ich sonst in einem entspannten NOrdsee-Urlaub. Wie man an der Uni freiwillig studieren kann, ist mir ein Rätsel. Soviel STau in und um eine Stadt herum habe ich noch nicht gesehen.

Daher fehlten mir direkt 20 Minuten in der Bearbeitung. Ein Rücktritt von der Klausur wäre zwar möglich gewesen, dann hätte ich aber alles noch einmal lernen müssen.

Außerdem bleibe ich dabei: die Klausur war sicherleich einfacher, als wenn sie der Lehrstuhl Wackerbarth gestellt hätte. Ich glaube nicht, dass es eine so hohe Durchfallquote geben wird.
 
Wie seid ihr eigentlich mit der Zeit hingekommen? ich war froh, dass ich den Hinweis von Prof Wackerbarth (bis zu 2h an der Lösungsskizze, restlichen 2h Lösung formulieren) ignoriert habe.
hab nach 20 - 30 min mit der Formulierung begonnen und bin trotzdem nicht ganz fertig geworden
 
Hi
habe das testament am 2251 scheitern lassen, da es ja auf see war und kein deutschs schiff. habe analogie ganz kurz angesprochen aber abgelehnt.
Habe das Geliebtentestament im Rahmen des § 819 II geprüft und ablehnt.
bei 2 habe ich 985 abgelehnt wegen 929, 932. 935 I war bei mir (-).
habe aber danach noch 812 I 1 Alt. 1 und 812 I 1 Alt 2 geprüft und beide abgelehnt. denke das ist ein klassischer fall des 816 I, aber nach ansprüchen gegen L war ja nicht gefragt.
bei 3 habe ich kurz notwenige verwendungen geprüft und zbr nach 1000 gegeben.
 
§ 812 I 1 habe ich kurz erwähnt. § 812 I 1 1. Alt. entfällt m.E., da J die Kette nicht durch Leistung der T erlangt hat, sondern durch Leistung des L. § 812 I 1 2. Alt. habe ich wg. Subsidarität (Leistungskondiktion bzgl. L) abgelehnt.

Ja, § 816 hatte ich auch innerlich schon angefangen, aber dann ja gemerkt, dass es hier nicht um T-L geht...

LG
Franzi
 
§ 138 habe ich trotzdem angesprochen, aber es ist ja kein "Geliebtentestament" im klassischen Sinne, da die W Witwe war und das Testament deshalb keinen Ehemann benachteiligen könnte, allein deshalb ist 138 m.E. nach nicht anwendbar, es gab aber auch keine Hinweise dass es für sexuelle Gefälligkeiten gemacht wurde, in diesem Fall müsste das Testament denke ich auch vor den sexuellen Gefälligkeiten gemacht werden um sich diese zu sichern.
Was ist das für eine Argumentation? DAs mit dem Ehemann. Beim Geliebtentestament geht es doch nicht nur um den Ehemann, sondern auch um die Kinder und die waren ja vorhanden.
Außerdem (ich weiss nicht mehr wer es gesagt hat) ist die Kenntnis des L von dem Testament völlig unerheblich.
Also ich habe es mal angenommen, weil es keine verwandschaftliche Beziehung zu L gab und er daher nur aufgrund der "Liebe" bedacht wurde. Dabei kann man meines Erachtens gut davon ausgehen, dass lediglich die sexuelle Gefälligkeit belohnt werden sollte, denn achtenswerte Motive waren nicht erwähnt. Aber ich denke wenn man es angesprochen hat und ein Paar Argumente angeführt hat ist jede Lösung vertretbar.

wie seid ihr eigentlich mit der Zeit hingekommen? ich war froh, dass ich den Hinweis von Prof Wackerbarth (bis zu 2h an der Lösungsskizze, restlichen 2h Lösung formulieren) ignoriert habe.
hab nach 20 - 30 min mit der Formulierung begonnen und bin trotzdem nicht ganz fertig geworden
Also ich habe mich grob an den Zeitplan gehalten. Ich habe so 1,5 Std für das Konzept verwendet. Und kam dann kurz vor Ende der Bearbeitungszeit zum Ende. Aber es war zwischendurch schon knapp. Ich hoffe, dass man das lesen kann was ich in diesen Phasen geschrieben habe.

by heinereiner
 
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