Klausurvorbereitung WS 2013/14

Hallo lieber Mitstreiter/innen,

entsprechend des aktuellen Heftes Studien- u. Prüfungsinformationen Nr. 2 erfolgt 2 Wochen vor der Klausur im März eine Stoffeingrenzung. Wenn man sich die "Eingrenzungen" für die vergangenen Semester anschaut, stellt man fest, dass diese nicht wirklich konkret waren.
Wie also bereitet ihr euch auf die Klausur vor? In Moodle ist ja lediglich eine Musterklausur eingestellt...
Ich bin mal die Hinweise hier bei Studienservice durchgegangen und habe folgende Themen identifizieren können:
  • Konfliktbeziehung und Konfliktentstehung anhand eines konkreten Fall beschreiben
  • Was ist Mediation und welche Besonderheiten gibt es bei der Durchführung?
  • Besonderheiten bei Groß-Mediationsverfahren
  • Grundprinzipien der Mediation (inkl. 5 Besonderheiten im öffentlichen Bereich oder bei einer Trennungsmediation)
  • Merkmale der Neutralität
    • Vorgehensweise, wenn der Mediator seine Neutralität in Gefahr sieht?
    • Vorgehensweise, wenn dem Mediator der Verlust der Neutralität vorgeworfen wird?
  • Welche Aspekte sprechen (abstrakt) für Mediation?
  • Grenzen der Mediation
  • Rolle des Mediators
  • Was muss der Mediator beim Erstkontakt beachten?
  • Was ist Co-Mediation (Besonderheiten,Vor- u. Nachteile, Einsatzmöglichkeiten)?
  • Was sind Positionen, Themen und Interessen, was muss der Mediator in Bezug auf sie bei der Mediation beachten und welche Funktion haben sie?

  • Vor- und Nachteile der verschiedenen Konfliktlösungsmodelle
  • Vergleich der juristischen Methode mit einem Konfliktlösungsmodell (inkl. Besonderheiten im Öffentlichen Bereich)
  • Vorteile der Mediation gegenüber einem Gerichtsverfahren...
  • Stufenmodell nach Schwarz (ggf. auf einen konkreten Schachverhalt bezogen; Einordnung der Mediation)

Habt ihr noch Tipps oder Anmerkungen?

Gruß rewi23
 
also generell sehe ich stoffeingrenzungen eher skeptisch zumal sie meistens sehr vage formuliert sind. konsens ist ja vom stoffumfang her nicht soooooo viel, als dass man nicht alles lernen könnte....denke die klausur wird so aussehen oder so ähnlich wie die altklausuren in moodle....oder in der ea.....aber das was du aufgezählt hast sind ja die hauptthemen und somit auch klausurrelevantesten
 
Ich denke, dass der Schwerpunkt dann wohl auf Teil 3 Trennungs- u. Scheidungsmediation (Systemtheoretische Grundlagen der Mediation und Ihre praktische Bedeutung + Praxis der Familienmediation mit systemisch orientierten Beispielen) liegt. Zusätzlich kann es nicht schaden, wenn man Teil 1 + 2 in den Grundzügen beherrscht, da dort die Grundlagen für den dritten Teil gelegt werden. Tatsächlich vernachlässigen werde ich den kompletten Teil 4 (Mediation im öffentlichen Bereich).
 
Zuletzt bearbeitet:
ich muss jetzt mal ganz dumm nach dem aufbau des moduls fragen, habe einen teil der skripte verbummelt und sie mir über moddle ausgedruckt
ke1 ist konflikte und wie wir sie lösen - das sollte man m.e. hier können
ke 2 sind alternative konfliktbeilegungsformen - aber da habe ich nur 1 teil
ke 3 ist trennungs- und scheidungsmediation, davon gibts zwei Teile - Systemtheoretische Grundlagen + Praxis mit Beispielen
ke 4 2x öffentlicher bereich
richtig?
ich würde 1+2 grob lernen und mir ke 3 genauer anschauen.
oder habe ich beim drucken irgendwas durcheinandergehauen?
 
also 1+2 sollte man schon inhaltlich die grundlagen können, also auch den aufbau und ablauf einer mediation....grundlagen halt, damit man weis von was man schreibt....ke3 haben 2 teile...wobei der 2. teil über familienmediation geht.....den 2. teil würde ich inhaltlich genau können....den 4.teil braucht man nicht, da mediation im öffentlichen bereich ja eine andere thematik ist, aber wenn du dir die ke 4 1-2 mal durchgelesen hast, dann sollte man auch hier ein bisschen darüber bescheid wissen und zur not eine frage beantworten können. ich kann ja nicht sagen, dass die ganze klausur nur über familienmediation geht.....aber wenn man die ke 4 weglässt, dann ist es ja nicht sooo viel....es sind ja viele beispiele in den ke's...ich werde mir die ke 3 nochmal im detail auf karteikarten zusammenfassen und bei ke 1 + 2 die grundlegenden dinge....dann haue ich mir das in 5 tagen in den kopf und gut ist!
 
So, nachdem ich die Familien Meditation etwas vernachlässigt hatte, habe ich mich nochmal eingehender mit den Scripten beschäftigt. Ich finde die Inhalte sehr schwammig formuliert.

Zum allgemeinen Teilnhabe ich noch folgende Frage:
In der deutschen Literatur geht man von der aktiven Meditation aus, allerdings vertritt der Lehrstuhl - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - die passive Meditation, korrekt?
 
hmmm keine ahnung....habe mir gestern auch nochmal ke 3 durchgelesen....finde das auch sehr sehr schwammig alles...und gerade im zweiten teil besteht das skript ja fast nur aus beispieldialogen....bin echt gespannt....das waren die ke's die ich am wenigsten beachtet habe...
 
Hallo zusammen,
ich gebe mal einen kurzen Abriss der heutigen Klausur (auch für die Nachwelt):

Sachverhalt:
Herr Meyer hat familiäre Probleme. Seine Frau meint, dass er nicht genung Geld verdient, um sie und ihre Tochter zu ernähren. In letzter Zeit streitet das Ehepaar nur noch. Hierbei geht es u.a. auch um das Hobby der Tochter, der Mann möchte dass sie Volleyball spielt, was eine Familientradition in seiner Familie ist. Sie möchte, dass die Tochter Tennis spielt, damit sie den richtigen Umgang hat. Sie hat die Tochter auch bereits im Tennisclub angemeldet. Beim Elternabend sprach auch die Klassenlehrerin der Tochter Herrn M. auf die familiären Probleme an. Herr Meyer meint auch, dass es wohl auf eine Trennung hinausläuft.

Aufgaben:
1 a) Was ist Mediation, was sind die Charakteristika und welche Prinzipien gibt es?
Ich denke, dass konnte man ganz gut aus dem Skript übernehmen, deswegen spare ich mir hier die Ausführungen.

1 b) Welche Bereiche der Familienmediaiton gibt es ? Welche Besonderheiten existieren? Was macht Mediation in diesen Fällen besonders interessant?
Bereiche der Familienmediaiton waren für mich die Themenkomplexe Trennung+Scheidung, generationsübergreifende Konflikte, Fortfühung von Familienunternehmen, Erbschaftsstreitigkeiten etc.
Besonderheiten waren u.a., dass die Konfliktparteien auch künftig miteinander auskommen müssen (Zukunftsorientierung), dass Familienkonflikte häufig nicht justizjabel sind und Interessen und Werte berücksichtigt werden können.

2. Wann ist es sinnvoll, dass man Kinder und Jugendliche an einer Trennungsmediaiton beteiligt?
Ich denke, dass die Rahmenbedingungen (keine Instrumentalisierung der Kinder, kein zusätzlichen Druck etc.) passen müssen und es um Aspekte geht, die die Interessen der Kinder elementar berühren (Wer wohnt bei wem, Regelung des Umgangs). Wenn es ausschließlich um die Belange des (Eltern-)Paares geht, ist die Einbindung nicht erforderlich.
Bei dieser Aufgabe war ich mir aber sehr unsicher...

3. Welche Motivationen könnte Herr Meyer zur Durchführung einer Familienmotivation haben? Wer sollte an der Mediation teilnehmen?

Motivationen:
- Rolle des Herrn M. in der Familie (u.a. Ernährer)
- Abstellen der Kränkungen (Volleyball als Familientradition, aber evtl. falscher Umgang)
- Veränderung der Kommunikation (weniger Streit, über die Anmeldung zum Tennisclub wurde vorher nicht gesprochen)
- Auswirkungen auf die Tochter sollen minimiert werden
- Abwendung der Trennung

Teilnehmer:
Eltern und teilweise auch die Tochter, sofern es um ihre Belange geht (z.B. die Wahl zwischen Tennis und Volleyball).

Was meint Ihr dazu? Ansonsten geht jetzt die Zeit des Wartens los...
 
Zuletzt bearbeitet:
war echt fair....aufgabe 1 habe ich so erwartet. aufgabe 2 musste man sich etwas aus den fingern saugen und bei aufgabe 3 stand ja alles im text bzw. musste man die probleme heraussuchen und die dahinterstehende motivation beschreiben.....
 
Hi Leute,

ich fande die Klausur auch echt mehr als fair und bin echt froh, dass ich die Klausur überhaupt noch schreiben konnte, angesichts der Tatsache, dass der Prüfer mit den Klausuren 35 Min zu spät kam!

Mein Fazit:

Aufgabe 1 war echt wie rewi23 sagt aus dem Skript zu entnehmen und konnte man gut machen. Leicht verdiebte Punkte

Bei Aufgabe 2 musste man nix wissen, sodnern konnte gut mit gesunden Menschenverstand argumentieren. Meine Punkte waren im wesentlichen:

- Kinder müssen geistige, psychische und emotionale Reife haben
- Wenns um den Unterhalt, Sorgerecht und wo die Kinder wohnen sollen
- Wenn es um Belange der Kinder geht
- Wenn Kinder Mediation akzeptieren
- Wenn trennung unvermeidbar
- Wenn Kinder kein Spielball bzw. Maqchtinstrument der Eltern werden

Bei Aufgabe 3 habe ich geschrieben, was der Sachverhalt hergab:

- Liebt Frau immernoch, also grundsätzlich keine Trennung
- Klärung der finanziellen Probleme
- Dass fam. Probleme in Zukunft in der Famile bleiben (nicht öffentlich)
- Interessenklärung der Tochter (Tennis oder Volleyball)
- Beilegung aller anderen Probleme

Teilnahme an einer Mediation:

Da habe ich geschrieben, dass die Eltern und die Tochter dabei sein sollten und ich habe noch geschrieben, dass ich als Freund von Herrn Meyer nicht als Mediator in Frage komme, da ich einseitig vorbelastet und befangen bin.
Weiß nicht, ob das noch wichtig war, aber ich habs mal dazu geschrieben.

Aber hat auf jeden Fall gepasst!:)
 
Ich habe gerade mal nachgerechnet: Wenn man die Korrekturzeit vom letzten Semester zugrundelegt, dann würden wir unsere Klausur am 16. April 2014 rausbekommen. Also warten wir mal ab...
 
Folgende Meldung wurde heute bei Moodle veröffentlicht:

Liebe Klausurteilnehmer,

bei der vergangenen Klausur gab es ein Missverständnis hinsichtlich der Zulässigkeit von Hilfsmitteln. Wie Sie dem Heft 2 der Studien- und Prüfungsinformationen entnehmen konnten, war die Verwendung von Gesetzestexten in dieser Klausur nicht zugelassen. Der Hinweis auf Seite 2 des Deckblatts zur Klausur, wonach Gesetzestexte nur ohne Kommentierungen und Unterstreichungen verwendet werden dürfen, ist standardmäßig bei den Klausuren enthalten und stellt nur fest, dass in den Fällen, in denen die Verwendung von Gesetzen zulässig ist, diese keine Anmerkungen und Kommentierungen enthalten dürfen. Wir werden versuchen, diesen Hinweis in Zukunft präziser zu formulieren. Falls eventuell eine Verwirrung entstanden sein sollte, möchten wir uns bei Ihnen dafür entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen ins Forum

Ich bin zwar auch über die Formulierung in der Klausur gestolpert, hätte aber nicht gedacht, dass dies zu "Verwirrung" geführt hat...
 
war bei uns so und ich habe mich bei der aufsicht beschwert...was soll an dieser formulierung bitte schön verwirrend sein? fakt ist, dass leute vllt auch mit gesetzestext die klausur geschrieben haben und dadurch einen vorteil erlangt haben. fakt ist auch, dass dies "legal" war, da es ausdrücklich auf der klausur so abgedruckt war. im nachhinein zu kommen und zu sagen "sorry, war ja eigentlich nicht so gemeint...." was bringen einem klausurhilfsmitteleingrenzungen, wenn auf der klausur das gegenteil steht. da würde die fernuni jeden prozess verlieren, denn es gilt die sicht des objektiven empfängers, also die sicht des studenten und wie er diese nachricht auf dem klausurbogen verstehen würde. hier war nichts verwirrend sondern glasklar formuliert.
 
Nun, ich kann dir da leider nicht zustimmen. Die meisten werden überhaupt keine Gesetzestexte mitgenommen haben (welche auch?). Bei der Klausur kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mit den Gesetzestexten bessere Ergebnisse erzielen hätte sollen. Geht ja gerade um alternative Konfliktlösung ;)

Aber ich will jetzt keinen Streit vom Zaun brechen, es ist nur meine bescheidene Meinung.

Gruß rewi23
 
Die Noten sind da! Ich habe meine letzte Klausur mit 1,7 bestanden... ich hoffe, ihr seid auch zufrieden...
 
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Hey, habe auch bestanden allerdings mit ner 3,0:(
Wie bei den anderen Klausuren auch ist das Ergebnis etwas entäuschend, da ich ein ziemlich gutes Gefühl hatte...

Glückwunsch an alle die bestanden haben:)
 
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