Korrigierte Einsendearbeit 1 erhalten

Korrigierte EA1 erhalten

Hallo Mitstudenten,
habe gerade meine EA 1 zurückerhalten. Bin echt baff. Habe Ansprüche der B aus Widerrufsrecht und Rücktrittsrecht geprüft. Auf Widerruf 0 Punkte erhalten. Daher gerade so mit 50 P. bestanden. Irgendwie verstehe ich das ganze nicht. Wenn die Frage lautet "Welche Ansprüche hat B ...." dann meine ich, müssen alle in Betracht kommenden Ansprüche geprüft werden, also auch aus Widerrufsrecht. Der Korrektor verweist auf die Musterlösung, die aber nicht beigefügt war. Wenn es in dieser Aufgabe lediglich um Rücktritt ging, also gewöhnl. Mängelrechte des Käufers, was sollte dann der Hinweis, auf die europarechtl. Herkunft deutscher Regelungen einzugehen ? Im übrigen bin ich vom Vorliegen eines wirksamen Kaufvertrages ausgegangen. Dort hat Korrektor handschriftl. vermerkt - soweit überhaupt lesbar - "KV nichtig § 134". Damit kann ich überhaupt nichts anfangen.

Ich möchte gar nicht daran denken, wie EA 2 und 3 bewertet wird.

Gruß
 
Bei mir ist es ähnlich. Ich habe alle in Frage kommenden Ansprüche (Widerruf, Nacherfüllung, Rücktritt) geprüft und nur Punkte für den Rücktritt erhalten. Gem. Angaben des Korrektors waren die anderen Ansprüche nicht zu prüfen, weil sie den Rücktritt erklärt hat. Da ich wegen der Prüfung aller anderen Ansprüche so viel geschrieben habe, ist meine Rücktrittprüfung gem. Angaben des Korrektors nicht ausführlich genug, deswegen nur (oder immerhin) 62 Punkte.

Jetzt fange ich an, mir Sorgen um die Klausur zu machen (sofern ich eine der anderen beiden EA's überhaupt bestanden habe). :-/
 
Ist bei mir auch so gelaufen wie bei Euch - wobei, eigentlich noch etwas schlechter. In der Erstkorrektur mit 33 P durchgefallen, in der Zweitkorrektur dann 50 Punkte. Bedeutet das, dass ich durch bin?
Echt blöde, meine ersten 4-5 Seiten waren Widerruf und das wurde alles ohne Punktgabe durchgestrichen. Ich meine schon, dass das zu prüfen war, denn die Erklärung der Dame hätte nach § 133, 157 imho auch als Widerruf ausgelegt werden können, was eine Prüfung ermöglich hätte.
 
Die Sache läßt mir echt keine Ruhe. Habe daher meine Arbeit mit einem RA (weit über 30 Jahre im ZivilR tätig) besprochen. Der meinte auf den ersten Blick, dass bei einer solchen Fragestellung die Prüfung des WiderrufR grds. angezeigt war. Zum Hinweis des Korrektors auf § 134 meinte er aber, dass man hätte wohl prüfen müssen, ob das Inverkehrbringen eines Gerätes, das nicht den EU-Anforderungen entspricht, gegen ein gesetzl. Verbot (EPBG) verstößt und daher der FernabsatzV nichtig sein könnte. Hierzu gibt es wohl Rechtsprechung des BGH (Radarfallengerät). Da war Thema, ob der Verbraucher ein Widerrufsrecht hat, wenn FernabsatzV sittenwidrig ist.
 
Hallo zusammen,

ich wurde auch auf den Boden der Tatschen zurück geführt ;-)).
Erstkorrektur 36 Punkte und dann doch noch die 50 erreciht. Für mich heißt das, dass ich nochmal kpl. bei Adam und Eva der Juristerei beginnen muss um die Anforderungen der Profs auch nur annähernd erfüllen zu können um die 50 Punkte zu erreichen.
Über den 134 war ich auch überrascht. Wo kam der denn her?
Da waren Dinge dabei, die ich während meines Studiums zum Wirtschaftsjuristen nie gehört hatte. Wow!!
 
Hallo ich habs total versaut,...

Ich hab den Sachmangel wohl nicht ausführlich genug geprüft denn daneben steht dann 0/65 P.!!! Ich dachte es geht um Widerruf bzw. Rücktritt und die RL sowie die Abwicklungsmodalitäten??? Meine 2 Seiten zu den Abwicklungsmodalitäten wurden gar nicht gewertet..

:(
 
Tja, ich bin zwar mit der Zensur zufrieden (zu meiner eigenen Überraschung 66 P), aber bei mir ist auch die ganze Prüfung des Widerrufes offenbar nicht korrigiert worden. Bei der Aufgabenstellung hatte ich eigentlich erwartet, dass man alle möglichen Ansprüche der B gegen Q prüfen soll.
Merkwürdig auch: Ich beginne mit "Ansprüche B gegen Q Zu prüfen sind die Ansprüche der B gegen die Q. A. Vertragliche Ansprüche...." udn so weiter, wie man es in der Uni gelernt hat. Die Korrekturanmerkung: "Interessanter Aufbau". Naja, bei der Note will ich mich nicht beschweren, aber ich bin auch mal gespannt auif die Löäsungsskizze.
 
Mein Aufbau wurde auch kritisiert und ich weiß noch nicht warum. Habe mich noch nicht mit der Lösungsskizzebeschäftigt, die ja nun offensichtlich online ist...
 
Bei allem Respekt gegenüber dem Prof. Aber das kann es wohl nicht gewesen sein. Die Lösung beschäftigt sich in Abschnitt "C Gegenansprüche" mit den Ansprüchen des Q gegen B ! Danach war doch nicht gefragt. Ich habe grds. kein Problem damit, eine Arbeit mit 50 P. knapp zu bestehen. Vielmehr mache ich mir Gedanken, wie ich in einer Klausur verfahren soll. Auf die konkrete Frage eingehen (wie vorliegend gemacht) oder die Frage ignorieren und sicherheitshalber die Rechtslage prüfen.
Gruß
 
Entschuldigung, wenn ich das so formuliere, aber die Musterlösung ist ein Witz.
Sollte dieser Anspruch der Lösung auch in den Klausuren gefordert sein, dann kann ich hinschmeißen. Denn ich kenne weder jede Entscheidung des EUGH noch des BGH.
Na ja, dann sehen wir mal weiter, was bei der nächsten EA rauskommt. Wird wahrscheinlich das nächste Desaster werden. Wobei ich noch fairerweise sagen muss, dass mir der Verfasser der Musterlösung die 14 Punkte zugeschrieben hat, die ich noch auf die 50 Punkte brauchte. Aber hab ich die EA jetzt bestanden? Wo steht denn das?
 
Hallo Tankgirl,

danke für die Info. Nur was ist, wenn ich beides habe? Bei erster Korrektur den Stempel mit n.b., die Nachkorrektur mit 50 Pkten bestanden.
Was zählt?
 
Bestehe doch einfach die nächsten beiden EAs ... dann haste auf jeden Fall die Prüfungszulassung

in der Klausur musste natürlich nicht jede BGH / EuGH Entscheidung parat haben; allerdings musste etwas über die normale Rechtsanwendung hinaus anwenden! aber das geht auch mit einer vernünftigen Argumentation ohne Kenntnis der entsprechenden Urteile
 
@ Rudi1110: Die Nachkorrektur zählt; ich hatte das Problem auch mal und damals beim Lehrstuhl angefragt...Du hast also bestanden!
 
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