Lösung Klausur Rechnungslegung WS 15/16

#1
Hallo liebe Mitstreiter,

bedauerlicherweise haben mir letztes Semester 2 Punkte zum Bestehen der Klausur gefehlt. D.h.: NOCHMAL den Scheiß lernen. Habe gerade mal die Klausur des WS 15/16 angeschaut. Für den BT Teil gibt es ja vom Lehrstuhl eine Musterlösung
Für den BA/BP-Teil (Lehrstuhl rückt keine ML raus) möchte ich hier gerne die Lösungen zu den 3 Aufgaben austauschen.
Ich habe mal von hinten angefangen und versucht die Strukturbilanz (Aufg. 3b) zu lösen. Diese gab ja immerhin 14 Punkte.

Hier meine Aufbereitungsmaßnahmen:

I) selbst erst. im. VG i.H.v. 10.000 EUR werden aus dem AV herausgerechnet, ebenso vom EK
(AV ./. 10.000 und EK ./. 10.000)

II) Wie würdet ihr den nächsten Punkt "...ungewöhnlich hohe außerplanmäßige Abschreibung im Finanzanlagevermögen (50.000EUR) berücksichtigen?
Vorschlag: da dies laut text "bilanzpolitisch motiviert" ist, würde ich die 50.000 zum einem dem AV zuordnen und zum anderen dem ba. langfr. FK, denn Finanzanlagen haben ja eigentlich einen langfristigen Charakter.
(d.h. AV +50.000 und EK + 50.000)

III) Ford. 2.000 EUR und sonst. VG 3.000 EUR sind als kurzfristig anzusehen. Der Rest der Ford. und der sonst VG (= 30.000 - (2.000 + 3.000) = 25.000 EUR) sind aus dem UV herauszurechnen und dem ba. AV zuzuordnen. (UV ./. 25.000 und AV + 25.000)

IV) 50% des JÜ (15.000) werden ausgeschüttet, d.h. dem kurzfr. FK zugeordnet (+15.000)

V) 50% des JÜ (15.000) werden einbehalten, d.h. dem EK zugeordnet (+15.000)

VI) ARAP wird dem UV zugeordnet (+10.000)

VII) PRAP wird den kurzfr. FK zugeordnet (+20.000)

VIII) passive lat. St i.H.v. 5.000 wird dem kurzfr. FK zugeorndet (+5.000)

IX) Pensionsrückstellungen werden den langfr. FK zugeordnet (+40.000)

X) Sonst. Rückstellung hätte ich den kurzfr. FK zugeordnet (+20.000)

somit ergibt sich folgende Strukturbilanz

ba. AV 215.000 *a)
ba. UV 175.000 *b)
_________________________________
Bilanzvermögen 390.000

ba. EK 135.000 *c)
langfr. ba. FK 160.000 *d)
kurzfr. ba. FK 95.000 *e)
__________________________________
Bilanzkapital 390.000

Erläuterungen zu den kleinen Buchstaben:

*a) = AV 150.000 ./. selbst erst. imm. VG 10.000 [siehe I)] + langfr. Ford 25.000 [siehe III] + Abschreibung auf Finanzanlagen [siehe II)]

*b) = UV 190.000 ./. langfr. Ford 25.000 [siehe III] + ARAP 10.000

*c) = EK 130.000 + 50% JÜ d.h. 15.000 ./. selbst erst. imm. VG 10.000 [siehe I)]

*d) = langfr. FK 70.000 + Pensionsrückstellungen + Abschreibung auf Finanzanlagen [siehe II)]

*e) = kurzfr. FK 35.000 + 50% JÜ 15.000 + PRAP 20.000 + lat. Steuern 5.000 + sonst. Rückstellungen 20.000


Für Korrekturvorschläge bin ich sehr dankbar.

Ach ja: Mir ist aufgefallen, dass die in der Klausur WS 15/16 vorgegebene "Lösungs-Strukturtabelle bzw das Lösungs-Tableau" etwas anders aussieht als sonst.
I.d.R gibt es für jede Position (ba. AV, ba. UV usw) einen Einzeiler um die Ergebnisse einzutragen.
Bei dieser Klausur war es jedoch ganz anders. So gab es für die Position ba. AV einen 4-Zeiler!! Was soll man denn da eintragen, außer das Ergebnis des ba. AV???
 
#2
So. Nun die ersten Lösungen zur Aufgabe 2 der Klausur WS 15/16

Aufgabe 2 a): Nicht sonderlich schwer. Die Lösungen stehen ja am Ende des ersten Skripts.

1. Art der bilanzpolitischen Instrumente: ...
2. Ausrichtung der bilanzpolitischen Instrumente: ...
3. Ausmaß der bilanzpolitischen Instrumente: ...

Aufgabe 2 b)

(b1): Hier muss Geschäftsvorfall I herausgepickt werden. "Zur Verbesserung der Ertragslage" bedeutet progressive Ausrichtung der BP. Die Wahl der linearen Abschreibungsmethode bedeutet ja, dass die Abschreibungsbeträge - im Vergleich zu einer degressiven Abschreibungsmethode - niedriger im GJ sind.
Die Wahl sollte auf eine ND von 5 Jahren fallen, da so die Abschreibungsbeträge niedriger sind, als bei einer ND von 3 Jahren.
Kleinere Abschreibungsbeträge bedeutet geringere Aufwendungen und dies bedeutet einen höheren Gewinn.

(b2):
Mit der Auslegung einer progressiven BP sollen am Unternehmen beteiligte Personengruppen, wie z.B. Großfremdkapitalgeber dazu bewegt werden auch zukünftig potenzielle, notwendige Kredite zu gewähren

(b3):

Buchungssatz für ersten Geschäftsvorfall: Aufwandskonto für Abschreibungen an Maschine 3.000

weitere Schritte folgen noch zu (b3) und (b4)

Vielleicht hat jmd anders noch einen weiteren Input???
 
#3
Aufgabe 1:

1. Frage:
Branchenvergleich
2. Frage: Bei der Liquiditätsanalyse fehlt der Kausalzusammenhang zwischen der zukünftigen Liquidität und der Liquidität zum Analysezeitpunkt. In der Bilanz haben sich die meisten Forderungen und Verbindlichkeiten ausgeglichen. Die Liquiditätslage hat sich jedoch zum Analysezeitpunkt geändert.
3.Frage: Probleme sind darin zu sehen, das Humanvermögen zu bewerten und im Rahmen der Vermögenslage darzustellen
4. Frage: Verstehe die Frage irgendwie nicht.
5. Frage: Die degressive Abschreibungsmethode entfaltet eine konservative Ausrichtung der BP
6. Frage: Mittelverwendung findet sich auf der Aktivseite der Bilanz
7. Frage: Ausgabe jetzt, Aufwand später --> Dient im Hinblick des Periodisierungsprinzips der periodengerechten Erfolgsermittlung
8. Frage: Kapitalverlust??? Interessenkonflikte innerhalb der Unternehmung??? Keine Ahnung
9. Frage: Keine Ahnung
10. Frage: relative Kennzahlen haben eine höhere Aussagekraft als absolute Kennzahlen, da verschiedene Positionen ins Verhältnis gesetzt werden. Des Weiteren ist die Prognosezuverlässigkeit von horizontalen realitven Kennzahlen sehr hoch (Siehe Analyse der Kreditwürdigkeit)
11.Frage: Wirkungsdauer, Bindungswirkung, Dosierbarkeit.... (gibts glaub 8 Möglichkeiten)
 
#4
Schau mal wegen der Lösungs-Strukturtabelle in die Fallstudie. Beim überfliegen der Aufgabe würde ich sagen
immaterielles, Sachanlagen, Finanzanlagen, Summe und bei UV Unlaufvermögen, bereinigte RAP, Summe. Ich habe die Aufgabe allerdings nicht gelöst, nur die Klausur überflogen. Ich denke aber, das wäre eine Möglichkeit
 
#5
lt. den Hinweisen die ich erhalte müsstes du gestern um 21.56 einen Betrag hier geschrieben haben. Interessanterweise kann ich diesen nicht sehen, obwohl ich eingeloggt bein. Falls sich dieser auf meinen bezieht, tut es mir sehr leid, dass ich nicht antworten kann.
 
#6
Mal ein Vorschlag für die Aufgabe 2:
Bei 2 a), b1) und b2) stimm ich dir zu.
bei b3) würde ich für I auch sagen, dass man eine ND von 5 statt 3 Jahren wählen sollte, um den Abschreibungsaufwand gering zu halten. Also Abschreibungsaufwand an Maschinen 3T
Bei II hab ich mal gegoogelt und gefunden, dass Rückstellungen nur aufgelöst werden dürfen, wenn das Urteil rechtskräftig ist. Also demnach dürfte da keine Maßnahme stattfinden? Falls doch wäre es glaube ich sonstige Rückstellungen an Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 8T
III: Bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung besteht bei Finanzanlagen ein Abschreibungswahlrecht -> nicht abschreiben
b4) Bin mir da nicht sicher, würden sich nicht nur das AV und das EK (oder der JÜ?) um jeweils 3000 wegen der Maßnahme I verringern?
 
#7
Schau mal wegen der Lösungs-Strukturtabelle in die Fallstudie. Beim überfliegen der Aufgabe würde ich sagen
immaterielles, Sachanlagen, Finanzanlagen, Summe und bei UV Unlaufvermögen, bereinigte RAP, Summe. Ich habe die Aufgabe allerdings nicht gelöst, nur die Klausur überflogen. Ich denke aber, das wäre eine Möglichkeit
Danke cookie123 für den Hinweis. In der Tat wurde die Lösungs-Strukturtabelle in der Fallstudie so aufgezeigt.
 
#8
Die Aufbereitungsmaßnahmen bei der Strukturbilanz hab ich grundsätzlich auch so wie du, @Matzeinho
Nur bin ich mir nicht sicher bei den Unterteilungen, bspw. wird das EK ja in gezeichnetes Kapital und den JÜ unterteilt.
- die selbsterstellten imm. VG würde ich aus dem imm. VG und dem gezeichneten Kapital (könnte aber genauso gut der JÜ sein, keine Ahnung) herausrechnen
- die Abschreibungen: Finanzanlagen und JÜ jeweils +50
- die Forderungen und sonstigen VG: aus dem UV herausrechnen -25 und in das AV unter die Position "langfristige Forderungen und sonstige VG" +25 (das wäre dann auch die 4. Zeile im AV, ist ähnlich in der 4. Aufgabe der EA)
-ARAP -10 ins UV +10 (kurzfristige Forderungen?)
-PRAP -20 ins kurzfristige FK +20
-passtive latente Steuern -5 ins kurzfristige FK +5
-Pensionsrückstellungen -40 ins langrfristige Fk +40
-sonstige Rückstellungen -20 ins kurzfristige FK+20

Der JÜ müsste sich ja evtl verändert haben? Durch die selbsterstellten imm. VG und/oder die Abschreibungen auf die Finanzanlagen. (vorausgesetzt das betrifft beides nicht das gezeichnete Kapital)
Bei mir wäre der JÜ 80 (30+ die 50 von den Abschreibungen)
-der ausgeschüttete Teil des JÜ: JÜ -40 und kurzfristige Verbindlichkeiten +40
-der einbehaltene Teil des JÜ: JÜ mit 40 belassen

Bei mir ergibt sich dann folgende Strukturbilanz:
AV
immaterielle VG 10 (20-10)
Sachanlagen 100
Finanzanlagen 80 (30+50)
langfristige Forderungen und sonstige VG 25
UV
Vorräte 110
Forderungen 15 (30-25+10)
flüssige Mittel 50
Bilanzvermögen gesamt 390

EK
gezeichnetes Kapital 120 (130-10)
Jahresüberschuss 40 ((30+50)/2)
FK
langfristiges FK 110 (70+40)
kurzfristiges FK 120 (35+20+5+20+40)
Bilanzkapital gesamt 390

vor allem was den JÜ und das gezeichnete Kapital angeht, bin ich mir aber ziemlich unsicher
 
Zustimmungen: Meee
#9
Hat jemand was zur 3a)? Hab noch nichts im Skript gefunden (hab mich mit der KE ll aber auch noch nicht so beschäftigt :whistle: :whistling: :whistles:)
Bei Aufgabe 1b würde ich mal
-Auszahlung
-Ausgabe und Aufwand
zur Diskussion stellen
 
Zustimmungen: Meee
#10
Hat jemand was zur 3a)? Hab noch nichts im Skript gefunden (hab mich mit der KE ll aber auch noch nicht so beschäftigt :whistle: :whistling: :whistles:)
Bei Aufgabe 1b würde ich mal
-Auszahlung
-Ausgabe und Aufwand
zur Diskussion stellen
Zur 3a)
Ich hätte geschrieben, dass Konzernbilanzen sich so charakterisieren lassen, dass Unternehmen rechtlich nicht aber wirtschaftlich selbstständig sind. Des Weiteren hätte ich den Faktor "Publizitätspflicht" erwähnt. Handelt es sich beim Mutterkonzern um eine große Kapitalgesellschaft muss neben Bilanz, GuV und Anhang auch der Lagebericht erstellt werden -> des Weiteren Offenlegungspflicht (elektronisch) im Bundesanzeiger.
Aus U-Sicht könnte es aber von enormer Bedeutung sein so wenig Infos wie nötig preis zugeben (Stichwort: Konkurrenzunternehmen). Die Geschäftsleitung könnte also bestrebt sein, elementare Infos an die Tochtergesellschaft "abzugeben". Handelt es sich nämlich bei der Tochtergesellschaft um eine bspw. kleine AG, so hat diese auch abgeschwächtere Publizitätspflichten als große AGs. Kleine AG -> siehe § 326 I HGB -> nur Bilanz und Anhang sind zu erstellen, NICHT jedoch GuV, Lagerbericht.
Für Analysten ist somit dieses "Verhalten" zwischen Mutter/Tochter-U, also die Verschiebung von Infos, schwer aufzudecken.
Als Lösung bietet sich hier der Branchenvergleich an. Infos/Kennzahlen von unterschiedlichen U der gleichen Branche sollen verglichen werden.
 
#11
Anbei für den Lösungsvergleich die Erweiterungen/Unterschiede:

1.5 degressive Abschreibung: zu Beginn hohe Abschreibungen
1.8 Schwierigkeiten divergierender Bilanzpolitik: läuft Gefahr Zielkonflikte zu haben, wo man nicht mehreren Zielen gleichzeitg Rechnung tragen kann - zwischen Anspruchsgruppen, innerhalb Adressatengruppe und im Zielsystem einzelner Personen --> Entscheidung/Rangordnung
1.9 ewige Sorgenkinder nach Moxter: immaterielle Vermögensgegenstände

2 b3) Rückstellung kann aufgelöst werden, s. KE 1/S. 101 BS4
2 b4) Aktiva: AV 97, UV1 30, UV2 20 = Summe 147
Passiva: EK 60, JÜ (01) 25 - 3 + 8 = 30, LFK 35, KFK 22 = 147

3 a) der Ansatz zur Publizitätspflicht hat etwas, würde die Frage aber weitergehend beantworten:
- konzerninterne Geschäftsvorfälle (in welchem Umfang) nicht konsolidiert
- Einzelbilanzen wenig aussagekräftig, stark von Aufteilung d. Aufgaben/Bereiche im Konzern beeinflusst
- denkbar, dass beide gleichrangig für Mutterkonzern tätig; ebenso möglich, dass einer Zulieferbetrieb für anderen oder ein UN Eigentümer des anderen (Abhängigkeiten!)
- Verrechnungspreise bieten erhebliche Manipulationsmöglichkeiten
- je nach wirtschaftlicher Beziehung zw. UN sollte Bilanzanalyst adäquates Vorgehen wählen und dabei versuchen konzernintere Einflüsse tendenziell zu eliminieren, was aber schwierig ist

3 b) wie Judy; frage mich, ob ARAP wirklich einfach zu "bereinigten Ford. und sonst VG" addiert werden kann? Grundsätzlich würde ich diese in eine eigene Zeile schreiben wollen, da aber nur drei Zeilen für ba. UV zur Verfügung stehen, habe ich ebenso diese Lösung gewählt.
 
#12
Die Aufbereitungsmaßnahmen bei der Strukturbilanz hab ich grundsätzlich auch so wie du, @Matzeinho
Nur bin ich mir nicht sicher bei den Unterteilungen, bspw. wird das EK ja in gezeichnetes Kapital und den JÜ unterteilt.
- die selbsterstellten imm. VG würde ich aus dem imm. VG und dem gezeichneten Kapital (könnte aber genauso gut der JÜ sein, keine Ahnung) herausrechnen
- die Abschreibungen: Finanzanlagen und JÜ jeweils +50
- die Forderungen und sonstigen VG: aus dem UV herausrechnen -25 und in das AV unter die Position "langfristige Forderungen und sonstige VG" +25 (das wäre dann auch die 4. Zeile im AV, ist ähnlich in der 4. Aufgabe der EA)
-ARAP -10 ins UV +10 (kurzfristige Forderungen?)
-PRAP -20 ins kurzfristige FK +20
-passtive latente Steuern -5 ins kurzfristige FK +5
-Pensionsrückstellungen -40 ins langrfristige Fk +40
-sonstige Rückstellungen -20 ins kurzfristige FK+20

Der JÜ müsste sich ja evtl verändert haben? Durch die selbsterstellten imm. VG und/oder die Abschreibungen auf die Finanzanlagen. (vorausgesetzt das betrifft beides nicht das gezeichnete Kapital)
Bei mir wäre der JÜ 80 (30+ die 50 von den Abschreibungen)
-der ausgeschüttete Teil des JÜ: JÜ -40 und kurzfristige Verbindlichkeiten +40
-der einbehaltene Teil des JÜ: JÜ mit 40 belassen

Bei mir ergibt sich dann folgende Strukturbilanz:
AV
immaterielle VG 10 (20-10)
Sachanlagen 100
Finanzanlagen 80 (30+50)
langfristige Forderungen und sonstige VG 25
UV
Vorräte 110
Forderungen 15 (30-25+10)
flüssige Mittel 50
Bilanzvermögen gesamt 390

EK
gezeichnetes Kapital 120 (130-10)
Jahresüberschuss 40 ((30+50)/2)
FK
langfristiges FK 110 (70+40)
kurzfristiges FK 120 (35+20+5+20+40)
Bilanzkapital gesamt 390

vor allem was den JÜ und das gezeichnete Kapital angeht, bin ich mir aber ziemlich unsicher

Kann dein Ergebnis bestätigen. Dennoch MEGA strange, dass bspw. das ba EK in gez. Kapital und JÜ unterteilt wird, und in den Klausuren bzw EAs der vergangenen Jahre das ba EK ein Einzeiler war :rolleyes:
 
#13
Hallo zusammen,

hat jemand die Aufgabe 1B des Bilanzpolitik Teils gemacht?

Ich habe folgende Stromgrößen angedacht, aber irgendwie mache ich hier immer Fehler....:

1) Auszahlung und Einnahme
2) Ausgabe

Würde mich über ein Feedback freuen
 
#16
Ok Danke für eure Antworten.
Kann mir jemand erklären warum es im 1.) Fall eine Ausgabe ist?
Wir kaufen doch das Grundstück, es geht somit unserer Bilanz zu, ist es dann nicht eine Einnahme statt einer Ausgabe?
 
#17
Hallo zusammen,

haben noch mehr Leute die 3b (Strukturbilanz) des Bilanzpolitik-Teils gerechnet? Hier gab es ja bereits 2 verschiedene Lösungsansätze und es würde mich freuen noch mehr Meinungen zu hören, da ich mir auch nicht sicher bin.

Die beiden Punkte die unterschiedlich betrachtet wurden:

1) Abschreibung auf Finanzanlagen die rückgängig gemacht werden soll in Höhe von 50 T
Diesen müssen auf die Finanzanlagen wieder hinzu gerechnet werden, aber auf welches Konto auf der Passivseite? Einmal gab es die Lösung ins b.a. EK (gezeichnetes Kapital oder JÜ) und einmal die Idee es ins langfristige FK zu rechnen. Was meint ihr?

2.) die Gewinnausschüttung von 50%. Diese muss ja ins kurzfristige FK gerechnet werden
Jedoch wurde einmal vom ursprünglichen JÜ in Höhe von 30 T die Hälfte genommen = 15 T
Bei der zweiten Idee wurde vom neuen JÜ (30 + 50 aus den Abschreibungen siehe 1.) die Hälfte, also 40 T
Was denkt ihr?

Freue mich auf eure Antworten
 
#18
Du kaufst das Grundstück vom bankguthaben, somit sinkt schon mal "Bank". Der Fond liquide Mittel nimmt ab = Auszahlung. Es kommen keine Forderungen hinzu, die das ausgleichen könnten, somit bleibt auch der Fond Geldvermögen negativ = Ausgabe. Das Grundstück stellt Sachvermögen dar, sodass der Fond Reinvermögen wieder ausgeglichen ist und dieser sich nicht ändert = kein Aufwand.
 
#19
Hallo zusammen,

haben noch mehr Leute die 3b (Strukturbilanz) des Bilanzpolitik-Teils gerechnet? Hier gab es ja bereits 2 verschiedene Lösungsansätze und es würde mich freuen noch mehr Meinungen zu hören, da ich mir auch nicht sicher bin.

Die beiden Punkte die unterschiedlich betrachtet wurden:

1) Abschreibung auf Finanzanlagen die rückgängig gemacht werden soll in Höhe von 50 T
Diesen müssen auf die Finanzanlagen wieder hinzu gerechnet werden, aber auf welches Konto auf der Passivseite? Einmal gab es die Lösung ins b.a. EK (gezeichnetes Kapital oder JÜ) und einmal die Idee es ins langfristige FK zu rechnen. Was meint ihr?

2.) die Gewinnausschüttung von 50%. Diese muss ja ins kurzfristige FK gerechnet werden
Jedoch wurde einmal vom ursprünglichen JÜ in Höhe von 30 T die Hälfte genommen = 15 T
Bei der zweiten Idee wurde vom neuen JÜ (30 + 50 aus den Abschreibungen siehe 1.) die Hälfte, also 40 T
Was denkt ihr?

Freue mich auf eure Antworten
Finanzanlagen + 50.000 und JÜ auch + 50.000. (Meine Idee die 50.000 mit dem langfr FK zu verrechnen ist natürlich Blödsinn). Der neue JÜ ist somit 80.000. 50% ins kurzfr. FK und 50% ins EK bzw gez Kapital
 
#20
Ich habe es so gerechnet:
A.
I. imm. VG 10 (20-10)
II. Sachanlagen 100
III: Finanzanlagen 80 (30+50)
IV. langfr. Forderungen u. sonst. VG 25
B
I. Vorräte 110
II. Forderungen u. sonst. VG 15 (30-25+10)
III. Flüssige Mittel 50
Bilanzvermögen insgesamt 390

A.
I. gezeichnetes Kapital 130
II. Gewinnrücklage 35 ((30-10+50)/2)
B.
I. langfr. FK 110 (40+70)
II. kurzfr. FK 115 (35+20+35+20+5) (JÜ+sonst. Rückstellungen+kurzfr. Verbindlichkeiten+PRAP+latente Steuern)
Bilanzvermögen insgesamt 390

Ich habe sowohl die Minderung durch die selbst erstellten imm. VG als auch die Erhöhung durch die Zuschreibung bei den Finanzanlagen mit dem JÜ verrechnet. Erscheint mir irgendwie logischer, dass der JÜ durch solche bilanzpolitischen Maßnahmen verändert wird und nicht das gezeichnete Kapital. Die Idee, es mit dem langfr. FKzu verrechnen finde ich aber doch interessant. Mir fallen keine Argumente dagegen ein.
Die Höhe der Gewinnausschüttung hängt von dieser Entscheidung ab, als auch von der Entscheidung, ob man das selbst erstellte imm. Vermögen mit dem gezeichneten Kapital oder mit dem JÜ verrechnet.
Im Beispiel der Progress AG heißt der im EK einbehaltene JÜ übrigens Gewinnrücklage.

Wäre sehr interessiert, ob jemand definitiv sagen kann, ob die Zuschreibung der Finanzanlagen mit den EK oder mit dem langfr. FK verrechnet werden soll.
 
#21
Wieso lautet der Buchungssatz bei Aufgabe 2c I. nicht "Abschreibung 3000 an Sachanlagen 3000"?
Den Rest von Aufgabe 2 würde ich auch so lösen. Die Auflösung der Rückstellung bei II ist möglich laut Skript "Sonstige Rückstellungen an Sonstige betriebliche Erträge", aber in Wirklichkeit scheint es nicht möglich zu sein, zumindest wenn man den ersten Seiten bei Google glauben schenkt.
 
#23
In Aufgabe 2b steht, dass die Finanzanlagen schon vorübergehend abgeschrieben sind. Müsste man hier, im Sinne einer progressiven Bilanzpolitik, diese Abschreibung nicht wieder rückgängig machen? Dann wären die Werte bei b4 so: AV 102.000 (100000-3000+5000). JÜ 27.000 (25000-3000+5000). Alles andere bleibt so wie es ist.
Die Rückstellungen würde ich trotz progressives BP nicht auflösen, da das Urteil noch nichts rechtskräftig ist. §249 Abs 2 HGB -> Rückstellungen dürfen nur aufgelöst werde, soweit der Grund hierfür entfallen ist.
 
#26
Hallo zusammen,
zu Aufgabe 2b:
Ich würde Finanzanlagen +50 und JÜ +50 buchen. FK macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Dies würde ja bedeuten, dass ein Kredit aufgenommen werden müsste. Wenn die Finanzanlagen wieder steigen, steigt das Vermögen und damit das EK.

Weiterhin würde ich nur 15 ausschütten. Prämisse ist, dass bei der bilanzpolitisch motivierten Bilanz die Substanz ja im Unternehmen bleibt. Heißt umgekehrt, wenn ich nun als Analyst eine Strukturbilanz erstelle, wird der Gesellschafter ja deswegen nicht seine Gewinnausschüttung ändern.

Hat jemand eine Meinung zu meinem Vorschlag?

Grüße Dirk
 
#27
Also geht man von dem aufgezeigten Ergebnis in KE I aus, dann wird die Ausschüttung ganz normal beibehalten und quasi der Rest des neu korrigierten JÜ in die Gewinnrücklage gesteckt.

Imm VG hab ich ebenfalls als Korrektur der aktivierten EL mit JÜ verrechnet und nicht mit ba EK.
 
#28
Hallo Leute...
Bin gerade bei der kurseinheit 2 im teil bilanzpolitik und bilanzanalyse ...
Kann es sein das hierzu nur relativ wenig bis ganrichts... .
 
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