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Master Wirtschaftsinformatik mit Bachelor Wiwi?

nach einem Bachelor in BWL möchte ich jetzt sozusagen als Quereinsteiger den Master in Wirtschaftsinformatik machen.

Hättet ihr irgendwelche Tipps für mich hinsichtlich Kursplanung etc? Auf was sollte ich hierbei achten?
Im Moment lese ich mich in das Modul "Grundzüge der Wirtschaftsinformatik" ein, um mir eine bessere Grundlage fürs Studium zu schaffen.

Bin um jeden Tipp dankbar.
 
Ich komme eher von der technischen Schiene, habe vorher Informatik studiert.
Was ich ganz hilfreich finde sind sie Statisken der Prüfungsergebnisse zu den einzelnen Modulen. Weil man dadurch ganz gut erkennen kann wie schwer ne Prüfung so im Durschnitt ist.
 
Im Gegensatz zum Bachelor hat man nun wesentlich mehr Freiheiten. Ich suche meine Kurse größtenteils nach Interesse bzw. beruflichem Nutzen aus. Natürlich musst du bei der Belegung die aktuelle Prüfungsordnung berücksichtigen. Es macht auch Sinn, die Klausurtermine zu beachten, falls man etwas Abstand zwischen den einzelnen Prüfungen haben möchte.
 
ich schließe mich den Punkten oben an. Auch ich mache den WinInf- Master nach dem BWL-Bachelor. Wie du aus der Prüfungsordnung siehst, kannst du deinen Schwerpunkt auf BWL oder Informatik legen, da du jeweils pro Richtung nur ein Modul belegen musst. Mein Tipp an dich ist daher: werde dir über deine Ziele klar, bevor du die Kurse belegst. Willst du im WiInf Bereich arbeiten? Dann eigne dir Programmierkenntnisse an und belege viele Informatik-Kurse. Willst du im BWL- Bereich bleiben, nimm Module, wo gute Noten wahrscheinlich sind oder wo du wenig Arbeitsaufwand hast, weil du Inhalte schon kennst. Die zweite Frage ist, ob du die Note zum Bewerben brauchst (bei Selbstständigen od bereits Berufstätigen ist die Note vielleicht egal) oder nur die Scheine brauchst. Gewisse Module fallen chronisch schlecht aus (zB Management Scherm). Die WiInf-Klausuren beim Baumöl-Lehrstuhl sind fair aber nur Auswendiglernen - Informatik-Kenntnisse werden hier weder gelehrt noch gebraucht. Da der WiInf-Master also fast ohne Informatik absolviert werden kann, musst du selbst entscheiden, was deine Ziele sind.
 
ich habe mir mal eine Modulauswahl überlegt. Über euer Feedback wäre ich super dankbar. Insbesondere ob die Module machbar sind, da ich aus dem Bereich BWL komme und mich nun stärker auf den Bereich Winf konzentrieren möchte.
Ich möchte mich in Zukunft beruflich in der Winf etablieren und möchte deshalb mit dem Studium gut gerüstet.


1. Semester
32691 Dienstleistungsmanagement – Management von Dienstleistungsprozessen (Fließ)
32851 Risikomanagement in Supply Chains (Volling)
2. Semester
31301 Entscheidungsmethoden in unternehmensweiten Softwaresystemen (Mönch)
31351 Software Engineering I (Desel)
3. Semester
32561 Entwurf und Implementierung von Informationssystemen (Strecker)
32301 E-Business Management
4. Semester
32341 Kooperative Systeme (Haake)
32711 Business Intelligence (Baumöl)

Schöne Grüße
Nici
 
ich bin auch dabei mit Quereinstieg über Bachelor Wirtschaftswissenschaften...belege aktuell noch Informatikveranstaltungen nach, um dann zum Master zugelassen zu werden, bin aber auch schon in der Planung für die Rückmeldung.

Finde es auch eine schwierige Entscheidung. Der Baumöl Lehrstuhl ist finde ich thematisch spannend und auch vom Arbeitsfeld interessant und etwas, was ich mir als Bereich für später vorstellen kann - aber auf reines auswendig lernen hab ich ja gar keine Lust, etwas angewanderes/fallbezogenes Lernen wäre mir da lieber.
 
ich bin auch ein Quereinsteiger mit einem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften und gerade in der Vorbereitung aka Akademiestudium für den Master Wirtschaftsinformatik. Bei der Auswahl bzw. Planung meiner Module habe ich mir immer drei Fragen gestellt:

1.) Interessiert mich das, was da in der Modulbeschreibung steht?
Wenn ich da schon eine persönliche Abneigung verspüre, würde ich mir gut überlegen, ob ich mich damit wirklich ein halbes Jahr rumschlagen/auseinandersetzen möchte. Es gibt sicherlich Menschen, die sich problemlos durch "als wichtig angesehene" Module durchquälen können - ich gehöre nicht dazu^^

2.) Bringt mir das Modul was für meine berufliche Zukunft?
Sei es in einer schriftlichen Bewerbung, in einem Bewerbungsgespräch oder auch in Bezug auf das spätere Berufsleben. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, wo er sich auf dem schmalen Grad zwischen "breit gefächertem Wissen" und "Spezialisierung" befinden möchte.

3.) Kann ich das Modul problemlos bestehen?
Hier ist es (wie von anderen auch schon angemerkt) sicherlich hilfreich die Prüfungsergebnisse vergangener Klausuren zu durchforsten, oder auch hier im Forum die ein oder andere Kritik zu lesen.

Zum Abschluss noch mein persönlicher Eindruck der von mir in diesem Semester studierten Kurse bzw. deren Lehrstühle.

Betriebswirtschaftliche Informationssysteme (Mönch):
- ziemlich schwieriger Kurs
- inhaltlich leider überhaupt nicht meins
- der Lehrstuhl setzt z.B. tiefergehende Kenntnisse in C#/Java voraus ohne diese selbst zu erläutern
- generell wirkten die Kurseinheiten sehr theoretisch, teilweise unnötig verkompliziert und ohne roten Faden
- würde ich mir zweimal überlegen, ob ich da noch einen Kurs mache (du hast z.B. 31301 und 32301 dir ausgesucht)

Informationsmanagement (Baumöl):
- sehr viel Wissen
- sehr viel Auswendiglernen
- aber ich hatte das Gefühl etwas mehr "an die Hand genommen" zu werden und jemand bemüht sich die Inhalte verständlich zu erklären (im Gegensatz zu Betriebswirtschaftliche Informationssysteme...)

Einführung in die Objektorientierte Programmierung (Krämer):
- super Kurs (habe aber auch persönlich ein großes Interesse für Programmierung in Java)
- viele Selbsttestaufgaben und (freiwillige) Online-Einsendeaufgaben

Modellierung von Informationssystemen (Strecker):
- guter Kurs (weitestgehend verständlich geschrieben)
- auch positiv zu bewerten ist das angebotene virtuelle Mentoriat

Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Modul-Wahl etwas behilflich sein.
 
Ich würde mich meinem Vorredner im Prinzip anschließen. Wer die 30ECTS (oder weniger) nachholen muss dem kann ich uneingeschränkt "Einführung in die OO-Programmierung" und "Modellierung von Informationssystemen" empfehlen.

Betriebliche Informationssysteme und Informationsmanagement sind beide eher unangenehm..

Ich persönliche konnte mit "betriebliche Informationssysteme" mehr anfangen. Da wird einem in meinen Augen wichtiges technisches Wissen vermittelt. Für das Verständnis würde ich dringend anraten die Themen im Internet oder in div. Literatur querzulesen. Die Einsendeaufgaben sind anspruchsvoll (aber mit diesem Forum ohne Probleme zu bestehen). Trotzdem durch die EA habe ich eigentlich am Meisten bei dem Modul gelernt. Die Wahl für die Technischorientierten.

Informationsmanagement war für mich totale Theorie.. Viel auswenig lernen, kaum Verständnis..Praxisnutzen sehr fraglich? Wer die Menge nicht fürchtet, sichere 10ECTS.
War für mich das unangenehmste Modul von den Vieren.
Für jmd der technisch kaum oder kein Interesse hat vermutlich trotzdem die bessere 3. Wahl.
 
ich belege grad auch ein Akademiestudium für den Master Wirtschaftsinformatik. Ich hab vorher einen Bachelor und Master in BWL gemacht, muss aber dennoch die gefordert 30+10 ECTS nachholen. Ich hab mich entschieden für den Anfang betriebliche Informationssysteme und Informationsmanagement zu belegen, aber ich verzweifle etwas. Die Einsendeaufgaben für betriebliche Informationssysteme find ich schon ziemlich heftig. Ging es euch damit genauso?
Wie war es in der Prüfung? Gibt es Voraussetzungen, um an der Prüfung Teilnehmen zu können, also eine bestimmte Punktzahl bei den Einsendeaufgaben?

Danke schon mal

Gruß
Antina
 
@antina : Mir ging es da zu Beginn ähnlich wie dir. Gerade die EAs in Betriebliche Informationssysteme fand ich anfangs etwas over the top, bis ich herausfand, dass jedes Jahr die gleichen Sachen gefragt werden :) Im Endeffekt findest du in diesem Forum häufig Leute mit den gleichen Problemen/Fragen und meist auch die entsprechenden Antworten dazu.

Die Prüfung in BI besteht meines Wissens nach aus Aufgaben aus einem bestimmten Aufgabenpool (den man im Internet finden kann) und ein paar neuen (unbekannten) Aufgaben, die man dann halt können muss.

Für die Zulassung muss man meist nur zwei oder teilweise auch nur eine der EAs (welche genau findest du auf der entsprechenden Seite der Modulbeschreibung) bestehen und bestanden hat, wer mehr als 50% richtig hat.

Informationsmanagement ist leider (nach meiner Erfahrung) ziemlich fies, was die Klausur angeht. Da kommt es dem Lehrstuhl leider wirklich nur auf stupides Auswendiglernen an. Klingt erstmal nicht schwer, aber man muss wirklich ALLES und JEDE GRAFIK und JEDE FUßNOTE können, sei sie auch noch so unbedeutend für das Fach oder den Gesamtkontext. Eigentlich schade, aber der Lehrstuhl steht halt leider auf Bulimielernen...

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.
LG, chillwalker
 
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