Modul 31521 Modul Banken und Börsen Banking and Stock Markets

Modul 31521 Modul Banken und Börsen (Banking and Stock Markets)

Modulbeschreibung: Banken und Börsen (Banking and Stock Markets)

Zur Orientierung der Studierenden sind allen Kurseinheiten ausführliche Lehrzielkataloge vorangestellt.

Inhalte:
Dieses Modul bietet eine Einführung in ausgewählte Fragestellungen des Bank- und Börsenwesens. Neben einer betriebswirtschaftlichen Erklärung der Funktionen von Banken und Wertpapierbörsen werden wesentliche institutionelle Rahmenbedingungen für diese Finanzintermediäre systematisch erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vermittlung von Grundlagen zur Analyse von Wertpapieren, wobei die Bewertung von Optionsgeschäften modelltheoretisch fundiert wird. Fakultativ können Studierende einen Überblick über das Leistungsangebot der Banken erlangen.

KE 1: Funktionen von Kreditinstituten (60 h)
Ausgehend von den Problemen intermediärloser Finanzmärkte werden Funktionen analysiert, die Finanzintermediären im allgemeinen und Banken im besonderen bei dem Zustandekommen von Finanzkontrakten und dem Sekundärhandel von Finanztiteln übernehmen können. Zu den hierbei modellgestützt betrachteten Funktionen von Kreditinstituten als Finanzintermediäre im engeren Sinne gehören insbesondere die der Fristentransformation und die der Risikotransformation. Die Funktionen von Kreditinstituten als Finanzintermediäre im weiteren Sinne hingegen werden exemplarisch anhand der Plazierung von Aktien verdeutlicht.

KE 2: Institutionelle Rahmenbedingungen für Kreditinstitute (60 h)
Gegenstand dieser Kurseinheit ist zunächst die Systematisierung verschiedener Arten von Geschäftsbanken in der Bundesrepublik Deutschland. Hierauf aufbauend werden das Universalbankensystem, ausgewählte Spezialbanken und Banken mit Sonderaufgaben sowie internationale Finanzinstitutionen erläutert. Daneben werden die institutionellen Grundlagen des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank erläutert und die wichtigsten geldpolitischen Instrumente dieses sogenannten Euro-Systems vorgestellt. Es schließt sich ein Kapitel zur Präzisierung der für Kreditinstitute geltenden aufsichtsrechtlichen Vorschriften an.

KE 3: Wertpapierbörsen: Funktionen und institutionelle Rahmenbedingungen (60 h)
In dieser Kurseinheit werden den Studierenden grundlegende Inhalte zum Aufbau und zur Regulierung von Börsen vermittelt. Die Wertpapierbörsen werden in das System von Finanzintermediären eingeordnet. Mit der betriebswirtschaftlichen Theorie der Transaktionskosten wird dann ein wichtiger Erklärungsansatz für die Existenz von Börsen herangezogen. Ausgehend von dieser Theorie der Transaktionskosten werden der Aufbau von Wertpapierbörsen, die Anforderungen der Börsen an die direkt oder indirekt am Wertpapierhandel Beteiligten, die Handelstechnik sowie konkrete Maßnahmen der Börsenleitung und der Börsenaufsichtsbehörden erklärt und beurteilt. Im weiteren werden in dieser Kurseinheit die institutionellen Rahmenbedingungen für den Börsenhandel erläutert und analysiert. Ein Untersuchungsschwerpunkt besteht dabei auch in einer modelltheoretischen Untersuchung der Insiderhandelsvorschriften. Es werden dann neben einer möglichen Ausgestaltung einer Marktsegmentierung zur Reduzierung von Transaktionskosten auch verschiedene Formen des Kassa- und Terminhandels und deren Handelsobjekte vorgestellt.

KE 4: Analyse von Wertpapiergeschäften (60 h)
Gegenstand dieser Kurseinheit sind diverse Grundlagen der Wertpapieranalyse. Es werden Verfahren der fundamentalen und der technischen Analyse zur Bewertung von Aktien beschrieben und beurteilt. Es werden anschließend Methoden zur Analyse von festverzinslichen Wertpapieren vorgestellt. Dabei wird ausgehend von der Interpretation des Kurses eines festverzinslichen Wertpapiers als Kapitalwert aller zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen erläutert, welche Bedeutung der Höhe des Nominalzinssatzes und der Restlaufzeit des Titels für eine Kursänderung bei einer Variation des Marktzinssatzes beizumessen ist. Anschließend wird nach Herleitung der Kennzahl Duration versucht, Strategien für eine Immunisierung von Portfolios festverzinslicher Wertpapiere zu entwickeln und kritisch zu betrachten. Die Kurseinheit endet mit einer Betrachtung diverser Termingeschäfte. Es werden die Chance/Risiko-Strukturen elementarer Termingeschäfte verdeutlicht und die Einsatzmöglichkeiten von Termingeschäften beurteilt.

KE 5: Optionsbewertung (50 h)
Diese Kurseinheit befaßt sich mit der Bewertung von Optionsgeschäften. Dabei wird zunächst der innere Wert einer amerikanischen Option anhand von einfachen Arbitrageüberlegungen als Wertuntergrenze hergeleitet. Im Anschluß hieran wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluß verschiedene Einflußfaktoren, wie beispielsweise die Höhe des Aktienkurses oder die Restlaufzeit auf eine über den inneren Wert hinausgehende Prämie haben. Nach dieser eher einzelwirtschaftlichen Betrachtung widmet sich diese Kurseinheit zwei "Klassikern" aus dem Reigen finanzierungstheoretischer Modelle, nämlich zum einen dem sogenannten Binominalmodell und zum anderen dem BLACK-SCHOLES-Ansatz. Beide Modelle gehen der Frage nach, wie sich ? unter idealisierten Marktbedingungen ? die Gleichgewichtswerte von Optionen einstellen müßten und von welchen Einflußfaktoren sie abhängen.

KE 6: Das Leistungsangebot von Banken (fakultative Kurseinheit) (10 h)
Ziel dieser fakultativen Kurseinheit ist die Verdeutlichung der wesentlichen Merkmale von Finanzdienstleistungen sowie die Vermittlung eines Überblicks über die zu ihrer Systematisierung verwendbaren Ordnungskriterien. Hierauf aufbauend werden Zahlungsverkehrs-, Finanzierungs-, Anlage- und sonstige Leistungen von Kreditinstituten anhand der wichtigsten Leistungselemente beschrieben und voneinander abgegrenzt. Die Bearbeitung dieser Kurseinheit ist vor allem Studierenden ohne Bank- oder Sparkassenlehre zu empfehlen.

ECTS Punkte: 10
Workload: 300 h
SWS: 6 SWS
Dauer: 1 Semester
Angebot: WS/SS

Das Modul gliedert sich in folgende Fernstudienkurse:

41520 Banken und Börsen (300 h)
 
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