mündliche Prüfung in W3

Hallo,
wer von euch hat schon die mündliche in W3 gemacht?

Hätte gerne zu W3 einen Erfahrungaustausch (offen oder PN) darüber. Fühle mich im Moment etwas allein auf weiter Flur....
 
Ich schließe mich an. Habe W3 belegt und überlege eine mündliche Prüfung zu machen. balina, hat sich bei dir etwas getan, in den letzten zwei Monaten? Gerne auch per PN.
 
Ich muß jetzt an W3 ran! Das ist meine letzte Prüfung und sie wird mündlich sein.
Ende des Monats gebe ich meine G4 HA ab, dann werde ich mich um meine Themenidee kümmern: Tendenz Simmel oder Metropolen.
Ziel ist die Prüfung im November, aber auf jedemfall vor Weihnachten. Ich will im WS unbedingt an die BA-Arbeit ran....
 
Ui, das ist ja zügig! Gut so, viel Erfolg dass das auch alles so klappt! Kannst ja dann von der mündlichen berichten. Ich bin neugierig!
 
so zügig ist das auch nicht... ich bin seit SS09 mit einem WHK dabei LOL....

Hatte ursprünglich eine HA geplant, aber das war ein Schuß in den Ofen mit meinem Thema, so habe ich abgemeldet und jedes Semester mir W3 vorgenommen....und mich wieder abgemeldet ,-)))

Die KBs sind gut und W3 ist ein tolles Thema....

als Tip (vllt kannst du damit ja was anfangen):

http://www.bpb.de/publikationen/LJNJKM,0,0,Berlin_Stadtpolitik.html

http://www.bpb.de/publikationen/7KD69A,0,0,Besser_leben_sch%F6ner_wohnen.html

http://www.bpb.de/publikationen/K31LGC,0,0,Die_kulturelle_Mitte_der_Hauptstadt.html

Das gab es mal bei der Bundeszentrale....

 
Ach so ist das bei dir. Naja, bloß keinen Stress. Irgendwann bringen wir unser Studium schon zu Ende ;). Danke für die vielen Links! Ich werde mich in den nächsten Tagen mal durchklicken. Um mir die Zeit bis zum Eintreffen der Kurse zu vertreiben (Mann, klingt das streberhaft ;)).
 
Hello, ich starte hier mal kurz die Anfrage: Fährt jemand im Dezember auf das Seminar nach Hagen? Hab mir gestern einen Platz in der JH verschafft und hoffe, dort Gleichgesinnte zu treffen...
 
Ist das nicht bescheuert?!?
Ein tolles Modul, aber nicht in der Lage, was gescheites draus zu machen???
Bin gefrustet, finde keinen Anfang, habe keine Lust... ich will einfach nicht!
Und das sooo kurz vor Schluß....
Habe schon wieder eine Idee verworfen. Jetzt lande ich wieder bei dem Metropolenkurs....
 
Braucht noch jemand mal eine Thema?



http://www.tagesspiegel.de/berlin/beratung-fuer-die-polizei-architektur-gegen-die-angst/6065206.html



14.01.2012 11:22 UhrVon Jörn Hasselmann, Stefan Jacobs
Beratung für die Polizei

Architektur gegen die Angst

Die Polizei will künftig einbezogen werden, wenn Plätze und Parks umgestaltet werden Im Präsidium arbeitet jetzt eine Architektin daran, dass Berlins dunkle Ecken wieder sicherer werden.


Angstecken. Architektin Ingrid Hermannsdörfer berät die Berliner Polizei, wie man Orte wie den Alexanderplatz in Mitte durch städtebauliche Veränderungen sicherer machen kann. - Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ingrid Hermannsdörfer ist Architektin, aber auf ihrer Visitenkarte prangt der Berliner Polizeistern neben der Berufsbezeichnung „Städtebauliche Kriminalprävention“. Das klingt nach Flutlicht und Kameras an jeder Ecke. Doch in der Fotosammlung, die Hermannsdörfer auf dem abgewetzten Tisch ihres Büros im Polizeipräsidium ausbreitet, dominieren andere Gesichtspunkte.
Da ist zum Beispiel der dunkle Hausflur, in den ein noch dunklerer seitlicher Gang mündet. So sieht ein „Angstraum“ aus – selbst wenn in dem Flur noch nie jemandem ein Haar gekrümmt wurde. „Ein Spiegel gegenüber dem einmündenden Gang würde helfen“, sagt Hermannsdörfer.

Und Licht. Das täte auch der Unterführung auf dem nächsten Foto gut: ein Weg unter zwei bedrückend tiefen und beschmierten Bahnbrücken. Dahinter knickt er ab und verschwindet im Dickicht eines Parks. Unterführung beleuchten und Hecke zurückstutzen, empfiehlt die Architektin. Und vor allem: die Graffiti beseitigen. „Es ist wichtig, Verfallserscheinungen entgegenzuwirken“, sagt sie und lobt die Strategie jener tüchtigen Hausmeister, die nächtliche Schmierereien gleich am nächsten Morgen tilgen. Entscheidend sei das Signal, dass sich jemand kümmere.
Und die Polizei will sich künftig mehr kümmern. Bei der Umgestaltung von Straßen und Plätzen, bei Neubauten und städtebaulichen Wettbewerben soll das Präsidium zuvor um Rat gefragt werden und Stellungnahmen abgeben. „Wir wollen Schwachstellen in der Sicherheit entdecken und Lösungen vorschlagen“, sagt Tanja Knapp von der Präventionsabteilung des Landeskriminalamtes. Im Verkehr sei die Polizei schon immer selbstverständlicher Ansprechpartner in Fragen der Sicherheit. Dies müsse auch bei Stadtplanung und Architektur „selbstverständlich“ werden. Berlin sei bei dem Thema „bundesweiter Vorreiter“. Vorgeschrieben ist die Beteiligung der Polizei noch nicht, langfristig sei dies aber sinnvoll, sagt die Kriminaloberrätin.


Architektin Ingrid Hermannsdörfer. - Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die offizielle Premiere für die Polizei war der Olivaer Platz in Wilmersdorf, dort verschwinden demnächst Mauern mit Nischen und hohe Hecken, die nur für Trinker attraktiv waren und die freie Sicht behinderten. Mittlerweile hat das Präsidium für die Nachnutzung der Flughäfen Tempelhof und Tegel Vorschläge vorgelegt, sich an der Umgestaltung des Leopoldplatzes und des Nauener Platzes in Wedding beteiligt und Tipps für die geplanten Verschönerungen am Alexander- und Hermannplatz gegeben. Als nächstes stehen der Innsbrucker Platz, längerfristig auch der Ernst-Reuter-Platz auf dem Prüfstand. Geht es um Sicherheit, spielt vor allem in den Parks das Licht eine wesentliche Rolle. Deshalb werden seit Kurzem die Hauptwege im Görlitzer Park in Kreuzberg nachts ausgeleuchtet, demnächst steht das Lindenufer in Spandau an.
Vor einem Jahr hat Hermannsdörfer bei der Polizei angefangen. Zwar sind die Beamten schon lange an Planungen und Runden Tischen für Orte wie den Alexanderplatz beteiligt, aber erst dank der Architektin können sie mit Stadtentwicklungsverwaltung, Bezirksämtern und Landschaftsplanern auf Augenhöhe verhandeln. Hermannsdörfer sagt, sie sehe dieselben Probleme wie die Polizisten, aber als Architektin auch andere Lösungen. In dreitägigen Fortbildungen schult sie Kollegen in den Polizeiabschnitten.

Dabei zeigt sie auch, was passiert, wenn sich niemand kümmert: Die in den 80er Jahren in den USA entwickelte „Broken-Windows-Theorie“ besagt, dass ein kaputtes Fenster in einem leerstehenden Haus der Anfang vom völligen Niedergang einer Ecke sein kann. Kürzlich haben niederländische Wissenschaftler die Theorie durch Versuche erneut belegt. Für den Berliner Alltag bedeutet sie: Wo schon ein paar Fahrradleichen vor sich hin gammeln, ist auch der eigene Drahtesel eher in Gefahr. Dass erkannt nicht gebannt heißt, sieht man vor dem Präsidium: Dort sind zwei der nur zehn Ständer seit Langem durch Rosträder blockiert. Dies sei wie auch Graffiti „ein Signal dafür, dass es hier keine soziale Kontrolle“ gibt. Und es gebe wissenschaftlich erwiesen „einen Zusammenhang zwischen Verwahrlosung und Kriminalität“.

Dies zeige das Beispiel Hermannplatz, der von einer größeren Gruppe Trinker genutzt werde. Daraus resultieren Pöbeleien und Körperverletzungen, und damit sei das Thema „polizeilich relevant“ – und Aufgabe für Hermannsdörfer. So musste am Leopoldplatz die Trinkerszene kürzlich in eine abseits gelegene Ecke umziehen. Auf dem Platz selbst können sich nun wieder „die Menschen wohlfühlen“. Sinngemäß formuliert Hermannsdörfer: Wo rechtschaffene Menschen aus Sorge vor Gelichter nicht mehr hingehen, lässt sich das Gelichter dann tatsächlich nieder – weil es von eben jenen Passanten unbehelligt bleibt. Soziale Kontrolle durch Leben zu allen Tageszeiten sei ein ebenso wirksamer Schutz wie der Eindruck, dass jemand zuständig ist.
 
Mühsam nährt sich das Eichhörchen... wieder ein paar Seiten vom Architekturkurs exerpiert.
Morgen werde ich die grüne Woche canceln (Das leben ist kein Ponyhof...) und weiter schreiben.
Jetzt mache ich mich langsam fertig und fahre ins Konzert.
 
Das ist wohl eine gute Entscheidung. Wenn schon Schreibwut da, dann nicht bremsen;)
 
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