Nach Diplom-Kaufmann II noch Diplom-Volkswirt I

Nach Diplom-Kaufmann (II) noch Diplom-Volkswirt (I)

Hat sich jemand von Euch schon mal überlegt (bzw. dies bereits gemacht), nach dem Diplom-Kaufmann II noch den Diplom-Volkswirt (I) zu machen?

Versuche gerade ein paar Argumente dafür und dagegen zusammenzustellen:

Pro:
- VWL ist interessant
- nur VWT und VWP erforderlich
- eventuelle Vorteile im "Lebenslauf" (????????????????????????????)
- noch keine Studiengebühren

Contra:
- Zeit
- bringt es wirklich mehr als das reine Fachwissen?
- Betreuung im Vergleich zu BWL nicht unbedingt genau so umfangreich

Was habt Ihr Euch noch so alles überlegt? Interessant wäre, ob es einen wirklich weiter bringt ("Visitenkarteneffekt"), was mir ex-ante schwer fällt zu beurteilen. :)

Sven
 
Hallo Sven,

genau dies versuche ich zur Zeit, also nach dem Dipl. II in BWL noch VWL zu machen.
Grund bei mir ist, dass der Aufwand überschaubar ist (2 Klausuren bzw. nun 3), Interesse und Spass. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich mit dem Studium weitermachen will und wenn ich zwischendurch gar nichts mache, wohl auch sehr schnell aus dem ganzen rauskomme.
Vorteile im Lebenslauf sehe ich eigentlich nicht, aber das kommt auch ein bißchen auf die persönliche Situation an.

Grüße
Heidi
 
Hallo Heidi,

danke für Deine Hinweise!!!

Interessant wäre auch, was bei einem Arbeitgeber passiert, wenn er eine Stelle zu besetzten hat (für die sowohl BWL als auch VWL relevant sein könnten) und Bewerber mit einem reinen BWL-Studium und Bewerber mit einem Doppelabschluß zur Verfügung stehen. Hmmm.

Da sicherlich mehrere vor dem gleichen "Problem" stehen, wäre es sehr wünschenswert, wenn hier mehrere ihre Erfahrungen berichten könnten.

Sven
 

krid

Moderator
Ich mache das auch gerade (aber VWL-II nach BWL I). Da ich noch nicht fertig bin, kann ich Dir nichts darüber sagen, wie das bei Bewerbungen ankommt.

Du musst ja "nur" zwei Klausuren schreiben: VWT, was bei Wagner dasselbe ist wie AVWL. Bei Endres ist der Umfang etwas größer (Marktversagen statt Monopolmärkte etc.).

Die zweite Klausur ist VWP. Da wurden gerade völlig neue Kurse eingeführt. Diese orientieren sich an etwas praktischeren Problemen als die alten Kurse. Es gibt zwar noch keine Erfahrungen mit der neue Klausur, bisher war diese jedoch nicht vergnügungssteuerpflichtig. Man muss also schon Zeit und Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen – dann allerdings ist es wirklich interessant.

Viele Leute treten in VWP an, um qualifiziert durchzufallen, und die 5 mit einer 3 im anderen Wahlpflichtfach auszugleichen Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein VWL-Abschluss mit einer 5 in einem Pflichtfach einen Personaler sehr beeindruckt.

Unabhängig davon kann man sich natürlich ein Dipl.-Vw. auf die Visitenkarte drucken lassen, wenn man's braucht :rolleyes: Der praktische Nutzen ist umstritten. Dr. Mazzoni vom Statistik-Lehrstuhl hat erzählt, er sei immer gefragt worden, ob er Diplom-Volkswagen sei... :D:D
 
Für zwei klausuren mehr... ich würde sagen versuchs und wenns nicht klappt auch gut...ich werde das nächstes wintersemester auch so machen...man könnte ja auch schon mal in vwl diplomarbeit schreiben dann hätte man schon so bisschen übung...
 
Den Aufwand finde ich alleine deshalb schon weniger, da ich die Klausur nicht komplett in einem Semester schreiben muss. Und da ich bereits mein Dipl. in BWL habe drängt ja auch nicht unbedingt die Zeit - außer man braucht es wirklich für seinen CV.
 
Ok, klingt ja alles ganz gut! Vielleicht sollten wir hier über die Zeit die Erfahrungen sammeln, da sich sicherlich noch öfters andere Studenten ähnliche Fragen stellen werden.

Danke auf jeden Fall schon mal für Eure Beiträge!

Sven
 
Hallo,
habe mein Dipl-Kff II nun fertig. Wollte eigentlich aufhoeren. Nun ueberlege ich Dipl. Vw auch noch zu machen. Man hat ja sonst keine Hobbies...
Allerdings habe ich AVWL damals bei Arnold geschrieben, weil da so viel Mathe dran kam. Nun wird VWT von Endres und Wagner gemacht (wenn ich das richtig verstehe), Die Endres-AVWL-EAs habe ich damals nicht gemacht, weil das ein Aufsatz war. Das ist nicht mein Ding. Nur, bringt es dann etwas VWT noch zu machen?
VWP klingt interessant wegen Gesundheitsoekonomie, von den anderen Sachen habe ich noch keine Ahnung.
Fuer's WS07/08 steht, dass die Kurse 41820 und 42171 nicht neu belegt werden muessten, wenn man den letzten 532 und 520 Kurs hat. Nur, wann geb es die letzte Ueberarbeitung?
Danke,
Ulrike
 
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Fuer's WS07/08 steht, dass die Kurse 41820 und 42171 nicht neu belegt werden muessten, wenn man den letzten 532 und 520 Kurs hat. Nur, wann geb es die letzte Ueberarbeitung?
Dies ist wohl schon einige Zeit her. Ich habe im Sept. mit meinen "alten" KE's geschrieben, die schon einige Jahre (ca. 3 J.) im Schrank standen. Mit diesen Kursen kann man auch im März schreiben - lt. Lehrstuhl.
 
Nach Dipl.-Kfm. nun noch Dipl.-Vw I

Hallo,
ich habe mich zum 01.10.08 für DiplomVolkswirt I eingeschrieben. Dies bedeutet noch eine Klausur in VWT bestehen, und bei Lust noch VWP schreiben.

Gibts evtl. Mitstreiter hier im Forum? Wenn ja, bitte melden, mit Zusammenarbeit, Austausch und Hilfestellung sollte das alles ein Teil unserer Miete sein.

Viele Grüße
Uli
 
Hallo Sveni,

ja vor März kann ich ja auch nicht schreiben. Ich habe gestern die Info bekommen, dass ich mir das Wagner Buch Stabilitätspolitik kaufen soll. Muss das die 8. Auflage 2008 sein oder geht wohl auch etwas älter?

Ansonsten warte ich jetzt mal die Studienunterlagen ab und will dann mal sichten etc.

Seit wann bist Du für Dipl.-Vw. eingeschrieben?

Ach ja, woher bist Du?

LG
Wulli
 

krid

Moderator
Wenn Du VWT bei Wagner schreiben willst, brauchst Du das Buch. Da geht auch eine ältere Auflage vom Internet-Auktionshaus Deines Vertrauens. ;)

Wenn Du bei Endres schreiben willst, brauchst Du das Buch gar nicht, da reichen die Kursunterlagen zu Marktversagen.
 
Braucht man nur die zwei Klausuren, oder muss man auch eine neue Diplomarbeit machen? Ich schreibe meine Diplomarbeit in BWL1 am Lehrstuhl von Wagner/Kißmer.
Und wieso hat hier Wulli geschrieben VWP muss man nur schreiben wenn man Lust hat? *verwirrt bin*
lg
teddine
 
Die Diplomarbeit wird mit Note anerkannt.

Mit VWP meint er vielleicht, wenn er zeitlich Lust hat.:confused: Schreiben muss man die auf jeden Fall und darf dann auch nur qualifiziert nicht bestehen. Also ein bisschen was muss man auf jeden Fall dafür tun.
 
Hallo Sveni,

ja vor März kann ich ja auch nicht schreiben. Ich habe gestern die Info bekommen, dass ich mir das Wagner Buch Stabilitätspolitik kaufen soll. Muss das die 8. Auflage 2008 sein oder geht wohl auch etwas älter?

Ansonsten warte ich jetzt mal die Studienunterlagen ab und will dann mal sichten etc.

Seit wann bist Du für Dipl.-Vw. eingeschrieben?

Ach ja, woher bist Du?

LG
Wulli
Hi!

Ich wohne in Essen. Werde auch erst mal die Unterlagen sichten und bin ab Oktober in VWL eingeschrieben. Und Du?

Sven
 
@teddine, @sunshine06: Wieso fragt ihr mich nicht direkt - naja egal.

Also ich bin mir nicht sicher, ob man für VWT Wagner oder Endres als Prüfer wählen sollte. Was meint ihr ?

LG
Wulli
 
Ich mach grad Dipl.-Vw. und möchte eventuell Dipl.-Kfm. ranhängen. Wenn man jetzt WPF das gleiche nimmt, wie bei Dipl.-Vw., wird das anerkannt?
 

krid

Moderator
Nö. Mein Projekt zurzeit ist es, möglichst viele verschiedene Sachen kennenzulernen und nicht, eine Sache in der Tiefe zu behandeln.... ;) Deshalb werkele ich gerade an einem BSc Mathematik... :eek:
 

krid

Moderator
Das ist mein Ziel...

(Das hätte ich natürlich auch einfacher haben können, mit einem Jurastudium... *duckundweg*)
 

krid

Moderator
Eigentlich habe ich keinen Plan. Das ist Freizeitgestaltung. Andere sammeln Kaugummipapierchen... ;)

Das auf dem Bild ist mein Nachwuchs. Ich bin schon fast 2 Meter, das reicht wohl... :p
 
Hat sich jemand von Euch schon mal überlegt (bzw. dies bereits gemacht), nach dem Diplom-Kaufmann II noch den Diplom-Volkswirt (I) zu machen?

Interessant wäre, ob es einen wirklich weiter bringt ("Visitenkarteneffekt"), was mir ex-ante schwer fällt zu beurteilen. :)

Sven
So, jetzt ist mein VWL-Studium auch gerade beendet. Ich bin mal gespannt, wie ich diese Aspekte in Zukunft einschätzen werde.

Sven
 
So, jetzt ist auch das Zeugnis da...

Damit ist auch die Exmatrikulation per Semesterende erledigt. Bin mal gespann wie sich das so anfühlt. Immerhin gehen 8 Jahre FernUni zu Ende.
 
@ Svenuni: ja bitte berichten, wie sich dipl. bwl+dipl. vwl im CV bemerklich macht! ich überlege auch, beides zu absolvieren (bzw. nach BWL DI noch VWL I, also die zwei fächer dazu)...
 
Hi zusammen,

mache das auch gerade: dipl. VW I nach Dipl. Kfm II. VWT ist aber nicht ganz ohne
was heißt nicht ganz ohne? meinst du das wegen den VWL-modulen? naja, das die kein zuckerschlecken sind, kann ich mir echt denken! aber wenn man die 2-3 scheine gemacht hat, dann hat man halt noch nen abschluss in der tasche... ich muss auch schauen, wie sich meine motivation dafür/dagegen hält, wenn ich den Diplom I BWL fertig habe...
 
Hallo, noch eine Frage zum bekannten Thema. Ich schreibe jetzt im September meine letzte Klausur und gebe meine Diplomarbeit ab (BWL 2). Darf ich dann im WS10/11 auch schon die VWL Prüfung für den VWL-1 schreiben? Weil meinen Abschluss habe ich dann ja erst nach Korrektur von Klausur und Arbeit irgendwann im November. Oder darf ich dann erst im wieder im SS11 die nötigen VWL Klausuren für den VWL-1 schreiben?
 

krid

Moderator
Wenn Du im Laufe des Wintersemesters dein Diplom in Händen hälst, kannst Du die Klausuren für's nächste schon schreiben. Das habe ich damals auch so gemacht.
 
Hab dann hoffentlich auch ab Feb/März mein Diplom II (Abgabetermin der DA) in BWL. Für nächstes Semester habe ich mich (vorsorglich) noch in BWL eingeschrieben. Wie ist das? Kann ich mich im laufenden SS, wenn ich das Ergebnis in Händen halte, immer noch in VWL einschreiben oder geht das erst wieder zum WS? Ich könnte ja, sofern noch in BWL eingeschrieben, gar keine Klausuren in VWL im Herbst schreiben.
 
Sobald Deine Note für die DA raus ist, kannst Du das Zeugnis beantragen und damit auch den Wechsel zu VWL. Auf dem Zeugnisantrag kann man das extra ankreuzen.
 
Super, Danke für die schnelle Antwort. Auf das Formular für die Zeugnisbeantragung habe ich noch nicht geschaut. So weit war ich noch nicht :)
 
Hallo zusammen,

ich interessiere mich auch für den Abschluss vwl 1. Ich habe eben das Zeugnis Dipl. Kfm I bekommen.
Jetzt soll ich noch 2 Fächer machen. Ich weiss gerade nicht wie die genau heissen.
Aber eines habe ich mir angeschaut. Und die Klausur war genau meine AVWL Klausur im Dipl Kfm I.
Das würde bedeuten ich muss die selbe Klausur nochmal schreiben.
Gibts da keinen Anrechnungsweg so dass ich nur ein Fach machen müsste?

Diplomarbeit habe ich in VWL geschrieben, die wird angerechnet..

Grüsse
 
Du musst auch beachten, dass zu diesem Semester die Klausur in AVWL umgestellt wurde/wird und Du daher auch in VWT 2 aus 3 Fächern wählen musst. Die Fächer stimmen also nur noch bedingt überein.
 
Hallo,

ich habe VWT schon hinter mir und dieses Semester IÖ geschrieben. Mir fehlt jetzt also noch das 2. Modul zur VWP.

Diplomarbeit und ABWL wird ja angerechnet, habe ich den vorigen Beiträgen entnommen. Was ist aber mit dem 2. Wahlpflichtfach? Kann ich mir das aussuchen oder wird das erste genommen, das ich beim Dipl-Kff. geschrieben habe. Das wäre bei mir das Schwerpunktfach.

Weiß das jemand?

Viele Grüße Moka
 

krid

Moderator
Das Wahlpflichtfach kannste Dir aussuchen. In der Regel wird es das mit der besten Note sein. ;)
 
Genau dazu eine Frage (vielleicht ist hier jemand schneller als das PA): Kann ich mir tatsächlich auch ein Fach, dass ich im Studiengang Dipl-Kfm II als Schwerpunktfach hatte, für den Volkswirt I als Wahlpflichtfach anrechnen lassen? Folgende Konstellation: Hatte im Kaufmann II Personal & Organisation als Schwerpunkt, Marketing und Unternehmensrecht als Wahlpflichtfächer. Kann ich mir nun auch Personal als Wahlpflichtfach für VWL aussuchen? Wenn ja: Nur die beiden Module, die auch das Wahlpflichtfach Personal bilden oder könnte ich (was notentechnisch super wäre) das Modul Integrale Führung "einbuchen", das ja nur für das Schwerpunktfach geschrieben wird?
Dank im Voraus!
 
@ sunseeker2005: ıntergrale führung geht ja nur dann, wenn du VWL dipl. II machen wollen würdest. ansonsten rechnet dir das PA deine weibler faecher insg.noten als wahlfach in VWL dipl. I an.
 
das stimmt nicht. Für den VWL DII muss man ein VWL-Schwerpunktfach belegen, BWL-Schwerpunktfächer können nur anteilig ohne C-Modul als WPF angerechnet werden. Übrigens ist es an Modulen begrenzt, was man sich anrechnen lassen kann. Einschlägige Informationen kann man in den Belegheften nachlesen od. einfach mal beim Prüfungsamt anfragen.
 
Du hast bis Wintersemester 2019/20 Zeit, um den Studiengang abzuschliessen. Siehe hier. Da du nur für das Diplom I nur Volkswirtschaftstheorie und Volkswirtschaftspolitik abschließen musst, da du den Rest aus dem Diplom BWL anrechnen lassen kannst, sollte dieses zeitlich kein allzu großes Problem sein.
 
In diesem Thema ist ja nicht mehr viel los.

Zwischenstand: Bisher hat es mir zumindest finanziell noch nichts gebracht, aber zumindest Anerkennung.

Ob es sich gelohnt hat, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Sven
 
Da der Studiengang ausläuft, dürfte sich das Thema in ein paar Jahren ohnehin erledigt haben.
Zudem bringt es meiner Meinung nach in vielen Fällen mehr statt den Diplom-Volkswirt I den M.Sc. in Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsinformatik anzustreben. Das sind dann zwar 6 statt 4 Klausuren. Allerdings kann ich damit meine betriebswirtschaftliche Basis verbreitern oder mit der (Wirtschafts-)Informatik einen komplett neuen Bereich hinzunehmen.
Ob es sich finanziell lohnt, ist häufig selbst im Nachhinein schwer zu beurteilen, da die wenigsten, die nach dem Diplom-Kaufmann noch den Diplom-Volkswirt machen, wohl jetzt oder zukünftig direkt in der volkswirtschaftlichen Abteilung eines Unternehmens oder einer Behörde tätig sind oder sein werden. Allerdings erweiterst Du Dein Einsatzspektrum. Da der finanzielle Aufwand, solange Du deshalb nicht beruflich kürzertreten muss, aber nicht allzu hoch ist, kann man auch nicht viel verlieren außer natürlich der Freizeit, die man für den zweiten Abschluß aufwendet. Zudem sollte man gerade solch ein Zweitstudium - selbst als Wirtschaftswissenschaftler - nicht primär unter monetären Aspekten sehen, sondern in erster Linie den Erkenntnisgewinn sehen. Im übrigen weiss man selten genau im Vorraus, welche speziellen Kenntnisse einem später von Nutzen sein können.
 

krid

Moderator
Ich denke, der intergalaktische Straßenbaumeister hat wie stets recht.

Was die Masterstudiengänge angeht, so halte ich den VWL-Master nicht für besonders gut. Zuviel Durcheinander, zuwenig Tiefe. Allerdings ist der Master Wirtschaftsinformatik sehr interessant. Und Leute mit dieser Qualfikation sind durchaus gesucht.
 
Statt des VWL Masters würde ich als Diplom-Kaufmann auch eher den Diplom-Volkswirt wählen.
Der Wiwi Master dagegen hat auch durchaus seinen Reiz als Ergänzung zum vorherigen Diplom-Kaufmann. Entweder in Richtung General Management konzipiert, da die Spezialisierung bereits im Diplomstudiengang erfolgte, oder durch Wahl der C-Module für die Wahlfächer des Diplomstudiengangs sowie eines oder zwei weiterer "Wahlfächer" durch die Kombination der entsprechenden B- und C-Module das Diplomstudium vertiefend und erweiternd.
Der Master Wirtschaftsinformatik ist in der Tat sehr interessant. Allerdings ist derzeit das Modulangebot speziell im Bereich Wirtschaftsinformatik noch sehr beschränkt, da bisher nur zwei der fünf C-Module auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Erst ab Sommersemester 2013 sollen weitere dazukommen.
 

krid

Moderator
Die Beschäftigung mt VWL ist natürlich an sich lohnend. Zum einen, weil es Spaß macht, zum anderen, weil es das abstrakte Denken fördert. Und das ist dann auch im Job nützlich. Man muss ja nicht immer gleich volkswirtschaftliche Modelle entwerfen. Ich brauche aber in meinem Job schonmal Prognosetools und da hat mir das VWL-Wissen sehr geholfen.
 
traurig nur, dass sich die vwl-Wissenschaft bei der Vorhersehbarkeit und Bewältigung der Finanzkrise nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Aber egal, eine Physikerin braucht auch ein Experimentierfeld. ;)
 

krid

Moderator
Ja, da waren die Modelle unvollständig, aber ich vermute, dass man die inzwischen angepasst hat.. ;)
 
Kassandra hat die Trojaner auch vor dem trojanischen Pferd und der Hinterlist der Griechen gewarnt. Allerdings haben die Trojaner ihre Warnungen ignoriert. Die Folgen sind bekannt.
Ebenso dürften die Probleme vielen Volkswirten durchaus bewußt gewesen sein. Es gab auch genügend mahnende Stimme. Wer sich als Volkswirt allerdings gegen die Medien und den allgemeinen Zeitgeist stellt, hat kaum Chancen überhaupt wahrgenommen zu werden oder wird sogar der Lächerlichkeit preisgegeben. Wer hört schon gern auf warnende Stimmen, solange alles gut läuft. Zudem lässt sich nie exakt vorausbestimmen, wann eine Blase platzt. VWL ist nun mal keine Wissenschaft, die die Zukunft voraussehen kann. Letztendlich werden die Menschen nur durch Schaden klug. Wäre übrigens frühzeitig gegengesteuert worden, so dass die Krise gar nicht erst entstanden wäre, hätte man den Verantwortlichen vermutlich vorgeworfen, dass das Gegensteuern doch unnötig und unverantwortlich gewesen wäre, da doch ohnehin gar nichts passiert wäre und die Risiken maßlos überschätzt würden.
Im Zuge der Finanzkrise haben nicht zuletzt die Banken bei Ihrem Risikomanagement versagt, da ihnen der kurzfristige Gewinn wichtiger war als das strukturelle Risiko, das sie mit ihren Geschäften eingegangen sind. Außerdem wollte niemand der Konkurrenz das Geschäft überlassen.

@krid: Ich habe mich auch nicht gegen die Beschäftigung mit VWL ausgesprochen. Schließlich bin ich derzeit neben dem Master Wirtschaftsinformatik auch im Diplom VWL eingeschrieben. Ich habe nur deine spezielle Kritik am VWL Master vor allem im Vergleich mit dem Diplom VWL aufgenommen.
 
Dir ist sicherlich zuzustimmen, aber VWL scheint auch keine Wissenschaft zu sein, die sich (universitär) überhaupt mit der Finanzkrise auseinandersetzt. Da erfahre ich auf Dauer mehr von Maybrit Illner, Urban Priol oder dem Pelzig.
Also weiter Modelle pauken.
 

krid

Moderator
Es ist ja auch jetzt das Problem, dass niemand so genau weiß, was denn nun das Richtige ist. In der FAZ wird Sparsamkeit gepredigt (wer ist eigentlich auf die beknackte Idee gekommen, das Wort Austerity einzudeutschen???), im Economist (sicher kein Hort von Keynesianern) dagegen wird vor der übertriebenen deutschen Sparsamkeit gewarnt.

Beide Seiten haben einleuchtende Argumente, aber keiner kann beweisen, dass seine Ansicht richtig ist. Dieselbe Situation gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Soll man eine Bank pleitegehen lassen oder nicht? Für beide Seiten gibt es gute Argumente. Die Amerikaner haben es mit einer verhältnismäßig kleinen Bank versucht - aber Lehman Brothers hätte fast das Finanzsystem gesprengt.

Die Ursachen der Finanzkrise sind extrem komplex. Manche Sachen konnte man nicht vorhersehen. Andere aber schon. So wurden viele Doktorarbeiten geschrieben, in denen komplexe Instrumente wie CDOs als innovativ gelobt wurden. Dabei muss doch jedem klar sein, dass eine Versicherung, die das Schadensrisiko einfach weiterverkauft, gar kein Interesse an einer vernünftigen Bepeisung des Risikos hat.

Ein anderer Teil der Krise liegt in den hohen Staatsschulden in Europa. Wer den Kurs Europäische Wirtschaftspolitik von Wagner belegt, kann über die ganzen Probleme lesen, die wir jetzt am Hals haben. Der Kurs ist 15 Jahre alt.

Manchmal sieht man nur die Vorteile einer Neuerung und unterschätzt die Risiken. Andererseits: wenn man immer nur dasitzt und vor möglichen Gefahren warnt und Angst hat, wird man nie etwas Neues gebacken kriegen.
 

krid

Moderator
Dir ist sicherlich zuzustimmen, aber VWL scheint auch keine Wissenschaft zu sein, die sich (universitär) überhaupt mit der Finanzkrise auseinandersetzt. Da erfahre ich auf Dauer mehr von Maybrit Illner, Urban Priol oder dem Pelzig.
Also weiter Modelle pauken.
Oh doch. Über die Finanzkrise wird sehr viel geforscht und veröffentlicht. Darüber erfährt man aber in Medien und Kabarett wenig, weil die erstens lieber ihre Vorurteile pflegen, zweitens in der Mehrzahl keine Ahnung von Wirtschaft haben (der typische Redakteur ist Politologe, der Pelzig-Darsteller ist auch Journalist gewesen) und die differenzierte Darstellung drittens kompliziert ist.

Der Großteil der Forschung stammt allerdings auch aus den USA, weil die dem Problem mit Statistik und harten Fakten zu Leibe rücken, während in Deutschland eher normativ argumentiert wird. Die Amerikaner gucken also, was passiert ist, während die Deutschen noch darüber räsonieren, was zu tun wäre...
 
Hallo zusammen!

Ich habe mein Dipl.-Kff. II gemacht und möchte jetzt noch VWL dran hängen. Die neue Regelung ist mir bekannt. Leider habe ich meine Probleme, die drei Fächer zu beurteilen bzw. zwei außer Endres. Das Modul habe ich belegt und kam schon im HS mit seinen Skripten sehr gut zurecht. Nun stellt sich die Frage, was einfacher zu schaffen ist, Wagner oder das andere neue Modul, was vor kurzem angeboten wird. Habe schon einiges über das Buch von Wagner gelesen und mache mir Gedanken, ob es zu Hause allein zu schaffen ist, da ich keine Möglichkeit habe nach Frankfurt zu den Vorlesungen zu fahren. Wäre super, wenn ihr mir etwas sagen könnt. Habe mir schon vieles im Forum durchgelesen, aber irgendwie konnte ich mir dennoch keine Meinung bilden, was leichter zu bewältigen ist.

Viele Grüße
 
Die Klausurstatistiken beim Modul "Konstruktion und Analyse ökonomischer Modelle" sind z.T. katastrophal. Im vorletzten Semester (Sommersemester 2012) sind 19 von 25 Teilnehmern durchgefallen. Leicht ist Stabilitätspolitik sicherlich auch nicht. Insbesondere das Buch ist harte Kost. Das Buch von Wagner ist übrigens in der Unibibliothek als digitale Ressource (allerdings nur die 8. Auflage) erhältlich, so dass du dir einen ersten Überblick darüber verschaffen können.
 
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