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Promotion

Hat jemand von Euch vielleicht Erfahrung gemacht, nach dem Abschluss als Dipl.-Kfm. bzw. Dipl.-Kffr. bei einer anderen Uni eine externe Promotion zu machen?
Mich würden hierzu mal Eure Erfahrungen bei der Betreuersuche interessieren. Vor allem inwiefern das Studium auch bei anderen Prof's "anerkannt" wird.

Grüße
Heidi
 
Das würd mich auch interessieren. Denke aber es kommt ganz auf den Themenvorschlag an. Dieser muss zu dem Lehrstuhl und dessen Forschungsbereich passen, dann sollte das eigentlich kein Problem sein!
Man sollte sich bei der Wahl des Lehrstuhl sehr genau informieren. Die Anforderungen an ein solches wissenschaftliches Werk divergieren erheblich: Da gibt es Profs, die verlangen, dass man das Rad quasi neu erfindet und das Ganze wird zum "Lebenswerk", wenn der Prof sich überhaupt mal zu Lebzeiten erbarmt, die Arbeit durchzuwinken. Bei anderen reicht eine mehr oder weniger deskriptive Darstellung. Außerdem besteht natürlich die Grundfrage, ob der Wunsch nach dem Führen des Titels oder das wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund steht. Ersteres dürfte bei den meisten Kandidaten das Überwiegende Motiv sein. Man kann übrigens auch in anderen Fächern als Wiwi promovieren, zum Beispiel Geschichte (Stichwort: Wirtschaftsgeschichte), Jura (Wirtschaftsrecht) oder Medizin (Statistische Arbeiten). Besonders letztere Alternative ist interessant für diejenigen, die nur am Titel interessiert sind, da ja bekanntlich ein Dr. med. mit deutlich geringeren Aufwand zu erlangen ist als ein Dr.rer.pol. Auch für den Dr.jur. wird in aller Regel nicht so viel verlangt, wie für den Dr.rer.pol. Wie gesagt, man sollte sich genau informieren!
Gruss
Matthias
 
Matthias,

tja, ich bin eben dabei, einen Prof. zu überzeugen, dass man auch an der FeU etwas für sein Diplom tun muss.
Wie meine Chancen stehen, kann ich nicht sagen. Aber im Grunde gibt es auch nichts zu verlieren.

Grüße
Heidi
 
Diese Zweifel an der Wertigkeit des FU-Diploms sind eine absolute Frechheit. Richte ihm mal aus, dass das Diplom an der Präsenzuni leichter zu bekommen ist als das in Hagen. Der soll sich mal eine Klausur aus Hagen ansehen, dann hält er hoffentlich seine Klappe.
Darf man mal fragen, an welcher Uni dieser Prof. lehrt?

Richte ihm mal von mir aus, dass ich für den Dipl.-Kfm. in Hagen ca. doppelt soviel Aufwand betrieben habe, wie für mein erstes juristisches Staatsexamen an der Präsenzuni und dabei relativ gesehen noch schlechter abgeschnitten habe.
Gruss Matthias
 
Genau, zumindest von einem prof. sollte man doch erwarten können, dass er unsere hochschule kennt und sie auch einzuordnen weiss...
 
genau, zumindest von einem prof. sollte man doch erwarten können, dass er unsere hochschule kennt und sie auch einzuordnen weiss... :(

vielleicht kennt er sie ja und hat noch ein Sträusschen mit der Fernuni auszufechten... (abgelehnte Bewerbung, Intimfeind auf guter Position, öffentliche Widerlegung seiner Thesen durch einen Fernuni-Prof...:p)
 
G

GunnarMuenchow

Ich würde das nicht überbewerten, vielleicht hat er einfach nur nach einer Ausrede gesucht. Externe Doktoranten machen schließlich ne Menge Arbeit.
 
Aber ihm doch nicht – höchstens seinen Assis... :fiesgrins

Nee, die Assis schreiben ja selber erst an der Doktorarbeit, da muss der Prof schon selber ran. :D

Ich glaube es ist grundsätzlich schwierig, für die Betreuung der Doktorarbeit jemanden zu finden, der einen nicht kennt. Professoren ziehen sich gerne ihre eigenen "Schüler" heran, und das Argument, die FU sei nicht "wissenschaftlich" genug, kann man ja mit dem Zusenden der Diplomarbeit tatsächlich aus der Welt schaffen.
 
Das Problem ist doch, dass die FU Hagen ihre eigenen externen Doktoranden von anderen Unis nimmt. Da sollte man mal nachdenken.

Allgemein ist es aber so, dass Profs eigentlich selten externe Doktoranden nehmen. Da für den Prof doch garnicht die Doktorarbeit interessant ist. Die suchen eigentlich nur billige Arbeitskräfte. Mir wurde damals nach meinem Erststudium auch eine Stelle angeboten. Da hätte ich 1/3 von dem bekommen was man als Ingenieur in der freien Wirtschaft als Anfangsgehalt bekommt. Wenn ich das mal auf 4 Jahre hochrechne..... so lohnt sich eine Promotion finanziell nicht. Klar der Titel ist schon klasse. Aber dadurch das sie heute fast jeden nehmen, der sich auf den Billiglohn einläßt, ist der Titel auch bald nicht mehr soviel wert.

Ich denke wenn man promovieren will, dann soll man sich ein schwieriges DA-Thema wählen und den FU-Prof überzeugen dass man da weitermachen will. Aber an anderen Uni kann ich mir nicht vorstellen, dass man da viel Erfolg hat.
 
Doktoranden sind eigentlich nur interessant als zuarbeiter für habilitationsaspiranten, die dadurch ihre arbeit zustande bringen ohne alles selbst machen zu müssen. für professoren nützt ein doktorand in der regel nichts, es sei denn er hat einen forschungsauftrag oder eine auftragsarbeit für die industrie für die er den doktoranden einsetzen kann. externe absolventen aus anderen hochschulen, zudem noch von einer "hobbyuniversität auf volkshochschulniveau" sind bei ihnen so gerne gesehen wie läuse und flöhe.
promotionen ihrer eliteabsolventen ist die originäre Aufgabe der fernuni, die sie offensichtlich nicht in ausreichendem maß erfüllt
g
 
Das Problem ist doch, dass die FU Hagen ihre eigenen externen Doktoranden von anderen Unis nimmt. Da sollte man mal nachdenken.

Was aber auch daran liegen kann, dass nicht jeder in der Nähe von Hagen wohnt und eine Promotion "daheim" nochmal ganzwas anderes ist als ein Studium @home...daraus gleich Schlüsse zu ziehen halte ich für gewagt.
 
Aber mal ein bißchen egoitisch sein, wie es andere Uni machen würde auch nicht schaden. Es kann eigentlich nicht sein, dass gute Fernstudenten es schwer haben und gleichzeitig die 2. Klasse von anderen Unis genommen wird. Aber oft ist es halt so, dass dem Prof seine "alte" Uni wichtiger ist wie die Fernuni.
 
Das Problem ist doch, dass die FU Hagen ihre eigenen externen Doktoranden von anderen Unis nimmt. Da sollte man mal nachdenken.

Woher weisst Du das? Die Externen tauchen doch in der Regel nirgendwo auf. Ich jedenfalls habe keine Ahnung woher sie kommen.

Ich glaube, es gibt hier zwei Sorten von Externen: zum einen die, die keine WiMa-Stelle an der Fernuni haben und zu Hause promovieren und zum anderen die, die zwar eine WiMa-Stelle an der Fernuni haben, aber nicht dort studiert haben. Ich gehe davon aus, dass Du die erste Gruppe meinst.

Für die meisten Fernuni-Studis ist es vielleicht gar nicht attraktiv zu promovieren, weil sie in der Regel bereits im Berufsleben stehen und keine wissenschaftliche Karriere anstreben, also könnte es doch schlicht an genügend Interessenten fehlen. Und dazu eine unbefristete Stelle aufzugeben um sie gegen eine schlechter bezahlte befristete WiMa-Stelle in Hagen einzutauschen dürften auch nur die Wenigsten bereit sein.
 
Woher weisst Du das? Die Externen tauchen doch in der Regel nirgendwo auf. Ich jedenfalls habe keine Ahnung woher sie kommen.

Bei Controlling sind es 3 von 7 die an der Fernuni studiert haben. Wobei man sagen muss, dass 2 der 3 wahrscheinlich die Stelle nur haben weil sie über ihren Arbeitgeber schreiben.

Einer von den restlichen 4 ist Dipl-Wirtschaftsingenieur (FH). Mit Betonung auf FH. :eek
 
....oder Medizin (Statistische Arbeiten). Besonders letztere Alternative ist interessant für diejenigen, die nur am Titel interessiert sind, da ja bekanntlich ein Dr. med. mit deutlich geringeren Aufwand zu erlangen ist als ein Dr.rer.pol.

nur kleiner Einwurf am Rande, ohne Medizinstudium bzw Approbation kann kein Dr. med erlangt werden
 
Im Normalfall kann man nur in dem Fach promovieren in dem man auch studiert hat.

Man kann aber auch durch eine Sonderregelung in einem anderen Fach promovieren. Wie es bei den Medizinern ist weiß ich nicht. Im Normalfall muss der Prüfungsausschuß bei einem Sonderfall zustimmen. Und dies macht er halt nur wenn es auch Sinn macht. Sprich wenn es eine Bereicherung darstellt. Z.B. wenn ein numerisches Problem bei den Ingenieuren zu lösen ist kann auch ein Mathematiker Dr.-Ing. werden. Geht es um ein rein technisches Problem hat er schlechte Karten, da ja dort das techn. Wissen im Vordergrund steht.
 
Im Normalfall kann man nur in dem Fach promovieren in dem man auch studiert hat.

Häufig wird es so sein, ich habe allerdings den Eindruck, dass die Geisteswissenschaftler da wesentlich toleranter ist. Klar muss ich mir die Methoden aneignen, wenn ich z.B. als Ingenieurin eine philosophische Arbeit über die Ingenieruwissenschaften anfertigen möchte, aber ich habe zumindest eine Promotionsordnung in Erinnerung, dort wurde nur gefordert, dass man ein wissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen haben muss.

Ich glaube, das Entscheidende ist, einen Prof zu finden, der die Arbeit betreut. :cool
 
Wieso können dann Mediziner ohne Mathe-Studium statistische Arbeiten erstellen? :D

Moin,

weil die medizinische Statistik ne Lachnummer ist.

Die Mediziner kaufen sich für den statistischen Teil ihrer Arbeit einfach einen Naturwissenschaftler.

Glaub mir, ich weiß, wovon ich schreibe.

Chi-² - Test usw. für eine Testreihe mit 6! Messungen usw....
 
Häufig wird es so sein, ich habe allerdings den Eindruck, dass die Geisteswissenschaftler da wesentlich toleranter ist. Klar muss ich mir die Methoden aneignen, wenn ich z.B. als Ingenieurin eine philosophische Arbeit über die Ingenieruwissenschaften anfertigen möchte, aber ich habe zumindest eine Promotionsordnung in Erinnerung, dort wurde nur gefordert, dass man ein wissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen haben muss.

Ich glaube, das Entscheidende ist, einen Prof zu finden, der die Arbeit betreut. :cool:

Ja, klar... als erstes brauchst du immer einen Prof. Das schwerste überhaupt ohne Beziehungen.

Und dann muss ein Thema immer vom Prüfungsausschuß abgesegnet werden. Im Normalfall braucht ein Fachfremder den Nachweis des Könnens. Oft wird dann wie bei FHlern ein paar Klausuren zur Pflicht gemacht. usw.

Ich denke der Normalfall einer Promotion ist sowieso die Fortführung einer Studien- oder Diplomarbeit. In der man dann noch zu erforschende Fragen findet und sein Betreuer als Doktorvater gewinnen kann oder der einen an einen Kollegen weiterempfiehlt.

Von irgendwelchen "Wir haben da ein Promotionsthema"-Ausschreibungen halte ich nicht viel.

Und gerade da sehe ich auch das Problem bei der FU. Und zwar, dass man sein DA-Thema nicht frei wählen kann. Und wenn man was aufs Auge gedrückt bekommt macht das halt nicht soviel Spaß, wie wenn man eigne Interessen verfolgt. Und dann interessiert einen ein längerfristiges bzw. tiefergründiges Bearbeiten auch nicht so.
 
Und gerade da sehe ich auch das Problem bei der FU. Und zwar, dass man sein DA-Thema nicht frei wählen kann. Und wenn man was aufs Auge gedrückt bekommt macht das halt nicht soviel Spaß, wie wenn man eigne Interessen verfolgt. Und dann interessiert einen ein längerfristiges bzw. tiefergründiges Bearbeiten auch nicht so.

Hmm, bei mir wäre es kein Problem gewesen, das Thema frei zu wählen. Der Lehrstuhl hat nur Wert darauf gelegt, dass nicht irgendein "Firmenproblem" auf diese Art und Weise gelöst wird, sondern ein großer wissenschaftstheoretischer Anteil bearbeitet wird. Das ist auf 50 Seiten nicht unbedingt gut kombinierbar. Die vorgegebenen Themen sind ja auch nicht unbedingt so eng gewählt, dass man nicht seine eigene Richtung entwickeln und Forschungsbedarfe eruieren kann...
 
Von irgendwelchen "Wir haben da ein Promotionsthema"-Ausschreibungen halte ich nicht viel.

Ich auch nicht, denn jeder, der promovieren möchte, sollte in der Lage sein, sich sein Thema selbst zu suchen. Ich finde, das sollte auch schon für die Diplomarbeit gelten, ich weiss aber nicht, wie das an der FU gehandhabt wird.
 
Ja und? Sofern er fähig genug ist, ist doch nichts dagegen zu sagen.

Grüße
Stefan

Mein 3 Gründe dagegen sind:

1. FH. Wer sich für ein praxisorientiertes FH-Studium entscheidet der sollte nicht promovieren dürfen.

2. Fachfremdes Studium

3. Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass man fachfremde FHler bei der Promotion betreuen kann, aber gleichzeitig muss der FU-Student bei einer Diplomarbeit nehmen was er bekommt. Er hat es schwierig überhaupt eine DA bei so beliebten Lehrstühlern zubekommen und gleichzeitig hat er null Mitspracherecht. Das kostet ja alles Zeit.
 
Ich auch nicht, denn jeder, der promovieren möchte, sollte in der Lage sein, sich sein Thema selbst zu suchen. Ich finde, das sollte auch schon für die Diplomarbeit gelten, ich weiss aber nicht, wie das an der FU gehandhabt wird.

Mitspracherecht hast du normalerweise nur an den Lehrstühlen, wo kaum jemand schreibt.
 
Mitspracherecht hast du normalerweise nur an den Lehrstühlen, wo kaum jemand schreibt.

Du scheinst Dich ja an der Fernuni sehr gut auszukennen, kannst Du mir mal verraten, woher Du Deine Weisheiten hast?

Woher weisst Du, dass ein FU-Prof die Doktorarbeit eines FH-Absolventen betreut, während er gleichzeitig seinen Diplomanden das Thema vorschreibt? Ich verstehe hier auch den Zusammenhang nicht ganz.

Und wieso gibt es nur an Lehrstühlen, mit wenig DA-Interessenten ein Mitspracherecht? Ich bin schon seit einigen Jahren an der Fernuni, aber mir sind derartige Erkenntnisse bisher verschlossen geblieben. Liegt vielleicht daran, dass ich noch bei keinem Lehrstuhl um eine Diplomarbeit nachgefragt habe.
 
Fiba:

[SIZE=-1]Die Formulierung des Diplomarbeitsthemas erfolgt ausschließlich durch den Lehrstuhl. Eine vorherige Themenabsprache kann nur in Einzelfällen und nur in Hinblick auf ein breiteres Arbeitsgebiet, nicht aber in Hinblick auf ein konkretes Diplomarbeitsthema erfolgen.

Controlling:

Die Vergabe des Diplomarbeitsthemas erfolgt durch den Lehrstuhl. Das Thema kann sowohl theoretischer als auch empirischer Art sein. Kandidaten können im Rahmen eines Fragebogens Vorschläge zu Themengebieten machen. Dafür ist jedoch eine vorherige Anmeldung für das Ablegen der Diplomarbeit beim Prüfungsamt und die Annahme durch den Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling obligatorisch. Da es sich bei der Diplomarbeit um eine Prüfungsleistung handelt, kann in keiner Weise garantiert werden, dass einem Themenwunsch/Themenbereichswunsch entsprochen wird.

Bei Statistik hört sich das schon freundlicher an. Und wer in einem Seminar weiß auch wie dort die Praxis ist.

Die Themen von Diplomarbeiten haben i.d.R. Bezug zu Kursen des Hauptstudiums, führen aber in jedem Fall deutlich über diese hinaus. Bei geschickter Planung kann häufig erreicht werden, dass eine Diplomarbeit direkt an eine Seminararbeit anknüpft und diese vertieft. Die meisten der bisher vergebenen Themen standen in Verbindung mit Forschungsschwerpunkten des Lehrgebiets.
 
Ich glaube, das Problem liegt darin, dass die Lehrstühle Angst haben, dass jemand eine DA in der Firma schreibt und dort massig "Zuarbeiter" hat, die die DA mitschreiben. Dann ist es keine eigenständige Leistung mehr.

Das "tatsächliche" Thema der DA stellt sich sowieso erst bei der Arbeit selbst heraus, am Anfang ist es ein großes Thema, bei dem sich langsam etwas heraus kristallisiert. Ich würde also nicht auf die Idee kommen, ein völlig festgeklopftes Thema vorzuschlagen, weil ich es gar nicht kann! Aber wenn ich sage, ich möchte etwas zur Optionspreistheorie machen und ich bekomme ein Thema zum Bankenrecht aufgedrückt, würde ich diese DA eher nicht schreiben.
 
1. FH. Wer sich für ein praxisorientiertes FH-Studium entscheidet der sollte nicht promovieren dürfen.

Meiner Meinung nach sollte es ausschließlich auf die Fähigkeiten ankommen und nicht darauf wo man sie erworben hat. Es ist meines Erachtens aber völlig in Ordnung bei einem FHler genauer hinzuschauen ob diese Befähigung wirklich gegeben ist.

2. Fachfremdes Studium

Warum ist er für dich Fachfremd? Ist jemand der an der Fernuni Wirtschaftinformatik studiert und Module des Fachbereichs Wirschaftswissenschaften und es Fachbereichs Informatik belegt nach Deinem Verständnis in beiden Fachgebieten fremd?

3. Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass man fachfremde FHler bei der Promotion betreuen kann, aber gleichzeitig muss der FU-Student bei einer Diplomarbeit nehmen was er bekommt. Er hat es schwierig überhaupt eine DA bei so beliebten Lehrstühlern zubekommen und gleichzeitig hat er null Mitspracherecht. Das kostet ja alles Zeit.

Da sind wir wohl bei des Pudels Kern. Dich stört die Konkurrenz und Du wünscht Dir etwas Protektionismus. Das ist menschlich sehr verständlich, überzeugt mich aber nicht von Deinem Standpunkt.

Grüße
Stefan
 
Ich auch nicht, denn jeder, der promovieren möchte, sollte in der Lage sein, sich sein Thema selbst zu suchen.

im Prinzip gebe ich dir Recht... ABER.... :) bei uns im Medizinbereich ist das so, dass wir Promotionsprojekte ausschreiben, weil wir halt geeignete Leute suchen, die an einem bestimmten Projekt interessiert sind. Das gilt jetzt aber nicht für statistische "Billigpromotion", sondern für "richtige" Forschung. Das finde ich in Ordnung.
 
Mitspracherecht hast du normalerweise nur an den Lehrstühlen, wo kaum jemand schreibt.

Naja, ich denke nicht, dass Du jeden Lehrstuhl so gut kennst, dass du das so behaupten kannst. Das mag sicherlich für einige Lehrstühle gelten, aber Pauschalisieren halte ich hier für sehr oberflächlich. Der Lehrstuhl für Personalführung/Organisation gehört zum Beispiel zu einem beliebten Lehrstuhl, und wenn man dort z.B. in Seminaren überzeugt hat durch Leistung, ist der Lehrstuhl sehr sehr offen, was die Themenwahl angeht und auch, was eigene Projekte in der DA angeht
 
@benny
Wenn ich das richtig verfolgt habe, redest du immer noch vom Controlling-Lehrstuhl. Ich habe meine Diplomarbeit dort geschrieben und hatte sehr wohl Mitspracherecht bei meinem Thema. Erstmal bekommt man eine Liste mit mehreren Themenbereichen, in denen am Lehrstuhl schwerpunktmäßig geforscht wird. Man kann dann seine Präferenzen angeben. Du kannst sogar ganz konkrete Themenvorschläge machen. Ich habe einen Bereich genannt, aus dem ich das Thema haben möchte (übrigens keiner der angegebenen Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls) und das wurde auch berücksichtigt. Ich finde das eigentlich ganz ok. Dass ein Lehrstuhl keine Tehmen vergibt, die mit seinem Tätigkeitsfeld nichts zu tun haben, ist ja wohl auch verständlich.
 
Und gerade da sehe ich auch das Problem bei der FU. Und zwar, dass man sein DA-Thema nicht frei wählen kann. Und wenn man was aufs Auge gedrückt bekommt macht das halt nicht soviel Spaß, wie wenn man eigne Interessen verfolgt. Und dann interessiert einen ein längerfristiges bzw. tiefergründiges Bearbeiten auch nicht so.

Als jemand, der heut grad sein DA-Thema mit dem Prof. klar gemacht hat, melde auch ich, dass bspw. in Philo NUR das eigene Thema geht, und der Lehrstuhl KEINE Vorschläge macht.

Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, ist nicht entscheidbar .... wiewohl: wenn es mir den Durchmarsch zur Promo ermöglichen sollte...:rolleyes
 
Moin,

weil die medizinische Statistik ne Lachnummer ist.

Die Mediziner kaufen sich für den statistischen Teil ihrer Arbeit einfach einen Naturwissenschaftler.

Glaub mir, ich weiß, wovon ich schreibe.

Chi-² - Test usw. für eine Testreihe mit 6! Messungen usw....
Nieten gibt es überall, in der medizin sind sie sicher nicht zahlreicher als anderswo,
einen naturwissenschaftler kaufen brauchen sie wohl nicht, denn das sind sie selber,
in der regel haben universitäten eine abteilung die statistische beratung für promotionen und habilitationen erbringt und die wird eifrig zu rate gezogen, denn niemand will sich wegen einer mangelhaften statistischen aufarbeitung seiner forschungsdaten lächerlich machen.
g
 
@ stefan: Ich spreche keineswegs FHler die Qualität ab. Aber inzwischen ist es so, dass manche das Haifischbecken Uni, durch ein schnelles FH-Studium umgehen und da schon bewußt ihre Beziehungen mit dem klaren Ziel Dr. zu werden knüpfen. Die FH-Regel wurde mal eingeführt, um besonders talentierten Studenten, die irrtümlich die falsche Hochschulart gewählt haben die Chance zur Promotion zu geben. Aber nicht um 1 Jahr Studium zu sparen, leichtere Klausuren zu schreiben, ....

Desweiteren sprach ich von Wirtschaftsingenieur. Ich ziteiere mal einen treffenden Spruch. "Ein Wirtschafts-Ing. ist wie eine Ente. Eine Ente kann weder fliegen wie ein Vogel noch schwimmen wie ein Fisch". Es fehlt einfach die Tiefe in beiden Richtungen. Diese Studienart ist eine erfindung für die Praxis.

Mich stört keine Konkurrenz. Da ich überhaupt nicht die Absicht habe zu promovieren. Ich hätte sies schon als Dipl.-Ing. machen können.

@Kirsten: Der Medizinbereich sollte man beim promvieren ausklammern. Da es ja mehr eine Diplom- als eine Doktorarbeit ist. Ich finde auch das gejammere der Medizinstudenten immer lächerlich. Die studieren sieben Jahre hart und haben dann einen Doktortitel. Der Ing. muss 5 Jahre hart studieren und dann noch unterbezahlt 4 Jahre promovieren. Also insg. 9 Jahre.

@andrea: Der Controlling-Lehrstuhl war halt vielleicht am Anfang noch human. Das hat sich ja auch jetzt in der Klausur geändert. Man muss einfach an den Massen-Lehrstühlen mit Massen-Abfertigung leben. Natürlich kann man die Richtung einigermassen vorgeben. Aber bei Fiba sind es z.B. 35 Leute pro Semester. Und die Lehrstuhlmitarbeiter-Stellen werden jetzt beim Ausscheiden von Bitz halbiert.

@ökonomie: Philo ist eine der Lehrstühle wo halt nicht viele schreiben.
 
@andrea: Der Controlling-Lehrstuhl war halt vielleicht am Anfang noch human. Das hat sich ja auch jetzt in der Klausur geändert. Man muss einfach an den Massen-Lehrstühlen mit Massen-Abfertigung leben. Natürlich kann man die Richtung einigermassen vorgeben. Aber bei Fiba sind es z.B. 35 Leute pro Semester. Und die Lehrstuhlmitarbeiter-Stellen werden jetzt beim Ausscheiden von Bitz halbiert.

Ich halte es für ziemlich vermessen, nach zwei (!) Klausuren zu behaupten, dass der Lehrstuhl nur bei der ersten human war und sich das jetzt völlig geändert habe... wahrscheinlich für die nächsten hundert Jahre, oder was?! Und das schließt du aus der letzten Klausur???? :eek: Und was die Vergabe der DA-Themen betrifft... ich hab meine DA erst vor vier Wochen abgegeben, nicht zu den Anfangszeiten des Lehrstuhls... also von anfangs humanen und jetzt ach so gemeinen Vergabepraktiken kann auch keine Rede sein. Zumindest solltest du noch ein paar Semester abwarten, ob sich deine Behauptung bewahrheitet.

Ich will ja gar nicht abstreiten, dass du mit der ein oder anderen Aussage Recht hast... aber deine Einstellung erscheint doch sehr extrem und subjektiv.
 
Ich denke einfach, dass bei einem neuen Lehrstuhl sich alles erst einpendeln muss. D.h. sind die Klausuren zu leicht haben sie zuviele Schreiber, sind sie zu schwer schreiben vielleicht zu wenig.

Und so ist es auch bei den DA. Habe sie zu gute Bedingungen, eigene Themen usw., dann lockt das halt zu viele Kandidaten an.

Außerdem denke ich, dass die meisten Mitarbeiter neu sein müßten. D.h. noch am Anfang der Promotion und vorallem noch motiviert.
 
@ stefan: Ich spreche keineswegs FHler die Qualität ab. Aber inzwischen ist es so, dass manche das Haifischbecken Uni, durch ein schnelles FH-Studium umgehen und da schon bewußt ihre Beziehungen mit dem klaren Ziel Dr. zu werden knüpfen. Die FH-Regel wurde mal eingeführt, um besonders talentierten Studenten, die irrtümlich die falsche Hochschulart gewählt haben die Chance zur Promotion zu geben. Aber nicht um 1 Jahr Studium zu sparen, leichtere Klausuren zu schreiben,

Und wie viele Abiturienten haben den "Überblick" sich bewusst für FH oder Uni zu entscheiden, weil sie schon im Auge haben, später promovieren zu wollen?! :eek: Ich würde sagen, dass die meisten schon ganz froh sind, den Studiengang (egal ob FH oder Uni) gewählt zu haben, der ihnen Spass macht und den sie nicht abbrechen, weil es sie überfordert oder sie andere Vorstellungen davon hatten. Meistens spielen andere Gesichtspunkte eine Rolle (Heimatnähe z.B.)...
Damit meine ich nicht Fernunistudenten, die sich bewusst für die FH oder Uni entscheiden, sondern die Schulabgänger, die plötzlich da stehen und ihren weiteren Lebensweg planen müssen ohne von der Schule jemals "an die Hand genommen" worden zu sein, in welche Richtungen es gehen kann...
 
... Aber inzwischen ist es so, dass manche das Haifischbecken Uni, durch ein schnelles FH-Studium umgehen und da schon bewußt ihre Beziehungen mit dem klaren Ziel Dr. zu werden knüpfen ...

Ich bin vielleicht nicht auf dem aktuellen Stand, aber ich bin bisher davon ausgegangen das ein promovierender FHler etwas sehr exotisches ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so einfach geht.

... Desweiteren sprach ich von Wirtschaftsingenieur ...

Das hatte ich gelesen. Ich wählte explizit ein Fernuni-Beispiel, weil ich nicht verstanden hatte wie Du das mit "Fachfremd" meinst.

... Da ich überhaupt nicht die Absicht habe zu promovieren ...

Du konkurrierst um Betreuungskapazität des Professors.

Grüße
Stefan
 
Ich bin vielleicht nicht auf dem aktuellen Stand, aber ich bin bisher davon ausgegangen das ein promovierender FHler etwas sehr exotisches ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so einfach geht.


Ob es sowas gibt oder oft gibt, weiß ich nicht. Aber die Promotionsordnung der FernUni z.B. schließt FH-Absolventen nicht aus – sie müssen aber einen sehr guten Abschluss hingegelegt haben.
 
Hallo,



Ich bin vielleicht nicht auf dem aktuellen Stand, aber ich bin bisher davon ausgegangen das ein promovierender FHler etwas sehr exotisches ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so einfach geht.



Das hatte ich gelesen. Ich wählte explizit ein Fernuni-Beispiel, weil ich nicht verstanden hatte wie Du das mit "Fachfremd" meinst.



Du konkurrierst um Betreuungskapazität des Professors.

Grüße
Stefan

Durch die schlecht bezahlten Stellen sind FHler als Doktoranden nichts besonderes mehr. Schau dir doch mal die Maschinenbau-Uni im Osten an. Aus 5 vollen Stellen wurden 10 halbe gemacht. Und wer macht sowas mit? 1. Fhler. Für die ist es ein besonder Kick. 2. Ausländer, vorallem Chinesen oder Osteuropäer.

Früher war es so, dass du ein 1er Abschluß brauchtest und dann musstest du noch einige Hammerprüfungen schreiben. Meistens aus dem Grundstudium. Die wurden dann so ausgewählt, dass man sich auch noch mit den anderen Fächern des Grundstudiums beschäftigen musste. Bspw. Mathe 3 schreiben und Stoff aus Mathe 1+2 können.

Heute entfallen diese Prüfungen teilweise oder man kann sie so auswählen, dass sie zur Forschungsrichtung passen. Sprich Hauptstudiumsklausuren. Die sind natürlich viel leichter.
 
benny,

ich finde manche Deiner Aussagen pauschlisierend und / oder arrogant.
Bei mir kommen Deine Beiträge so an, als ob Du Dich als etwas Besseres fühlst, nur weil Du bereits einen Ingenieur-Abschluss hast, mit dem wir nicht dienen können. Beispiele gefällig:

Mitspracherecht hast du normalerweise nur an den Lehrstühlen, wo kaum jemand schreibt.

1. FH. Wer sich für ein praxisorientiertes FH-Studium entscheidet der sollte nicht promovieren dürfen.
...
3. Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass man fachfremde FHler bei der Promotion betreuen kann, aber gleichzeitig muss der FU-Student bei einer Diplomarbeit nehmen was er bekommt.

Aber inzwischen ist es so, dass manche das Haifischbecken Uni, durch ein schnelles FH-Studium umgehen und da schon bewußt ihre Beziehungen mit dem klaren Ziel Dr. zu werden knüpfen.

D.h. sind die Klausuren zu leicht haben sie zuviele Schreiber, sind sie zu schwer schreiben vielleicht zu wenig.

Und so ist es auch bei den DA. Habe sie zu gute Bedingungen, eigene Themen usw., dann lockt das halt zu viele Kandidaten an.

Durch die schlecht bezahlten Stellen sind FHler als Doktoranden nichts besonderes mehr. Schau dir doch mal die Maschinenbau-Uni im Osten an. Aus 5 vollen Stellen wurden 10 halbe gemacht. Und wer macht sowas mit? 1. Fhler. Für die ist es ein besonder Kick. 2. Ausländer, vorallem Chinesen oder Osteuropäer.

Ich möchte das jetzt nicht im Einzelnen kommentieren, halte aber von derart verallgemeinernden Aussagen wenig. Einige Lehrstühle haben feste Regeln, wie DA-Themen vergeben werden, die gefallen mir vielleicht auch nicht, aber andere Lehrstühle sind da anders. Und es gibt bestimmt Studenten, die froh sind, wenn ihnen ein Thema vorgegeben wird.

Die Aussage mit den Chinesen oder Osteurpäern finde ich völlig daneben, das hört sich für mich so an, als wenn die Promotion inzwischen so einfach ist, dass auch Ausländer sie schaffen.
 
Da kann ich dich nur voll unterstützen, aspasia!

Ich bin ebenfalls Dipl.-Ing. (FH) und kann leider nicht von allzu leichten Klausuren oder DAs berichten. Ich denke persönlich, daß es da auch immer auf die jeweiligen Professoren und ihren Anspruch ankommt, der bei unserer FH nicht von schlechten Eltern war. Und wenn sich ein FHler bemüßigt fühlt, eine Doktorarbeit zu schreiben...so what? Ich bin überzeugt davon, daß FHler nicht per se "unintelligenter" sind, als ihre Uni-Kollegen, aber dafür vielleicht pragmatischer.

Außerdem wird man zukünftig wahrscheinlich froh sein, daß sich auch FHler für Promotionen entscheiden, denn bei dem Akademikermangel, der gestern abend noch in den Nachrichten thematisiert wurde, wird es völlig latte sein, ob Du nun FH oder Uni-Diplom hast, Hauptsache du kannst die firmeninternen Probleme lösen!
 
Aspasia, meine Aussagen zu den Ausländern bezogen sich auf halbe Stellen. Eine halbe Stelle im Osten bringt vielleicht 700-800 Euro netto. Und das zieht halt einen guten Uni-Absolventen nicht an. Während der FHler den Doktortitel interessant findet. Und da er eh schon 1-2 Jahre Studium gespart hat investiert er die Zeit. Genauso wie Chinesen oder Osteuropäer. Für die 50 oder 100 Euro viel Geld sind.

Und ich bin nicht überheblich. Sondern es ist ganz klar vorgegeben. FH-Studium = praxisorientiert und Uni-Studium= Vorbereitung auf wissentschaftliche Aufgaben. Und inzwischen gibt es halt viele die es über die FH versuchen.... Und das kann halt nicht Sinn der Sache sein.
 
@benny
nochmal: ich bin überzeugt davon, daß Abiturienten nicht primär den Doktortitel im Auge haben, wenn sie sich für eine Uni oder FH entscheiden. Und auch Deine These, daß das FH-Studium als stark praxisorientiert nicht genügend für einen Doktortitel qualifiziert, also zu wenig wissenschaftstheoretischen Hintergrund liefert, ist so nicht haltbar, müssen doch FH-Absolventen für die Doktorarbeit den gleichen wissenschaftlichen Anspruch erfüllen.

Und dass FHler sich für weniger Geld "prostituieren" (um Deine Aussage mal zu polemisieren) um den Doktortitel führen zu können ist Blödsinn. Vielleicht ist dein ach so gepriesenes Uni-Studium gar nicht so viel wertvoller, als das FH-Studium?

Alle Absolventen müssen erstmal kleinere Brötchen backen, um Berufserfahrung zu kriegen. Ob Du mit der Uni-Promotion sofort die Super-Stelle, toll bezahlt, tolle Reputation, bekommst, halte ich auch noch für nicht bewiesen.

Schreib doch in ein paar Jahren, wenn Du die erste Stelle innehast, nochmal, was für eine Stelle das ist und wo, damit wir widerlegt sind (oder eben auch nicht...:D)
 
... Sondern es ist ganz klar vorgegeben. FH-Studium = praxisorientiert und Uni-Studium= Vorbereitung auf wissentschaftliche Aufgaben ...

Hallo,

die Realität beschreibst Du mit dieser Schwarzweiß-Darstellung sicher nicht und ich hoffe Du formulierst nur überspitzt und hängst nicht tatsächlich diesem Schubladendenken an.

Grüße
Stefan
 
Diese schwarz-weiss- Einstellung ist die Grundordnung im Hochschulwesen. Es steht ja jedem frei an eine Uni zu gehen.

Wenn wir solche Ordnungen fallen lassen herrscht Chaos.

Dann fragt sich ein Diplom I-Absolvent warum darf ich nicht promovieren? Nur wegen dieser einen Klausur?

Dann fragt sich ein 3er oder 4er Absolvent warum darf ich nicht promovieren? Bloss weil ich Prüfungsangst habe und deswegen keine guten Noten schreiben?

Dann fragt sich ein Realschüler warum darf ich nicht auf die Uni? Bloss weil meine Eltern mich damals nicht das Abi machen haben lassen?

usw. usf.

Es gibt halt Gesetze und Anforderungen. Und der Weg aus der Bildungsmisere ist mit Sicherheit nicht die Anforderungen zu lockern. Bei den FHs dürfen ja inzwischen schon Meister studieren, die weder Abi noch FH-Reife haben.
 
Bei den FHs dürfen ja inzwischen schon Meister studieren, die weder Abi noch FH-Reife haben.

Inzwischen ist gut, das dürfen die schon lange und zwar qualifiziert die Mittlere Reife + Berufsausbildung + Meister (oder sogar schon Berufserfahrung) zur fachgebundenen Hochschulreife, d.h. Du kannst in dem erlernten Berufsfeld studieren.
Und stell dir vor, absolvierst Du mit fachgebundener Hochschulreife ein FH-Studium erfolgreich, hast Du sogar die allgemeine Hochschulreife und kannst an einer richtigen Uni studieren! Und danach sogar promovieren...

Also kann ein Realschüler sehr wohl promovieren, es dauert halt nur unwesentlich länger...
 
Also kann ein Realschüler sehr wohl promovieren, es dauert halt nur unwesentlich länger... ;)

Er oder sie könnte auch auf dem Abendgumminasium (oder bei einem Fernschul-Anbieter) das Abi nachholen und dann studieren. Egal wie – wer so einen Bildungsweg hinter sich hat, verdient :respekt
 
Dann fragt sich ein Realschüler warum darf ich nicht auf die Uni? Bloss weil meine Eltern mich damals nicht das Abi machen haben lassen?

Hallo benny - kannst Du Gedanken lesen?

Ich bin Realschüler, meine Eltern haben mich nicht das Abi machen lassen und nächstes Semester schreibe ich meine DA - noch Fragen? Wer braucht ein Abi zum Studieren an der FernUni?
 
Hallo benny - kannst Du Gedanken lesen?

Ich bin Realschüler, meine Eltern haben mich nicht das Abi machen lassen und nächstes Semester schreibe ich meine DA - noch Fragen? Wer braucht ein Abi zum Studieren an der FernUni?

Dafür hast du aber 36 Jahre alt werden müssen. :)

In dem Alter ist mancher schon Professor an der FH.;)

Und du musstest Umwege gehen. Fh-Reife oder sonstiges.

Ich denke, dass man vorsichtig sein muss mit dem verringern der Anforderungen. Es gibt schon Leute, die davon sprechen, dass ein BA-Abschluß den Wert eines Abiturs von früher hat.
 
Dafür hast du aber 36 Jahre alt werden müssen. :)

In dem Alter ist mancher schon Professor an der FH.;)

Und du musstest Umwege gehen. Fh-Reife oder sonstiges.

Ich denke, dass man vorsichtig sein muss mit dem verringern der Anforderungen. Es gibt schon Leute, die davon sprechen, dass ein BA-Abschluß den Wert eines Abiturs von früher hat.

Ich habe die Einstufungsprüfung gemacht. Sicher könnte ich schon Prof. sein, ich könnte aber auch Paris Hilton, Hugo Chavez oder der 36-jährige Manager sein, über den in der letzten brand eins berichtet wurde, dass er entlassen wurde, weil er zu alt war - so what.

Ich gebe dir aber im Übrigen recht, dass Anforderungen senken nicht gut ist und dass wir doch wohl auch alle nichts geschenkt haben wollen (oder vielleicht doch ein klitzekleines Pünktchen mal zwischendurch vom Prof...:D?).

Ohne Abi VWL studieren ist manchmal schon hart und mit 36 Jahren gegen die 23 jährigen anschreiben zu müssen, ist auch nicht immer einfach.

Andererseits: Niemand wird Dir Dein 1er Diplom und Deine Promo mit magna cum laude schlecht reden, weil es jetzt BA-Studiengänge gibt, da brauchst Du sicher keine Angst haben.

Und wenn die beiden Scheine für Dich deshalb weniger wert sind, ist das halt Pech - die weber konnten damals auch nicht verhindern, dass die Dampfmaschinen ihren Job übernahmen ....
 
Ich sehe das Problem darin eher volkswirtschaftlich. Wenn man weniger tun muss sinkt immer die Qualität. Und wir leben als Exportland nunmal von Innovation. Und wenn Lehrstühle in Doktoranden nur noch billige Hilfskräfte sehen. Sprich aus 5 vollbezahlten Stellen 10 halbe machen, damit man 10 Mitarbeiter anstatt 5 hat und dafür inkauf nimmt, dass das Niveau der Mitarbeiter sinkt, ist das halt schon traurig.

Und m.M. nach kann man am Anfang des Studiums schon entscheiden was man später machen möchte. Und wenn man sich halt sich falsch entschieden hat dann kann man immer noch einen Master an der Uni dranhängen. Dann hat man auch nur 12 Semester studiert.
 
Wo siehst Du den Bezug zu einem meiner Posting?

Diese schwarz-weiss- Einstellung ...

Ok, Schwarzweiß habe ich wiederentdeckt. Ansonsten erkenne ich keinen Zusammenhang.

Ich habe nie davon gesprochen die Anforderungen an das _Können_ zu senken! Unterstelle mir nicht etwas das ich nicht sage nur um Deinen Frust ablassen zu können!

Es gibt halt Gesetze ...

Und diese Gesetze sehen die Möglichkeit vor, dass ein FHler promoviert.

Anscheinend unterstellst Du, dass der oben von Dir genannte FHler ohne nötige Qualifikation (im Sinne von Wissen und Können) promovieren darf. Hast Du dafür irgend einen Beleg außer dem pauschalen "FHler sind nicht geeignet zu promovieren!"?

Auch auf die Gefahr hin, Deinen Blutdruck weiter hochzutreiben: Mich würde es nicht einmal stören, wenn jemand der nie eine (Fach-)Hochschule besucht hat, sich aber anderweitig das Wissen und Können angeeignet hat das einem guten Uni-Absolventen entspricht, promovieren dürfte. Mir ist Können wichtiger als Formalien.

Grüße
Stefan
 
Sprich aus 5 vollbezahlten Stellen 10 halbe machen, damit man 10 Mitarbeiter anstatt 5 hat und dafür inkauf nimmt, dass das Niveau der Mitarbeiter sinkt, ist das halt schon traurig.

Also, ich weiß von einigen Bekannten, die entweder promovieren, Angebote dazu bekommen haben oder an Lehrstühlen arbeiten, daß sogenannte halbe Stellen (halbe Bezahlung trotz Vollzeitjob am Lehrstuhl) eher die Regel als die Ausnahme sind. Und zwar nicht erst seit gestern. Ich wäre an deiner Stelle mal ein wenig vorsichtiger im Umgang mit deiner Polemik. Nur weil Du meinst, etwas gehört zu haben, heißt das nicht, daß das auch 100%ig stimmt.

Und m.M. nach kann man am Anfang des Studiums schon entscheiden was man später machen möchte. Und wenn man sich halt sich falsch entschieden hat dann kann man immer noch einen Master an der Uni dranhängen. Dann hat man auch nur 12 Semester studiert.

Wieso soll man am Anfang eines Studiums wissen müssen, ob man promovieren möchte? Es gibt genug Leute, die vielleicht erst durch Seminar- oder Diplomarbeiten feststellen, daß ihnen wissentschaftliches Arbeiten Spaß macht und sich dann umentscheiden.
 
Hmm also teilweise muss ich auch Benny Recht geben. Viele studieren nur an der FH, weil sie die starke Konkurrenz an der Uni scheuen. Bei Fächern wie BWL, die man auch an der Uni studieren kann, kann man das auch nicht anders rechtfertigen, als dass einem das Ganze an der Uni zu schwierig war. In einem solchen Fall finde ich es schon sehr ärgerlich, dass solche Leute einem evtl. einen Promotionsplatz "wegnehmen". Aus meiner Stufe haben Leute mit einem megaschlechten Abischnitt (insbesondere schlecht in Mathe) ein gigantisch gutes FH-BWL Studium hingelegt. Eine von Ihnen, nachdem sie neun Semester an der Uni für Ihr Grundstudium gebraucht hatte und dann entnervt gewechselt ist. Ich denke, das sagt ja wohl alles. An der Uni haben dann die guten Schüler studiert und komischerweise deutlich schlechter als die FH Absolventen abgeschlossen. Noten sind relativ, sie hängen allein von der Konkurrrenz ab.
Ich bewundere deshalb Leute, die an der FU das Studium ohne Abi gegen die hier zweifellos hervorragende Konkurrenz schaffen (Kompliment an Oekonomieistalles)! Diese Leute sind genau der Gegenpol zu den Abiturienten, die es sich gegen die schwache Konkurrenz an der FH leicht machen.
Finde es unfair Benny Arroganz vorzuwerfen, ich denke es ist eher Stolz auch zwei Universitätsabschlüsse. Ich habe übrigens auch zwei und möchte auch auf gar keinen Fall bei der Berufseinstellung auf der gleichen Hierarchie- und Besoldungsstufe wie FH Absolventen stehen. Und für diese Aussage schäme ich mich auch kein Stück!
 
Ich hab ja heute schonmal geschrieben, dass früher alles besser war, Benny.

In der Süddeutschen Zeitung ist heute ein schöner Kommentar zum Thema: In den 60er Jahren wurde geklagt, es gebe zu viele Studenten, und viele schafften die Anforderungen nicht. Anfang des 20. Jahrhunderts dasselbe. Und schon zu Schillers Zeiten wurde über das sinkende akademische Niveau lamentiert. Daraus kannst Du nun Deine eigenen Schlüsse ziehen.

Ich persönlich bin nicht so pessimistisch: wer heute eine Lehre als KFZ-Mechatroniker beginnt, muss ungleich mehr drauf haben, als einer, der vor 20 Jahren KFZ-Mechaniker lernte. Die Technik ist anspruchsvoller und mithin die Ausbildung.

Und das die wenigsten Hchschulabsolventen heute noch Homer im Original zitieren können (außer Homer Simpson vielleicht), mag man bedauern. Der Untergang des Abendlandes ist es nicht.

Außerdem hat Samira völlig Recht: halbe Stellen sind im Unibetrieb für Assis gang und gäbe.
 
... Noten sind relativ, sie hängen allein von der Konkurrrenz ab ...

Entschuldige wenn Du es als pingelig empfindest, dass ich an einem Wort hängen bleibe. Ich hätte gesagt die Noten hängen vom geforderten Niveau ab - das nicht nur von (Fach-)Hochschule zu (Fach-)Hochschule sondern auch innerhalb einer (Fach-)Hochschule unterschiedlich sein kann. Wenn die Noten (nur) von der Konkurrenz abhängen würden, gäbe es die gleiche Notenverteilung unabhängig davon wie gut oder schlecht die Studenten sind. Das deckt sich zumindest nicht mit meiner Wahrnehmung.

... ich denke es ist eher Stolz auch zwei Universitätsabschlüsse. Ich habe übrigens auch zwei und möchte auch auf gar keinen Fall bei der Berufseinstellung auf der gleichen Hierarchie- und Besoldungsstufe wie FH Absolventen stehen. Und für diese Aussage schäme ich mich auch kein Stück!

Auf seine Universitätsabschlüsse darf man natürlich stolz sein. Man hat ja eine Leistung erbracht.

Ein Unternehmen wird Dir vorrangig ein Einstiegsgehalt abhängig von der Marktsituation und der von Dir erwarteten Leistung zahlen. In der Praxis wird der FH-Absolvent weniger verdienen. Das ist zumindest meine Erfahrung. Eine Garantie für die Zukunft ist das aber nie.

Je mehr Berufsjahre ins Land gehen desto mehr zählt Deine Leistung im Beruf und Deine Studienleistung interessiert immer weniger. Dann kann es auch passieren, dass Dich ein FHler der zeitgleich mit Dir eingestellt wurde überholt. Solange es von der Arbeitsleistung abhängt finde ich das durchaus gerecht.

Grüße
Stefan
 
Für mich ist ein Promotionsrecht für FHler das gleiche wie ein Mindestlohn für Friseusen. Die wußten auch alle, dass sie mit dem Job nicht reich werden und haben ihn trotzdem gelernt. Und heulen jetzt alle über die schlechte Bezahlung.
 
Kollege, Du hast doch auch an einer FH studiert oder?
Hochmut kommt vor dem Fall.......einfach unglaublich was
hier manche Herrschaften für Kommentare abgeben.
 
Für mich ist ein Promotionsrecht für FHler das gleiche wie ein Mindestlohn für Friseusen. Die wußten auch alle, dass sie mit dem Job nicht reich werden und haben ihn trotzdem gelernt. Und heulen jetzt alle über die schlechte Bezahlung.

Also ich habe selten eine solche Ansammlung von Quatsch, Vorurteilen und Polemik gelesen wie in Deinen Postings.

Woher resultiert den diese negative Einstellung?

Wenn ich das schon höre halbe Bezahlung für einen Vollzeitjob bei den Doktoranten...na ja...man sagte schon früher...Lehrjahre sind keine Herrenjahre...und das gilt auch noch heute. Es wird niemand mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen als unterbezahlter Assi eine Promotion zu betreiben...also was soll´s. Jedem so wie es ihm beliebt!

Zum Thema FH. Also diese Pauschalaussagen Uni ist so sehr viel besser und anpruchsvoller wie ein FH-Studium. Das kann ich so nicht mittragen, das hängt sicherlich entscheidend vom Studiengang und von der FH/Uni ab.

Aber wenn wir doch so derart Probleme haben mit dem sinkenden Niveau, weshalb lassen wir dann nicht gleich nur noch Absolventen unserer neuen Eliteuniversitäten zur Promotion zu. Dann haben wir das Problem gelöst!

Zum Thema Arbeitswelt noch einen kleinen Satz. Nach relativ kurzer Zeit spielt es überhaupt keine Rolle mehr ob Uni-, FH- oder BA-Abschluß. Es zählt nichts als die Leistung.

Sollte es Dir tatsächlich um die reine Wissenschaft gehen, dann Frage ich Dich, weshalb sollten FH-Absolventen, Chinesen und Osteuropäer, welche Du ja in den vorangegangenen Postings erwähnt hast, nicht einen großen Teil dazu beitragen können. Im Gegensatz zu manch anderen Studenten sind die bienenfleißig, strebsam und ehrgeizig. Warum? Weil sie immer wieder gegen solche haarsträubenden Vorurteile ankämpfen müssen.
 
Für mich ist ein Promotionsrecht für FHler das gleiche wie ein Mindestlohn für Friseusen. Die wußten auch alle, dass sie mit dem Job nicht reich werden und haben ihn trotzdem gelernt. Und heulen jetzt alle über die schlechte Bezahlung.

Sonst geht´s noch, oder? :confused: Wir müssen doch jetzt nicht unverschämt werden!

Es gibt durchaus Studenten, die nicht, wie du es so schön sagst, aus angst vor der Konkurrenz an die FH gehen, sondern, weil sie vielleicht eher praxisorientiert lernen wollen und dem Arbeitsmarkt schneller zur Verfügung stehen wollen. Das Einstiegsgehalt eines FH-Diplomanden mag vielleicht geringer ausfallen, aber durch die Tatsache, daß der Absolvent mindestens ein Jahr früher anfängt zu arbeiten (guck dir doch die ganzen von Beruf "Sohn" oder "Tochter" Kinderchen an Unis mal an) und dadurch natürlich schon mehr Berufserfahrung hat, wird er diese "Lücke", wenn sie denn eine ist, schnell schließen können.
Außerdem gibt es Leute, die dem "verschulten" System der FH mehr abgewinnen können, weil sie so besser lernen, als wenn ihnen alles selbst überlassen bleibt. Das sagt noch nichts über diese Personen aus. Es heißt auch nicht daß sie doof sind.

Und nur zu deiner Information: Noten entstehen nicht durch Konkurrenz sondern durch die Notengebung der Korrektoren. Du trittst doch nicht GEGEN deine Kommilitonen an sondern lernst im Idealfall MIT ihnen.

Das fängt schon bei der Aufgabenstellung in der Klausur an und jeder Prof hat da nunmal seine eigenen subjektiven Vorstellungen. Es gibt doch keine Quoten bei der Benotung, will sagen, daß der Prof sich sagt: "Es gab schon 3 Einser, das Quorum ist erfüllt, ab jetzt bekommen alle, auch wenn sie mehr oder gleich viele Punkte haben nur noch eine 2 und wenn das Quorum auch erfüllt ist, dann halt ne 3!" :eek
 
Sonst geht´s noch, oder? :confused: Wir müssen doch jetzt nicht unverschämt werden!

Es gibt durchaus Studenten, die nicht, wie du es so schön sagst, aus angst vor der Konkurrenz an die FH gehen, sondern, weil sie vielleicht eher praxisorientiert lernen wollen und dem Arbeitsmarkt schneller zur Verfügung stehen wollen. Das Einstiegsgehalt eines FH-Diplomanden mag vielleicht geringer ausfallen, aber durch die Tatsache, daß der Absolvent mindestens ein Jahr früher anfängt zu arbeiten (guck dir doch die ganzen von Beruf "Sohn" oder "Tochter" Kinderchen an Unis mal an) und dadurch natürlich schon mehr Berufserfahrung hat, wird er diese "Lücke", wenn sie denn eine ist, schnell schließen können.
Außerdem gibt es Leute, die dem "verschulten" System der FH mehr abgewinnen können, weil sie so besser lernen, als wenn ihnen alles selbst überlassen bleibt. Das sagt noch nichts über diese Personen aus. Es heißt auch nicht daß sie doof sind.

Und nur zu deiner Information: Noten entstehen nicht durch Konkurrenz sondern durch die Notengebung der Korrektoren. Du trittst doch nicht GEGEN deine Kommilitonen an sondern lernst im Idealfall MIT ihnen.

Das fängt schon bei der Aufgabenstellung in der Klausur an und jeder Prof hat da nunmal seine eigenen subjektiven Vorstellungen. Es gibt doch keine Quoten bei der Benotung, will sagen, daß der Prof sich sagt: "Es gab schon 3 Einser, das Quorum ist erfüllt, ab jetzt bekommen alle, auch wenn sie mehr oder gleich viele Punkte haben nur noch eine 2 und wenn das Quorum auch erfüllt ist, dann halt ne 3!" :eek:
Na ja samira, in diesem Beitrag war auch viel Falsches drin:

- benny hat nie gesagt, dass Friseusen doof sind
- das Gehaltsniveau dürften in vielen Bereichen, speziell öffentlicher Dienst, deutlich unterschiedlich sein: FH ist gehobener Dienst, Uni ist höherer Dienst
- ganz klar sind die theoretischen Anforderungen an ein Studium an der FH geringer, daher ja auch die unterschiedliche Bezahlung
- benny hat nie gesagt, dass Noten durch Konkurrenz entstehen, Matthias übrigens auch nicht, aber er meinte, dass die Konkurrenz sich auf den Notenschnitt auswirkt: Unter den Blinden ist der Einäugige der König
- es gibt sicher kein Quorum, aber Noten sind in der Regel normalverteilt, Ausnahmen bestätigen die Regel
 
Für mich ist ein Promotionsrecht für FHler das gleiche wie ein Mindestlohn für Friseusen. Die wußten auch alle, dass sie mit dem Job nicht reich werden und haben ihn trotzdem gelernt. Und heulen jetzt alle über die schlechte Bezahlung.


Kann man doch nur drüber lachen, oder? :)
Es sind doch heute gerade häufig die Uni - Absolventen, die über das schlechte Gehalt klagen, weil sie im Vergleich zu FH-lern nicht viel mehr als Einstieg verdienen.
Es wird halt in der Wirtschaft das bezahlt, was gebraucht wird, und das ist Leistung. Egal, ob sie ein FH-ler oder ein Uni-Absolvent bringt :rolleyes
 
- benny hat nie gesagt, dass Friseusen doof sind

Hab ich auch nicht behauptet, aber man sollte seine Aussagen schon ein wenig zähmen. Wenn Friseusen sich über zu niedrigen Verdienst beschweren (und hiermit meine ich die Leute, die zusätzlich zum Vollzeitjob auf Unterstützung vom Staat angewiesen sind) ist das IMHO legitim und nicht zu vergleichen mit einem Doktoranden, der diese Situation auch freiwillig auf sich nimmt. Aber eben nur befristet. Und von 700-1000 Euro (ist etwa was ich gehört habe, aus verschiedenen Fach-bereichen) kann man leben, zwar nicht auf großem Fuß aber immerhin.

- das Gehaltsniveau dürften in vielen Bereichen, speziell öffentlicher Dienst, deutlich unterschiedlich sein: FH ist gehobener Dienst, Uni ist höherer Dienst

Da hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt, ich kann nur von Erfahrungen aus zweiter Hand was die freie Wirtschaft angeht, sprechen.

- ganz klar sind die theoretischen Anforderungen an ein Studium an der FH geringer, daher ja auch die unterschiedliche Bezahlung

Also ich hab zwei Freundinnen (und ja, ich weiß, daß das keine repräsentative Menge ist ;), ich spreche nur von Gegebenheiten aus meinem Umfeld): beide studieren BWL (besser gesagt eine ist fertig) an einer Präsenzhochschule, eine FH und eine an der Uni (jetzt ratet mal, wer fertig ist und einen ziemlich gut bezahlten Job hat), die eine hat ihren Abschluß richtig gut gemacht, mit ner bombastischen DA, die andere krebst so im Bereich befriedigend rum und schreibt grad an der DA. Ich hab sie noch nicht gelesen, aber allein von den Themen empfinde ich die FH-DA anspruchsvoller als die Uni-DA. Es ist nicht im selben Schwerpunktbereich, also ist es schwierig zu vergleichen, aber ich bekomme ja auch mit, wie die Arbeitseinstellung der beiden ist, bzw. wer sich richtig reinhängt und wer halt mal ein bißchen vor sich hin schreibt.
Wir haben uns zu dritt im Laufe der letzten Jahren oft ausgetauscht über Anforderungen in einzelnen Fächern und ich kann nicht pauschal unterschreiben, daß das FH-Niveau geringer ist, als an der Uni. Es gibt unterschiedliche Gewichtungen in den verschiedenen Fächern, aber es ist nicht grundsätzlich leichter.

- benny hat nie gesagt, dass Noten durch Konkurrenz entstehen, Matthias übrigens auch nicht, aber er meinte, dass die Konkurrenz sich auf den Notenschnitt auswirkt: Unter den Blinden ist der Einäugige der König

Stimmt, benny hat es nicht gesagt, da hab ich nicht aufgepasst. Es ist aber auch egal, wer es gesagt hat, ich bin der Meinung, daß ist einfach falsch. Kein anderer ist für die eigenen Noten verantwortlich. Nicht der böse Prof. der die falschen Klausuraufgaben stellt, nicht der Korrektor, der so pingelig korrigiert und schon gar nicht der Kommilitone, der neben einem in der Klausur saß und nicht von sich hat abschreiben lassen.

Noten sind relativ, sie hängen allein von der Konkurrrenz ab.

Konkurrenz wirkt sich allerhöchstens auf die eigene Position im Durchschnitt aller Studenten aus, aber nur in kleinem Maße (z.B. durch Auf-oder Abwertung) auf die absoluten Noten, die man in Klausuren schreibt.

- es gibt sicher kein Quorum, aber Noten sind in der Regel normalverteilt, Ausnahmen bestätigen die Regel

Aber das hängt doch nicht von der Konkurrenz ab, sondern das ist eine statistische Besonderheit. :confused
 
Für mich ist ein Promotionsrecht für FHler das gleiche wie ein Mindestlohn für Friseusen. Die wußten auch alle, dass sie mit dem Job nicht reich werden und haben ihn trotzdem gelernt. Und heulen jetzt alle über die schlechte Bezahlung.

Hallo,

wenn es um einen Fall ginge, dass ein Professor einen FHler mangels Können nicht als Doktoranten nimmt und Du ihm sagst er hätte an der Uni studieren (und sich entsprechende Noten erarbeiten) sollen, weil dann seine Chancen auf eine Promotionsstelle besser sind, dann würde ich Dir nicht widersprechen.

Es geht aber darum, dass ein FHler eine Promotionsstelle bekommen hat, und Du ihm anscheinend dass Recht darauf absprichst. Mit kommt es, um bei deinem Vergleich zu bleiben, so vor eine Friseuse bekommt (warum auch immer) pro Haarschnitt 100 EUR und Du sagst das darf sie nicht, weil sie nur eine einfache Ausbildung hat.

Du darfst gerne die Meinung vertreten, dass jemand von der FH nicht promovieren dürfen sollte. Ich will Dich nicht in Deiner Meinungsfreiheit beschneiden. Ich habe eine andere Meinung, finde Deine Argumente einfach nicht schlüssig (teilweise sogar widersprüchlich) und werde das weiterhin sagen.

Grüße
Stefan
 
Mal kurz ein paar Anmerkungen (habe wg. der Statistik-Klausur keine großartige Zeit):

- Meine These mit den halben Stellen war folgend gemeint:

Es ist wie überall: Es stehen sich Angebot und Nachfrage gegenüber. Wenn ich meine Nachfrage nach Stellen durch die Aufnahme von FHlern und Osteuropäern/Chinesen erweitere kann ich natürlich mit meinem Angebot, sprich Gehalt nach unten gehen oder meine Forderungen, wie Übungen abhalten, nach oben schrauben.

Ich habe niemals einem FHler das Können und Wissen abgesprochen. Bloss wenn man bedenkt, dass ein Uni-Absolvent mit 2,6 Notenschnitt nicht promovieren darf und der FHler mit 2,0 schon noch. Wo liegt da die Gerechtigkeit.

Und ich denke schon, dass man mit Anfang 20 entscheiden kann, ob man sich eine wiss. Arbeit später vorstellen kann. Und wenn nicht soll der FHler halt einen Uni-Master machen.

Was würdet ihr z.B. hier antworten, wenn ich mich beklagen würde, dass ich nach einem D1-Diplom nicht promivieren darf bzw. bevor ich promovieren darf, soll ich noch eine zweite DA usw. schreiben. Da antwortet doch auch jeder, dass ich mir das vorher überlegen hätte sollen.
 
- es gibt sicher kein Quorum, aber Noten sind in der Regel normalverteilt, Ausnahmen bestätigen die Regel

Aber das hängt doch nicht von der Konkurrenz ab, sondern das ist eine statistische Besonderheit. :confused:

Dass Noten normalverteilt sind, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Denn dann dürfte es ja nur wenige Durchfaller geben (es sei denn, der Median der Verteilung liegt bei "nicht ausreichend" :D). Tatsächlich zeigt schon ein grober Überblick über die Klausurstatistik der FernUni Wiwis, dass diese multimodal sind (es gibt mehrere Spitzen), im HS mit einer Tendenz zur Rechtsschiefe (=eher mehr Noten im unteren Bereich). Alles das widerspricht der Normalverteilungs-Annahme.

Ich hab mal gehört, Lehrer seien angehalten, Noten bei Klassenarbeiten normal zu verteilen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Da an der Uni für jede Teilaufgabe eine bestimmte Zahl von Punkten vorgegeben ist, dürfte das kaum zu konstruieren sein. Was nicht ausschließt, dass gelegentlich mal jeder 5 Punkte mehr kriegt, weil eine Aufgabe sich als missverständlich herausstellt. Doch dann ist die Verteilung, die vorher nicht normal war, immer noch nicht normal – sie hat nur einen höheren Mittelwert.

Ende des Ausflugs in die wunderbare Welt der Statistik.
 
Ich habe niemals einem FHler das Können und Wissen abgesprochen. Bloss wenn man bedenkt, dass ein Uni-Absolvent mit 2,6 Notenschnitt nicht promovieren darf und der FHler mit 2,0 schon noch. Wo liegt da die Gerechtigkeit.

so weit ich informiert bin, ist es für einen FHler aber so einfach wiederum auch nicht. Von denen werden Zusatzleistungen verlangt. Welche weiß ich nicht (ist wohl auch unterschiedlich), aber sie müssen wohl noch extra unter Beweis stellen, daß sie befähigt sind, zu promovieren.

Und ich denke schon, dass man mit Anfang 20 entscheiden kann, ob man sich eine wiss. Arbeit später vorstellen kann.

Nee, muss nicht sein. Woher soll man denn vorher wissen, ob es einem Spaß macht und liegt? Wann wird denn in der heutigen Schulausbildung mal ein Einblick in wiss. Arbeiten ermöglicht??? Das lernen die allermeisten frühestens im Studium.

Was würdet ihr z.B. hier antworten, wenn ich mich beklagen würde, dass ich nach einem D1-Diplom nicht promivieren darf bzw. bevor ich promovieren darf, soll ich noch eine zweite DA usw. schreiben. Da antwortet doch auch jeder, dass ich mir das vorher überlegen hätte sollen.

Steht ja auch in der Promotionsordnung, daß Du zur Promotion ein Studium mit 8 Semestern Regelstudienzeit brauchst. DI hat nunmal nur 7, ein FH-Studium aber 8.

Außerdem bist du, bis die Entscheidung, welche DA du schreibst schon so weit im Studium fortgeschritten, daß du auch schon Erfahrungen im wiss. Arbeiten gesammelt hast und dir darunter was vorstellen kannst. sollte dann der unbändige wunsch nach nem Dr. vorm Namen aufkommen, besteht noch die Mglkt. umzuschwenken.
 
Dass Noten normalverteilt sind, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Denn dann dürfte es ja nur wenige Durchfaller geben (es sei denn, der Median der Verteilung liegt bei "nicht ausreichend" :D). Tatsächlich zeigt schon ein grober Überblick über die Klausurstatistik der FernUni Wiwis, dass diese multimodal sind (es gibt mehrere Spitzen), im HS mit einer Tendenz zur Rechtsschiefe (=eher mehr Noten im unteren Bereich). Alles das widerspricht der Normalverteilungs-Annahme.

Ich hab mal gehört, Lehrer seien angehalten, Noten bei Klassenarbeiten normal zu verteilen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Da an der Uni für jede Teilaufgabe eine bestimmte Zahl von Punkten vorgegeben ist, dürfte das kaum zu konstruieren sein. Was nicht ausschließt, dass gelegentlich mal jeder 5 Punkte mehr kriegt, weil eine Aufgabe sich als missverständlich herausstellt. Doch dann ist die Verteilung, die vorher nicht normal war, immer noch nicht normal – sie hat nur einen höheren Mittelwert.

Ende des Ausflugs in die wunderbare Welt der Statistik.:D

Es sprach unser Statistik-Guru! ;):D

Danke, daß Du das aufgeklärt hast, ich wusste doch, daß da ein Haken war! :rolleyes
 
so weit ich informiert bin, ist es für einen FHler aber so einfach wiederum auch nicht. Von denen werden Zusatzleistungen verlangt. Welche weiß ich nicht (ist wohl auch unterschiedlich), aber sie müssen wohl noch extra unter Beweis stellen, daß sie befähigt sind, zu promovieren.



Nee, muss nicht sein. Woher soll man denn vorher wissen, ob es einem Spaß macht und liegt? Wann wird denn in der heutigen Schulausbildung mal ein Einblick in wiss. Arbeiten ermöglicht??? Das lernen die allermeisten frühestens im Studium.



Steht ja auch in der Promotionsordnung, daß Du zur Promotion ein Studium mit 8 Semestern Regelstudienzeit brauchst. DI hat nunmal nur 7, ein FH-Studium aber 8.

Außerdem bist du, bis die Entscheidung, welche DA du schreibst schon so weit im Studium fortgeschritten, daß du auch schon Erfahrungen im wiss. Arbeiten gesammelt hast und dir darunter was vorstellen kannst. sollte dann der unbändige wunsch nach nem Dr. vorm Namen aufkommen, besteht noch die Mglkt. umzuschwenken.

In den meisten Promotionsordnungen steht ein Studium mit 9 Semestern Regelstudienzeit. Deswegen scheitern die FHler mit Diplom daran. Ein FH-Master aber nicht. Deswegen berechtigt der ja sofort zur Promotion.

Bei den Zusatzleistungen hängt es davon ab wie dein Kontakt zur Uni zustande kam. Es gibt teilweise schon Verträge von Unis und FHs, dass man promovieren kann ohne Zusatzleistungen. Man braucht dann aber einen 1er Abschluß.

Wenn aber einer mit 20 nicht weiß was er mal machen will, wie soll es dann die 16 jährige Friseuse wissen?

Und wo arbeitest du bei der FU vor dem DA wissentschaftlich? Jetzt komm mir bitte nicht mit den Studienarbeiten. Also die kannst du ja wohl an zwei oder drei Wochenenden schreiben.
 
In den meisten Promotionsordnungen steht ein Studium mit 9 Semestern Regelstudienzeit. Deswegen scheitern die FHler mit Diplom daran. Ein FH-Master aber nicht. Deswegen berechtigt der ja sofort zur Promotion.

Wo ist dann das Problem? Dann scheitert doch ein Großteil der von dir unerwünschten FHler schon an den rechtlichen Hürden! ;)

Bei den Zusatzleistungen hängt es davon ab wie dein Kontakt zur Uni zustande kam. Es gibt teilweise schon Verträge von Unis und FHs, dass man promovieren kann ohne Zusatzleistungen. Man braucht dann aber einen 1er Abschluß.

Dann kann ja auch ein FHler mit 2,0 (wie in deinem vorherigen Beispiel) nicht so ohne weiteres promovieren.

Wenn aber einer mit 20 nicht weiß was er mal machen will, wie soll es dann die 16 jährige Friseuse wissen?

Moment, es ist ein Unterschied, ob man weiß, welche/n Fachrichtung/ Beruf man einschlagen will oder ob man genau wissen muss, daß man auf jeden Fall wissenschatlich arbeiten will.

Und wo arbeitest du bei der FU vor dem DA wissentschaftlich? Jetzt komm mir bitte nicht mit den Studienarbeiten. Also die kannst du ja wohl an zwei oder drei Wochenenden schreiben.

Also ich kann hier nur für mich sprechen, aber das Seminar, daß ich bis jetzt gemacht habe, hat mir zumindest einen kleinen Einblick in Sachen wie Literaturrecherche und das Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten (die natürlich bei weitem nicht den Anspruch einer Doktorarbeit haben) verschafft.
Selbstverständlich ist der zeitliche Aufwand nicht vergleichbar, ebensowenig der fachliche, aber ich finde trotzdem, daß man anhand einer solchen Seminararbeit zumindest feststellen kann, ob es Spaß macht, einen interessiert oder es einem liegt. Oder eben nicht.
 
Und wo arbeitest du bei der FU vor dem DA wissentschaftlich? Jetzt komm mir bitte nicht mit den Studienarbeiten. Also die kannst du ja wohl an zwei oder drei Wochenenden schreiben.

Ich schreibe gerade eine Seminararbeit und empfinde das Thema als leicht, zwei bis drei Wochenenden reichen dennoch nicht aus.

Die Frage ist, wann wissenschaftliches Arbeiten anfängt. Ist es bereits die Literaturrecherche in einer Datenbank über ein bekanntes Thema oder erst das Gewinnen neuer Erkenntnisse? Ein Seminar hat für mich auch die Aufgabe, jemanden in das wissenschaftliche Arbeiten einzuführen, was dann sinnvollerweise in einem Thema passiert, das schon etwas länger exisitert.

Weiterhin muss man Unterschiede zwischen den einzelnen Disziplinen machen. Ich habe ja breits ein Studium hinter mir (Mathe) und finde BWL dagegen leicht. Das liegt sicher daran, dass ich schon Einiges mitbringe, aber auch am Fach selbst. Eine DA in 18 Wochen Teilzeit zu schreiben ist in Mathematik undenkbar! Ich habe damals ein Jahr gebraucht (annähernd Vollzeit) und lag damit im Mittelfeld. Und ich habe auch - wie ich finde einiges an Eigenleistung erbracht, da in den Aufsätzen häufig Dinge nicht vollständig ausgeführt werden, die habe ich dann ohne fremde Hilfe herausgefunden.
 
Lassen wir doch benny erstmal sein Studium beenden und eine Doktorarbeit schreiben. Eigentlich hat er doch genauso wenig Kenntnisse darüber wie wir alle. Vielleicht revidiert er ja seine Meinung über FHler und ihre Promotionseignung, wenn er sich in direkter Konkurrenz beweisen muss...Viel Spaß!
 
Nun muss ich auch noch mal meine Meinung zum FH-Studium zum Besten geben. Also ich persönlich habe nach dem Abi eine Ausbildung gemacht. Statt dessen oder auch danach habe ich mir auch überlegt zu studieren, hätte dies aber damals auf jeden Fall an der FH gemacht! Grund u.a.: Praxisbezug. In Bayern haben die FHs generell zwei Praxissemester. Außerdem gab es sehr interessante internationale Studiengänge, die zur Hälfte im Ausland stattgefunden hätten - diese dann mit Auswahltests. FH ist denke ich auch heute nicht die "Notlösung" für die, die es an der Uni nicht schaffen. Ausbildung im übrigen auch nicht.

Und warum sollten FH-Absolventen nicht promovieren dürfen? Ich denke, wenn das mein absolutes Ziel ist, dann habe ich das nötige Interesse am Thema und bin bereit einiges zu arbeiten dafür und sollte es auch schaffen, einen Prof und einen Weg zu finden, der es mich machen lässt - egal ob von FH, oder mit 2,6. Von Seiten des Profs ist es doch auch nur legitim, dass er den Bewerber nimmt, der ihm am besten geeignet erscheint - und das kann halt auch mal der FH-ler sein.

Das Bildungssystem in Deutschland ist übrigens zumindest auf dem Papier auf Durchlässigkeit angelegt, sowohl zwischen den Schularten als auch zwischen beruflicher/akademischer Bildung. Das vieles in der Realität nicht so wirklich ideal aussieht, ist was anderes - aber es gibt Wege und das finde ich auch gut so.

Ich bin nicht der Meinung, dass man mit 18 oder 19 (nicht-Gymnasiasten dann schon mit 14, 15, 16?) sich auf seinen lebenslangen Berufsweg festlegen muss oder auch nur sollte. Klar sollte man ein gewisses Ziel haben, aber das beruht ja auf vielen Vorstellungen... mit etwas neuem Wissen und Erfahrungen kann sich vieles auch ändern. Jeder entwickelt sich weiter und ohne Änderungen und Überraschungen den einmal überlegten Lebensweg gehen - das wäre doch auch sehr langweilig. Und die Arbeitswelt verändert sich auch! Flexibiliät ist m.E. auch nicht nur rein zeitlich zu definieren.

Übrigens, die Ursprungsfrage von Heidi war, ob es jemanden gibt, der mit FeU-Abschluss an einer anderen Uni promoviert (hat) und hier Berichte zu bekommen. Dass sie das vor hat, lässt doch absolut keinen Schluss darauf zu, dass sie an der FeU Probleme hätte, einen Promotionsplatz zu bekommen.
 
Jeder soll sein Ding machen und damit glücklich werden.
Ich denke der Diskussion liegt auch gewissermaßen die politische Grundfrage "Leistungsgesellschaft" oder "ja" oder "nein" zugrunde.
Ich bin auch für Durchlässigkeit. Jeder soll, wenn auch manchmal spät, die Chance auf sein Abi und sein Studium haben. Die Leute, die spät die Kurve kriegen, sind am Ende oft sicher die Motiviertesten und Besten. Es muss immer die Möglichkeit geben, das Ganze nachzuholen und ich bin auch der Meinung, dass das vom Staat vielmehr gefördert werden muss. Aber man muss das Ganze nachholen und gerade nicht umgehen!!!
Ich bin aber extrem gegen die politische Richtung in unserem Land, die eine Gleichmacherei jedweder Abschlüsse propagiert und jetzt auch noch zu allem Überfluss die Einheitsschule einführen will. Klar lernen irgendwo alle miteinander, aber letztlich ist das Ganze schon auch ein Konkurrenzkampf. Sonst bräuchte man ja keine Noten mehr, sondern nur noch bestanden und nicht bestanden. Anreize müssen vorhanden sein, sonst wären wir ja in einer Planwirtschaft und nichst ginge mehr.
Ich kann nicht über jede FH urteilen. Ich kann nur den direkten Vergleich zwischen der FH hier in Münster und der Uni Münster/FU Hagen auf der anderen Seite für BWL ziehen und ich kann Euch sagen, dass sowohl zwischen dem Anspruchsniveau als auch in punkto Niveau der Studierenden Welten liegen. Welten liegen übrigens auch in der Großzügigkeit bei der Notenvergabe.
 
... Was würdet ihr z.B. hier antworten, wenn ich mich beklagen würde, dass ich nach einem D1-Diplom nicht promivieren darf bzw. bevor ich promovieren darf, soll ich noch eine zweite DA usw. schreiben. Da antwortet doch auch jeder, dass ich mir das vorher überlegen hätte sollen ...

ich würde mit der Schulter zucken, weil Jammern sowieso die beliebteste Freizeitbeschäftigung in Deutschland ist.

... Aber inzwischen ist es so, dass manche das Haifischbecken Uni, durch ein schnelles FH-Studium umgehen und da schon bewußt ihre Beziehungen mit dem klaren Ziel Dr. zu werden knüpfen ...

Wenn es die tatsächlich gibt und sie mit dieser Methode Erfolg haben (woran ich erhebliche Zweifel habe), dann haben sie es sich offensichtlich vorher sehr gründlich überlegt welche Voraussetzungen sie für eine Promotion brauchen und sicher auch welche zusätzlichen Anforderungen (z.B. Notendurchschnitt, Zusatzprüfungen usw.) sie erfüllen müssen.

Wenn jemand von vornherein eine Promotion anstrebt würde ich ihm immer zum Uni-Studium raten, weil ich dort bessere Möglichkeiten sehe. (Ich mag mich irren.) Aber wenn jemand sagt: "er studiert an der FH und wenn er _gut genug_ ist und tatsächlich promovieren darf macht er das und wenn nicht ist es auch recht". Was ist dann dagegen zu sagen?

Warum unterstellst Du (entschuldige wenn ich Dich falsch verstanden habe), dass wir die Forderungen an das fachliche Können in die Tonne treten wollen? Wenn ein Professor einen FH-Absolventen für geeignet hält warum soll er ihn nicht promovieren lassen? Glaubt hier irgendeiner, dass sich die Professoren gezielt Doktoranten aussuchen die sie für fachlich ungeeignet halten und an denen ihre Zeit verschwenden?

... Ich denke der Diskussion liegt auch gewissermaßen die politische Grundfrage "Leistungsgesellschaft" oder "ja" oder "nein" zugrunde ...

Formale Schranken trennen nicht unbedingt die "Leistungsbereiten" von den weniger "Leistungsbereiten". Oft wirken sie als Barriere die fähiger Konkurrenz den Marktzugang versperrt.

Grüße
Stefan
 
Wenn jemand von vornherein eine Promotion anstrebt würde ich ihm immer zum Uni-Studium raten, weil ich dort bessere Möglichkeiten sehe. (Ich mag mich irren.) Aber wenn jemand sagt: "er studiert an der FH und wenn er _gut genug_ ist und tatsächlich promovieren darf macht er das und wenn nicht ist es auch recht". Was ist dann dagegen zu sagen?

Dann wäre es doch auch nur konsequent, sich vor Aufnahme des FH-Studiums zu informieren, wo die Kuschelnoten besonders kuschelig sind.
 
Das hat mit Kuschelnoten nichts zu tun. Ein 2er Fh-Abscluß erreicht ja fast jeder. Wichtig ist was für Beziehungen hat der Fachbereich zu anderen Fachbereichen an der Uni.

Fast alle FH-Promotionen entstehen durch Beziehungen.
 
Das ist die Realität an deutschen Hochschulen. Sowas bekommt man als Fernuni-Student halt nicht mit. Klausuren bestehen und gute Noten sind halt nur ein Teil eines Studiums.
 
Dann wäre es doch auch nur konsequent, sich vor Aufnahme des FH-Studiums zu informieren, wo die Kuschelnoten besonders kuschelig sind. :D

:D Natürlich! Du musst nur darauf achten, dass die Professoren gute Kumpels bei der Uni haben die jedem noch so unfähigen Studenten einen Doktortitel nachschmeißen. Dann suchst Du Dir einen Arbeitgeber der ganz geil auf Titel ist und sich nicht die Bohne dafür interessiert was Du kannst, lässt Dich solange befördern bis Du keinen Schaden mehr anrichten kannst. Wirst dadurch ruckzuck Vorstandvorsitzender und scheffelst Millionen.

Das ist sehr konsequent! Wenn dass bei Euch Wiwis so locker geht, dann muss ich unbedingt das Studienfach wechseln!:D

Ironische Grüße
Stefan
 
eigentlich wollte ich mich aus derlei Diskussionen heraushalten, aber kann es doch nicht lassen meinen Senf dazu zugeben.

Als FH-Absolvent (BWL) und Fern-Uni Student (VWL) im HS kann ich mir ein Urteil erlauben. Auch bin ich mittlerweile in vorgesetzter Position tätig, sodass ich mir auch über Anforderungsprofile und Einstellungen von FH/Uni-Absolventen ein Urteil gebildet habe.

Mein Urteil: Uni ist unspruchsvoller als FH, mal mehr mal weniger, manchmal ist aber sogar die FH anspruchsvoller. Sicherlich ist die Uni letztendlich schwieriger. Der Punkt ist, dass es darauf aber gar nicht ankommt. Man kann auch anhand eines (mehr oder weniger) leichten FH-Studiums sehr gut Potenzial ausmachen. Das erkennt man daran, dass auch in einem leichteren Umfeld sich immer ein paar heraustun, die ihre Sache besonders gut machen. Das Gleiche gilt für Mitarbeiter, die gar nicht studiert haben. Das Studium ist immer nur ein Indikator von vielen, die darauf hindeuten, ob jemand für etwas geeignet ist oder nicht. Deshalb ist es ein grober Fehler, Karrieren oder Berufswege davon abhängig zu machen, ob jemand 6 Semester an der FH oder 8 Semester an der Uni war, oder ob er möglicherweise seine Berufsausbildung besonders gut gemacht hat. Potenzial zeigt sich durch 1. Eigenmotivation, 2. Veränderungsbereitschaft, 3. intellektuelle Fähigkeiten, 4. Interaktionsfähigkeit. Worüber hier diskutiert wird, ist nur eine Teilmenge von Punkt 3. Daraus abzuleiten, jemand sei für eine bestimmte Laufbahn nicht geeignet, weil er nur 6 Semester an der FH war, ist, entschuldigung, echt dämlich. Ebenso ist es nicht sinnvoll, die Promotionsfähigkeit daraus abzuleiten. Die Diskussion hier wird sehr stark Meinungsdurchtränkt geführt. Wer Fakten haben möchte, schaue sich doch einmal die Promotionsquote von FH-Absolventen an, die ein Dissertationsprojekt von einer Uni genehmigt bekommen haben. Hier ist der Link: https://www.promotion-fh.de/
Die Statistik bestätigt das hier von einigen Komolitonen gezeichnete Bild: Die meisten Projekte führen nicht zum Erfolg. Es ist also absolut nicht einfach, über die FH zu promovieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Promotion von FH-Absolventen sehr problematisch von Lehrstuhlinhabern gesehen wird. Ein sehr guter Freund von mir hat es dennoch geschafft. Die Promotionsnote lautete "rite", also gerade so bestanden. Mehr war nicht drin, er hätte noch so gut sein können. Nun ist er Dr. mit FH-Abschluss und eins weiß ich sicher: sein Verstand ist so messerscharf, da kommt so mancher Uni-Absolvent nicht hinterher.

Lieben Gruß!

P.S.: Noch ein kleiner Seitenhieb. Benny, echt süß! Das lernst Du aber alles noch im Leben. Du kommst ja schließlich von der Uni!
 
Das hat mit Kuschelnoten nichts zu tun. Ein 2er Fh-Abscluß erreicht ja fast jeder. Wichtig ist was für Beziehungen hat der Fachbereich zu anderen Fachbereichen an der Uni.

Fast alle FH-Promotionen entstehen durch Beziehungen.

Sag mal, woher stammen den die Informationen die Du hier in die Runde wirfst? Kann es sein, daß Du Dich nach Deinem FH-Studium um ein Promotionsstudium bemüht hast und eben an dieses Hürden (Noten, Beziehungen, Bezahlung) gescheitert bist?

Irgendwie mußt Du ja Erfahrungen damit gemacht haben, da Du hier anscheinend über recht detaillierte Informationen verfügst, die ich so nicht wirklich nachvollziehen kann.
 
So gaaaanz langsam (nach Lektüre anderer Benny-Beiträge) würde ich fast sagen "Don´t feed the Troll"...
 
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