SS 11 Einsendearbeit 3 MMZ - Erb- und Familienrecht

SS 2011 EA 3 MMZ - Erb- und Familienrecht

Grüßt euch,

hat damit schon jemand angefangen und sich en paar Gedanken gemacht?

mesCa
 
Hi,
beim ersten Teil denke ich ist der 985 zu prüfen und innerhalb der Eigentümerstellung die ganze Problematik der gewillkürten und gesetzlichen Erbfolge und der "gutgläubige" Grundbucheintrag zu prüfen.
Beim dritten Teil sind glaub ich Pflichtteilsansprüche zu prüfen. Zum zweiten Teil habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
Was denkst Du?
 
Hi,
ich habe bei Frage 1 mit 894 BGB angefangen und hier die Testamentfrage und das Eigentum am Grundstück geklärt...
Bei Frage 2 finde ich leider kein Problem, seht ihr da was?
 
Hi nochmal :) Hab nochmal drüber nachgedacht und ich denke Y.a. hat Recht! 894 BGB ist ja kein Herausgabeanspruch und das war aber die Frage... Wer lesen kann und so... na gut :)
 
was habt ihr denn bei der dritten frage so gefunden? welche gegenansprüche hat T? ich hätte ja jetzt nur an den pflichtteil gedacht
 
Pflichtteilsanspruch ist schon richtig und das ist ja auch ein Gegenanspruch gegen den "richtigen" Erben. Das wäre hier der B.
 
sehe ich das richtig das 892 II auf die kenntniss des K im zeitpunkt seiner antragstellung abstellt? welchen einfluss hat 883 und 886...komme mit dem verhälnis der vormerkung zu den §§ 892 und 894 nicht klar....bedeutet dies dass der B keinen anspruch auf grundbuchberichtigung hat?
 
ich bin an dem Punkt, dass K bei Antragstellung nicht bösgläubig war (§§ 892 I, II BGB) dann wäre er ja erstmal Eigentümer geworden und B hätte keinen Anspruch nach § 985 BGB, hat hier jemand ein anderes Ergebnis?
 
Das wäre ein Zwischenergebnis. Denn K muss auch bezüglich der Unrichtigkeit des Grundbuchs gutgläubig sein -> 892 I BGB. War er aber nicht mehr, deshalb habe ich ein anderes Ergebnis.
 
Servus,

hier mein Lösungsvorschlag.

Bei Aufgabenstellung 1 ist ausgehend von der Anspruchsgrundlage § 985 wegen § 2087 I, 1937 iVm. 2229ff der gutgläubige Grundstückserwerb nach §§ 873 I, 925 I, 892, 893 BGB zu prüfen.

Der Erwerber muss zum Zeitpunkt der Antragstellung gutgläubig gewesen sein. Das war der K am 15.01.2010. Spätere Bösgläubigkeit hindert den gutgläubigen Eigentumserwerb nicht. B hätte diesen nur verhindert, indem er nach §§899 I, 894 BGB vor der Eintragung des K in das Grundbuch am 03.03.2010 einen Widerspruch in das Grundbuch hätte eintragen lassen - was er aber nicht tat. Ergebnis: K hat gutgläubig erworben. Kein Herausgabeanspruch aus § 985 BGB

Bei Aufgabenstellung 2 ist § 2018 BGB abzuprüfen. Ergebnis: B kann persönlichen Gegenstände des Bruders herausverlangen.

Bei Aufgabenstellung 3 ist nach § 2303 I iVm. 1924 I, 1925 I, 1930 BGB die Höhe des Pflichtteilsanspruchs zu bestimmen - Ergebnis: hälftiger Wert des Erbes. (ob etwaige Erbunwürdigkeit nach § 2339 BGB anzusprechen ist, ist mir nicht ganz klar)
 
@ RobbiMuc:

892 I zielt auf den Inhalt des Grundbuches ab- und gewährt nur gutglaubenschutz wenn die T auch wirklich als Eigentümerin eingetragen war...der sachverhalt gibt kein indiz dass die T eine aenderung herbeigeführt hat. sofern kein öffentlicher glaube des grundbuches...oder?
 
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