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Studium! Wie reagiert Euer Umfeld?

Kennt Ihr eigentlich auch diesen Rechtfertigungsdruck, warum man trotz eines gewissen Alters mit einem Studium beginnt bzw. warum man stattdessen nicht für Geld arbeiten geht? Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, was ich denn so mache. Nach meiner Antwort war die Reaktion, na ja, besser als sich zu langweilen. Keine Frage, das war frech!

Mitunter ist es aber wirklich schwer, sich zu erklären. Freunde, die mich schon jahrelang begleiten, verstehen es, aber für Bekannte, auch gute, ist es nicht immer nachvollziehbar.

Wie ist die Reaktion in Eurem Umfeld, Eurer Familie?
 
Die Frage, warum ich nicht für Geld arbeiten gehe, kann nicht kommen, da ich einen superstressigen Vollzeitjob schon habe. Ich werde höchstens von meinen Kollegen bemitleidet, wie ich das schaffen will neben der Arbeit und das ich mir das in meinem hohen Alter nochmal antue, wo ich doch dann eh nix mit anfangen kann. Außerdem braucht das doch keiner und ist drum eh für die Katz, blablabla.

Zum Glück merken die lieben Kollegen, dass mir ihre Meinung ziemlich egal ist und das bremst den Spaß am ablästern für sie halt aus.

Mein kleiner Familienkreis meint sowieso, dass ich eine Meise habe und drum wundert sie nichts, gut findet es wohl keiner, aber es lästert auch niemand.

Göga steht voll und ganz hinter mir, unterstützt mich bei allem was ich tue, sonst wäre es wohl schwierig.

Menschen denken und reden sehr viel, aber ich bin nicht hier, um nach ihren Vorstellungen zu leben, davon gibt es auch zuviele und letztendlich muss ich mit meinen eigenen Entscheidungen leben und glücklich sein.

LG
trollkjerring
 
Tja, der Rechtfertigungsdruck kommt immer dann, wenn jemand fragt:"und was willst du damit machen?" Ich weiß es nicht, ganz einfach. Ich mache es für mich, um einen lang gehegten Wunsch zu verwirklichen, um die Hirnzellen wieder in Schwung zu bringen, weils mir Spaß macht. Das verstehen die wenigsten. Gott sei Dank steht meine im Hause wohnende Familie hinter mir, die hat mich eigentlich auf die Idee gebracht. Freunde und Bekannte wissen es teilweise, einige auch nicht. Meistens die, die mir erst mal eine halbe Stunde lang erzählen würden, das sie das für spinnert, total bekloppt oder auf der Schiene sind wie "warum willst du dir das in deinem Alter noch einmal antun":mad:.
Auf der anderen Seite habe ich aber auch schon einige mit meinem Studium angesteckt. Sie studieren zwar nicht, aber überdenken doch ihre Lebensplanung und ob es da nicht noch mehr gibt bzw. lernen eine Sprache oder machen etwas, das sie schon immer mal gerne machen wollten. Das finde ich sehr schön. Meiner Mutter ist es am wichtigsten, dass ich jederzeit aufhören kann:confused: und steht auf dem Standpunkt:" Aber du hast doch einen Beruf, warum machst du da denn nicht wieder etwas?" Die Diskussionen drehen sich im Kreis, sie will meine Entscheidung nicht verstehen und ich vermeide das Thema tunlichst. Nach ihrer Meinung sollte ich etwas Nützliches machen (putzen, Garten, kochen, Familie hätscheln:rolleyes:). Aber das ist nun mal eine andere Generation. Machst nichts dran.
Mittlerweile ist meine allgemeine Standardantwort, dass ich ja eigentlich noch fast 20 Jahre arbeiten müsste und wer weiß wofür es gut ist.
Ein netter Dozent in Zeitplanung hat einmal gesagt, das sich in so einer Situation die echten Freunde zeigen würden, dass sehe ich genauso.
Ich wünsche uns eine schöne und lehrreiche Zeit und natürlich viel Spaß:D
LG Kuni
 
Hab wenig zeit gerade, daher nur so viel:

bei mir weiss es, ausser meinem freund, niemand, insofern ist der rechtfertigungsdruck gleich null... da ich aber jmd bin, der gewissen leuten gern mal was unter die nase reibt, weil ich nach deren meinung eh in allem unzureichende qualis habe, wirds nciht mehr lange dauern, bis ich in die situation komme......... und dann nehm ich s gelassen a la..l m a a........sorry
 
Die Reaktionen finde ich sehr traurig...

Schade, dass Selbstverwirklichung - oder auch einfach Interesse und Leidenschaft - in unserer Gesellschaft nicht legitim ist, solange sie keinem "höheren" Zweck dient. Oder anders: Warum kultivieren, wenn die Früchte zwar schön gedeihen werden, aber anschließend nicht verkauft werden?

Ich wünsche Euch, dass Euch mehr Menschen unterstützen werden, als Ihr es erwartet...
 
Die glückliche Lage

Also bei mir ist es ganz einfach - ein lange schon gehegter Wunsch einmal zu studieren kan sich nun erfüllen, da mein GG und ich auf einige Zeit ins Ausland gegangen sind. Da ich hier (Ungarn) nicht arbeiten kann (ich beherrsche die Sprache noch nicht) und auch nicht unbedingt will :rolleyes:, werde ich von jedem gefragt, was ich denn nun mache - in Ungarn.

Tja, studieren! Klasse, oder? Naja, einige frotzeln, dass ich ja dann wohl 50 Jahre alt sei, ehe ich mit dem Studium fertig bin (Teizeitstudi) und was ich denn dann beruflich damit anfangen möchte...ehrlich?! Keine Ahnung. Ob ich jemals wieder richig in ein Berufsleben zurückfinde, liegt an der Verweildauer im Ausland (es kann sein, dass wir nach Ungarn noch ein anderes Land ansteuern...)

Ich kann nur alle bewundern, die ein Vollzeitstudium packen, oder aber sogar noch arbeiten. Ich fühle mich als nicht arbeitende Teilzeitstudentin mit einem Modul pro Semester durchaus ausgelastet. Wobei ein Leben in einem fremden Land einem etwas mehr Zeit abnimmt...und das Erlernen der unerlernbaren ungarischen Sprache auch etwas Zeit in Anspruch nimmt.

Sabine, die jetzt langsam einmal die Bücher öffnen sollte
 
Ich kann nur sagen, dass mein direktes Umfeld (Familie und Freunde) gut damit umgehen. Was bedeutet, sie stehen ohne wenn und aber hinter mir. Krieg eigentlich nur selten nen dummen Kommentar und den auch meistens von Leuten, die mir so ganz und gar am Ar*** vorbeigehen.
Außerdem bin ich eh etwas durchgeknallt, so dass die meisten Leute sich über nichts mehr wundern :p. Tja, eine kleine Normabweichung kann auch von Vorteil sein ;)!
 
Meine Freunde finden das gut, dass ich mein Gehirn anstrengen möchte. Ein Großteil meiner Familie denkt, glaube ich, immer, dass das so eine Art Zeitvertreib ist, bis etwas Ihrer Meinung nach Nützliches passiert. (Mann finden, Kinder bekommen, heiraten, etc.) Ich habe mich schon einmal gefragt, woran das liegt. Sie haben alle nicht studiert bzw. Abitur gemacht und ich Frage mich manchmal, ob sie es überhaupt nachvollziehen können, dass studieren nicht NUR Arbeit ist, sondern auch Spaß macht.

Es gibt aber auch Menschen, die mich beneiden, dass ich mich mit so etwas beschäftigen kann/darf. :confused: Denen lege ich ans Herz, dass sie doch auch einfach anfangen sollten nebenbei zu studieren, aber es ist ein harter Schritt aus dem Alltag auszubrechen. Das erfordert eine Menge Mut, denn man begibt sich in Bereiche, in denen man nicht schon alles kennt und kann.

LG Verena
 
Heute fragte mich jemand "Wieso Kulturwissenschaften? Wieso nicht etwas Sinnvolles wie Chemie, Physik oder dergleichen?". Fragen dieser Art finde ich schon reichlich deprimierend, weil manche Menschen einfach nicht anerkennen wollen, dass Kultur sehr wichtig ist. Was das Studium an sich angeht (also ohne Bezug auf das Fach), so kommt eigentlich recht positive Resonanz, wobei ich stark das Gefühl habe, dass manche Menschen ein Fernstudium nicht ganz so ernst nehmen ;)

Liebe Grüße
Dennis
 
Meine Familie (Kernfamilie) findets klasse. Ich bekomm von meinen beiden Nachbarinnen immer ein "Boah, wie du das schaffst", mein Mann zieht den Hut vor meiner Ausdauer und meine Ma sagt "Wusst ich doch, das du ein helles Köpfchen bist. Und das du irgendwann nicht mehr nur Mama sein willst :D "

Was mein Vater, meine Großeltern und der Rest dazu denkt, weiß ich nicht, weil sie es nicht wissen.
Alle fern Bekannten finden es entweder super oder es ist ihnen Wurst. ;)
Negatives kam nie. (Ich bekomm von anderen Müttern nur oft ein "Also ich hätt auf den Stress keinen Bock" zu hören)
 
M

Myrmid

Bei mir sieht's so aus, dass nur mein Freund, meine Familie und mein engster Freundeskreis informiert sind. Aus verschiedenen Gründen hab ich gegenüber meinen KollegInnen in der Arbeit von meinem Fernstudium nichts erwähnt. Sonst könnte leicht der Verdacht aufkommen, dass ich mich vielleicht nicht mehr 100 % im Job engagiere und ich fürchte die negativen Konsequenzen bzw. Reaktionen. Da ich außerdem schon ein abgeschlossenes Studium habe und jetzt KuWi quasi "just for fun" bzw. aus reinem Interesse studiere, sehe ich das Ganze als Hobby bzw. Freizeitvergnügen, über das ich ja niemandem gegenüber Rechenschaft ablegen muss. Was ich in meiner Freizeit bzw. als Privatvergnügen mache, geht schließlich niemanden etwas an
 
Die meisten in meinem Umfeld finden es gut, vor allem die historisch Interessierten und Studierten.
Kürzlich sagte ein Kollege (studierte Ethnologie), dass wir in unserer Firma viel mehr von solchen Leuten haben sollten, die neben dem Beruf noch mit einem Fernstudium ihren geistigen Horizont erweitern.
Die Leute, welche nicht studiert haben können es meist nicht nachvollziehen. Sie wären nicht so diszipliniert, würden dafür kein Geld investieren oder möchten ihre "wertvolle" Zeit nicht opfern..
Ich kann mir ein Leben ohne Hagen gar nicht mehr vorstellen!
 
[...]
Ich kann mir ein Leben ohne Hagen gar nicht mehr vorstellen!
Das hört sich ja so romantisch an ...
smiley3202.gif
:p


Ich muss jetzt weg.
 
uuups: ich bin heute voller Freude über die bestandene Klausur, bin ja ganz benebelt und mit einer Leichtigkeit lese ich die objektive Hermeneutik und google mich über Wolfgang Iser klug...

So sieht mein Urlaub aus...
 
:p Na ja... vielleicht eher ohne Fernuni-Hagen, aber gut jetzt, wir haben schon genug auf der Stadt herumgehackt. Da muss auch mal etwas Positives gesagt werden. Also in Hagen-Hohenlimburg ist es sehr schön. :)

Genau: denn habe ich von meinem 2.-6. Lebensjahr (von 1951-1955) gewohnt. Da war Hohenlimburg noch eine selbstständige Gemeinde.
 
:uuups: ich bin heute voller Freude über die bestandene Klausur, bin ja ganz benebelt und mit einer Leichtigkeit lese ich die objektive Hermeneutik und google mich über Wolfgang Iser klug...

So sieht mein Urlaub aus...:D

Herzlichen Glückwunsch! Dann kann G1 ja in Angriff genommen werden oder etwa nicht?
 
Danke, Dennis!

Ich kann erst nach der Zulassungsprüfung mit G1 anfangen und die ist am 18. Mai. Grüße
 
Dann wünsche ich nach wie vor viel Glück. Wenn du danach Hilfe brauchst, um schnell aufzuholen, dann wende dich ruhig an deine netten Kommilitonen. Wir helfen dir schon, dass du die Inhalte noch schaffst. Du kannst dann ja erst einmal (wie einige andere Kommilitonen und darunter ich) erstmal die prüfungsrelevanten Kurse bearbeiten und dann (wenn noch Zeit ist) den Rest aus Interesse. Der Kurs 3502 (Alteuropa) wird dir sicherlich gefallen!

Liebe Grüße
Dennis

PS: Bist du im Juni auch in Frankfurt beim Einführungsseminar?
 
Danke

ich habe schon in "Geschichte Alteuropas" reingeschaut und (jetzt bitte nicht lachen) ein paar Tränen vergossen, da ich damit noch so lange warten muß..

Im Juni bin ich nicht beim Seminar, aber im August.


Grüße
 
Ich bin in guter gesellschaft, zumindest arbeitsweise. Nur mein chef macht dauernd bekloppte witze über den Philoteil..
Aber das jemand noch was anderes neben der Arbeit macht ist bei uns eigentlich standart. Eine Kollegin arbeitet ehrenamtlich für den council, ne andere bereitet sich auf ihre A-Level prüfungen vor, wieder eine andere hat gerade ihren bezuschussungsantrag für ihr PhD-Projekt eingereicht..
Meine Familie hats unterschiedlich aufgenommen. Meine Mutter und mein onkel findets genial, mein Vater würd sich wünschen dass ich doch was g'scheits (WIWI) machen soll und der Rest meint nur: wenns spaß macht.. es kommen zwar dauernd die üblichen Fragen was man den unter KuWi zu verstehen hat (irgendwie denken viele es geht in Richtung Anthropologie, hattet ihr das auch schonmal??), aber es ist ok..
Mein Problem ist eher der Erwartungsdruck.. die erwarten alle, dass ich das ohne probleme durchziehe, während ich aufgrund meiner Reisepläne für die nächsten 2-3 Jahre da doch hier und da Schwierigkeiten sehe.. Wir werden sehen..

so jetzt sollt ich aber wieder zurück zur Erkenntnistheorie..

Latha
 
Meine Erfahrungen decken ein weites Spektrum möglicher Reaktionen ab:

Freunde, die selbst in der Erwachsenenbildung aktiv sind, finden es natürlich super.

Meine konservativeren Bekannten würden "so was" nie tun, wundern sich aber nicht wirklich über mich, weil ich in ihren Augen schon immer ein Freak war. Da kommt dann ein: "Typisch Michaela.", oder: " Das passt zu Dir.".

Meine superspießigen Schwiegereltern haben ganz kurz entsetzt Mund und Augen aufgerissen, aber bis heute kein Piep gesagt.

Meine Eltern waren schon immer "anders" ( infolgedessen bin ich es auch:) ), und finden alles gut, was ihre Tochter glücklich macht.

Mein Mann ist ganz ernsthaft stolz auf mich!!!

Die entlarvendsten Reaktionen kommen von so buchhalter-langeweile-spießer-beamten-Typen: Von denen kriege ich einen endlosen Vortrag darüber, daß "man" sich "heutzutage" solcher "Sonderwege " nicht erlauben könne, weil es "gesellschaftlich einfach nicht anerkannt " sei. Das käme nicht gut an, sei schlecht für´s Image und schade der beruflichen Perspektive, blablabla.... Für mich wird darin immer nur deutlich, wie feige abhängig diese Menschen von der Meinung anderer sind. Geld und Karriere sind alles für sie und trotzdem nach Möglichkeit nicht auffallen, schon gar nicht irgendwas ungwöhnliches tun. Diese Leute sind so langweilig, daß man in ihrer Gegenwart schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb einschläft.

Und dann hat mir eine andere "Nur-Mutter" ernsthaft vorgeworfen, ich würde nur deshalb anfangen zu studieren, weil ich es imagemäßig nicht aushielte eben "Nur-Mutter" zu sein. Ich würde das jetzt nur tun, um mit all den berufstätigen Müttern in meinem Umfeld gleichzuziehen. Dazu ist mir vor lauter Entsetzen bis heute nichts eingefallen...

Grüße
Michaela
 
Hallo!


Und dann hat mir eine andere "Nur-Mutter" ernsthaft vorgeworfen, ich würde nur deshalb anfangen zu studieren, weil ich es imagemäßig nicht aushielte eben "Nur-Mutter" zu sein. Ich würde das jetzt nur tun, um mit all den berufstätigen Müttern in meinem Umfeld gleichzuziehen. Dazu ist mir vor lauter Entsetzen bis heute nichts eingefallen...

Grüße
Michaela
Das war wohl nur der pure Neid!
Ich habe eher schlechte Erfahrungen aus meinem Umfeld und erzähle nichts mehr über mein Studium, weil ich auf blöde Sprüche keine Lust mehr habe.
Aber alle waren wirklich erstaunt, dass ich die ersten Module bestanden habe.
 
Nun, das ist hier ganz einfach:

1. wissens die wenigsten...... eigentlich nur freund, chef und nachwuchs.... die honorieren es entsprechend..

2. ellis wissen es nciht, es würde den geistigen horizont sowas von übersteigen, dass es verlorene liebesmüh wäre,ihnen das nahebringen zu wollen..

ergo: ich studier für mich hin und danke dem herrn oder wer-weiss-wem dafür, ein paar mehr hirnzellen mitbekommen zu haben,um gewisse dinge angehen zu können und freu mich ob der tatsache, keinem depp (sorry) in irgendeiner form rechenschaft schuldig zu sein..

und.. es geht mir verdammt gut dabei
 
Vorsicht kuhlmann:

meine sit. ist mit deiner nicht wirklich so vergleichbar :)

zumindest, was die argumente angeht...

ich werde allerdings den teufel tun, das hier en detail breitzutreten..

fakt ist nunmal, dass "mensch" einfach mal erkennen muss, dass es nicht so einfach ist, zu sagen, ellis wollen nicht.. irgendwann ist nur noch einer für sein leben verantwortliche: nämlich der, der es zu lebem hat... es auf rein äusseres zu schieben , ist mir pers. zu einfach.

würd ich auf die schiene gehen, käme ich aus dem wehklagen heute mit mitte dreissig nicht mehr raus... und glaub mir: ich weiss schon , wie ich das meine.. ich kann meine eltern nicht ändern. . ich kann sie auch nicht zwingen, mein leben gutzuheissen, aber ich kann, obwohl ich noch verantwortung für einen ableger habe, prios setzen für mein oder unser leben. einfacher wär natürlich, zu sagen "ja ich konnte/durfte/sollte" nicht........
 
Ich wollte damit auch lediglich anmerken, dass die Entscheidung in meinem Falle sicherlich auch sehr ratsam gewesen wäre, aber es hätte keinen Sinn gehabt, weil ich bin ich nicht, der die Post annimmt :D

Ich denke, dass man sich je älter man ist einfach weiter von den Eltern distanzieren kann. Völlig logisch natürlich, dass die Eltern ab einem bestimmten Alter kein Mitspracherecht mehr besitzen, aber es ist auch wesentlich einfacher, Entscheidungen zu treffen, da die sprichwörtliche Distanz (Entferrnung) einfach dazwischen liegt ;)

Aber ich kann und muss mich nicht beklagen. Das Studium ist für mich und vor allem für meine Zukunft. Wenn meine Eltern einen Ingenieur oder Arzt haben wollen, sollen sie selbst studieren oder einen Studenten dieser Fachrichtungen adoptieren (und beides wäre sicherlich nicht billig :D). Der NC oder die Zugangsberechtigung wäre bei mir nicht das Problem, aber warum etwas studieren, was viel Geld verspricht, wenn der Beruf keinen Spaß macht? ;) Ich kann mich ja jetzt kaum noch von der Geschichte trennen ;)

Liebe Grüße
Dennis
 
Die entlarvendsten Reaktionen kommen von so buchhalter-langeweile-spießer-beamten-Typen: Von denen kriege ich einen endlosen Vortrag darüber, daß "man" sich "heutzutage" solcher "Sonderwege " nicht erlauben könne, weil es "gesellschaftlich einfach nicht anerkannt " sei. Das käme nicht gut an, sei schlecht für´s Image und schade der beruflichen Perspektive, blablabla....

So einen ähnlichen Kommentar habe ich letztens von meinem Chef bekommen, so nach dem Motto:"Ich will ihnen ihre Illusionen ja nicht rauben, aber in ihrem Alter (37 nicht 97 Jahre!!!) bekommen sie nach ihrem Studium wahrscheinlich eh keinen Job mehr.". Ich hab ihm dann gesagt, dass genau eine solche Einstellung die wirtschaftliche Stabilität unseres Landes sabotiert, denn meiner Meinung nach kommt es auf Kompetenz, Engagement und eine Flexibilität an, die man mit einer solchen Einstellung gar nicht aufbringen kann. Danach war er still!!!
 
Irgendwie ist es doch schade, dass in einer Gesellschaft, die sich doch theoretisch dem lebenslangen Lernen verschrieben hat, das Lernen dann als nichts wert, als sinnlos oder zeitverschwendung gewertet wird und man sich noch rechtfertigen musst, warum man nicht da bleibt wo man ist, sondern lernen will.

Aber wahrscheinlich zählt lernen nur dann etwas, wenn es kurzfristig eine materielle Verbesserung darstellt. Lernen um des Lernens willen ist völlig unlogisch, scheint mir.

Traurig, find ich.
 
M

Myrmid

Irgendwie fällt mir dazu nur eines ein: nämlich das Stichwort "Toleranz"...
Ich finde es schade, dass es manchen Menschen in unserem Umfeld offensichtlich schwer fällt, jemanden so zu akzeptieren (und damit meine ich nicht "verstehen"), wie er/sie ist - mit all seinen/ihren Interessen, Vorlieben, Wünschen, Eigenheiten und Träumen. Darüber sollte man wirklich niemanden gegenüber Rechenschaft ablegen müssen, solange man damit niemandem schadet.
 
Irgendwie ist es doch schade, dass in einer Gesellschaft, die sich doch theoretisch dem lebenslangen Lernen verschrieben hat, das Lernen dann als nichts wert, als sinnlos oder zeitverschwendung gewertet wird und man sich noch rechtfertigen musst, warum man nicht da bleibt wo man ist, sondern lernen will.

Aber wahrscheinlich zählt lernen nur dann etwas, wenn es kurzfristig eine materielle Verbesserung darstellt. Lernen um des Lernens willen ist völlig unlogisch, scheint mir.

Traurig, find ich. :(

Ich habe das Gefühl, das unsere Gesellschaft viel zu normbehaftet ist. Alles in Regelsätze packen und ja nicht über den Tellerrand schauen. Lernen ja, aber wie du schon sagtest, nur aus materiellen Gründen. In anderen Ländern sind sie da schon weiter. Ich hab nen Freund der in Australien (Melbourne) lebt und der mir immer wieder erzählt, wie sehr man es da begrüßt, wenn du im mittleren aber auch höheren Alter an deiner Bildung, deiner persönlichen Entwicklung, arbeitest. Und wenn du dich komplett umorientierst, egal! Das beste, du hast sogar die realistische Chance, selbst jenseits des 40. Lebensjahres eine Anstellung zu bekommen.
Ich hoffe, diese Entwicklung macht Schule!
 
Wäre schön, wenn der Trend mal rüberschwappt :)

Neben dem "das ist doch nix g´scheits" ist ja auch das "lohnt sich in deinem Alter (und da sind meist die 40+ gemeint!) doch nicht" echt tragisch.

Als ob mit 40 alles aus ist. Mit 20 "aus"gelernt und den Rest des Lebens auf diesem Level bleiben. *örks*

Aber ich weigere mich einfach, dieser Idee Raum zu geben. Mir egal, was "man damit machen kann" und auch "ob ich dafür nicht evtl mal zu alt bin". Schnuppe ist es mir. So, Basta!
Wer mich nicht will, solls lassen :D

Mich wundert nichts mehr auf dem Wirtschaftssektor, wenn die Gesellschaft nur noch nach jung,dynamisch,ausgelernt sucht und nicht (mehr) nach lernwilligen Menschen mit Erfahrungen und einer Offenheit des ständigen Lernens gegenüber.

Sorry, ist jetzt off topic, aber die neulich im Zug mit angehörte "Diskussion" (war eher ein Monolog mit "hmhm" als Zwischengebrabbel des Gegenübers) darüber, dass man die Frau x und die Frau y ja gar nicht verlässlich in die Firma integrieren kann, weil die ja im Babyfähigen Alter sind und dann lohnt sich da eh nix...Ich könnt echt....Ne ernsthaft, das sagt keiner zu nem 30 jährigen Kerl ...."sorry, aber sie könnten ja demnächst Vater werden wollen und Elternzeit nehmen, nee als Karriere is erstmal nicht"
Das lässt mich nicht los. Und dann auch noch Frauen das sagen hören....
Off topic aus
 
@JSchneider: Richtig, wir machen einfach weiter, lassen uns nicht beirren und pfeiffen auf die Traditionalisten, die am besten jede Frau wieder am Herd anketten wollen. :)
Schlimm nur, das Geschlechtsgenossinen die Denkungsart verinnerlicht haben
(von wegen Schwangerschaft und berufliche Integration).
Unfassbar!!!
 
Ich hab ja noch 11 glanzvolle Jahre, bis ich mir anhören darf, dafür doch zu alt zu sein und damit in meinem Alter eh nix mehr mit anfangen zu können ;) Die nutze ich jetzt zum Studium und evtl zur weiteren reproduktion.

Und dann schaun mer mal weiter :)
Und da die Zukunft hoffentlich mehr als Deutschland, Haus und Garten für uns bereit hält, erachte ich die Vorstellung einer finnischen Zukunft als nicht so abwegig.
 
Naja, ehrlich gesagt erstmal nach einer Option für "später" :)

Ich mag mich nicht einreihen in die "Auswanderer" auf RTL und Co, die dann mit Kind und ohne Geld irgendwo hin ziehen. Ich mag außerdem meine Kinder nicht zwingen bzw überreden.

Jetzt und Hier ist gut. Derzeit. Haus, Garten, tolle Menschen, Freunde, gutes Leben.
Irgendwann muss da aber mehr kommen und mein Mann und ich sagen "die nächsten 20 Jahre müssen sich verändern. Da muss noch was kommen."
Und da mein Mann finnische Wurzeln hat, wäre das ein Land der Wahl. Mir tät auch schon tiefste Pampa Deutschland reichen (mancherorts gibts das noch) - aber alles erst, wenn die Kinder die Entscheidung mit tragen können - alles andere ist kein Weg für uns.
 
Joa aber des is noch soooo laaaang. Obwohl....noch mal off topic (man möge mir das verzeihen (auch in anderen Beiträgen ;) ), ich bin hochgradig emotional derzeit)
meine Tochter wird in 48 Stunden 6 Jahre alt!! Oh Mein Gott. *schnief*
 
[...]

Sorry, ist jetzt off topic, aber die neulich im Zug mit angehörte "Diskussion" (war eher ein Monolog mit "hmhm" als Zwischengebrabbel des Gegenübers) darüber, dass man die Frau x und die Frau y ja gar nicht verlässlich in die Firma integrieren kann, weil die ja im Babyfähigen Alter sind und dann lohnt sich da eh nix...Ich könnt echt....Ne ernsthaft, das sagt keiner zu nem 30 jährigen Kerl ...."sorry, aber sie könnten ja demnächst Vater werden wollen und Elternzeit nehmen, nee als Karriere is erstmal nicht"
Das lässt mich nicht los. Und dann auch noch Frauen das sagen hören....
Off topic aus :)
Das ist aber wirklich ein Problem mit dieser "Krankheit" der Frauen. Das hört man in jeder Branche. Man schaue auch auf Versicherungen und andere Geldeintreiber ... die mögen alle keine Frauen. ;)
In diesem Fall ist mal vielleicht ein Verweis auf #?t=43063&page=6#post670347 angebracht. ;)


Wenn man bedenkt, dass das Renteneintrittsalter ständig steigt, ist das in der Tat verwunderlich, dass man mit 40 schon zum alten Eisen gehört :eek:.
Heutige Berufseinsteiger in diesem Alter haben so dann fast noch 30 J. Anschaffen vor sich ... :eek:
Aber unendlich kann man natürlich das Rentenalter nicht rausziehen. Die Leute werden zwar älter, aber bleiben körperlich natürlich nicht länger fit. Vor allem wenn man schon lange angeschafft hat.


Ich muss jetzt runter.
 
Aber unendlich kann man natürlich das Rentenalter nicht rausziehen. Die Leute werden zwar älter, aber bleiben körperlich natürlich nicht länger fit. Vor allem wenn man schon lange angeschafft hat.

Na ja, ob es im Endeffekt für nen Kulturwissenschaftler auf die körperliche Fitness ankommt, wage ich zu bezweifeln. Da kann man einfach nur hoffen, dass man nicht an Alzheimer erkrankt, sonst ist es auch in dem Bereich mit der Karriere jenseits der 70 vorbei.
 
Naja, ehrlich gesagt erstmal nach einer Option für "später" :)

Ich mag mich nicht einreihen in die "Auswanderer" auf RTL und Co, die dann mit Kind und ohne Geld irgendwo hin ziehen. Ich mag außerdem meine Kinder nicht zwingen bzw überreden.

Jetzt und Hier ist gut. Derzeit. Haus, Garten, tolle Menschen, Freunde, gutes Leben.
Irgendwann muss da aber mehr kommen und mein Mann und ich sagen "die nächsten 20 Jahre müssen sich verändern. Da muss noch was kommen."
Und da mein Mann finnische Wurzeln hat, wäre das ein Land der Wahl. Mir tät auch schon tiefste Pampa Deutschland reichen (mancherorts gibts das noch) - aber alles erst, wenn die Kinder die Entscheidung mit tragen können - alles andere ist kein Weg für uns. :)

Hi!
Also, ich bin so ne Art Rückwanderin. Meine Mutter ist mit mir und meiner Schwester nach Ibiza gezogen als ich 9 war. Damals wollte ich auch nicht unbedingt mit, aber mittlerweile bin ich ihr echt dankbar dafür. Ich habe jetzt einen 2jährigen Sohn und er war der eigentliche Grund, dass wir jetzt seit 2 Monaten wieder in Deutschland sind. Ibiza ist beruflich gesehen ein ziemlich unsicheres Pflaster und hier in Deutschland kann ich mir wenigstens ein eigenes Zimmer für ihn leisten.
Trotzdem vermisse ich Ibiza.:( Ausserdem hat mein Sohn gerade angefangen, Spanisch zu sprechen...

Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Mein Umfeld war echt überrascht, dass ich studiere. Ich habe meinen Sohn mit 19 bekommen und die meisten hatten mich danach abgehakt, von wegen: aus der wird nie irgendwas. Ob jetzt mit Kulturwissenschaften etwas aus mir wird, finden die meisten immer noch fragwürdig, aber was soll's.
 
Hi!
Also, ich bin so ne Art Rückwanderin. Meine Mutter ist mit mir und meiner Schwester nach Ibiza gezogen als ich 9 war. Damals wollte ich auch nicht unbedingt mit, aber mittlerweile bin ich ihr echt dankbar dafür. Ich habe jetzt einen 2jährigen Sohn und er war der eigentliche Grund, dass wir jetzt seit 2 Monaten wieder in Deutschland sind. Ibiza ist beruflich gesehen ein ziemlich unsicheres Pflaster und hier in Deutschland kann ich mir wenigstens ein eigenes Zimmer für ihn leisten.
Trotzdem vermisse ich Ibiza.:( Ausserdem hat mein Sohn gerade angefangen, Spanisch zu sprechen...

Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Mein Umfeld war echt überrascht, dass ich studiere. Ich habe meinen Sohn mit 19 bekommen und die meisten hatten mich danach abgehakt, von wegen: aus der wird nie irgendwas. Ob jetzt mit Kulturwissenschaften etwas aus mir wird, finden die meisten immer noch fragwürdig, aber was soll's.
Ich bin mir sicher, dass aus dir irgendwas werden wird ... selbst mit Kulturwissenschaften. ;):daumen:

Nebenbei ... ich fange auch an Spanisch zu sprechen, da kann ich mich ja mal mit dem Kleinen unterhalten. :D


So, ich muss!
 
Ich bin mir sicher, dass aus dir irgendwas werden wird ... selbst mit Kulturwissenschaften. ;):daumen:

Nebenbei ... ich fange auch an Spanisch zu sprechen, da kann ich mich ja mal mit dem Kleinen unterhalten. :D


So, ich muss!

Ein BWLer, der sich in Kuwi-Foren rumtreibt und Spanisch lernt... interessant.
Danke für die Aufmunterung. Ja, irgendwas wird schon noch aus mir werden. Kann ja mit 21 noch nicht alles vorbei sein. :genau
 
Laratte, mit 21 fing bei mir alles erst AN :) Da wird also sicher noch einiges auf dich zukommen. (Wobei du ja zumindest das Mama werden schon hinter dir hast :D )
 
Da bin ich gerade gestern auf dieses thema gestoßen und dachte das geht mich ja nichts an. Denkste - eben hatte ich da eine "Begegnung der 3. Art". Also ersteinmal ich arbeite vollzeit und studiere teilzeit. Um irgendwelchen kommentaren aus dem weg zu gehen weiß nur meine beste freundin und mein mann davon - und die finden es gut. voraus schicken muß ich auich noch, daß ich wenn ich lerne nicht gut auch noch nebenbei reden oder zuhören kann.:( Da war ich also gerade am geschichte büffeln und habe nicht zugehört und bekam als kommentar: du machst das eh nur zum spaß. Als wenn man da keine vernünftigen noten haben möchte.
LG Dunja
 
Da war ich also gerade am geschichte büffeln und habe nicht zugehört und bekam als kommentar: du machst das eh nur zum spaß. Als wenn man da keine vernünftigen noten haben möchte.

Hallo Dunja,

Nee, also vernünfige Noten, wenn Du das doch eh nur zum Spaß machst!
a050.gif
;) :D

Ist so ein typischer Satz von Menschen, die gerade mal ihr Gehirn zu Hause vergessen haben. Mach Dir nichts draus!!! Hauptsache Du weißt, was Du willst. Außerdem ist der beste Grund sich weiterzubilden, dass man es für sich tut! Muss man denn gleich immer an die übergroße, alles andere in den Schatten stellende Karriere denken? :hmmm
 
Dunja,
Ja, irgendwie wird man nicht richtig ernst genommen. Ich studiere Vollzeit und hab mir die Fernuni ausgesucht, weil ich ein 2jähriges Kind hab. Wenn ich jetzt erzähle, dass ich studiere, sind alle ganz beeindruckt. Wenn ich dann erzähle, dass ich das bei einer Fernuni mache, verfliegt das Interesse. Dann gibt´s nur noch Sprüche von wegen "Ja, du hast es ja gut, du bist ja den ganzen Tag zuhause, andere Leute gehen arbeiten."
LG,
Lara
 
Anscheinend machen Menschen über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben am meisten Kommentare. *seufz*

Zum Glück sind sehr viele in meinem Bekanntenkreis schon mal an der FeU gewesen und haben da ein Aufbaustudium gemacht.

Aber madmartigan hat recht, einfach auf Durchzug schalten. Lohnt der Aufregung nicht.
 
Viele Menschen sehen die Welt so, wie sie es wollen. Kommentare werden abgegeben, obwohl man gar kein Hintergrundwissen hat. Ich habe für mich dann irgendwann beschlossen, wenn jemand einen Kommentar abgibt, obwohl er mich nie gefragt hat, was ich eigentlich genau mache und wie das abläuft, DANN...

DURCHZUG :D

Selbst, wenn man es erklären möchte, kommt man beim Gehirn des Gegenübers nicht an, weil sie Ihre Meinung ja schon vorgefertigt haben.
 
Nein nein, ich steh auf dem Standpunkt "nur keine Diskussion vermeiden" - je theoretischer, desto besser

wenn denen niemand Kontra gibt, meinen die doch womöglich, sie hätten Recht :igitt
 
Lass sie doch denken, sie hätten Recht. Wenn sie das zum glücklich sein brauchen, dann ist das ja so gesehen ne gute Tat. Du weisst es ja sowieso besser.
 
ich muss jetzt mal bei euch meinen Frust loswerden. :mad:

ich hatte bisher nur neutrale oder positive Reaktionen auf mein Studium an der FU. Es gibt Leute wie meine Eltern, mein Freund, mein Arbeitgeber, die mein Studium positiv bewerten und mich unterstützen. Und dann gibt es Leute, wie einige Arbeitskolleginnen von mir, denen ist mein Studium vollkommen egal. Aber immerhin, es kommt nix negatives.

Heute war ich einkaufen, und wen treff ich? 2 Mädels mit denen ich Abi gemacht habe. Wir kennen uns halt aus der Schule, hatten aber nie viel miteinander zu.
Man trifft sich zufällig und aus Höflichkeit begrüßt man sich und fragt:
"na was machst du so?". Nach deren Aussagen sind sie also absolute Überfliegerinnen und super Studentinnen, die ihren Bachelor in zwei Semestern schaffen. naja dann haben sie gefragt was ich denn so mache, ob ich studiere? Ich habe gesagt ja.
"Und wo studierst du". Der Blick, nachdem ich gesagt habe, dass ich an der Fernuni Hagen studiere, sagte schon einiges.
"Echt????? Wir dachten du bringst es doch weiter als bis zur Volkshochschule". Haha, das Gelächter war groß.

ich reg mich immernoch auf. :mad:


Juli
 
Juli,
Das ist aber auch fies. Wie oben erwähnt kenne ich das. Mein Grossvater setzt jetzt sogar noch einen drauf. Jedesmal wenn ich mit ihm rede, erzählt er mir, dass der Bachelor ja sowieso nix richtiges ist.
Lass dich nicht unterkriegen. Du studierst ja für dich und nicht um irgendwelchen Ziegen was zu beweisen. Und wenn du dann in ein paar Jahre erfolgreiche (und am besten noch berühmte) stinkreiche Soziologin bist, dann können die blöd gucken.
LG,
Lara
 
Hallo,

ich muss jetzt mal bei euch meinen Frust loswerden. :mad:

ich hatte bisher nur neutrale oder positive Reaktionen auf mein Studium an der FU. Es gibt Leute wie meine Eltern, mein Freund, mein Arbeitgeber, die mein Studium positiv bewerten und mich unterstützen. Und dann gibt es Leute, wie einige Arbeitskolleginnen von mir, denen ist mein Studium vollkommen egal. Aber immerhin, es kommt nix negatives.

Heute war ich einkaufen, und wen treff ich? 2 Mädels mit denen ich Abi gemacht habe. Wir kennen uns halt aus der Schule, hatten aber nie viel miteinander zu.
Man trifft sich zufällig und aus Höflichkeit begrüßt man sich und fragt:
"na was machst du so?". Nach deren Aussagen sind sie also absolute Überfliegerinnen und super Studentinnen, die ihren Bachelor in zwei Semestern schaffen. naja dann haben sie gefragt was ich denn so mache, ob ich studiere? Ich habe gesagt ja.
"Und wo studierst du". Der Blick, nachdem ich gesagt habe, dass ich an der Fernuni Hagen studiere, sagte schon einiges.
"Echt????? Wir dachten du bringst es doch weiter als bis zur Volkshochschule". Haha, das Gelächter war groß.

ich reg mich immernoch auf. :mad:


Juli
Das ist so typisch, wenn man relativ frisch aus der Schule raus ist und angefangen hat zu studieren. :D

Irgendwie scheint die FeU doch in einem noch nicht so tollen Licht zu stehen, wie die FeU selbst meint.
Da ist es auch nachvollziehbar, wenn man sich eines Studiums an der FeU "schämt" und so ein Studium nicht erwähnt. Manche verschweigen es, weil "nur" ein Zeitvertreib ist, andere wünschen nicht, dass der Chef oder die Kollegen es erfahren u. s. w..



Hi Juli,
Das ist aber auch fies. Wie oben erwähnt kenne ich das. Mein Grossvater setzt jetzt sogar noch einen drauf. Jedesmal wenn ich mit ihm rede, erzählt er mir, dass der Bachelor ja sowieso nix richtiges ist.
Lass dich nicht unterkriegen. Du studierst ja für dich und nicht um irgendwelchen Ziegen was zu beweisen. Und wenn du dann in ein paar Jahre erfolgreiche (und am besten noch berühmte) stinkreiche Soziologin bist, dann können die blöd gucken.
LG,
Lara
Also für Tiere
g045.gif
studiert die Kollegin _Juli_ sicher net. :p
Und die wohl nett gemeinte Aussage einer stinkreichen Soziologin ist ja wohl ein Wunschtraum. :D:p

Nichtsdestotrotz wünsche auch ich alles Gute für das Studium! :daumen:


Ich muss jetzt weg.
 
Ganz ehrlich?
Solche Reaktionen, wie von deinen Abi-Kolleginnen sind nicht nur negativ, sie sind unglaublich unhöflich.
Ich verstehe nicht, wieso Menschen meinen, dass sie sich erlauben können um sich zu schlagen (verbal) wie sie wollen und nicht merken, dass sie Menschen verletzen.

Ich kann ja verstehen, dass Menschen interessiert fragen, was man denn damit anstellen will oder wieso man das mit 50 noch macht. Das kann Interesse sein oder eben eine andere Vorstellung von Leistung, Sinn des Lebens etc.
Auch die Aussage, dass Bachelor nix bringt, finde ich soooo verkehr nicht. Zumindest erscheint er im Vergleicht zum Diplom erstmal weniger wert - Ändert nur nix an der Tatsache, dass man fast nur noch BA und nicht mehr Dipl studieren KANN. Naja.

Aber deine Abi-Kolleginnen sind einfach nur Rotzfrech und unerwachsen und unhöglich und schlecht erzogen. Sorry. Die sind nicht wert, sich darüber aufzuregen. Blöde Sprüche reißen kann jeder. Sollen sie ihren BA in 2 Semestern machen, sich nen stinkreichen Kerl im Cabrio angeln, Geld wie Heu haben und was weiß ich. Sie sind und bleiben Idioten, wenn sie so mit Menschen reden. *kopfschüttel*

Das die FeU eben mehr ist als VHS und Co kann man Interessierten eigentlich immer gut verklickern. Und die, die eh nur sich selbst zuhören, sollte man stehen lassen - da lohnt sich das Reden nicht.

Alles Liebe und Kopf hoch (auch wenn man als Soziologin nicht reich und berühmt wird :) )
 
Also ich will ja nicht reich werden, berühmt reicht schon aus. Und da kommts auf die Kontakte zu den Medien an und nicht auf die Studienrichtung
 
Es gibt bestimmt auch reiche Soziologen... denk ich mal.
Bleibt natürlich noch die Frage, was ein Bachelor, den man in 2 Semestern machen kann, eigentlich wert ist....
 
Naja, das Problem ist ja das Unwissen der Leute. Die kennen ILS und wie sie alle heißen und denken, das wäre das Gleiche und man würde hier sein Jodeldiplom machen o.ä.

Ich zB war massig erstaunt als ich an allen Ecken und Enden zu hören bekam "Ach FeU. Mensch, da hat mein Mann/ich/xy auch schon mal studiert!"

Man muss halt Aufklärung betreiben. Ich frag bei blöden Komentaren klar heraus "Bist du an einer wirklichen Unterhaltung über mein Studium interessiert oder willst du nur rumschwätzen?" (Aber ich sag auf die "Wie gehts"-Frage ja auch oft "Willst du es wirklich wissen, oder ist das eine rhetorische Frage?" ;) )

Kopf hoch und Aufklären.
 
Köpfe für die Nägel vulgo Statistik gefällig?

Studierende Fakultät KSW:
SS09: 18785 (13899 ohne Akad., Weiterb., VOBS)
BA KuWi: 2232

Abschlüsse:
BA KuWi gabs 24 / in Hagen insgesamt 457 - und 101 Master (davon 3 Philosophie und 4 Europ.Moderne)


Fakultät KSW hatte 36 Promotionen


na das ist ja sicer keine Baumschule?!?!?
 
Die Frage ist aber doch, warum die FU dann größte Hochschule Deutschlands ist? Vielleicht sollte man so etwas mal den Leuten um die Ohren kloppen, die meinen, wir wären hier auf der Baumschule :p.
Die Bezeichnung Baumschule ist in #?t=46356#post700344 auch heute schon mal gefallen ... zwar in einem etwas anderen Zusammenhang, aber die Beteiligten an der FeU scheinen eine gewisse Affinität zur "Natur" zu haben.


Ich bin weg.
 
@_Juli_: Lass Dich von so dummen Kommentaren echt nicht aus der Ruhe bringen, weil es eh nur zeigt, welches Bildungsniveau Dein Gegenüber hat. Man kann nun mal nicht jeden davon überzeugen, dass zwischen der "Volkshochschule" und der "FU" doch noch nen großer Unterschied besteht.
Ich hab da aber auch schon positive Überraschungen erlebt. Z.B. nach meinem Arbeitsunfall im April (hab mir fast nen Finger abgehackt ;) :D), lieg ich in der Ambulanz, weil die Wunde genäht werden musste, und während der Arzt die Wundversorgung vornahm, kam so'n kleines Gespräch in Gang, über Arbeit blablabla und ich meinte halt: "Ja, ist halt nen Nebenjob, um mein Leben und Studium zu finanzieren." Und als er fragte, welche Uni ich besuche und ich sagte, dass es die FU Hagen wäre, meinte er halt: "Ah ja, ist ne echt gute Uni, kenn Leute die dort Jura studiert haben. Aber ist sicher super anstrengend, weil es mehr Selbstdisziplin als auf ner Präsenzuni verlangt..." (Gedächtnisprotokoll ;)), etc., etc. ...
Zeigt halt nur, dass es auch Leute gibt die kein Brett vorm Kopf haben!!!
Macht doch Mut, oder!?
 
ich habe eine Nacht drüber geschlafen und bin heute wieder ein bisschen besser gelaunt :eek:.
Ihr habt ja alle recht, die doofen Weiber sinds nicht Wert, dass ich mir davon die Stimmung vermiesen lasse. Ich fand das gestern trotzdem ziemlich heftig.

Aber danke für die aufmunternden Worte von euch. :)


Juli
 
So und jetzt: An die Arbeit!
Selbstdisziplin ist angesagt!
Nicht den halben Tag im Forum hängen!
An die Skripten, Mädels!
 
Ist das jetzt sowas wie ein Motivationsseminar mit Papagorilla? :D *schacka ihr schafft das!* "ran ans Skript!* *und jetzt jubeln wir alle mal gemeinsam*
 
"Echt????? Wir dachten du bringst es doch weiter als bis zur Volkshochschule". Haha, das Gelächter war groß.

ich reg mich immernoch auf. :mad:
Juli
Hallo, bin erst gestern auf diesen interessanten Thread gestoßen und habe mich registriert. Also ich studiere Mathe und soweit ich das sehe, können sich die Klausuren hier vom Schwierigkeitsgrad locker mit denen an Präsenz-Unis messen. Die schenken einem da nichts und ich denke, das ist an den anderen Fakultäten hier nicht anders. Diejenigen, die Ahnung haben wissen das auch und die anderen sind einfach nur Dummschwätzer
Rest kommt noch, kam eben aus Nachtschicht und bin Müde :cool:
tom
 
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