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Transmissionsmechanismus - Errata?

Auf Seite 34 der KE1 - Geldpolitik steht:

oben: "Eine Reduzierung der Geldmenge führt hier zu einem Anstieg des nominalen kurzfristigen Zinssatzes"

unten: "Eine Reduzierung der Geldmenge würde nicht nur den nominalen Zinssatz, sondern auch die Inflationserwartungen senken, sodass der reale Zinssatz konstant bliebe"

Ist das nicht ein Widerspruch? Oben wird gesagt, die Reduzierung führt zu einem Anstieg und unten zu einem Senken der Zinssätze.

Es macht für mich Sinn, dass die Zinssätze steigen sollten, falls die Geldmenge sinkt. Aber dann sehe ich nicht, wie der reale Zinssatz konstant bleiben sollte...


Außerdem steht da: "die Kritikpunkte an der IS-LM-Analyse sollten ihnen vertraut sein". Ups? Kann mir da jemand kurz auf die Beine helfen?
 
mir fallen da time lags (wirkungsverzögerungen)
tatsächliche wirksamkeit der staatsausgabenerhöhung
verwendung von nominalzinsen als maßstab (i.d.r. orientieren sich investoren ja an realzinsen)
ein.

obere frage leider ohne zusammenhang für mich nicht zu beantworten : )
 
Das Neuklassische Modell orientiert sich ja an der Neoklassik - ich meine da wäre die LM Funktion bzw die Geldnachfragefunktion unabhängig vom Zins - also L(Y) - daher keine Verscheibeung der Kurve und keine Zinserhöhung - Geld ist ja neutrale Größe
--> da die Inflationserwartung bei sinkendem M sinkt geht aus der Quantitätsgleichung hervor.
wenn ich dann die Formel i=r + pie + R (Risikoprämie) betrachte macht der Satz im Skript durchaus Sinn, auch wenn es nirgends erklärt wird.
Das sollte aber nicht Klausurrelevant sein - es genügt bzw ist schon genug zum lernen, wenn du die Transmissionsmechanismen drauf hast.
 
Nachdem dieser Thread hier im Forum tagelang "verschollen" blieb, habe ich per Email beim Lehrstuhl nachgefragt.

Das Neuklassische Modell orientiert sich ja an der Neoklassik - ich meine da wäre die LM Funktion bzw die Geldnachfragefunktion unabhängig vom Zins - also L(Y) - daher keine Verscheibeung der Kurve und keine Zinserhöhung - Geld ist ja neutrale Größe
--> da die Inflationserwartung bei sinkendem M sinkt geht aus der Quantitätsgleichung hervor.

Diese Erklärung ist quasi richtig. Der Lehrstuhl führte die dauerhaft gesenkte Inlationserwartung jedoch auch auf eine dauerhaft gesenkte Geldmengenwachstumsrate zurück (eine einmalige Geldmengenreduzierung hätte wohl keinen Einfluss auf die zukünftige Erwartung).
Ohne Erklärung ist es es dort allerdings wirklich schwierig zu verstehen, oder ich habe die neoklassische Kritik noch nicht genug verinnerlicht. ;)

Für die Klausur ist es wohl nicht relevant, da gebe ich dir recht. Aber ich empfinde es immer als sehr hilfreich, den Kontext zu verstehen.
 
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