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Übungsaufgabe S. 202/ Aufgabe 3

  • Ersteller Tabea
  • Erstellt am
Ich komme mit dem Sachverhalt der Aufgabe 3 an sich gut zurecht. Ich kann den Lösungsweg allerdings nicht nachvollziehen, wenn es um den Einheitswert des Grundstückes geht. (Laut Aufgabenstellung ohne Erhöhung nach § 121a BewG).

Laut Lösungsvorschlag (d)
Nach § 9 Nr. 1 GewStG ist eine Kürzung um 1,2% des Einheitswerts der Betriebsgrundstücke vorzunehmen. Der Einheitswert beträgt 150 000€. (Soweit kann ich den Lösungsweg nachvollziehen) Er ist gem. § 121a BewG mit 140% zu multiplizieren. Die Kürzung beträgt also 2520 € (= 1,2 % *140%*150 000)
Letzeres versteh ich nicht.
Kann mir jemand weiterhelfen warum mit 140% multipliziert wird? :unsure
 
Tabea,
das gibt die Richtlinie 9.1 in Abs. 2 so vor:
2) 1Maßgebend für die Kürzung ist der Einheitswert, der auf den letzten Feststellungszeitpunkt (Hauptfeststellungs-, Fortschreibungs- oder Nachfeststellungszeitpunkt) vor dem Ende des Erhebungszeitraums lautet. ...
 
Danke,:)
Das heißt vereinfacht gesagt, die 140 % sind in den 150 000€ enthalten. Bitte korrigieren, falls ich falsch liege
 
Tabea,
nein, der Einheitswert beträgt 150.000. Dieser ist mit 140 % und 1,2% zu multiplizieren (wie in deiner Beispielrechnung).
Ausnahme Beitrittsgebiet, Ausnahme Land- und Forstwirtschaft


Bemessungsgrundlage

(2) 1Maßgebend für die Kürzung ist der Einheitswert, der auf den letzten Feststellungszeitpunkt (Hauptfeststellungs-, Fortschreibungs- oder Nachfeststellungszeitpunkt) vor dem Ende des Erhebungszeitraums lautet. 2Als Bemessungsgrundlage sind bei Grundstücken (>§ 70 BewG) sowie bei Betriebsgrundstücken im Sinne des § 99 Abs. 1 Nr. 1 BewG, die wie Grundvermögen bewertet werden, 140 v.H. des auf den Wertverhältnissen vom 1. Januar 1964 beruhenden Einheitswerts anzusetzen (>§ 121a BewG). 3Bei Betriebsgrundstücken im Beitrittsgebiet sind die Einheitswerte 1935 mit den in § 133 BewG genannten Vomhundertsätzen anzusetzen. 4Bei Betriebsgrundstücken im Sinne des § 99 Abs. 1 Nr. 2 BewG, die wie land- und forstwirtschaftliches Vermögen bewertet werden, sind dagegen nur 100 v.H. des Einheitswerts zugrunde zu legen. 5Werden für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft gemäß § 125 Abs. 2 BewG Ersatzwirtschaftswerte ermittelt, ist für die Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG nur der Anteil am Ersatzwirtschaftswert maßgebend, der auf den im Eigentum des Gewerbesteuerpflichtigen stehenden und somit zu seinem Betriebsvermögen gehörenden Grundbesitz entfällt.
 
Danke, da hab ich wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen:coffee
 
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