Verfassungsrecht Einsendearbeit 1

M

Magdalena

Verfassungsrecht EA 1

Hallo,
Ist da jemand, der auch den Kurs 5315 Einfuehrung in das Verfassungsrecht macht? Die erste EA ist am 9. Dezember faellig. Wer will darueber diskutieren:) ?
 
Fang doch selber damit an...

Ich versteh nicht, warum die Leute darüber diskutieren wollen, aber selber mit keinem inhaltlichen Beitrag starten. Das ist mir schon öfter aufgefallen.:confused:

Grüße

SamandMax
 
M

Magdalena

Na, du bist ja ganz schön ruppig - oder grad mal schlechter Laune? Hoffentlich nur heute Abend.
Was soll daran falsch sein, mal die Fahne rauszuhängen?
 
Nun gut, vielleicht passte mein Tonfall nicht ganz, aber Du bist halt leider wirklich nicht die erste im Forum, die so vorgeht.


Warum postet Du nicht einfach Deine Lösungsgedanken, das wäre für mich "die Fahne raushängen". Mal eben die anderen aufzufordern, hier ihre Gedanken zu formulieren, halte ich für den falschen Weg, aber das kann ja anderen anders gehen.

Auch wenn Du konkrete Fragen hättest, wäre es deutlich leichter drauf zu antworten (mache ich auch gerne).

Hoffe, mich diesmal verständlicher ausgedrückt zu haben.

Gruß

SaM
 
M

Magdalena

Hi Sam,
Da hast Du auch wieder recht. Sorry für das Missverständnis, und auf ein Neues!


1. Vorüberlegungen
*Einzeleingriff
*Hab beschlossen, mich nur an die in der EA vorgegebenen Gesetzestexte zu halten. Was ich mir auf dem Web an vollstaendigen Texten rausgesucht habe, verwirrt mich nur.

2. Lösungsgedanken (Schema auf Seite 44 der KE3, hier unvollstaendig wiedergegeben):
A.1 Schutzbereich: Art 11 I GG
A.2 Eingriff: Es handelt sich um einen indirekten Eingriff. Dadurch, dass die Stadt W dem H die Sozialhilfe verweigert, beschränkt sie den H in seiner Freizügigkeit.
B.1 Gesetzliche Eingriffsgrundlage: § 3 a I WoZuG (unmittelbare Registrierung) und § 2 I und IV (Umkehrschluss)
B.2.c.Materielle Verfassungsmässigkeit
aa Schrankenregelung des GG: §2 I WoZuG (Notwendigkeit öffentlicher Hilfe) ist enger formuliert als Art. 11 II GG (besondere Lasten für die Allgemeinheit). Anspruch auf Sozialhilfe bestimmt sich nach BSHG, das den Personenkreis nicht qualifiziert. Spätaussiedler scheinen benachteiligt. Begründung?
 
M

Magdalena

Fortsetzung

B.2.c.bb. Schranken-Schranken - Verhältnismässigkeit i.e.S.: (i) Kollision zw. Berufsfreiheit und § 2 IV WoZuG; (ii) Abwägung d. Rechtsgüter "Schutz des Einzelnen" und "Lastenverteilung zw. ... Gemeinden" unausgewogen. (iii) 3-Jahresfrist nicht begründet
B.2.c.cc. Sonstige Verfassungsgrundsätze: (i) Art. 3 III GG (Heimat) - Spätaussiedler diskriminiert; (ii) Sozialstaatsprinzip durch § 3a II WoZuG ohne wesentlichen Grund stark eingeschränkt

Subsumtion zu B.2: VerfMässigkeit d. Gesetzesgrundlage ist zweifelhaft.

B.3.b Verhältnismässigkeit des Einzeleingriffs:
aa. Legitim OK i.R. des WoZuG;
bb. geeignet OK nach § 1 I WoZuG;
cc. erforderlich NOK, milderes Mittel wäre Finanzausgleich od. Amtshilfe zw. den Städten;
dd. verhältnismässig NOK nach § 1 I WoZuG, Staatsorgane geniessen keinen Grundrechtsschutz, Grundrechte des M unverhältnismässig verletzt (s.a. B.2.c.bb.ii).

C. Ergebnis: VerfaMässigkeit des Einzeleingriffs nicht gegeben. VerfaMässigkeit des Gesetzes zweifelhaft.
 
Hallo Magdalena!


Vorweg erst einmal: Ich in auf ein anderes Ergebnis gekommen und halte das Gesetz für verfassungsgemäß, den Eingriff für erforderlich. m.E. gibt das Gesetz fast keinen Spielraum, so die Verfassungsmäßigkeit des Eingriff (fast) nicht zu prüfen ist.

Das Gesetz selbst ist m.E. verfassungsgemäß, da ich den Zweck (siehe § 1 des WoZuG) deutlich anders herausgelesen habe. Der Zweck ist doch, dass nicht 3,5 Mio. Aussiedler an einem Fleck leben sollen, denn dann würde das mit der Intergration überhaupt nichts werden. Es geht daher um eine gerechte Verteilung der Aussiedler, um die Kommunen nicht strukturell und finanziell zu stark zu belasten. Dieser Zweck wird erreicht und ist wegen der drei-Jahres-Frist auch in Ordnung.

Soweit meine Gedanken (war am Wochenende nicht im Netz).

Grüße

SaM
 
M

Magdalena

Hallo Sam,
also das finde ich jetzt nett, dass Du geantwortet hast. Nun hab ich gerade heute früh meine Arbeit abgeschickt (wohne im Ausland) aber - rate mal - ich hatte alles nochmal überdacht und kam zu dem Ergebnis, dass sowohl das Gesetz als auch der Eingriff verfassungsgemäss ist. Mit dem Spielraum der Verwaltung gebe ich Dir auch recht, habe es aber trotzdem geprüft.
Das BVerfG hat ein einschlägiges Urteil erlassen am 17.3.2004 siehe www.bundesverfassungsgericht.de).

Cheers,
Magdalena
 
Hallo Magdalena!

Dann hast Du es jetzt wohl so ungefähr wie ich begründet:D

Bei mir wars eine relativ kurze EA mit 5,5 Seiten,aber ich hoffe trotzdem dass es passt. Hatte die Aufgabe schon letzte Woche fertig, da ich noch Arbeitsrecht machen muss (selber Termin) und werd mir das Urteil aber noch mal ansehen und evtl. keine Verbesserungen machen.

Hoffe, dass die EA zum Staatsorganisationsrecht nicht zu schlimm wird...

was hast Du noch belegt?

Grüße

SaM
 
M

Magdalena

Hi Sam,
meine Arbeit ist auch gerade 5,5 Seiten und ich fand das schon lang.
Ich mache noch Kurs 05009 Grundlagen des Bürgerlichen Rechts. Bin auch gerade dabei, die Kurse fürs SS zu belegen: Gesellschaftsrecht, Handelsrecht und Sachenrecht. Arbeitsrecht ist für WS 05/06 geplant.
Gruss, Magdalena
 
K

Kira

Hallo Ihr beiden!

bin gerade erst durch Zufall hier drauf gestossen. In der Newsgroup Verfassungsrecht der Fernuni Hagen wurde die EA übrigens auch diskutiert. Zumindest bestimmte Aspekte.

Studierst Du Wirtschschafts- und Arbeitsrecht in Vollzeit, Magdalena?
Das sind ja schon ziemlich viele Kurse, die Du nächstes Semester belegen willst.

LG, Kira
 
Hallo Zusammen....

...hab es jetzt endlich geschafft mich anzumelden (faul, faul)
Werd mich in Zukunft aktiv beteiligen und freu mich auf die Zusammenarbeit.
Zur EA 1:
Hab ca 4 Seiten geschrieben und komme zum gleichzen Ergebniss wie ihr, obwohl es komisch ist einen Fall ganz ohne Hilfe zu lösen, vor allem weil auch gleich so viel im Skript steht ;-(
Wie ist es euch ergangen? Benutzt ihr externe Literatur oder Skripte?
Liebe Grüße,
Helmut
 
Ich fand das jetzt nicht so schlimm, dass da nicht so viel im Skript stand, denn der Zweck des WoZuG war ja deutlich definiert, so dass man anhand des Schemas im Skript eigentlich ganz gut zurecht gekommen ist.

Im Bezug auf Deine Fragen: Hab mir das Buch der 32 Fälle zum Staatsrecht gekauft (nur 11,50 €), das einfach nur super ist, da es (o Wunder) Fälle löst. Dadurch kommt man gut ins Schema herein, was zumindest für mch das bisherige Hauptsproblem im Verfassungsrecht war. Ansonsten habe ich "nur" das Skript bzw. für Staatsorganistionsrecht noch den Alpmann Schmidt.

SaM
 
Thx

Danke für die Literaturhinweise. Genau dieses Buch hab ich mir bestellt. Denke, dass es dann auch nicht so schwer ist...
Bis zur EA2,
bye:)
 
M

Magdalena

Ich fand es auch am schwierigsten, ins Schema reinzukommen. Ich hab einen der 3 Fälle als Vorlage benutzt, die von der FU ins Netz gestellt wurden. Mit den "32 Fällen" komme ich nicht so gut zurecht. Sagen wir, noch nicht.
 
M

Magdalena

Zitat von Kira:
Hallo Ihr beiden!

bin gerade erst durch Zufall hier drauf gestossen. In der Newsgroup Verfassungsrecht der Fernuni Hagen wurde die EA übrigens auch diskutiert. Zumindest bestimmte Aspekte.

Studierst Du Wirtschschafts- und Arbeitsrecht in Vollzeit, Magdalena?
Das sind ja schon ziemlich viele Kurse, die Du nächstes Semester belegen willst.

LG, Kira
Hi Kira,
nein, ich studiere Teilzeit. Bisher scheint's zu gehen.

Ich kann diese Newsgroup Verfassungsrecht nicht finden. Kannst Du mir'n Tipp geben? Sind das keine Volljuristen?
 
K

Kira

Hallo Magdalena,

ich meinte die Newsgroup der Fernuni. Vor allem zu BGB habe ich davon im letzten Jahr sehr profitiert. Du findest sie unter "Info für bestimmte Zielgruppen" "Studenten" und dann "kommmunikation" auf der Homepage der Uni Hagen. Dann musst Du Dich mit Deinem Zugangspasswort anmelden. Wenn Du noch keines hast, bekommst Du das vom Rechenzentrum, wenn ich mich recht erinnere.

In dieser Newsgroup sind es alles entweder Wi&A-Rechtler oder BoL-Studenten, die aber die gleichen KEs und EAs haben (haben nur noch eine KE inkl. ES mehr).
 
Korrigierte EA 1: Hurra ich hab sie bestanden!

Hallo,

ich habe heute meine korrigierte EA 1 vorgefunden. Mit 100 von 100 Punkten bestanden. :dankescho

Eine noch leicht verbesserte Version meiner Lösung habe ich auf meiner Homepage eingestellt oder kann auch direkt hier downgeloadet werden:
http://www.dieter-welzel.de/Fernstudium/ReWi/BoL/Modul_5/EA_zu_KE_2_Teil_2_WS_2004-05_Verfassungsrecht.pdf.

Jetzt muss ich nur noch die EA 2 bestehen und ich habe die Klausurberechtigung.

Wie ist es denn Euch ergangen?

Viele Grüße von einem glücklichen
Dieter
 
K

Kira

Wow, Gratulation!

Bei mir hat es nur zu 77 Punkten gereicht. Aber damit bin ich auch mehr als zufrieden.

Kira
 
Hallo zusammen,

ich habe die erste EA mit 98 Punkten bestanden und bin sehr glücklich darüber. Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch noch einmal bei den Teilnehmern der Diskussion zu dieser EA bedanken, die mir sehr weitergeholfen hat. Das Urteil war für die Lösung sehr entscheidend. Ich war leider zu dem Zeitpunkt mit dem Lesen noch nicht weit genug, um mich an der Diskussion beteiligen zu können.

Viele Grüße

Cordula
 
Newsgroup-Beitrag von Dr. Rux zur EA 1

Zitat:
<table border="0" cellpadding="6" cellspacing="0" width="100%"> <tbody><tr> <td class="alt2" style="border: 1px inset ;"> Zitat von Horst
Hallo zusammen,

habt Ihr schon mitbekommen, was Dr. Rux im Forum bezüglich der EA 1 geschrieben hat? Dass alle EA´S nochmal überprüft werden sollen, weil einige nur mit "cut and paste" gearbeitet haben?

Horst

</td> </tr> </tbody></table>
<!-- END TEMPLATE: bbcode_quote -->
Hallo Horst,

ich denke, dass hast Du falsch verstanden. Herr Dr. Rux meinte m.E. nur alle ihm zur Nachkorrektur zugeleiteten Einsendearbeiten (EA). Alle, die ihre EA bereits korrigiert zurückerhalten haben, sind nicht betroffen. Dafür gäbe es meines Wissens auch keine Rechtsgrundlage.:)

Und bezüglich der nachkorrigierten Einsendearbeiten dürfte er auch angemessen berücksichtigen, dass der Lehrstuhl selbst mit der Aufgabenstellung ebenfalls nur vom BVerfG abgeschrieben hat.:p

Im Übrigen habe ich auf den Beitrag von Herrn Dr. Rux auch in der Newsgroup reagiert.:D

Da Dein Beitrag und meine Antwort korrekterweise in die Rubrik zur EA 1 gehört, habe ich Sie auch dorthin kopiert und rege an, künftig diesbezüglich dort zu schreiben.:confused:

Viele Grüße
Dieter
 
Hallo Dieter,

ich habe Deinen Beitrag im Forum gelesen und muss sagen, Du hast mir aus der Seele gesprochen

Ich hoffe, Du liegst mit Deiner Vermutung bezüglich der EA`s richtig.

Ich habe bewusst meinen Beitrag in der Rubrik EA 2 eingestellt, weil es mir sehr um die Aktualität des Themas ging - und in dieser Rubrik ist der letzte Beitrag vor einer Woche eingestellt worden (wer weiss, wer ausser uns da sonst überhaupt noch reinschaut ).

Trotzdem vielen Dank für den "Transfer"

Viele Grüße Horst
 
Beitrag kopiert

Hallo Horst!

ich habe Deinen Beitrag im Forum gelesen und muss sagen, Du hast mir aus der Seele gesprochen
Schön. Freut mich. Ich hoffe sehr, dass auch meine Reaktion in der Newsgroup auf den Beitrag von Dr. Rux Unterstützung findet.

Ich habe bewusst meinen Beitrag in der Rubrik EA 2 eingestellt, weil es mir sehr um die Aktualität des Themas ging - und in dieser Rubrik ist der letzte Beitrag vor einer Woche eingestellt worden (wer weiss, wer ausser uns da sonst überhaupt noch reinschaut ).
Jeder, der einen Beitrag in der jeweiligen Rubrik geschrieben hat, bekommt, wenn er es nicht anders im Forum von Studienservice eingestellt hat oder auf die letzte Benachrichtigungsmail hin nicht nachgesehen hat, eine Benachrichtigung. Außerdem gibt es ja einen hoffentlich passenden Titel zu jeder Rubrik und steht rechts neben dran, wann der letzte Eintrag erfolgte. Vor diesem Hintergrund dürfte es unproblematisch sein, auch einen aktuellen Beitrag in eine schon längerbestehende Rubrik zu schreiben.

Bitte schön. Gern geschehen.

Viele Grüße
Dieter
PS: Hätte ich die Rechte, hätte ich Deinen Beitrag verschoben statt zu kopieren. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.;)
 
Hallo Dieter, hallo Horst,

Und ich hatte mich schon gewundert, dass ihr alle die Ergebnisse seit einer Woche habt, bei mir aber noch absolute Funkstille herrscht. Den Computerbrief zu EA 2 habe ich ebenfalls noch nicht zurück. Na dann, gute Nacht, :confused: .

Micha
 
Hallo Micha,

die EA 1 hab ich mit 75 Punkten bestanden, die EA 2 mit 71 % Punkten (88 Rohpunkten).

Ich hoffe ja, dass Dr. Rux mit seinem Nachkorrigieren nicht alle EA´s meint, also auch die, die schon benotet zurückgeschickt wurden - wundern würde mich bei diesem Lehrstuhl allerdings nichts :mad:

Viel Glück für Deine EA´s :)

Viele Grüße Horst
 
Korrektur der EA 1

Hallo,

da wahrscheinlich nicht alle Studierende Zugriff auf die Newsgruppe Verfassungsrecht haben, hier die aus meiner Sicht beruhigenden Beiträge vom Lehrstuhl. Beim Kopieren mit Copy & Paste gehen leider einige Formatierungen verloren, so dass leider die Lesbarkeit etwas darunter leidet.

Viele Grüße
Dieter

Betreff: Re: Ergebnis EA 1
Von: johannes.rux@fernuni-hagen.de (Johannes Rux)
Gruppen: feu.rewi.verfassungsrecht
Organisation: FernUni Hagen
Datum: 17. Jan 2005, 16:42:22 MEZ
<!-- User-Agent: Opera M2/7.54 (Win32, build 3870) -->




Hallowar einige Tage unterwegs und komme daher erst heute zu einer Antwort:Natürlich bezieht sich das nur auf die Arbeiten, die noch nicht ausgegeben sind. Genauer gesagt geht es um die Arbeiten, die von einem ganz bestimmten Korrektor durchgesehen worden sind. Wenn dem nicht auffällt, dass eine Arbeit wortwörtlich mit der BVerfG-Entscheidung übereinstimmt, dann ist das Anlass für eine genauere Prüfung.GrussJohannes Rux

</PRE>Betreff: Re: Ergebnis EA 1

Von: Dieter.Welzel@gmx.de (Dieter Welzel)
Gruppen: feu.rewi.verfassungsrecht
Organisation: FernUni Hagen
Datum: 17. Jan 2005, 17:09:23 MEZ
<!-- User-Agent: NewsPortal 0.19 -->




Hallo Herr Dr. Rux,jetzt bedanke ich mich auch mal ganz offen für Ihre ausführliche undjedenfalls mich beruhigende Antwort. In der Tat hatte ich bei meinerLösung der EA 1 auch eigene Überlegungen angestellt (insbesondereDifferenzierung nach Rechtmäßigkeit der Ermächtigungsgrundlage und derAblehnung, mögliche Verletzung des Sozialstaatsprinzips, Zitiergebot sowiekonkrete Begründung für die Zumutbarkeit der Ablehnung).Ich habe übrigens bei meiner EA keine "Autoritäten" zitiert. Sowas istauch nach meiner Auffassung bei einer EA nicht nötig. Wohl macht es abernach meiner Auffassung Sinn, sich zu vergewissern, ob man die eigeneMeinung in der Literatur oder Rechtsprechung wiederfindet (so z.B. beiAufgabe 6 der EA 2 geschehen) bzw. dort gute Argumente zu finden sind, diedazu führen, die eigene Auffassung ggf. zu revidieren (so z.B. bei Aufgabe10 geschehen, wobei ich mit Erstaunen festgestellt habe, dass lt.offiziellem Lösungskommentar A,C und D richtig sein sollen, aber nach dervon mir nun geteilten Auffassung von Holm in der NJW 1984, 1657 ff. nur Brichtig wäre).Nach meiner Einschätzung liegen wir mit unseren Auffassungen garnichtsoweit auseinander. Mein "Hauptproblem" war (!) lediglich (?), dass einigeAussagen in Ihrem Newsgroupbeitrag aus meiner Sicht unterschiedlichausgelegt bzw. verstanden werden konnten.Freundliche GrüßeDieter WelzelJohannes Rux schrieb:> Hallo Herr Welzel,</B>> danke für die offene Kritik, die mir Gelegenheit gibt, einige Worte über </B>> den Sinn und Unsinn eines wissenschaftlichen Studiums zu verlieren:</B>> On Thu, 13 Jan 2005 22:13:55 +0100, Dieter Welzel </B>> <Dieter.Welzel@fernuni-hagen.de> wrote:</B>> > Sie hätten erwartet, dass die sich im Grundstudium befindlichen </B>> > Studenten eine eigene Lösung des Falles entwickeln, die möglichst noch </B>> > die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts übertrifft? Da </B>> > stellt sich nur die Frage, was wir dann im Hauptstudium oder beim </B>> > Masterstudium können sollen?</B>> Das war keineswegs unsere Erwartung: Wir haben erwartet, dass Sie die </B>> BVerfG-Entscheidung finden. Eine Arbeit wäre dann bestanden gewesen, wenn </B>> Sie in der Lage sind, diese Entscheidung so umzuformulieren, dass es auf </B>> den Sachverhalt passt: Schon die Veränderung vom Urteils- zum </B>> Gutachtenstil erzwingt es, dass Sie sich mit den Rechtsfragen auseinander </B>> setzen und gelingt nur dann, wenn Sie verstanden haben, worum es geht. Wer </B>> nur Satz für Satz abpinselt, hat nichts verstanden und daher auch nicht </B>> bestanden.</B>> Im besten Fall wird jemand, der die Entscheidung des BVerfG liest, dieses </B>> Urteil hinterfragen und sich überlegen, ob die Gründe, die das BVerfG </B>> angeführt hat, wirklich stichhaltig sind. An den Stellen, wo er Probleme </B>> hat, der Argumentation des Gerichts zu folgen, wird er sich mit der </B>> Literatur auseinander setzen und damit zu einer eigenständigen Lösung </B>> kommen, die im Ergebnis möglicherweise mit dem übereinstimmt, was das </B>> BVerfG gesagt hat, aber nicht unbedingt in der Begründung.</B>> Dies bedeutet nicht, dass die Entscheidung des BVerfG "übertroffen" würde. </B>> Wie schon öfter bei Ihren Beiträgen in der Newsgroup werde ich den </B>> Verdacht nicht los, dass es Ihnen wichtig ist, sich auf Autoritäten zu </B>> stützen: Ein Ergebnis wäre dann erst und nur dann "richtig", wenn es so </B>> auch bei einer dieser Autoritäten zu finden ist. Dies entspricht </B>> möglicherweise der Herangehensweise vieler Anwälte, denen im </B>> Alltagsgeschäft nichts anderes übrig bleibt, als sich an der </B>> Rechtsprechung zu orientieren, weil man andernfalls das Risiko in Kauf </B>> nehmen müsste, schlicht zu unterliegen, weil die Gerichte auch nicht </B>> bereit sind, ihre Rechtsprechung zu ändern (es fast ist nichts so </B>> unangenehm für einen Bundesrichter, wie den "Grossen Senat" seines </B>> Gerichtes anrufen zu müssen, weil man von der Rechtsprechung eines der </B>> anderen Senate abweichen will). In einem wissenschaftlichen Studium sollen </B>> Sie aber lernen, sich kritisch auseinander zu setzen und Autoritäten in </B>> Frage zu stellen. Das kann von jemandem im Grundstudium durchaus erwartet </B>> werden.</B>> Im Übrigen ist es im Jura-Studium allgemein so, dass die Inhalte nicht </B>> aufeinander aufbauen: Was Sie im ersten Semester gelernt haben, ist so </B>> schwierig und abstrakt wie der Stoff, den Sie sich im letzten Semester </B>> erarbeiten. Nur selten geht man bei späteren Wiederholungen weiter in die </B>> Tiefe: In der Regel geht es darum, das Spektrum zu erweitern und die </B>> Bezüge herzustellen (z.B. zwischen den Kausalitätslehren im Strafrecht und </B>> dem mittelbaren Grundrechtseingriff im Verfassungsrecht: Das ist Näher </B>> beieinander als man auf den ersten Blick vermuten würde).</B>> ></B>> >> Bei der Durchsicht musste ich aber feststellen, dass einige von Ihnen </B>> >> schlicht mit Copy & Paste gearbeitet haben.</B>> > Das hat doch der Lehrstuhl offensichtlich auch, wenn ich mir die falsche </B>> > "Hausnummer" in der Aufgabenstellung ansehe oder liege ich da falsch?</B>> Dazu sage ich nichts, weil alles schon gesagt wurde: Wir sind leider nicht </B>> perfekt...</B>> >> Damit werden wir uns die Arbeiten nun doch alle nochmals ansehen </B>> >> müssen. Dies gilt insbesondere für die mit Maschine geschriebenen... </B>> >> Bedenken Sie: Die Einsendeaufgaben sollen Sie auch für die Klausur </B>> >> vorbereiten. Dort haben Sie weder einen Rechner noch Zugriff auf </B>> >> Bibliotheken. Seien Sie ehrlich zu sich selbst!</B>> > Richtig: Einsendearbeiten sollen uns auch für die Klausur vorbereiten. </B>> > Aber: Erst müssen wir uns mal mit Zugriff auf Literatur mit </B>> > verfassungsrechtlichen Aufgaben vertraut machen. Das Lösen von Aufgaben </B>> > ohne Literatur steht dann vor dem Klausurtermin an.</B>> Richtig: Aber die Bearbeitung der Einsendeaufgabe soll Sie trotzdem für </B>> die Klausur vorbereiten: Nachdem Sie sich eingelesen und mit dem Fall </B>> vertraut gemacht haben, sollten Sie die Falllösung innerhalb einer </B>> bestimmten Zeit und möglichst ohne Hilfsmittel angehen: Wenn Sie sich auf </B>> das verlassen, was Sie im Kopf haben, dann sagt Ihnen das Ergebnis der EA </B>> sehr viel über Ihren Kenntnisstand. Diesmal hatten wir jede Menge </B>> Einsendeaufgaben mit Literaturangaben. Das ist einfach überflüssig und </B>> konmtraproduktiv.</B>> ></B>> >> Diese Mitteilung bezieht sich NICHT auf bestimmte Personen. Nicht dass </B>> >> sich hier jemand denunziert fühlt!</B>> > Stimmt, deswegen spreche ich auch vom Lehrstuhl ;-)</B>> Na denn...</B>> ></B>> >> Ich vermute zwar, dass das Ergebnis nach der Durchsicht nicht mehr ganz </B>> >> so berauschend ausfallen wird. Aber die meisten haben sich mehr Mühe </B>> >> gegeben...</B>> > Meinen Sie mit dem "nicht mehr ganz so berauschend ausfallen wird" eine </B>> > konkrete Einsendearbeit oder die ganzen Nachkorrekturen im Verhältnis zu </B>> > den Einsendearbeiten ohne Nachkorrektur?</B>> Das Gesamtergebnis: In meiner Mail davor hatte ich ja noch angekündigt, </B>> dass es insgesamt prima aussehe...</B>> Beste Grüsse</B>> Johannes Rux</B>





</PRE>
 
Nachkorrektur durch Dr. Rux

Hallo Micha,

freut mich für Dich, dass Du 95 Punkte erhalten hast. Damit waren die Ängste ja erfreulicherweise doch unbegründet und hast Du nun die Klausurberechtigung.

Bis zum 5.2. in Hagen?

Viele Grüße
Dieter
 
Hallo alle zusammen!

Hab auch bestanden, mit 100 P :freu:

Werd mich daher mal gleich für die Klausuren anmelden.

Schöne Woche euch allen.

SaM
 
Hallo Dieter!

Hab grad Deine Lösung angeschaut und kann mir nicht wirklich vorstellen, dass da noch was zu ergänzen ist....

Werd Sie Dir aber, wie per PN versprochen, zumailen.

viele Grüße

SaM
 
Nicht umfangreicher, aber schöner?

Hi SaM,

vielen Dank für die avisierte Zusendung per Mail. Kann ja gut sein, dass in meiner Lösung nichts mehr zu ergänzen ist, aber gleichwohl das eine oder andere noch schöner/besser geschrieben werden kann. Und das hast Du ja nicht ausgeschlossen.;)

Viele Grüße
Dieter
 
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