Zwei Neustarts auf einmal

#1
Hallo Tagebuch und Leser,

ich habe zwar noch nie zu den Tagebuchschreibern gehört, aber vielleicht hilft es mir, mich a) beim Lernen zusammen zu reißen und b) einfach drüber "reden" zu können, was in mir vorgeht, mich freut bzw. nervt, denn außer meinem Mann weiß keiner, dass ich es noch einmal mit einem Studium versuchen möchte.

Zu mir: Bin 34 Jahre alt, hab Wirtscahftsingenieurwesen studiert, im 7. Monat schwanger und arbeite (noch) Vollzeit in der Internetbranche.
An sich hat mir mein Job immer Spaß gemacht, allerdings hab ich in den letzten 1,5 Jahren immer wieder festgestellt, dass mir der immer größer werdende Verwaltungsteil meines Jobs (die Jahre davor lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung eines neuen Produkts) keinen wirklichen Spaß macht und dazu noch der sozial inkompetente Idiot von Chef (bin von seinem Vor-Vorgänger eingestellt worden) den Job / die Atmosphäre auch nicht attraktiver macht. Und so hatte ich mich nun dazu entschieden, doch endlich mal die Familienplanung in Angriff zu nehmen (jünger werd ich ja auch nicht) und bin schwanger geworden.
Tja, mit dem Wissen um die Schwangerschaft (nur um Kind und Haushalt kümmern, ist mir definitiv zu wenig geistige Herausforderung) und der immer größer werdenen Langeweile in meinem Job, kam in mir der Drang hervor, mich endlich wieder mit was Anspruchsvollem bzw. irgendeinem Logikkram zu beschäftigen. Aber nur Sudokus lösen oder mal wieder etwas Sinnfreies programmieren ist mir dann auf Dauer doch zu fad und so hab ich mir überlegt, könnte ich mich ja wieder in Hagen einschreiben, auch wenn ich keine Ahnung hab, ob ich die Doppelbelastung mit Kind und Studium auch nur ansatzweise in den Griff bekommen werde. Aber nur "Versuch macht kluch...". Und so hab ich mich nun wieder für Mathe NF Info eingeschrieben.

Wieder? Ich war bereits vor 5 Jahren dafür eingeschrieben, weil ich den Studentenausweis gebraucht hab (ich gehörte zur Generation Praktikum und konnte mich mit dem Ausweis in der Tasche wenigstens gut bezahlen lassen i. Vgl. zu Praktikanten) und doch ein bisschen gehofft hab, ein bisschen Begabung dafür zu haben und damit evtl. noch mal was Neues machen zu können. Aber wie soll's auch anders sein: Begabung hab ich für Mathe / IT genauso wenig, wie für irgendwas sonst. Der einzige Unterschied: irgendwie fasziniert es mich. Ich kann noch nicht mal sagen, was genau, aber da ist irgendwas... Dennoch hab ich es damals nicht geschafft, mich soweit aufzuraffen, die Lineare Algebra verstehen bzw. lernen zu wollen, um überhaupt nur die Einsedeaufgaben bewältigen zu können. Aber war ja egal, denn ich hab ja schon ein Studium abgeschlossen und von daher nicht kriegsentscheidend. Noch dazu kam zu Beginn des 2. Semesters dann auch endlich die langersehnte richtige Festanstellung. Folge: Ende des Studiums.

Nun, Dank bevorstehender Elternzeit und der immer größer werdenden Abneigung meinem Job gegenüber, bin ich wieder auf die Idee mit dem Mathe-Studium in Hagen gekommen. Und damit verbunden die Hoffnung, mit einem Mathe-Studium vielleicht die Attraktivität meiner Person, trotz Kind, für einen Jobwechsel nach der Elternzeit steigern zu können. Denn ehrlich gesagt, sehe ich keine Zukunft mehr für mich in diesem Laden, denn der Chef ein A**** und die Jobaussichten, also das genaue Tätigkeitsfeld, nach dem Wiedereinstieg äußerst fraglich. Ich weiß, ich werde weder in einem Jahr, noch in 3 Jahren das Studium absolvieren (bin ja froh, wenn ich jetzt den Mathe Grundkurs im WS schaffe), vielleicht auch nie, aber was soll's. Und natürlich weiß ich auch nicht, ob ich in einem Jahr nicht einfach nur froh sein werde, "irgendeinen" Job, trotz Ekelpaket von Chef, zu haben, aber was soll's.

Und so kommt's, dass sich seit ein paar Wochen Mathe-Bücher zum Auffrischen bzw. Vorarbeiten in der Bahn lese (natürlich ist Verstehen das Ziel), auch wenn ich mir dabei blöd vorkomme, aber ich habe Spaß dabei.
Nun, mit dem Näherkommen des Geburtstermins, kommen auch immer mehr die Zweifel, ob ich in den ersten Wochen nach der Entbindung überhaupt nur irgendwas zu Stande bringe und deshalb hab ich nun von Bücher zu Skript gewechselt und muss sagen: ich bin begeistert! Ich hab heute die vollständige Induktion verstanden (vor 5 Jahren hab ich nicht mal ansatzweise folgen können) und freu mich wie ein Kind an Weihnachten :)
Schön wär's jetzt nur noch, wenn der Elan und die Erfolgserlebnisse anhalten würden und ein bisschen was von meinem Vorhaben - auch meiner Tochter ein gutes Vorbild zu sein - wahr werden würde.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.
banzai
 
#3
Mal gucken, wie lange ich das durchhalte...

Nun gut gestärkt nach Kinderwagenkauf und Abendessen geht's jetzt los mit den Übungsaufgaben zur vollständigen Induktion, denn dass muss schließlich sitzen.
 
M
#4
Herzlich Willkommen in der Tagebuchecke! :)
Mathe wär' ja mal so ganz und gar nicht meins... aber ich wünsche dir, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst. :)
 
#11
Danke schön :)
Was hindert dich? Ich meine, Du müsstest einen Teil doch eh schon hinter dir haben, der dir angerechnet werden könnte.

Heut ist so ein Tag, wo die Zeit einfach nicht vergehen will. Ich könnt fast auf dem Stuhl einschlafen und der Feierabend will und will irgendwie nicht näher kommen. Na mal schau'n, ob ich mich heute Abend noch zu ein paar Induktionsbeweisen hinreißen lassen kann.
 
#12
Guten Morgen liebes Tagebuch, wie soll's auch anders sein: kaum war ich gestern Abend daheim und hab mich auf die Couch gelegt, war der Abend auch schon gelaufen - dabei wollt ich mich doch nur mal eine halbe Stunde lang ausstrecken... Für heute Abend gelobe ich Besserung, in der Hoffnung, dass sich meine kleine Maus nicht wieder mit ihrem Kopf zwischen meine Rippen presst und damit Sitzen fast unmöglich macht :)
 
#13
Ich will erstmal den BSc WInfo und den Master machen. Danach werde ich eventuell aus purem Vergnügen Mathe studieren. Mal schauen... eins nach dem Anderen ;)

Die vollständige Induktion habe ich nie so wirklich gerallt... aber noch brauch ich sie nicht.
Wie lang musst du denn arbeiten?
 
#14
Wie weit bist Du schon?

Vollständige Induktion: ich kann sie dir jetzt erklären ;-) Mittlerweile weiß ich auch, warum ich sie damals nicht gerafft hab: hab mal das alte Skript rausgezogen (früher war es noch in LA I) und muss sagen, die überarbeitete Fassung ist um Welten verständlicher geschrieben :)

Arbeiten muss ich noch bis max. Mitte Oktober, wobei da noch 3,5 Urlaubswochen offen sind, über die wir noch nicht gesprochen haben.
 
#15
Guten Morgen Sonnenschein. So, gestern Abend hab ich es wirklich geschafft, mich hinzusetzen und noch ein paar Induktionsbeweise zu machen. Aber irgendwie war das leicht frustrierend: wie kommt man denn bitte auf die Idee, dass man aus 3^n - 1 + 2*3^n = 3^n(1+2)-1 machen kann?
Noch viel besser fand ich dann allerdings, dass aus (2n+3)+7 wie aus Zauberhand und ohne jegliche Argumentation in der nächsten Zeile 2n+5 geworden sind und ich fürchte fast, dass es sich hierbei nicht um einen Druckfehler handelt...

Na egal, jetzt geht's erst mal wieder ins Büro und dann heute Abend - während der Rest von D wohl Fußball guckt - wieder an den Schreibtisch, in der Hoffnung, dass die anderen Aufgaben nicht mehr ganz so viele Überraschungen bereit halten.
 
#16
Echt strange - gerade hab ich x Benachrichtigungsmails bekommen, dass hier Beiträge eingegangen sind. Dann geguckt und siehe da, nix war da. Erst, als ich oben auf Hinweise geklickt hab, haben sich dann auch die älteren Beiträge von myrmid, Johanna und Jina gezeigt :confused: Und ich könnt schwören, dass das heute Abend daheim nicht anders ist, denn heute Morgen waren die da auch noch nicht da.

Na egal, der Countdown läuft: noch 3 Stunden und dann is Wochenende und endlich Zeit für Mathe bzw. morgen den Startup-Tag an der TU besuchen :)
 
#21
Guten Morgen Tagebuch und Leser, jetzt geht's auf zum Startup in der TUM und ich bin schon sehr gespannt, wie viele Leute dort überhaupt auftauchen werden, denn scheinbar ist ein Fernstudium für viele etwas, dass sie nicht überall herum erzählen (geht mir genauso - außer meinem Mann weiß bisher keiner davon).
 
#23
Zurück vom Startup muss ich sagen, es hat mich schon überrascht, wie viele dort waren. Nachdem ich im Schätzen nicht so gut bin, geb ich einfach mal wieder, was andere so vermutet haben: ca. 400 - 500 sollen es gewesen sein. Wenn ich nun davon ausgehe, dass die Verteilung der Anwesenden der Verteilung der Studenten an der FU entspricht, dann waren das ca. 60 Informatiker/E-Techniker/Mathematiker, ca. 140 WiWiler, ca. 160 aus der Fakultät für Kultur-/Sozialwissenschaften und rund 50 Rechtswissenschaftler. Für die anwesenden Informatiker/E-Techniker/Mathematiker stimmte diese Verteilung sogar :)
Wobei ich schon erstaunt war, dass ein Großteil der "Techniker" wirklich E-Techniker waren. Ich hätte ja deutlich mehr Informatiker erwartet. Wirklich gewundert hat mich nicht, dass nur ein paar Mathematiker anwesend waren. Leider wusste der Herr nicht die genaue Studienanfänger-Zahl der 3 Fachgebiete für das kommende Wintersemester. Falls es jemand weiß, immer her damit ;-)
 
#25
Montagmorgen und das nächste Wochenende ist noch so lange hin :(

Was soll's, immerhin war ich am WE fleißig und hab doch so einige Aufgaben zur vollständigen Induktion gelöst. Auch wenn ich von selbst nie auf einige der dort gezeigten Rechenschritte gekommen wäre - wer kommt den schon einfach mal so auf die Idee aus +(-1)^(n+1) = -(-1)^(n+2) werden zu lassen? Egal, heute geht's dann mal mit Mengen weiter, damit ich hoffentlich noch vor dem 01.10. die ein oder andere Aufgabe der EAs lösen kann. In meinem Alter dauert ja alles immer etwas länger :oops:, von daher kann ein kleiner zeitlicher Vorsprung für meine letzten beiden Arbeitswochen nicht schaden...
 
#26
Wie weit bist Du schon?

Vollständige Induktion: ich kann sie dir jetzt erklären ;-) Mittlerweile weiß ich auch, warum ich sie damals nicht gerafft hab: hab mal das alte Skript rausgezogen (früher war es noch in LA I) und muss sagen, die überarbeitete Fassung ist um Welten verständlicher geschrieben :)

Arbeiten muss ich noch bis max. Mitte Oktober, wobei da noch 3,5 Urlaubswochen offen sind, über die wir noch nicht gesprochen haben.
Dieser Beitrag ist erst erschienen... grrr... ich muss für den Bachelor nur noch die BA schreiben. Danach halt den Master komplett. Anschließend gibt es eventuell das Spaß-Studium ;)

Na das ist ja nicht mehr lange :)
 
#27
Schau mal hier, wenn du das hier noch nicht kennst und nicht schon die Nase voll von der V.I. hast: http://www.emath.de/Referate/induktion-aufgaben-loesungen.pdf

Die Lösungen sind gerade bei den schwereren Aufgaben recht umfangreich.
Warum auch immer, das hab ich gerade erst gelesen bzw. war der Beitrag sicher das gesamte WE bis heute Abend nicht da. Vielen Dank jedenfalls an Dich, Jina. Es kann sicher nicht schaden, noch die ein oder andere Aufgabe dazu über's Semester zu "rechnen".

Ich find es echt bewundernswert, dass ihr alle so viel Selbstdisziplin aufbringt und ein gesamtes Studium durchzieht. Manchmal denk ich mir, dass das jetzt bloß wieder so eine g'spinnerte Phase von mir ist und ich eh nicht die Begabung bzw. überhaupt das nötige Durchhaltevermögen für das Mathe-Studium hab.
Manchmal vergesse ich auch, dass ich ein Kind erwarte und dass das ja noch mal die Sache erschweren wird, denn ein Baby ist, denke ich mal, nicht so "planbar", wie ein Job. Und außerdem weiß ich ja noch gar nicht, ob ich am Ende allein mit meiner Maus völlig überfordert sein werde und das Studium schon dadurch ein schnelles Ende finden wird.

Auf der anderen Seite ist da aber dieses Etwas in meinem Gehirn, dass sich auf die Herausforderung freut, sich mit dem Stoff auseinander zu setzen, auch wenn ich nicht weiß, wo es mich jemals hinführen wird und ob es überhaupt etwas bringen wird. Man wird sehen...
 
#28
Schau einfach mal, wie du das mit dem Baby dann organisiert bekommst. Ich bin bisher kinderlos, also kann ich dir keine Tipps dazu geben. Aber hier im Forum tummeln sich auch einige, die auch das hinbekommen. Zur Not ist es keine Schande, eventuell kurz auszusetzen. Man kann ja immer noch weiter machen. :)
 
#29
Ich find es echt bewundernswert, dass ihr alle so viel Selbstdisziplin aufbringt und ein gesamtes Studium durchzieht. Manchmal denk ich mir, dass das jetzt bloß wieder so eine g'spinnerte Phase von mir ist und ich eh nicht die Begabung bzw. überhaupt das nötige Durchhaltevermögen für das Mathe-Studium hab.
Manchmal vergesse ich auch, dass ich ein Kind erwarte und dass das ja noch mal die Sache erschweren wird, denn ein Baby ist, denke ich mal, nicht so "planbar", wie ein Job. Und außerdem weiß ich ja noch gar nicht, ob ich am Ende allein mit meiner Maus völlig überfordert sein werde und das Studium schon dadurch ein schnelles Ende finden wird.

Auf der anderen Seite ist da aber dieses Etwas in meinem Gehirn, dass sich auf die Herausforderung freut, sich mit dem Stoff auseinander zu setzen, auch wenn ich nicht weiß, wo es mich jemals hinführen wird und ob es überhaupt etwas bringen wird. Man wird sehen...
Ich würde das sportlicher sehen. Investitionen in Bildung kann nur Vorteile bringen. Selbst wenn du dieses Studium nie fertig bringen solltest oder 15 Semester für dem Bachelor brauchst, ist das trotzdem ein Zugewinn für dich. Ich hab selbst eine Tochter von mittlerweile 10 Jahren, es gab Zeiten, da konnte ich prima nebenbei lernen und dann gab es Zeiten, da klappte es gar nicht. :) Das wird schon!
 
#30
Danke, dass ihr mir Mut macht :)!

Nachdem ich die letzten beiden Tage so gut wie nix zu Stande gebracht hab, hoffe ich, dass das heute Abend bzw. am Wochenende wieder besser wird. Der erste Abgabentermin ist zwar noch ein Stückchen hin, dennoch hab ich den Eindruck, dass ich die verbleibende Bearbeitungszeit ganz gut gebrauchen kann...
Aber viel wichtiger ist, dass der Doc gestern wieder bestätigt hat, dass es meiner kleinen Maus gut geht :)
 
#31
Endlich Wochenende und hoffentlich etwas Zeit mich mit Mathe zu beschäftigen. Gestern Abend war leider auch Essig - bin fast in der Bahn eingeschlafen und hab es gerade noch bis auf die Couch geschafft...
Ich bin ja mal gespannt, wann das Skript eintrifft, denn scheinbar ist der Versand letzte Woche losgegangen. Es wäre nämlich schon schön, wenn ich meine Notizen ins Skript und nicht auf x Zettel verteilt machen könnte.

Jetzt geh ich aber erst mal Frühstück machen und dann muss ich gucken, ob wir zuerst Geschenke kaufen fahren (sind heute eingeladen) oder ob ich doch mal zuerst zu Komposition von Abbildungen komme.
 
#32
Hallo, als stille Mitleserin, will ich dir für dein studium mit kind mutmachen. Ich hab vorgestern meine letzte Klausur geschrieben und bin damit fertig. Die BA habe ich im Sommer fertiggestellt. Es ist heftig, aber alles machbar, wenn es auch manchmal einfach nur zum hinschmeißen ist. Mein Junge ist mittlerweile 8 und ich habe um es vorsichtig auszudrücken in "etwas mehr" als 15 Semestern geschafft :confused: egal, ich hab es geschafft und nicht aufgehört und seit 3 jahren wieder in vollzeit tätig!
Lass dich einfach drauf ein und du merkst schnell ob es dir liegt. Viel Erfolg für die restliche Schwangerschaft und Kopf hoch für die Zukunft. ;)
 
#33
Guten Morgen liebes Tagebuch.

Gestern waren wir bei unseren Nachbarn eingeladen und ich muss sagen, jetzt fühl ich mich wie Flodders. Alles blitzeblank, nirgendwo lag irgendwas rum. Möbel gab es auch nur ein paar, denn das meiste waren Einbauschränke, die nicht weiter aufgefallen sind. Und bei uns? An sich würd ich ja sagen, alles ganz normal. Also Möbel, ein paar Sachen, die irgendwo rumliegen, Kabel, die sich nicht überall elegant verstecken lassen oder oder oder. Ich würde nie behaupten, dass es bei uns übermäßig ordentlich ist, aber im Vgl. zu unseren Nachbarn, sieht es bei uns aus, wie im Saustall und egal was ich mache, es wird nie so elegant oder nobel werden, wie nebenan. Na ja, wie gesagt, jetzt fühl ich mich wie ein Sozialfall (und davon sind wir wirklich meilenweit entfernt), weil wir im Vgl. zu ihnen alles selbst machen bzw. - zumindest in meiner Welt - "normal" sind: nix Putzfrau (auch wenn ich, ehrlich gesagt, gerne eine hätte :oops:), keine Extraanfertigungen für jeden Furz, nicht nur das teuerste vom Teuersten, keine 3.000 € mal eben so für ein paar Lampen ausgeben können usw..
Es ist auch nicht so, dass unsere Nachbarn arrogant wären oder so, aber man merkt einfach den Unterschied und ich fühle mich gerade irgendwie schäbig :(

Was mich allerdings sehr traurig macht, ist der Gedanke, dass unsere kleine Maus i. Vgl. zu den Nachbarskindern in normalen Verhältnissen aufwachsen wird: kein Pool im Garten, kein eigenes Bad, keine Putzfrau, keine teuren Sachen usw. und sich dafür vielleicht mal vor ihnen schämen wird.
Ich hab Angst davor, dass wir ihr nicht genügend andere Werte mit auf den Weg geben können, so dass ihr die materiellen Dinge des Lebens nicht so wichtig sind und sie auch in normalen Verhältnissen glücklich werden wird, auch wenn es rundherum noch so viel Reichtum und ein vermeintlich angenehmeres Leben gibt.

Der positive Aspekt des gestrigen Tages war, dass mein Skript endlich kam und ich mich jetzt voller Elan darauf stürzen kann. Dennoch wird mir Angst und Bange, dass ich jede Kurseinheit in 2 Wochen durchgearbeitet haben soll und auch noch dazu die Einsendeaufgaben gelöst werden wollen. Der gefühlte Eindruck ist nämlich bisher, dass ich es zwar schon irgendwann verstehe, aber eben doch zu lange dafür brauche...
 
#34
@ milchkuh80: vielen Dank für's Mut machen. Noch hab ich wirklich Spaß dran, Fernseher gegen Skript einzutauschen. Allerdings hab ich auch einen heiden Respekt davor, mehr als ein Fach pro Semester zu belegen. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wie das in meinem Erst-Studium überhaupt funktioniert hat, mit 6-8 Prüfungen pro Semester :confused:
 
#36
Echt super: da hatte ich heute endlich mal vieeeeeeeeeel Zeit im Wartezimmer für mein Skript und hab überhaupt nichts mehr gerafft. Der gefühlte Eindruck ist, dass ich von Kapitel 1.a auf 1.b 40 Seiten ausgelassen habe und der ganzen Thematik nicht mal mehr ansatzweise folgen kann, obwohl ich sicher nichts übersehen/überlesen habe... Jetzt hoffe ich nur, dass ich im www ein paar ausführlichere Beschreibungen zur Thematik finden kann.
Aber dennoch bin ich ein bisserl stolz: ich schaffe es nach wie vor, mich zumindest jeden Tag für mind. 30 Minuten (ohne Bahnfahren) noch an den Schreibtisch zu setzen. Ich weiß, 30 Minuten sind nicht viel, aber es ist besser als nichts und in 3,5 Wochen hab ich dann täglich unendlich viel Zeit, bis meine kleine Maus das Licht der Welt erblicken wird und dann werden die Karten eh neu gemischt ;)
 
#37
Es hat mich zwar etwas Zeit gekostet, aber nach einigem Googeln hab ich doch tatsächlich gefunden, was ich gesucht hab und blick jetzt zumindest schon wieder ein bisschen mehr durch.
Hab mich allerdings nun dazu entschieden mal mit den EAs zu beginnen, auch wenn ich noch nicht ganz mit dem Skript durch bin, denn z.T. beziehen sich die einzelnen Aufgaben auf best. Kapitel im Skript und vielleicht hilft es mir, wenn ich die EA themenweise bearbeite. Na mal schauen - jetzt geh ich erst mal auf die Suche nach Beweisen, denn so ganz hat sich mir die Vorgehensweise noch nicht erschlossen.
 
#38
Einfach irre, gestern Abend hat's in einigen Punkten so richtig Klick gemacht. Auf einmal hab ich Zusammenhänge gesehen/verstanden, die ich vorher, nun ja, wie soll ich sagen, zwar schon verstanden hatte, aber eben scheinbar doch nicht so richtig. Und von daher freu ich mich schon auf den Feierabend bzw. das Wochenende, wo ich hoffentlich mehr Zeit zum lernen/Aufgaben lösen habe.

Bis denne
 
#41
Eigentlich wollte ich kontinuierlich immer wieder was machen, denn zur Zeit hab ich immer nur stundenweise Zeit, muss ja noch arbeiten und an den WEs will noch so einiges anderes erledigt werden und sei es bspw. nur einkaufen... von daher wäre es schon nicht schlecht, wenn ich wenigstens schrittchenweise vorankommen würde.
Heute kann ich bspw. erst jetzt anfangen, da ich erst um 8 aus der Arbeit gekommen bin und dann erst mit meinem Mann was gekocht/gegessen hab. Aber spätestens in einer Std. ist schon wieder Schluss, denn ich muss zum Müde werden wirklich abschalten und mich vor den Fernseher legen. Und wenn ich also noch etwa 6 Stunden Schlaf bekommen möchte, muss ich schauen, dass ich spätestens Mitternacht so müde bin, dass ich ins Bett gehen will. Und so geht das leider jeden Tag :mad:

Na ja, egal, dann werd ich mich jetzt mal ranhalten.
 
#42
Kaum eine Woche und x gute Vorsätze später, macht sich die Ernüchterung breit: diese Woche hab ich nix geschafft :( Und dabei wollte ich doch am WE fertig sein mit den EAs... Wenn heute oder morgen nicht ein Wunder geschieht, dann werde ich am Ende froh sein, wenn ich die EAs gerade noch rechtzeitig wegschicken kann - das hatte ich mir anders vorgestellt.
 
M

Milenka

#43
Hey, genieße einfach die Zeit und die ruhigen Abende bis das Baby kommt und mache Dir kein schlechtes Gewissen. In Dir wächst ein kleiner Mensch, das kostet viel Kraft und Du arbeitest noch. Ich bin sicher, Du bekommst das mit dem Studium hin, Du bist ja sehr motiviert, aber im Augenblick würde ich mich abends einfach nur auf die Couch legen.
 
#44
Freiheit, Freiheit.... ist das einzige was zählt :)
Seit gestern bin ich nun offiziell im Mutterschutz und freu mich wie ein Schnitzel, dass ich nun endlich frei hab!!! Ja ich weiß, da ist das Studium, aber das zähle ich zur Zeit zur Freizeit, denn irgendwie macht es mir Spaß, über den Mathekram nachzudenken.

@ Milenka: Danke für Deine Worte. Immerhin hab ich es geschafft, gestern die EA noch rechtzeitig zur Post zu bringen. Bleibt zu hoffen, dass es jetzt mit deutlich mehr Freizeit besser wird...


Nun muss ich aber mal loswerden, was mich gestern echt ein wenig schockiert hat: ich hab mir überlegt, ich könnte mich ja mal einen Tag mit Latex befassen, damit ich die nächsten EAs leserlich geschrieben verschicken kann. Hat ja auch den Vorteil, dass man doch noch mal was ändern kann ohne gleich 2 Seiten neu zu schreiben, wenn man doch noch mal seine Meinung ändert...
Eigentlich wollte ich nur eine Vorlage basteln, die eine Kopfzeile mit Trennlinie, Name, Matrikelnummer und eine Fußzeile mit vertikalem Strich und die Seitenzahl enthält. Und dazu noch ein paar Überschriften (ohne Nummerierung), damit sich eine optische Abgrenzung von Haupt- zu Teilaufgabe ergibt. Und daher hab ich mir schon ein Büchlein zugelegt gehabt, damit der Einstieg nicht so schwer fällt. Aber was soll ich sagen: es hat mich einen ganzen Tag und eine Menge Nerven gekostet, nur einen Teil der Anforderungen umzusetzen :eek:
Ich halte mich eigentlich nicht für völlig IT-unfähig - immerhin hab ich es geschafft, html, css, javascript und letztendlich auch Java soweit im Selbststudium zu lernen, so dass man schon ein paar kleinere Sachen - die immerhin von anderen genutzt werden - damit anstellen kann. Auch bin ich mittlerweile ein großer Freund von Linux und mache eigentlich kaum noch was unter Klicki-Bunti-Windows, aber Latex hat mich gestern echt um den Verstand gebracht. Ich hab noch nie etwas so schlecht bzw. chaotisch dokumentiertes gesehen, wie Latex. Mein gefühlter Eindruck ist, dass ich erst 6 Semester Latex studieren muss, bevor ich damit eine Abschlussarbeit schreiben wollen würde.
Es mag ja sein, dass es sich für mathematische Formeln ganz besonders eignet, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich - ich hab gestern einige Stunden mit Googeln verbracht - nirgendwo eine wirklich zufriedenstellende Doku gefunden hab, die an einfachen Beispielen (damit meine ich nicht nur die reinen Befehle - von Befehlsreferenzen hab ich genug gefunden) die einzelnen Befehle erklärt, mit denen man an den optischen Stellschrauben in einem Dokument drehen kann. Ich kenne auch die Doku hier von der FU, aber da hab ich auch nicht wirklich gefunden, was ich gesucht hab oder ich hab einfach nach den falschen Begriffen gesucht.

Wenn ich mir dagegen überlege, dass es mich in M$ Word wohl gerade mal ein paar Minuten gekostet hätte, die Kopf- und Fußzeile komplett nach meinen Wünschen zu gestalten und wie lange ich dafür in Latex gebraucht hab (und hier hab ich nun auf einen Teil meiner Wünsche verzichtet), dann muss ich mich ehrlich fragen, was daran so viel toller sein soll? Klar, gibt es eine Vielzahl von Paketen, die für sich genommen, ganz tolle Möglichkeiten bieten mögen, aber wer soll denn da am Anfang durchblicken? Verstanden hab ich eigentlich nur, dass man für europäische Formate eher mit dem Koma-Script arbeitet und nicht mit irgendeinem anderen, aber was hilft es mir, wenn dieses Koma-Ding einiges nicht kann, nur weil der Entwickler es bisher nicht gebraucht hat???
Irgendwann hab ich dann versucht die erste Aufgabe, abzuschreiben. Sie enthielt eine Tabelle. An sich - mal abgesehen von der Unübersichtlichkeit im Editor, wenn man mehrere unterschiedlich breite Inhalte pro Spalte hat - eigentlich gar nicht so schwer. Aber welcher Idiot hat denn entschieden, dass Spalten entweder eine bestimmte Breite haben können oder deren Inhalt zentriert dargestellt werden kann? Ja, irgendwo hab ich dann einen Workaround dafür gefunden (aber dank dessen spuckt der Compiler jetzt immer schön eine Fehlermeldung aus), aber wo ist denn da der Sinn dahinter, dass so einfache rudimentäre Sachen nicht machbar sind? Sorry, aber das ist Murx.
Ich sag es echt ungern, aber wenn M$ auch so funktionieren würde, dann würde es wohl auch kaum jemand nutzen wollen.

Wie ihr seht, bin ich über meine ersten Gehversuche mit Latex maßlos enttäuscht :( Ich habe keineswegs erwartet, dass ich eine wysiwyg-Umgebung erhalte, aber gehofft hatte ich schon, dass das ganze etwas eingängiger ist und ich nicht eine Stunde brauche, um Herauszufinden, dass man bspw. die Höhe der Fußzeile nicht ändern kann.
Blöder Vergleich, aber gäbe es die Möglichkeit meine Hausarbeit mit html/css (wenn es denn dafür ausgelegt wäre) zu schreiben, dann würde ich das jederzeit Latex vorziehen. Das ist in meinen Augen einfach, verständlich und vor allem ZENTRAL entwickelt und auch nicht ganz so chaotisch dokumentiert und bietet dennoch eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Irgendwie wurmt es mich ja schon, dass ich es nicht gerafft hab - vielleicht spendier ich doch noch den ein oder anderen Tag, wenn ich mich mal von Mathe erholen muss ;-)
 
A
#45
Ich habe damals meine Seminar-Arbeit in LaTeX geschrieben. Es ging eigentlich relativ gut. Klar, einige Sachen musste man nachlesen und ich denke, ich sollte mich langsam wieder damit für die BA beschäftigen.
 
#46
Das ist ja witzig: gerade gestern habe ich auch zum ersten Mal ge-LaTeX-t ;)
Mein Ergebnis ist genau anders: ich war nach zwei Stunden suchen und probieren total begeistert. Allerdings bin ich auch anders an die Sache herangegangen: erstmal einen kleinen, einfachen Text geschrieben (EA für BI). Und diesen dann mit einfachen Teilen versehen: Kopf- und Fußzeile, Tabelle, Bild, Formeln, Inhaltsverzeichnis, Titel. Ohne viel daran zu ändern sah das schon mal ganz bis sehr gut aus und ich habe mich gefreut :D So hat man doch mit Word auch mal angefangen? Alles "ich hätte aber dann bitte das gern anders" mache ich dann später, wenn ich es wirklich brauche (ist es nicht eigentlich egal wieviel Abstand die Kopfzeile hat - wenn es denn gut aussieht?) oder wenn ich es besser kann.
 
#47
Es freut mich, dass wenigstens andere etwas weniger Schwierigkeiten mit Latex haben, als ich :)
Und ja, Unsortiert, Du hast ja Recht, mit Word hat man auch mal klein angefangen, aber dennoch hatte ich bei Word nie das Gefühl, das einfachste Dinge nicht gehen, wie z.B. eine Spalte mit fixer Breite, deren Inhalt auch noch zentriert ist. So was denke ich mir ja nicht aus, weil mir gerade langweilig war. Völlig unformatiert sah die Tabelle unübersichtlich aus und das wollte ich keinem Korrektor zumuten müssen, also kommt man eben auf diese Idee...

Vielleicht sollte ich wirklich noch mal ganz klein anfangen und für dieses Semester erst mal alle EAs von Hand schreiben, denn trotz Mutterschutz fehlt mir dann doch die Zeit, neben Mathe auch noch Latex bis ins kleinste Detail zu lernen und verstehen.

Immerhin konnte ich mich heute aufraffen und ein bisserl mit der 2. KE zu beginnen. Hab zwar nicht viel gemacht (ich leide leider an zur Zeit an Schlafstörungen und bin ganz froh, wenn ich mich auch tagsüber mal hinlegen kann), aber das war dafür immerhin erfolgreich, denn ich hab es mal auf Anhieb verstanden :)
 
A
#53
Ich hab bisher fast alle EAs mit dem PC gemacht (überwiegend Word). Finde ich einfach praktischer. Gerechnet auf einem Blatt Papier und dann sauber in Word abgetippt.
 
#55
Da bin ich ja beruhigt, dass es hier nicht nur Latex-Freaks gibt :). Aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Ziel ist es immer noch, die nächste EA mit Latex zu schreiben. Allein den Korrektoren zuliebe. Und wenn alle Stricke reißen, kann ich ja entweder Open Office oder Word nehmen, wobei ich für letzteres extra Windows booten müsste :eek:
 
#56
Gestern ist irgendwie seltsam gewesen. Ich bin morgens aufgewacht und seitdem auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens. Ich weiß, es klingt merkwürdig, aber ich kann es nicht anders formulieren.
Seit gestern läuft mein Leben irgendwie wie ein Film an mir vorbei: ich frage mich, warum ich überhaupt das alles tu? Kind, Fernstudium - warum? Wenn ich ehrlich bin, dann versprech ich mir vom Studium eigentlich gar nichts, denn ich befürchte jetzt schon, dass ich den Elan nicht haben werde, das Studium zu absolvieren bzw. die Belastung mit Kind dann so groß ist, dass ich's gleich hätte sein lassen können. Momentan hab ich den Eindruck, dass ich nur mal wieder versuchen wollte, jemand zu sein, der ich einfach nicht bin. Ich bin weder wirklich begabt, was die Mathematik angeht, noch Super-Mutti oder so, die alles locker unter einen Hut bringt. Eigentlich ganz das Gegenteil: ich bin faul, hab jetzt eigentlich schon keine Lust mehr bei dem Gedanken an das Lernen für Prüfungen usw. Und all das erst seit gestern Morgen - wie aus dem Nichts hat es Boom gemacht und alle guten Vorsätze haben sich in Luft aufgelöst bzw. sind zusammengefallen, wie ein Kartenhaus.

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hab ich gestern erfahren, dass eine Freundin Krebs hat. Das hat mir dann endgültig den Rest gegeben. Warum sie? Sie hat sich, seit ich sie kenne, nichts sehnlicher gewünscht, als eigene Kinder. Und irgendwann hat sie auch den passenden Mann dazu kennen gelernt. Jetzt haben sie eine Tochter und sind überglücklich und mich macht der Gedanke daran, dass sie dieses Glück evtl. (man weiß noch nicht, ob die Sache gut ausgehen wird) nicht mehr lange leben kann, echt traurig. Mein Eindruck gestern war, dass sie jede Sekunde mit ihrer Tochter verbringen möchte, weil sie doch noch nicht so recht an Heilung zu glauben scheint. Und da kommt bei mir immer die Frage auf: was hat sie getan, dass das ihr passieren musste?
Gleiches macht mir Angst: wann passiert mal wieder etwas Schlimmes in meinem Leben? Manchmal kann ich mein Glück kaum fassen, bekomme aber im nächsten Atemzug verdammte Angst, dass etwas passiert, was mir wieder das Herz raus reißen wird - einfach so aus dem Nichts, wie es leider schon einmal passiert ist. An sich ist zur Zeit wirklich alles gut, aber irgendwie traue ich dem Frieden nicht mehr. Warum soll es ausgerechnet mir gut gehen? Ich mach/kann nix besonderes und dennoch stehe ich zur Zeit auf der Sonnenseite des Lebens und kann kein Vertrauen mehr dazu aufbauen, dass das auch erst mal so bleibt. Natürlich wird es immer Schicksalsschläge geben, aber mein gefühlter Eindruck ist, dass ich nicht glücklich sein soll und eigentlich gleich wieder was sein wird. Für Außenstehende wirke ich immer als die Starke, als hätte ich es überwunden, aber tief in meinem Inneren sind alle Wunden noch weit geöffnet und alles andere als verheilt. Ich weiß auch nicht, warum ich nicht einfach mal zu einem Psychologen gehe und mir Helfen lassen versuche - vielleicht, weil das ein Anzeichen von Schwäche ist? Aber tief in meinem Inneren weiß ich, dass ich da niemals allein raus kommen werde.
 
#57
Viel mehr Menschen, als sich vermuten lässt, haben schlimme Dinge in ihrem Leben erleben müssen. Schicksalsschläge, schreckliche Beziehungen, die selbst eine starke Person einknicken lassen. Du bist also nicht alleine;). Es dauert nunmal oft lange, bis man sich wieder davon erholt, kleine Macken aus der Zeit behält man oft zurück.
Und zeitweise hat man diese kleinen Rückfälle, die einen für kurze Zeit an dem neuen Glück oder dem jetzt "normalen" Leben zweifeln lassen. Das sollte aber relativ schnell wieder vorbeigehen, sonst solltest du dir vielleicht wirklich mal überlegen, Hilfe von aussen anzunehmen :).
Warum sollte es dir nicht gutgehen? Nur weil du keinen übermäßigen Fleiß besitzt oder keinen Leistungssport betreibst (als Beispiel), hast du Glück doch nicht weniger verdient. Wenn du momentan mit deinem Leben zufrieden bist, so wie es ist, dann genieß diese Zeit. Auch wenn es dir manchmal schwerfällt, sich keine Sorgen über die Zukunft zu machen, solltest du versuchen, das Jetzt zu leben. Es kann immer etwas passieren, dagegen wirst du aber niemals gefeit sein. Aber gerade deswegen muss man sich doch über die schönen Zeiten freuen.
Immerhin hast du in der Vergangenheit auch gelitten, als dein Leben nicht schön war,oder? Jetzt ebenfalls zu leiden, wo es doch gut läuft, ist echt kontraproduktiv ;).
 
M

Milenka

#58
Ich glaube, dass Du jetzt dieses Tief hast, liegt daran, dass Du gerade in den Mutterschutz gegangen bist. Du hast sicher immer gearbeitet und nun ist auf einmal Zeit, sich Gedanken zu machen. Kein durchgeplanter Tag, wie man das gewöhnt ist. Und vielleicht unbewusst ein bisschen Angst, was mit dem Baby auf Dich zukommt. Versuche es zu genießen, dass Du gerade in den Tag hinein leben kannst. Mach dir keine Vorwürfe deswegen. Die Umstellung von selbst- auf fremdgesteuert wird noch anstrengend genug.

Und wenn Du schon länger mit dem Gedanken spielst, Dir Hilfe zu holen, dann mach das ruhig. Da ist nichts dabei. Ich habe eine Freundin, der ging es ähnlich wie Dir. Ihr hat das sehr geholfen. Mit Schwäche hat das nichts zu tun, eher im Gegenteil. Es sind starke Menschen, die ihre Gefühle ernst nehmen und sich helfen lassen.
 
#59
Vielen Dank für Eure aufmunternden Worte. Mein Hauptproblem ist eigentlich, dass die eine Hälfte meines Gehirns sehr wohl weiß, dass nicht immer nur alles schlecht ist bzw. sein kann. Aber die andere Hälfte hat einfach tierische Angst vor den Schmerzen, falls doch wieder etwas sein sollte. Allein der Gedanke, dass meinem Mann etwas passieren könnte, bringt mich zum Heulen. Ohne ihn wäre mein Leben sinnlos. Er ist der erste Mensch, der mich wirklich zu lieben scheint (Familie mal Außen vorgelassen). Er gibt mir den Halt im Leben, den ich brauche. Ohne ihn wäre ich wirklich einsam. Ich hab zwar Freunde/Bekannte, aber zu niemandem ist die Beziehung so eng, dass ich mich mit Problemen an ihn/sie wenden könnte. Da ist nur mein Mann...

Der Arztbesuch heute morgen hat mir aber richtig gut getan: ich hab unsere kleine Maus gesehen und wieder hören dürfen, dass alles soweit normal ist und gut aussieht. Als ich ihren Arm und die Hand auf dem Ultraschall erkannt hab, hätte ich fast heulen können vor Glück. Dennoch habe ich Angst vor dem, was jetzt kommen wird. Ist sie wirklich gesund? Werden wir halbwegs brauchbare Eltern? Kann ich das alles bewerkstelligen? usw. usf.

Die letzten beiden Stunden hab ich mich durch ein paar andere Foren gewühlt und dabei wieder ein bisschen Mut fassen können. Aber sobald ich über meine konkreten Sorgen nachdenke, sind die ganzen Zweifel wieder da :( und ich kann das einfach nicht abstellen. Ich frag mich immer wieder, was in meinem bisherigen Leben alles schief gelaufen ist/sein muss, dass ich so geworden bin, wie ich bin und warum ich nicht ein bisschen mehr Lebensfreude habe bzw. nicht nur über Eventualitäten nachdenke, sondern einfach die schönen Momente genieße? Eigentlich gibt es keinen Grund, immer nur vom Schlechten auszugehen, aber irgendwas tief in mir drin sagt mir, dass ich bloß nicht zu glücklich sein soll, denn sonst passiert wieder was, damit das Glück auch ja nicht anhält und es mir wieder schlecht geht, denn ich habe es nicht verdient, dauerhaft glücklich zu sein, phasenweise ja. Zumindest ist das mein Eindruck von meinem bisherigen Leben.
 
#61
Ich glaube (ja, ja der Esel :cool:) , das ist alles relativ normal so kurz vor der Entbindung. Da spielen doch auch viele Hormone mit. Glaube nur nicht, dass Du allein damit bist auf der Welt. Du hast doch jetzt Zeit :D:p - da kannst Du Dich ja auch mal nach einem Familienforum /Babyforum umschauen, ob Du eines findest, wo es Dir gefällt und wo Geichgesinnte sind.
 
#62
*reinschleich* Ich lese Deine Einträge schon ein Weilchen mit, weil ich in ähnlicher Situation in das Fernstudium gestartet bin. Ich habe es auch nicht aufgrund eines festgesetzten Ziels begonnen, wobei ich mir mittlerweile schon erhoffe, dass durch das Studium eine berufliche Neuorientierung erleichtert werden würde. Mittlerweile ist meine Kleine knapp 15 Monate alt und ich bin zum zweiten Mal schwanger :D Mein Leben wurde durch unsere Tochter komplett durcheinander gewirbelt und Deine Sorgen, ob man als Eltern taugt und die Angst davor, dass plötzlich etwas Schlimmes passiert, kenne ich auch. Zwar ist man während der Schwangerschaft durch die Hormone schon etwas durcheinander, aber solche Gedanken und Trübsinnigkeiten kenne ich auch außerhalb der Schwangerschaft. Das Gefühl, dass es einem viel zu gut geht, man viel zu viel Glück im Leben hatte. Aber: Eigentlich ist das doch wirklich Quatsch! Jedem ist schon einmal etwas unschönes passiert und wenn man sich das vor Augen hält, dann fällt es einem leichter, sich am Leben zu freuen ;)
Genieße die letzten Wochen der Schwangerschaft so gut es geht, freu Dich auf Deine Kleine, schlaf` so viel es geht ;), tue all die Dinge, die mit Kind vielleicht schwieriger sind. Dein Leben wird sich komplett verändern, aber Du wirst das ganz toll hinkriegen und den Schritt in die Elternschaft sicher nicht bereuen.
Ich wünsche Dir alle Gute!!
*rausschleich*
 
#63
Hallo Lilly,

vielen lieben Dank für Deine aufmunternden Worte! Es tut gut zu lesen, dass es anderen ähnlich geht/ging und man damit nicht ganz allein ist.
Bzgl. des Mutterwerdens ist meine größte "Sorge" zur Zeit die Entbindung - der Tag der Tage rückt ja schließlich immer näher. Es sollte theoretisch keinerlei Probleme geben, denn physisch ist bei meinem Mäuschen und mir alles in bester Ordnung, aber die Schmerzen...

Und das Studium: kaum hatte ich letzte Woche mal ein paar Tage etwas anderes auf dem Plan, als "nur" studieren und schon häng ich hinterher, obwohl ich ja eigentlich den ganzen Tag Zeit hab. OK, ich denke, mein derzeit noch ausgeprägtes Ruhebedürfnis dürfte daher kommen, dass ich dieses Jahr nur 1,5 Wochen Urlaub hatte und am Ende wirklich nur noch die Minuten gezählt habe, bis der Mutterschutz beginnt, aber dennoch ärgert es mich, dass ich heute noch in aller Hektik nur einen Teil der EAs bearbeiten werde und für die kniffligen Dinge keine Zeit mehr hab. Einziger Trost: ich brauche keine Mindestpunktzahl :)
Aber wirklich frustrierend ist ja, dass ich seit Samstag an ein und dergleichen Aufgabe hänge und diese noch zu den leichten gehört. Das macht mich rasend. Selbst mit Lösungen, die ich zu exakt dieser Aufgabe im Netz gefunden habe, raff ich es nicht :mad:

Na mal schau'n, ob es heute besser wird. Hab ja noch bis 17.55 Uhr Zeit, bis die Post dicht macht.

Bis denn
 
#64
Ganz schön ernüchternd diese Woche bisher.
Gestern musste ich mich mal um die Ausstattung meines Nachwuchses kümmern, denn außer ein paar Möbeln und dem Kinderwagen haben wir so gut wie noch nix gekauft. Ja, ihr habt richtig gelesen: es gibt durchaus junge Eltern, die nicht sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest mit Shoppen beginnen, noch bevor sie beim Arzt waren. Aber mit 2 Bodies und 2 Stramplern würden wir nicht weit kommen, das war selbst uns klar. Also war gestern mal ausgiebig Shoppen angesagt und somit natürlich wieder nix für die Uni gemacht, denn abends hab ich mich nicht mehr von der Couch bewegen können :(
Und schon setzt wieder der Gedanke ein: "warum machst Du das eigentlich alles? Du bekommst es ja noch nicht mal ohne Kind auf die Reihe. Wie wird das dann erst in den ersten Tagen/Wochen nach der Geburt? Macht es überhaupt Sinn, sich dieses Semester fleißig mit der Thematik zu befassen? Wirklich verstehen tust du auch nicht alles, selbst wenn ich die Beiträge in der Newsgroup lese, die genau meinen Fragen entsprechen, verstehe ich die Antworten dennoch häufig nicht und trau mich natürlich auch nicht, nochmal nachzufragen :oops: usw. usf." Es ist ja schon frustrierend genug, immer wieder zu sehen, dass sich die Kommilitonen bereits schon mit KE 5 oder 6 befassen, obwohl jetzt "regulär" erst 3 dran ist. Klar, können Wiederholer sein, aber dennoch wäre es rein theoretisch möglich gewesen, dort jetzt auch schon zu sein, denn online waren Skript und Aufgaben ja schon deutlich früher verfügbar. Aber, wenn man eben so wie ich, 4 Wochen und mehr mit KE 1 verbringt, nur weil man den heroischen Anspruch hat, jeden Fuzzel verstehen zu wollen, kommt man halt nicht so recht vorwärts.
Außerdem hab ich es immer noch nicht raus, wie ich mich am besten organisiert bekomme bzw. wie ich den Stoff am besten verarbeiten kann. Jetzt bin ich dabei, einfach alle Definitionen, Propositionen usw. aus dem Skript (auch rückwirkend) abzuschreiben und ggf. mit einigen Kommentaren zu versehen, damit ich es auch verstehe. Aber ob das wirklich hilft? Folge hiervon: natürlich hab ich noch nicht mit KE 3 angefangen. Und das macht auch noch nicht wirklich Sinn, denn KE 2 hab ich nicht ganz geschafft und muss erst da weitermachen.

Wenn ich mir dann noch vor Augen halte, was die nächsten Tage alles schon wieder geplant ist, dann hab ich ehrlich gesagt, nicht viel Hoffnung, dass ich mit KE 3 incl. Bearbeitung der EAs bis zum Stichtag fertig werde. Aber gerade das ist es doch eigentlich, was besonders Wichtig ist: die Korrekturen der eigenen Aufgaben zu sehen und verstehen. Natürlich gibt es auch die Musterlösungen. Aber in denen steht leider nicht, ob die eigene Herangehensweise - die ja mal eine andere sein kann - überhaupt richtig gewesen ist und man nur an Stelle x falsch abgebogen ist oder so.

Außerdem steht immer die Frage im Raum: "bist Du überhaupt für ein Mathestudium geeignet?". Eigentlich würde ich ja sagen, "ja". Denn ich musste in den letzten Jahren feststellen, dass ich mich hauptsächlich gerne mit Logik befasse und weniger mit so Management-Kram oder auch technischen Fragestellungen. Was liegt also näher, als ein Mathe-Studium?
Ich weiß es nicht. Aber wenn ich mir anschau, wie schwer ich mich allein mit dem Verstehen von einigen Dingen tu, dann frag ich mich immer wieder: "warum?" Oder "was macht mich so begriffstutzig, dass ich es einfach nicht verstehe?"

Und das alles macht mich traurig bzw. frustriert mich, denn eigentlich sollte man meinen, dass man, wenn man schon mal erfolgreich ein Studium absolviert hat, aus diesem bereits einiges gelernt hat in puncto Organisation usw., aber das scheint bei mir nicht der Fall zu sein :(


So, jetzt hab ich mein Handgelenk vom Schreiben ein bisschen entspannt und kehr mal wieder zu meinen Definitionen zurück.
 
#65
Es ist ja noch schlimmer. Wenn du es einmal verstanden hast und dir später nochmal anschaust, dann fragst du dich: was war denn da so schwer dran? ;)
 
#66
Das mit dem Abschreiben habe ich am Anfang auch versucht. Das klappt nicht. Du musst versuchen, hinter den Sinn der Sachen zu kommen. Was bedeutet eine Definition, was sagt ein Satz aus? Versuch also, diese Dinge in eigenen Worten zu formulieren. Such dir Beispiele oder Schau dir an, warum angegebene Beispiele funktionieren. Vielleicht findest du ein Bespiel, bei dem etwas nicht funktioniert.

Ich hab in einer Buchhandlung in Heidelberg dann mal dieses Buch entdeckt, das es jetzt auch auf deutsch gibt:
Da stehen einige Tipps für Lernstrategien drin.

Ansonsten gilt: Mathe testet immer wieder deine Frustrationstoleranz. Nicht aufgeben. Sonst musst du BWL studieren. :eek:
 
#67
Hallo krid,

vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Das Buch werd ich mir mal besorgen - werde ja im Krankenhaus auch was zu lesen brauchen.
Ich hab von der Frustrationsgrenze gelesen bzw. gehört und bisher hab ich ja noch nicht aufgegeben.
Ansonsten gilt: Mathe testet immer wieder deine Frustrationstoleranz. Nicht aufgeben. Sonst musst du BWL studieren. :eek:
Na genau das ist es ja, was ich nicht will! Außerdem hab ich ja schon mal BWL light studiert - bin ja Wirt.Ing.
Mir wird nur einfach alles zu viel zur Zeit. Und seit gestern fühl ich mich auch zum ersten Mal schwanger. Hatte immer wieder ein Ziehen im Bauch und noch dazu ständig Rückenschmerzen.
Nun mach ich gerade nur ein paar Minuten Pause vom Lebensmittel einkaufen. Dann geht's nämlich gleich weiter zum Babyshoppen Teil 2 und bevor ich mich versehe, ist's schon wieder Abend und ich hab wieder nix getan :mad:

Vielleicht werd ich's für dieses Semester auch einfach lassen, also den Anspruch, die Prüfung mitzuschreiben und nur versuchen, mich von KE zu KE zu hangeln, damit ich nächstes Semester voll durchstarten kann. Ich hoffe doch bis dahin mit Kind so organisiert zu sein, dass ich auch ein paar Minuten am Tag für mich haben werde können.
Wie auch immer - jetzt guck ich noch kurz in die korrigierten Aufgaben von KE 1 - bin ja schon stolz, dass ich mehr als die Hälfte der Punktzahl erreicht hab :) und dann geht's wieder weiter.
 
#68
Das mit dem Abschreiben habe ich am Anfang auch versucht. Das klappt nicht. Du musst versuchen, hinter den Sinn der Sachen zu kommen. Was bedeutet eine Definition, was sagt ein Satz aus? Versuch also, diese Dinge in eigenen Worten zu formulieren. Such dir Beispiele oder Schau dir an, warum angegebene Beispiele funktionieren. Vielleicht findest du ein Bespiel, bei dem etwas nicht funktioniert.
Nachdem mein Mann nun eingeschlafen ist, hab ich sogar noch ein bisserl Zeit für Mathe.
Vom Abschreiben versprech ich mir in erster Linie, dass ich Def./Satz/was auch immer, zumindest mal Wort für Wort gelesen hab. Ich neige leider dazu, manchmal einfach schnell drüber zu lesen und nichts dabei zu verstehen. Außerdem ist es ein bisserl übersichtlicher, als im Skript hin und her blättern zu müssen, wenn innerhalb eines Beweises "mit Satz x und Proposition y folgt..." steht. Dann kann ich wenigstens einfach mal kurz in meine Unterlagen gucken und den Beweis trotzdem neben mir liegen haben.
Oftmals hab ich auch noch nicht mal Verständnisprobleme, was Sätze, Definitionen usw. für sich angeht, auch wenn ich sie nicht in eigene Worte gefasst hab. Mein Problem ist eher, dass ich häufig die Zusammenhänge zwischen zwei oder mehreren nicht hinbekomme und entsprechend eigene Beweise eher Müll sind, wie ich gerade in meiner korrigierter EA feststellen musste.
 
#69
Nur nicht verzweifeln und vor allem: Stress Dich nicht!! Du scheinst doch eine wirklich große Motivation für das Studium zu haben und wenn ich das richtig verstanden habe, ist es für Dich auch kein Weltuntergang, wenn das Studium ein oder zwei Semester länger dauert. Ich glaube nicht, dass ich die Richtige bin, Dir Ratschläge zu geben (sehr erfolgsorientiert studiere ich nicht). Aber ich kann Dich vielleicht damit aufmuntern/motivieren, indem ich Dir schreibe, wie es bei mir war/ist. Ich mache mir wirklich keinen Stress mit dem Studium, da es hauptsächlich Spaß und Hobby und vor allem was-anderes-als-stillen-wickeln-spielen ist. Ich habe auch schon ein paar Semester ohne abschließende Prüfung hinter mir, aber in diesen Semestern war ich hochschwanger (und zwischenzeitlich wegen vorzeitiger Wehen im Krankenhaus bzw. habe noch meine Dissertation neben der Arbeit beendet) bzw. hatte ein Neugeborenes Zuhause und musste mich erst mal umstellen ;) Ich hatte zu Beginn mit Baby zwar viel Zeit, da die Kleine noch viel geschlafen hat, aber die habe ich eben auch nicht nur zum Lernen genutzt. Ich habe schon gelernt und gelesen, aber eben in meinem Tempo und so, dass es mir Spaß gemacht hat und ich nicht das Gefühl hatte, etwas bei meiner Tochter zu verpassen.
Und so handhabe ich es jetzt immer noch: Zuerst kommt meine Tochter und wenn sie schläft und ich noch einigermaßen fit bin (schwanger sein macht soooo müde), dann lerne ich noch etwas. So macht es Spaß und vielleicht schaffe ich es dieses Semester auch, die Klausur zu schreiben. Den Stoff habe ich letztes Semester in Ruhe schon einmal durchgearbeitet, insofern sollte es klappen.
Dafür ist doch ein Fernstudium ideal! Im eigenen Tempo sich etwas erarbeiten und dabei Freude haben :D
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß beim Babyshopping und ganz viel Ruhe und Entspanntheit. Und wenn die Übungsaufgaben gut laufen und Du Spaß beim Lernen hast, dann hast Du für Dich den richtigen Weg eingeschlagen *meineMeinung*

Liebe Grüße,
Lilly
 
M

Milenka

#70
Hallo Banzai,

wenn Dir gerade alles zuviel wird, dann leg die Studienunterlagen zur Seite! Papier ist geduldig. Mutterschutz gibt es nicht umsonst in ganz vielen Ländern. In der Zeit um die Geburt herum braucht man viel Ruhe. Es scheint mir fast, Du kämpfst gegen irgendetwas an. Lass Dich auf Dein Baby ein und schlafe oder faulenze, so oft wie es geht. Ich kann Dich gut verstehen, weil ich auch so kopforientiert war in dieser Zeit. 10 Jahre und zwei Kinder später weiß ich, dass alles seine Zeit hat und dass Entspannung im Mutterschutz nichts mit Zeitverschwendung zu tun hat. Das Studium schaffst Du schon noch.

Liebe Grüße
Milenka
 
#71
Lilly, Milenka: ihr habt recht. Ich stress mich jetzt nicht mehr und genieße vor allem die freie Zeit. Mir geht es aber ähnlich wie Lilly. Für mich ist das Studium eher Hobby bzw. Abwechslung zu Stillen/Windeln wechseln. Ob ich's jemals abschließen werde, wird wohl eher von der zur Verfügung stehenden Zeit nach der Elternzeit und meiner beruflichen Zukunft abhängen.

So, nun ran an die Arbeit, denn ich hab endlich mal ein paar Stunden Zeit für Mathe :)

Bis denn.
 
#72
Nachdem ich mich nun an ein neues Kapitel gewagt hab und nicht lange gebraucht hab, um festzustellen, dass ich nur noch Bahnhof verstehe, werde ich meinen Plan für dieses Semester ändern.
Ihr werdet jetzt sicher denken: "die Hormone" oder doch "kein Durchhaltevermögen", aber dem ist nicht so. Ich halte mich für eine Realistin, die jetzt schon ahnt, dass sich eh die Schwerpunkte erst mal verlagern werden, wenn meine kleine Maus auf der Welt ist und ich schätzungsweise dann doch mehr Ruhebedürfnis haben werde, als Zeit um der Mathematik gerecht zu werden.

Und deshalb habe ich mich nun entschieden JETZT noch mal mit KE 1 anzufangen und doch wieder den Anspruch zu haben, alles zu verstehen. Wie gesagt, bin bei KE 3 und verstehe nur noch Bahnhof und fürchte, das liegt daran, dass ich bei KE 1 ein paar wenige Lücken und bei KE 2 schon deutlich mehr Defizite habe. So richtig bewusst ist mir das bei der ein oder anderen Proposition geworden, die ich heute Vormittag noch abgeschrieben habe. Da die NG des Kurses ja wirklich gut besucht/betreut ist, hab ich mir gedacht, guckste Mal da rein, vielleicht hat ja noch jemand das gleiche Verständnisproblem wie du. Und siehe da, es hat keine 2 Minuten gedauert und ich habe einen Post gefunden, der mir aus der Seele sprach. Und dieser war dann eigentlich der wirklich ausschlaggebende Punkt, wo ich mir gedacht hab, dass es keinen Sinn mehr macht, krampfhaft etwas verstehen zu wollen, was auf noch "unverstandenen" Dingen aufbaut.
Das einzige, was mich nun an dieser Entscheidung wurmt, ist, dass ich so natürlich die Abgabentermine für die EAs nicht mehr einhalten kann, denn der nächste ist schon in einer Woche und dann komme ich dem errechneten Geburtstermin schon ziemlich Nahe... Aber was soll's. Vielleicht fällt der Groschen noch früh genug und ich kann nach den Weihnachtsferien wieder halbwegs mitreden. Wenn dem so ist, kann ich ja immer noch entscheiden, ob es für die Prüfung reichen könnte und wenn nicht, dann ist nächstes Semester auch wieder ein Semester :)
Und bisher stört mich der Gedanke nicht, mich nochmal ein ganzes Semester mit der Thematik zu befassen, denn kapiert hab ich's ja noch nicht und von daher gibt es ja noch genug zu entdecken ;)
 
#74
Nachdem ich nun meine Semesterpläne geändert hab, hab ich mir gedacht, kannst Dich ja auch gleichzeitig mal etwas mit Latex beschäftigen, wenn gerade kein Nerv für Mathe da ist. Aber, wie bereits beschrieben, hab ich bisher keine besonders tollen Erfahrungen damit gemacht und so hab ich amazon bemüht und nochmal nach Anfänger-Büchern geguckt. Neben dem, das ich schon habe, stand eigentlich nur noch das Latex für Dummies zur Auswahl. Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie hab ich's eigentlich nicht so mit der Dummy-Reihe und deshalb das Buch bisher gekonnt ignoriert. Allerdings ist das andere Buch keine wirkliche Anfängerlektüre, denn es wird zu schnell zu wenig erklärt und irgendwie davon ausgegangen, dass der Anfänger es schon schaffen wird, die fehlenden Infos zu ergoogeln. An sich hab ich damit ja auch kein Problem, aber gerade in der Latex-Welt trifft man leider auf so viele unterschiedliche Antworten, von denen oftmals keine hilft, weil man selbst noch irgendwo was hat, was in diesem oder jenem Beispiel nicht drin war, und genau das das Problem verursacht hat. Also, meine einzige Hoffnung: das Dummy-Buch.

Nun hab ich gestern beim Shoppen direkt die Gelegenheit genutzt und mal einen Blick ins Buch geworfen und musste feststellen,dass das endlich mal so ge-/beschrieben war, dass auch der Latex-Neuling etwas verstehen kann. Und deshalb hab ich es gleich mit Heim genommen und jetzt innerhalb von 1,5 Stunden eine Vorlage so basteln konnte, wie ich sie haben wollte. Und das ganz ohne ewiges googeln! Und das Beste daran: ich hab verstanden, warum ich was wie gemacht hab :)

Da ich die letzten Tage viel damit verbracht hab, darüber nachzudenken, wie ich Mathe evtl. am effektivsten lernen kann, hab ich mir folgendes überlegt: Ich lese/verarbeite das Skript, wie bisher und möchte dennoch alle Definitionen, Sätze usw. in einer kleinen Übersicht zusammenstellen, also eigentlich wieder abschreiben. Diesmal aber mit dem Vorsatz, so gut wie alles nochmals in eigene Worte zu fassen oder so zu kommentieren, dass ich es auch in 4 Wochen sofort wieder verstehe.
Ihr werdet Euch sicher fragen, was das nun mit Latex zu tun hat? Ganz einfach: ich weiß nicht warum, aber irgendwas in mir möchte Ordnung in den Unterlagen haben. Ich mag es gar nicht, wenn ein Teil im Skript steht, ein anderer Teil auf irgendeinem Zettel (weil im Skript kein Platz war) oder eigene Kommentare das Skript an sich "versauen". Und was diese Ordnung betrifft, hab ich optische Ansprüche, die ich von Hand nicht erfüllen kann. Also brauch ich eine IT-Lösung. Positiver Nebeneffekt ist natürlich auch, dass man im pdf dann nach Stichworten suchen kann und nicht ständig mit Blättern beschäftigt ist, bis man es gefunden hat.

Tja, und daher bin ich gerade mächtig stolz bzw. zufrieden, dass die Vorlage nun erst mal so ist, wie ich mir das bis hierher vorgestellt habe und hab nun den Kopf wieder frei, mich der Mathematik zu widmen :D
 
Zustimmungen: krid
#75
Vor ein paar Jahren gab es ein gutes Latex-Einsteigerbuch im Markt & Technik Verlag. Leider ist das vergriffen, und es gibt unverständlicherweise keine Neuauflage. Das mit den Zusammenfassungen ist eine gute Idee, mir würde das texen aber zu lange dauern.
 
#76
Nachdem sich gestern Abend die beiden Arzthelferinnen bei meinem Frauenarzt köstlich darüber amüsieren konnten, dass mein Bauch so riesig ist, ich aber dennoch keinerlei Schwangerschaftswehwehchen habe (da bin ich auch sehr froh drüber!) - Zitat "Sie sind ja wirklich noch erstaunlich gut unterwegs..." frag ich mich die ganze Zeit, was ich anders gemacht hab als andere, denn eigentlich hab ich das für nichts besonderes gehalten.
Mit jedem weiteren Arztbesuch wird mir aber immer bewusster, dass DER Tag immer näher rückt. So doof es klingt, aber irgendwie wächst damit leider auch das ungute Gefühl vor der Geburt bzw. eher den damit verbundenen Schmerzen, denn mir geht es so ja ganz gut. Also ich meine, ich habe jetzt nicht das körperliche Bedürfnis, dass meine Tochter meinen Körper endlich wieder mir überlässt, denn ich hab ja keinerlei Probleme bisher gehabt, die so nervig wären, dass man nur noch die Tage zählt, bis die Schwangerschaft endlich vorbei ist. Von daher ist es evtl. doppelt schlimm, denn so wartet mein Gehirn körperlich gesehen, nur auf den Tag der Schmerzen. Mein Herz freut sich tierisch auf die kleine Maus: sie endlich im Arm halten zu können, in ihre Augen zu schauen, sie zu spüren usw. - das ist sicherlich alles wert, aber dennoch bleiben dazwischen eine unbekannte Anzahl an Stunden mit Schmerzen und ein Verfahren, dass so niemand erfunden hätte, wenn man es hätte konstruieren können. :confused:

Ich mein, ist ja nicht so, dass ich das nicht vorher gewusst hätte, aber das ist sicher kein Argument für/gegen die Entscheidung für ein Kind, dass man in Betracht zieht. Logisch könnte ich auch einen Kaiserschnitt machen lassen, aber irgendwo denke ich mir, muss es doch einen Sinn haben, dass meine Tochter in Abschussposition liegt und scheinbar "normal" auf diese Welt kommen möchte und die Medizin an dieser Stelle nicht so viel Einfluss nehmen sollte. Schmerzmittel ja, also vielmehr mal schauen, aber Geburt auf Bestellung, Nein.


Seit ein paar Stunden ist es nun amtlich: Obama bleibt Präsident :) und wir haben bald unser normales TV-Programm wieder. Wer glaubt eigentlich bei den Öffentlich-Rechtlichen, dass man auf 2 Sendern parallel Live-Übertragungen die ganze Nacht lang braucht, die sich alle nur um den gleichen Inhalt drehen? Ich kann ja noch den Konkurrenzkampf zu den Privaten verstehen, aber dass ARD und ZDF sich selbst Konkurrenz machen und nix besseres zu senden hatten, hat mich doch ein bisserl überrascht :confused: Man war ich froh, dass es DVDs gibt, denn schlaflos in der Schwangerschaft kann es nachts manchmal schon sehr langweilig werden, wenn man schon zu faul zum Lesen ist...


Vor ein paar Jahren gab es ein gutes Latex-Einsteigerbuch im Markt & Technik Verlag. Leider ist das vergriffen, und es gibt unverständlicherweise keine Neuauflage. Das mit den Zusammenfassungen ist eine gute Idee, mir würde das texen aber zu lange dauern.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum es für Latex so wenig Lektüre gibt. OK, steht alles irgendwo im Web und das favorisierte "Textverarbeitungsprogramm" für die breite Masse wird's auch nicht werden, aber wenn ich mir vor Augen halte, wie oft ich mittlerweile in irgendwelchen Foren den Link zur Einführung hier von der FU gefunden habe, dann scheint es sich ja doch eher um eine Marktlücke zu handeln. Vielleicht sollte ich eine Karriere als Buchautor anstreben ;)
Nein, im Ernst: das wäre nichts für mich. Die Thematik ja, aber das Schreiben eher nicht.

Wie dem auch sei, jetzt widme ich mich noch ein paar Stunden der Mathematik, bevor ich ins KH zur Anmeldung fahre und danach das von krid empfohlene Buch abholen und direkt lesen werde.

Einen schönen Tag Euch allen!
 
M

Milenka

#77
Deine Angst vor der Geburt kann ich gut verstehen. Aber viele Mütter haben mehr als ein Kind. Das heißt, unser Gehirn hat offenbar einen wunderbaren Mechanismus, der uns die Strapazen vergessen lässt. Rückwirkend betrachtet ist es das mehr als wert. Aber ok., erstmal muss man da durch.

Vielleicht hat jemand hier Erfahrungen mit einer PDA? Würde mich auch mal interessieren. In Frankreich ist das eine Standard-Sache, habe ich mal gelesen. In anderen Ländern ist man wohl pragmatischer, was Geburt und Mutterschaft betrifft.
 
#78
Was für Fragen hast Du denn zu PDAs? Erfahrung mit PDA bekommen hab ich noch nicht, mit LEGEN schon (hab eine Zeit lang in der Anästhesie gearbeitet ;)).
Zur Geburt kann ich nur beisteuern: Es stimmt wirklich, dass der Schmerz vergessen ist, sobald das Baby da ist!! Zumindest war es bei mir so (im Gegensatz zum Kaiserschnitt, der die ersten Tage danach sicher noch sehr schmerzhaft sein kann - darum: wenn ein Kaiserschnitt medizinisch nicht notwendig ist: lieber nicht!! Eine normale Geburt ist zudem für ein (gesundes, reifes) Baby immer besser)
 
#79
PDA habe ich bei meiner Tochter bekommen, das hat mich über einige schlimme Stunden gerettet. Aber bei mir lief irgendwie auch nix wie es sollte, insofern war das richtig toll! Man sollte sie sich nur rechtzeitig geben lassen...;)

Das Legen ist harmlos, normalerweise ist man durch die Wehen eh so beschäftigt, dass man den kleinen Pieks im Rücken gar nicht sehr spürt.
 
#80
Ich habe auch eine PDA bekommen und kann sie nur weiterempfehlen! Der Wehenschmerz hört sofort auf und die eigenen Kräfte werden für die Geburt geschont. Da bei mir der Schlauch nach einigen Stunden verrutscht ist, habe ich sogar beide Erfahrungen machen können: eine Körperhälfte betäubt, die andere nicht....:(
Allerdings können die Wehen durch die PDA schwächer werden, d.h. dass du an den Wehentropf musst und die Geburt ggf. etwas länger dauert (War bei mir auch der Fall). Ist aber alles nicht so dramatisch, wenn der kleine Krümel da ist, sind tatsächlich alle Schmerzen vergessen! Meine kleine Maus ist 15 Wochen alt und ich weiß jetzt schon, dass sie kein Einzelkind bleiben wird (obwohl ich im Endspurt fast alles an Komplikationen mitgenommen habe was ging....)
LG,
Sally
 
#81
Ich hab nun mit der Ärztin im Krankenhaus besprochen, dass ich es erst mal so versuchen möchte und wir dann immer noch entscheiden können, ob es ohne Schmerzmittel gar nicht geht. Ja, ich weiß, in der letzten Stunde vor der Geburt geht die PDA nicht mehr, aber dann ist ja immerhin ein Ende absehbar ;)

Nachdem ich gestern nichts gemacht hab und auch überhaupt keinerlei Lust dazu verspürt hab, hoffe ich, dass heute erfolgreicher wird. Das einzig blöde ist nur, dass ich immer mehr merke, dass Liegen für meinen Rücken einfach entspannender ist, als Sitzen und Lesen dabei zwar noch ganz gut klappt, aber Schreiben geht im Liegen einfach nicht. Blöd, das...

@ krid: ich hab den ersten Teil des Buches bereits gelesen und finde es höchst interessant - Danke nochmal für den Tipp!

Also, wer, so wie ich, auch Schwierigkeiten hat, mathematisch zu denken, der sollte mal einen Blick in das Buch riskieren. Bereits auf den ersten 50 Seiten kann ich schon vom ein oder anderen Aha-Erlebnis berichten. Allein die ausführliche Beschreibung, welche Kleinigkeiten dafür verantwortlich sein können, ob ein Beweis gut lesbar/verständlich ist oder nicht, hat schon einen Teil des Preises gerechtfertigt.
Ehrlich gesagt, war ich sehr überrascht, als ich gesehen hab, dass es in diesem Buch auch Aufgaben gibt. Auf der einen Seite verständlich - selbst machen ist immer besser, als nur Lesen - aber auf der anderen Seite nur bedingt hilfreich, denn im Buch gibt es keine Lösungen und die, die es auf der Webseite des Autors gibt, umfassen leider auch nicht alle Aufgaben.

Leider macht sich bei mir der Föhn bemerkbar und ich bekomme einen ganz leichten Anflug von Kopfweh, weshalb ich jetzt erst mal wieder Buch und Couch vorziehen werde, in der Hoffnung, dass es mit zunehmender Flüssigkeitsaufnahme besser wird.
 
#82
Tja, was soll ich sagen: nichts wurde besser gestern. Ich hab den ganzen Tag mit Kopfweh auf der Couch verbracht und hatte noch nicht mal Lust, das Buch zu lesen :(

Im Moment sieht's immerhin ein bisschen bewölkt aus und in mir regt sich die kleine Hoffnung, dass ich heute mal wieder was machen kann. Und damit ich nicht zu viel Zeit verplemper, geh ich nun mal ran ans Werk.
 
#84
Du meinst ET? Der soll am 24.11. sein und irgendwie ist mein Kopf noch nicht so ganz darauf eingestellt - gefühlt ist bei mir immer noch Mai... :eek:

Wie soll's auch anders sein: hab nix am WE gemacht (die Kopfschmerzen waren am Samstag schneller wieder da, als ich gucken konnte) und fühl mich gut dabei :)
Es war die richtige Entscheidung, dieses Semester nicht zu ernst zu nehmen, sondern als Orientierungsphase. Dennoch wurmt es mich, dass ich jetzt schon wieder alles Schleifen lasse.

Also, wieder ran an die Buletten, in der Hoffnung, dass ich nicht in 2 h wieder auf der Couch hänge...
 
#85
*freu* ich hab's heute doch tatsächlich geschafft, mich 5-6 Stunden mit Mathe zu beschäftigen. Bin zwar inhaltlich nicht weit gekommen, aber ich denke, beim ein oder anderen Punkt hat's endlich Klick gemacht.
Mal schauen, wie das morgen werden wird.
 
#86
Das klingt gut und bewundernswert! Ich habe gerade meine Kleine ins Bett gebracht und werde jetzt auch versuchen, noch ein wenig zu lernen (nachdem der Rest des Tages mit einkaufen, spielen, kochen, spielen und Weihnachtsgeschenke basteln so schnell vorbei war). Viel Erfolg für morgen!
 
#87
So, nachdem ich gestern den Tag mit Kopfschmerzen auf der Couch verbracht hab, bin ich natürlich kein bisschen weiter gekommen. Und heute hänge ich noch so zwischen Unlust und "ran an die Buletten" und kann mich nicht entscheiden, was ich nun tun soll :confused:
Ich gebe zu, dass der immer näher kommende Geburtstermin meine Euphorie für das Studium gerade in Grenzen hält, denn in den ersten ein, zwei, drei Wochen, werd ich wohl eh nix anderes machen, als mich um mein Mäuschen zu kümmern. Aber auf der anderen Seite ist da doch dieser Anspruch nach Weitermachen.

Wie dem auch sei: am meisten verrückt macht mich diese Warterei auf die Wehen. Ich hab keine Ahnung, auf was ich wirklich warte, wie schlimm das ist, wie häufig sie gleich am Anfang auftreten usw.. Und das wirklich schlimmste ist der Zeitpunkt. Wenn ich sicher sein könnte, dass der ET auch wirklich der Tag der Entbindung ist, könnte ich locker durch die Gegend laufen und wäre ja sicher, dass Nix ist. Aber so bleibt immer das ungute Gefühl, dass es doch auf einmal los gehen könnte und ich gedanklich nicht darauf vorbereitet bin. Den Teil find ich wirklich am aller nervigsten, dieses in der Luft hängen. Vor- oder Senkwehen hab ich natürlich auch keine - zumindest glaub ich das - und entsprechend unvorbereitet fühle ich mich.
Die Medizin kann mittlerweile so viel, nur den Tag der Entbindung vorhersagen, klappt noch nicht. Irgendwie hat das was von "Warten auf Godot"...
 
#88
Die Kunst besteht darin, sich von der Warterei nicht verrückt machen zu lassen und sich von der Idee der Planbarkeit zu verabschieden. Die ist mit Baby sowieso erstmal passé, falls Du nicht eins von diesen Ausnahmekindern bekommst, die vom ersten Tag an durchschlafen, nie überreizt reagieren etc.

Außerdem ist das "einfach Laufenlassen" eine gute Vorbereitung für die Geburt als solche. Im übrigen fängt eine Geburt nicht zwingend mit Wehen an. Bei uns gab es einen Blasensprung, dann 1,5 Stunden lang nix und dann ging die Post ab. Und wenn es wirklich so weit ist, wirst Du das auch merken. Zitat meiner Hebamme aus dem letzten Abend Geburtsvorbereitungskurs: "Eine Hilfestellung für die Männer: Wenn die werdende Mutter Wehen hat und Sie wissen wollen, ob es ernst ist- fragen Sie etwas, während die Wehe da ist. Solange sie auch während der Wehe noch sinnvolle und passende Antworten auf Ihre Fragen kriegen, haben Sie noch ausreichend Zeit um ins Krankenhaus oder Geburtshaus zu fahren oder die Hebamme herzubestellen. Sobald die Antworten sinnlos werden oder Sie beschimpft und angebrüllt werden, wird es langsam ernst."

Gedanklich vorbereiten kann man sich auf eine Geburt glaube ich nicht wirklich, schon gar nicht auf die erste. Ich finde, man kann sich das weder vorstellen noch gut erklären, zumal es eh jede Frau anders erlebt.
 
M
#89
Mit so einer Vorhersage wäre doch die ganze Spannung im Eimer :) Das geht bestimmt ganz sanft los, mit einem Ziehen, wie bei Regelschmerzen. Wann es Zeit für das Krankenhaus wird, hängt von der Häufigkeit der Wehen ab. Oder davon, wie Du Dich fühlst (siehe Birdys Kommentar). Und lass Dich nicht verrückt machen, wenn das Kind nicht zum Termin kommt. Laut der Hausgeburtshebamme, mit der wir unser zweites Kind entbunden haben, wird der Termin in Deutschland anders berechnet als etwa in Frankreich oder den Niederlanden. Dort rechnet man von der Befruchtung an, bei uns vom ersten Tag der letzten Regel. Unter 7 Tagen drüber würde ich die Geburt nicht einleiten lassen, die Natur hat eben keinen Terminkalender.
 
#90
Danke für's Mut machen, dennoch nervt mich diese Ungewissheit/Warterei. Ich kann nicht abstreiten, dass ich schon ein bisschen neugierig bin, wie so eine Geburt ist. Wenn ich dann aber an das ganze G'schrei denke, dass man so aus dem Fernsehen kennt, dann könnt ich auf das Erlebnis doch verzichten :oops:

Tja und was die Mathematik betrifft, so hab ich die letzten Tage nix gemacht :( und kann mich auch heute nicht so wirklich dazu aufraffen. Auf einmal hat sich bei mir der gesamte Ehrgeiz verabschiedet und das ist schon ganz schön blöde. Je näher der Geburtstermin rückt, umso mehr macht sich der Gedanke breit, dass ich dann ja eh die nächsten Wochen nicht mehr dazu komme und es doch gleich bleiben lassen kann.

Am liebsten würd ich mich einfach nur vor den Fernseher legen und den ganzen Tag berieseln lassen. Da aber außer Trash-TV tagsüber kaum was kommt, wird es schon verdammt schwierig Sachen zu finden, die mich interessieren und nicht die Wiederholung der Wiederholung sind. Selbst zum Daddeln hab ich keine Lust, obwohl ich es eigentlich liebe.
Warum auch immer, hat mich heute Nacht das Puzzle-Fieber wieder gepackt. Ich hätte sogar noch ein 3.000er, das ich noch nie fertig gemacht hab. Aber da ist das Platzproblem. Es würde zwar gerade so auf unseren Esstisch passen, aber dann ist der halt unbrauchbar und das möchte mein Mann nicht (was ich auch verstehen kann). Und so sitz ich nun vor'm PC und hoffe, dass mir doch noch irgendwas einfällt, was mir Spaß machen könnte und mich von der Warterei ein bisschen ablenkt.
 
M
#91
Wie wärs denn mit einer Krankenhausserie auf DVD :) ?

Spaß beiseite: Puzzeln ist doch eine super Idee. Das hat sowas meditatives... Bestell Dir doch noch schnell eine Puzzlematte, dann kannst Du alles schnell wegräumen.
 
#92
General Hospital und Schwarzwaldklinik fand ich damals schon langweilig und Nikola hab ich jetzt schon oft genug in der Wiederholung gesehen... ;)

Das Problem beim Puzzeln ist, dass ein Teil des Puzzles bereits fertig in einem Puzzlebrett mit Deckel liegt und das aber so schwer ist, dass ich es ohne meinen Mann nicht aus dem Keller bekomme. Und bis der Heim kommt, muss ich ja doch beschäftigen.

An sich hätte ich auch Lust mal etwas kreatives zu kochen. Mein Problem dabei ist nur, dass ich a) weder kreativ bin, noch b) jetzt schon damit anfangen kann bzw. der Nachmittag dann dennoch keinerlei Programm enthält.
 
M
#93
Da wüsste ich was: Herkommen und hier was kreatives kochen! Oder auch einfach nur kochen. Würde mir sehr helfen. Und mit der Fahrzeit ist die Aktivität noch langwieriger. Heute nachmittag nähe ich mit meinen Kindern an einem Filz-Adventskalender weiter. Eine Jahrhundertaufgabe bei unserem Tempo. Da könnten wir ebenfalls Unterstützung brauchen :)
 
#94
Ich überlege mal, was ich so getrieben hab im Mutterschutz, also:
  • ich war eigentlich jeden Tag mit irgendeiner Freundin, Kollegen oä. für deren Mittagspause zum Essen verabredet.
  • Außerdem war ich jeden Tag Schwimmen. Der einzige Sport, den ich auch hochschwanger noch super fand, bis auf den Moment, wo man aus dem Becken steigt und die Schwerkraft wieder voll zuschlägt.
  • Im Nestbautrieb habe ich die ganze Wohnung auf Hochglanz poliert.
  • tatsächlich habe ich auch jeden Tag ein relativ aufwändiges Abendessen gekocht.
  • diverses Zeug genäht und gestrickt
  • Babyklamotten und Stoffwindeln gewaschen (wir waren mit allen Vorbereitungen ziemlich spät dran...)
  • Elterngeld-, Kindergeld- und sonstige Anträge und Papierkram soweit vorbereitet, dass nur noch Name und Geburtsdatum des Kindes eingesetzt werden mussten
  • und auch noch was für die Uni getan. Für den Fall, dass unser Nachwuchs eins von diesen Ausnahmebabys geworden wäre, die sofort durchschlafen etc. hatte ich nämlich in Erwägung gezogen, die ABWL-Klausur ca. 5 Wochen nach berechnetem ET mitzunehmen. Ein höchst ambitionierter Plan, den ich wegen akuten Schlafmangels und sonstiger Umstellungsschwierigkeiten nicht in die Tat umgesetzt habe. Mal davon abgesehen, dass ich den Stoff zwar vor der Geburt recht gut beherrscht habe, danach aber die Stilldemenz voll zugeschlagen hat.
 
#95
Solltet ihr Zwei nicht lieber lernen? ;)
Im Ernst: schön, jemand zum Ratschen zu haben, da ich zur Zeit tagsüber doch ein bisserl allein bin. An manchen Tagen bin ich aber auch sehr dankbar dafür.

@ Milenka: wo müsste ich denn hin zum Kochen? Außer Pasta mit Gemüse wird es aber kaum was werden...
Den Adventskalender überlass ich lieber Euch. Kennst Du "Hör mal wer da hämmert"? Tim Taylor ist ein begnadeter Handwerker gegen mich :oops:

@ Birdy: da sind wirklich viele Ideen dabei. Die arbeitsintensiven Dinge hab ich allerdings schon hinter mir und somit bleibt nur noch Hausputz (aber damit kannst Du mich jagen - so langweilig kann mir gar nicht werden) und Schwimmen. Letzteres würde mir sicher auch gut tun, aber hier in der Nähe gibt es nur zwei Spaßbäder und da ist der Eintritt leider unverhältnismäßig teuer, so dass mir die Lust daran direkt wieder vergeht.

Vielleicht versuch ich's mal bei der Küchenschlacht. Die kochen immerhin Gerichte in 35 Minuten. Meist aber leider nur mit Fleisch und da ich bewusst meinen Fleischkonsum einschränken möchte, könnte es schwer werden, da was passendes zu finden. Fisch ist auch nicht so meines und ehrlich gesagt, will ich auch hier nicht zu viel davon essen, da ich diese gesamte Massentierhaltung, nur damit der Mensch immer und überall ständig Fisch/Fleisch zur Verfügung hat, grausam finde. Daher haben wir für uns beschlossen, daheim hauptsächlich Fisch-/Fleischfrei zu essen und letzteres auf Auswärtsessen zu beschränken.
 
#96
Hallo banzai,

wie wäre es denn mit Plätzchen backen? Nach der Geburt kommst du vielleicht nicht mehr dazu und dann ist auch schon Weihnachten...
Wenn man nicht zuviel nascht, halten die sich.
 
#97
Hallo banzai,

wie wäre es denn mit Plätzchen backen? Nach der Geburt kommst du vielleicht nicht mehr dazu und dann ist auch schon Weihnachten...
Ohja, und uns allen welche zum Probieren schicken.

Generell ist Vorkochen übrigens eine gute Idee, vor allem falls Du niemanden hast, der Euch nach der Geburt ein bißchen mit Haushalt etc. helfen kann und Ihr über entsprechende Lagerkapazitäten verfügt.
Hört sich zwar super altbacken an und ich konnte es auch nicht glauben. Aber es ist wirklich wahr. Wir haben auf Empfehlung unserer Hebamme auch allen Leuten, die Babygucken kommen wollten gesagt, sie sollen uns nicht den x-ten Body oder Beißring schenken, sondern lieber einen Topf von ihrem Lieblingsessen mitbringen. (Trotzdem haben wir 5 Schlummerpüppchen bekommen, eine sogar exakt doppelt).

:oops:*Schäm*
Habe sturmfrei und sollte mich auf meine Diplomarbeit stürzen. Statt dessen habe ich seelenruhig gefrühstückt, die Zeitung von vorne bis hinten durchgelesen (sogar den Feuilleton), Wäsche sortiert, einen Einkaufszettel geschrieben und im Forum prokrastiniert. Und überlegt, was für Klamotten ich mir dringend mal kaufen sollte (fällt eigentlich unter Einkaufszettel, oder?).

Vegetarisch kochen ist aber auch spannend. Da müssten sich doch auch im Internet einige Rezepte finden lassen. Ich würde mal bei alnatura oä. auf die Suche gehen.
Ich glaube, ich schalte jetzt mal das WLAN ab, dann komme ich nicht mehr so in Versuchung. In der Endphase meiner Seminararbeit hat das Wunder gewirkt.
 
#98
hmmmm Plätzchen - hatte ich schon drüber nachgedacht, aber dann ist mir eingefallen, dass das ja Schwiegermutti schon in großem Maße macht und wenn ich dann auch noch welche mache, werd ich wohl ewig meine Schwangerschaftsklamotten tragen müssen
 
M
#99
Ich glaube, Du hättest es nicht weit bis zu mir. Wenn es hier mal wieder die PN-Funktion gibt, gern näheres.

Ansonsten lässt sich das Problem überschüssiger Tagesfreizeit super mit dem Kauf einer Süddeutschen Zeitung lösen. Ich habe mir vorgenommen, sie zu abonnieren. Wenn ich Rentner bin, vorher schaffe ich das nicht. Probeabos enden regelmäßig mit riesigen Papierbergen und schlechtem Gewissen.
 
Und ja: Ich sollte meine Hausarbeit schreiben. Ich stehe noch ganz am Anfang und komme gerade schwer rein, zumal mir noch ein Grundlagenbuch fehlt.
 
G
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