SS 24 Termine Modul 31931 Grundlagen der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen

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Sommersemester 2024​

  • Einsendearbeit 1 (Abgabetermin: 01.06.2024)
  • Einsendearbeit 2 (Abgabetermin: 15.07.2024)

mündliche Prüfung​

Prüfungstermine:
Do., 20.06.2024
Anmeldezeitraum: 15.05. bis 31.05.2024 Prüfer: Schwanebeck
Do., 19.09.2024
Anmeldezeitraum: 15.08. bis 31.08.2024 Prüfer: Schwanebeck
Modul in den Studiengängen
  • B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
  • B.Sc. Wirtschaftsinformatik
  • B.Sc. Mathematik (Nebenfach VWL)
Die aktuelle Krise zeigt die Schwächen einer global vernetzten Weltwirtschaft auf. Seit dem zweiten Weltkrieg wuchs der weltweite Güterhandel, eine Entwicklung die besonders in den Daten zu Deutschland sehr deutlich zum Vorschein kommt. Bis 2008 war Deutschland mit einem Exportvolumen von 984 Mrd. US-Dollar Exportweltmeister. Seit 2019 belegen nun China (Exportvolumen von 2.499,03 Mrd. US-Dollar) und die USA (Exportvolumen von 1.645,63 Mrd. US-Dollar) die vordersten Plätze. Die zunehmende Skepsis gegenüber dieser rasanten Entwicklung existiert nicht erst seit 2020. Letztendlich sind viele bedeutende Ereignisse der letzten Jahre in dieser rasanten Entwicklung begründet: Brexit, Trump und der Konflikt zwischen China und den USA wurden maßgeblich von der zunehmenden Globalisierung und den damit einhergehenden, negativen Begleiterscheinungen motiviert.

Doch warum handeln Ökonomien überhaupt, wenn damit vermeintlich vor allem negative Begleiterscheinungen in Verbindung gebracht werden können? Die akademische Antwort ist komplex. Im Modul „Grundlagen der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen“ werden zunächst Ansätze der klassischen Außenhandelstheorie vorgestellt und diskutiert. Das Konzept des komparativen Kostenvorteils sieht vor, dass Länder sich auf die Produktion von Gütern spezialisieren sollten, in denen sie möglichst effizient produzieren können. Der kostenminimierende Einsatz an Arbeit in Verbindung mit internationaler Arbeitsteilung führt dazu, dass sich alle Länder durch Handel besserstellen können. Dabei wird häufig davon ausgegangen, dass interindustrieller Handel vor allem zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern stattfindet. Schaut man sich jedoch die empirischen Daten einmal näher an, stellt man häufig fest, dass auch Länder mit gleichem Entwicklungsstand sehr viel Handel miteinander betreiben. Auch dieses Phänomen wird im Modul thematisiert. Dazu wird das Krugman Modell des Monopolistischen Wettbewerbs herangezogen, um aggregierte Wohlfahrtseffekte in einem Modell mit symmetrischen Ländern zu zeigen. Zusätzlich werden potenzielle Arbeitsmarkteffekte des internationalen Handels in den unterschiedlichen Modellen analysiert. Wie wird das Beschäftigungsniveau einer Ökonomie beeinflusst, wenn sie sich dem internationalen Handel öffnet? Wer profitiert vom Handel? Und gibt es möglicherweise Parteien, welche durch die Internationalisierung Nachteile erfahren? Diese Fragen werden wir im Modul stellen und auf Grundlage unterschiedlicher Modelle dezidiert beantworten.

Ein weiteres Kapitel des Studienbriefs beschäftigt sich mit dem Thema der Migration und die Auswirkungen dieser auf den Arbeitsmarkt.

Im letzten Teil des Moduls werden handelspolitische Maßnahmen und deren Einfluss auf den internationalen Handel sowie die Rolle der WTO für globale Handelsverflechtungen untersucht. Unter die handelspolitischen Maßnahmen fallen beispielsweise Zölle, Subventionen oder Importquoten.

Insgesamt versuchen wir in diesem Modul ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Empirie und Theorie herzustellen. Angewandte Fallbeispiele werden anhand von empirischen Daten veranschaulicht. Diese empirischen Anwendungen sollen die Validität der Modelle unterstützen und ihre Stärken und Schwächen aufzeigen. Es werden also nicht nur Kenntnisse in der theoretischen Modellbildung und der empirischen Analyse vermittelt, es wird auch auf den kritischen Umgang mit den jeweils zum Einsatz kommenden Analysetools geachtet. Diese Kenntnisse sollen die Studierenden in die Lage versetzen, solche Tools in Seminar- und Abschlussarbeiten anwenden und hinterfragen zu können.
 
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