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So nun auf diesem Wege, wer kann mir helfen? Kein Land in Sicht! 😕
Zur Klausur 20.03.2002
Aufgabe 3:
Wie berechne ich die Zuführung zur gesetzlichen Rücklage, Bilanzgewinn und Bilanzgewinn ohne Zuführung zur gesetzlichen Rücklage
(1) In der Bilanz des nach den §§ 242, 264 des Handelsgesetzbuchs aufzustellenden Jahresabschlusses ist eine gesetzliche Rücklage zu bilden.
(2) In diese ist der zwanzigste Teil des um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahrgeminderten Jahresüberschusses einzustellen, bis diegesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 des Handelsgesetzbuchs zusammen den zehnten oder den in der Satzung bestimmten höheren Teil des Grundkapitals erreichen.
Damit berechnet sich die Zuführung zur gesetzlichen Rücklage wie folgt:
(Jahresüberschuß-Verlustvortrag aus Vorjahr):20=Zuf.zur gesetzl. Rücklage Fall 1: (1.800-60):20=87 Fall 2: (1200-120):20=54 Fall 3: (1200-0):20=60
Für Fall 1 muß aber noch berücksichtigt werden, daß (gesetzll.Rücklage+Zuf.zur gesetzl. Rücklage)=(gezeichnetes Kapital):10
(540+87)>6000:10
deshalb brauchen anstatt 87 nur 60 angesetzt werden
(540+60)=6000:10
Zu Aufgabe 3c
Hier ist §58 Abs.2 Satz 1 AktG anzuwenden.( siehe auch Jahresabschluß KE 1 Seite 31 und KE 4 S.17
§58 Abs.(2): Stellen Vorstand und Aufsichtsrat den Jahresabschluß fest, so können sieeinenTeil des Jahresüberschusses, höchstens jedoch die Hälfte, in andere Gewinnrücklageneinstellen. Die Satzung kann Vorstand und Aufsichtsrat zur Einstellung eines größerenoder kleineren Teils des Jahresüberschusses ermächtigen.
(Jahresüberschuß-Verlustvortrag):0,5= Bilanzgewinn ohne Zuführung zur gesetzl. Rücklage
Fall 1: (1800-60):0,5=870
Fall 2: (1200-120):0,5=540
Fall 3: (1200-0):0,5 =600
zu Aufgabe 3b
(Jahresüberschuß-Verlustvortrag-Zuführung zur gesetzl. Rücklage):0,5= Bilanzgewinn
Fall 1: (1800-60-60):0,5=820
Fall 2: (1200-120-54):0,5=513
Fall 3: (1200-0):0,5 =570
Ich hoffe ich konnte es Dir damit einigermaßen verständlich erklären.
Hier befindet sich ein Fehler:
Nach § 150 AktG muß die gesetzliche Rücklage 10% des gezeichneten Kapitals sein.
In dieser Aufgabe gilt für Fall 1: Die gesetzliche Rücklage beträgt maximal 600 T DM.
Deshalb müssen im Fall 1 nur 60 T DM hinzugefügt werden (540 sind schon drin, 60 kommen dazu).
Und für Fall 2 gilt dann:
(1800-60-60)/2=840
also die Buchungssätze lauten:
270: 60; 54; 60
280: 840;513;570
290: 870;540;600
meiner Meinung nach müssen bei Aufgaben b) und c) noch die "anderen Gewinnrücklagen" dazu gerechnet werden, da diese ja insgesamt nur 50 % betragen dürfen. Also folgendermaßen:
3b)
Fall 1
1.800-60+60-60 = 1.740 - davon 50 % = 870
Fall 2
1.200-120+900-54 = 1.926 * 50 % = 963
Fall 3
1.200-0+600-60= 1.740 * 50 % = 870
..und bei c) nach gleichem Schema... Lieg ich da falsch?
Nach eurer Rechnung liegen die "anderen Gewinnrücklagen" insgesamt ja über 50 % - oder??